Unter königlicher Flagge

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 2000, Titel: 'Hoare and the Headless Captains', Originalausgabe

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Jörg Kijanski
Kurzweilige Unterhaltung vom Wühltisch

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Sep 2007

Im Inneren des geheimnisumwitterten Nine Stones Circle, eines prähistorischen Steinkreises in der Nähe von Dorchester, werden zwei Leichen in Marineuniformen gefunden. Der Kopf einer Leiche wurde in der Mitte des Steinkreises platziert, von dem anderen Kopf fehlt zunächst jede Spur. Bartholomew Hoare, der aufgrund einer Kehlkopfverletzung nur noch flüstern kann, wird völlig überraschend zum Kapitänleutnant der ";Royal Duke" befördert, nachdem zuvor sein aktiver Dienst zur See eigentlich schon beendet schien. Allerdings hat die ";Royal Duke" einen entscheidenden Haken. Sie ist ein Nachrichtenschiff und darf auf Anweisung der Admiralität den Hafen von Portsmouth nicht verlassen, da ansonsten womöglich geheime Unterlagen in die Hände des Feindes, der Franzosen, fallen könnten.

Dass die ";Royal Duke" ein reines Nachrichtenschiff ist, hat aber auch seine Vorteile, denn Hoare erhält den Auftrag, den besagten Doppelmord aufzuklären. Die Opfer waren - wie sich herausstellt - zwei hochrangige Kommandanten der Marine. Unterstützung erhält Hoare von unerwarteter Seite: vom Schmuggler Dunaway, dem Hoare zuvor das Leben rettete, sowie von einigen Besatzungsmitgliedern der ";Royal Duke". Diese können zwar kaum ein Schiff über Wasser halten, haben dafür aber Fähigkeiten, die bei der Aufklärung der Mordfälle von Vorteil sind.

Schon bald findet Hoare heraus, wer womöglich hinter den Morden stecken könnte: Walter Spurrier, der suspekt wirkende stellvertretende Sheriff der Grafschaft Dorset - und auch ein alter Widersacher von Hoare scheint sein Finger im Spiel zu haben: Sir Thomas Frobisher, der vor geraumer Zeit mit Edouard Moreau auf allzu vertrautem Fuße stand. Dieser war verantwortlich für eine Verschwörung mit dem Ziel, die Schiffe seiner Majestät in die Luft zu sprengen. Hoare konnte dies verhindern.

Titel und Buchcover führen in die Irre

Der zweite Teil der ";Bartholomew-Hoare-Trilogie" erscheint unter dem Titel ";Unter königlicher Flagge" und suggeriert zusammen mit dem Buchcover, dass es sich vorwiegend um einen Roman handelt, welcher auf hoher See spielt. Doch weit gefehlt, denn geschätzte 80 Prozent der Handlung finden an Land statt. Wer also auf Seegefechte und Ähnliches hofft, darf getrost die Finger von diesem Buch (Originaltitel: ";Hoare and the Headless Captains") lassen.

Sprachlich mehr als gewöhnungsbedürftig

Apropos Finger von dem Buch lassen. ";Unter königlicher Flagge" ist ein Buch, das nicht wirklich empfohlen werden kann. Als ";historischer Roman" bietet es viel zu wenig Historie, (um nicht zu schreiben fast gar keine), denn man erfährt lediglich nebenbei vom Krieg Englands gegen Frankreich (die Geschichte spielt 1805!) und später vom Tode Admiral Nelsons. Das war es dann auch schon fast. Sprachlich gelingt ebenfalls nicht alles, wobei nicht beurteilt werden kann, ob dies am Original oder der Übersetzung (";Käpten", S. 240) liegt. Die Leser, weibliche Personen dürfte dieser Roman kaum anziehen, müssen sprachlich jedenfalls ";hart im Nehmen" sein.

 

";Na ja, Gennelmen, un' was seh ich da? Zwei annere Gennelmen, wo fast so 'nen Rock tragen wie Ihr, Sir."

Sofern durch solche Sätze die Sprache der einfachen Leute wiedergegeben und somit mehr Authenzität erzeugt werden soll, darf der Erfolg dieses Unterfangens zumindest angezweifelt werden. Ständiges ";Aye, aye, Sir" macht es jedenfalls auch nicht besser. Zudem ist für Leser die keinen Bezug zur Seefahrt haben, das ";Fachchinesisch" zusätzlich mehr als hinderlich, so dass sich insgesamt der Roman nicht wirklich ";rund" lesen lässt.

Spannungsbogen überschaubar

Hoare erhält im weiteren Verlauf des Buches noch weitere Aufträge und löst diese mit Leichtigkeit, wenngleich auch mitunter durch fremde Hilfe. Einer seiner neuen Helfer ist Titus Thoday (man beachte die ";originellen" Nachnamen Hoare, Thoday, Rabbett), der mit Fähigkeiten glänzt wie in der Detektivliteratur einst Sherlock Holmes. Dabei bleibt der Spannungsbogen erwartungsgemäß überschaubar, denn allzu viele Verdächtige gibt es nicht und außerdem ist ";Unter königlicher Flagge" ja - wie bereits erwähnt - Teil 2 einer Trilogie.

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