Die Köchin von Castamar: Auf Liebe und Tod

  • C. Bertelsmann
  • Erschienen: Juni 2020
Die Köchin von Castamar: Auf Liebe und Tod
Die Köchin von Castamar: Auf Liebe und Tod
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Alexandra Hopf
79

Histo-Couch Rezension vonAug 2022

Abschluss der Dilogie um die Chefköchin des Herzogs von Castamar

1721 ist es bereits ein Jahr, dass Clara in den Diensten von Don Diego steht. Die Chefköchin schwärmt sehr für ihren Herrn und auch er ist ihr sehr zugetan. Doch auch wenn Clara einst aus besseren Kreisen stammte, ist sie dennoch nur eine Bedienstete des Haushaltes. Bei einem Festessen mit mehreren adligen Gästen wird die junge Clara an die Essenstafel gerufen. Die Situation eskaliert. Es kommt zu verbalen Übergriffen und noch viel mehr. Clara wehrt sich, doch auch dies steht ihr als Untergebene nicht zu. Sie ist enttäuscht von Diego, der sie dieser Schmach ausgesetzt hat und verlässt Castamar. Ihr Weggang ist der Haushälterin Dona Ursula sehr recht. Diego hingegen ist außer sich und begibt sich auf die Suche nach ihr. Dies ist nicht sein einziges Problem. Nach wie vor misstraut sein farbiger Bruder Don Gabriel dem Marquis Enrique und sucht fieberhaft nach Beweisen, dass dieser Castamar schaden will. Die Ereignisse rund um Diego überschlagen sich. Wird sich alles zum Guten wenden?

Mehr Spannung als in Band eins

Diesmal spielt sich nur sehr wenig Handlung in der Küche ab und es wird weniger von kulinarischen Köstlichkeiten erzählt. Nachdem der Autor den ersten Teil mit vielen offenen Fragen beendet hat, werden hier alle noch einmal aufgenommen. Das ist sehr spannend und aufschlussreich. Teils kommt es aber auch zu kleinen Wiederholungen von bereits bekannten Details. Diese bremsen die Spannung dann etwas aus. Zum Beispiel warum Enrique Don Diego so hasst und warum er ihm schaden will. Insgesamt gesehen macht diese Intrige und das dazugehörige Drumherum eigentlich den Hauptanteil des Romans aus. Durch die Spannung getragen, liest sich das Buch relativ flüssig. Dies ist auch dem gut zu folgendem Schreibstil geschuldet.

Heikle Themen sind Bestandteil

Diesmal fasst Munez einige kritische Themen auf. Mehr als im ersten Band konfrontiert er seine Leser mit dem Problem der Sklaverei und dem Umgang mit Menschen dunkler Hautfarbe. Auch die gesellschaftlichen Strukturen und den damit zusammenhängenden Standesdünkel führt er seinem Publikum vor Augen. Und nicht zuletzt, was es bedeutet hat, zur damaligen Zeit homosexuelle Neigungen zu haben. In diesem Teil schildert er auch so manch brutale Szene mit entsprechender Härte, die man so vom Vorgänger nicht gewöhnt war.

Charaktere und ihr Potential gut ausgeschöpft

Die Darstellung der Protagonisten ist überzeugender als in Teil eins. Clara nimmt man die willensstarke Persönlichkeit ab, mit der sie auch gegen ihre Erkrankung ankämpft.

Auch Don Gabriel, der diesmal in der Geschichte mehr Raum bekommt, kann positiv überzeugen.

Und auch Don Enrique nimmt man letztendlich seinen Wahn nach Rache ab. Nichtsdestotrotz hätte man aber gerne mehr über den mentalen Gedankengang der Protagonisten erfahren.

Am Ende sind dann alle offenen Fragen geklärt. Wenn auch dabei ein kleines Ungleichgewicht entsteht, denn bei mancher Thematik hätte ich es gern etwas ausführlicher gelesen, andere Ereignisse waren dagegen etwas in die Länge gezogen.

Fazit

Insgesamt betrachtet ein runder Abschluss der Dilogie, den man kennen sollte, wenn man Teil eins gelesen hat. Die größtenteils spannende Erzählung klärt alle Fragezeichen, die noch vorhanden waren.

Die Köchin von Castamar: Auf Liebe und Tod

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