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Karin Speck
Familie Kuisl in Kaufbeuren

Buch-Rezension von Karin Speck Jul 2020

Magdalena und ihr Mann Simon leben in München, aber wirklich glücklich ist die Henkerstochter dort nicht. Ein Familientreffen in der Heimat könnte sie aufmuntern, aber natürlich geht dies nicht problemlos vonstatten. Ihr Treffen wird von einem Mann unterbrochen, der schwer krank zu sein scheint, dieser bittet Jakob Kuisl um Hilfe. Der Mann verstirbt, doch vorher hat er dem Henker noch etwas Geheimnisvolles zugeflüstert. Ein Mörder mit zwei Gesichtern geht in Kaufbeuren um, und was hat der schwarze Reiter damit zu tun? Kaufbeuren ist in Gefahr, soviel steht fest. Gemeinsam macht sich die Familie Kuisl auf den Weg, denn auch der Sohn von Magdalena ist auf dem Weg in diese Stadt. Was werden sie vorfinden? Eine Stadt fest im Griff der Pest oder einen durchtriebenen Mörder? 

Intrigen, Pest und Verrat

Dieser Henkerstochter-Roman ist bereits der 8. Band dieser Reihe. Eigentlich könnte man nun meinen, es würde langsam etwas Langatmiger und Ruhiger werden, aber nichts davon trifft zu, ganz im Gegenteil. Dieser Roman befasst sich mit dem Ausbruch der Pest in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Jetzt könnte man natürlich sagen, Bücher über die Pest gibt es doch schon so viele und jetzt noch einen? Wer diese Reihe kennt, weiß, dass es spannend und dramatisch zugleich zugehen wird, und diese Erwartungen werden erfüllt. Oliver Pötzsch hat es geschickt verstanden, seine Protagonisten mit der Pest zu verbinden. Natürlich ist es nicht nur diese Krankheit, die das Bild bestimmt, sondern ebenso Mord, Intrigen und Verrat. Ausführlich beleuchtet der Autor das Thema der Pest. Er schildert, wie die Krankheit verlaufen ist und wie sie behandelt wurde. Genauso erfährt der Leser, wie sich die Pest verbreitet hat und auch, wie die Bevölkerung davon erfahren hat. Es gab auch in dieser Epoche bereits Flugschriften mit Nachrichten, die schnell verbreitet wurden.

Falsche Spuren

Pötzsch erzählt von der Angst, die die Pest ausgelöst hat, aber auch davon, wie Menschen versucht haben, sich dagegen zu wehren. In dem Umfeld dieser Krankheit können dunkle Mächte wunderbar gedeihen und der Henker und seine Familie haben viel zu hinterfragen und zu klären. Seltsam an diesem Ausbruch der Krankheit in Kaufbeuren ist nämlich, dass sie anscheinend nur vermögende und im Rat der Stadt sitzende Menschen betrifft. Klar, dass Jacob Kuisl und Magdalena gleich eine Verschwörung wittern. Ihre Suche nach Spuren und tatverdächtigen Subjekten führt sie quer durch die Stadt und auch vor ihre Tore. Geschickt, wie immer, hat der Autor seine Spuren gelegt. Magdalena, Simon und auch Jacob folgen Fährten, jeder auf seine eigene Art und Weise und eben des Öfteren auch mal in die falschen Richtungen.

Da die Familie von Magdalena ja nun langsam auch größer wird, wirkt sich das auch auf die Handlung und die Anzahl der Protagonisten aus. Es gibt hier dementsprechend mehrere Schauplätze und Charaktere, die aber alle für die Entwicklung der Geschichte wichtig sind und sich ganz zum Schluss gut zusammenfügen. Ein Handlungsstrang ist zum Beispiel dem Sohn Peter gewidmet. Er war in Wien bei Hofe und ist nun mit einer wichtigen Nachricht nach Kaufbeuren unterwegs. Sein Weg und auch die Geschehnisse rund um seine Geschwister sind mit dem eigentlichen Hauptstrang um Magdalena und ihren Vater gekonnt verknüpft. Die Wechsel zwischen den Handlungssträngen sorgen nicht nur für Abwechslung und Spannungswechsel, sondern lassen sich auch wunderbar unterhaltsam lesen.

Fazit:

„Die Henkerstochter und der Fluch der Pest“ schildert nicht nur den Verlauf, den die Pest genommen hat, sondern vor allem von den Menschen, die gegen sie kämpften. Das historische Umfeld hat der Autor gut recherchiert und seine fiktive Geschichte gekonnt darum geknüpft. Den Lesern dieser Reihe erwartet auch in diesem 8. Band Spannung und Unterhaltung, sowie historische Details aus dieser Epoche.

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

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Letzte Kommentare:
11.07.2020 17:04:05
PMelittaM

1679: Die Müncher Angehörigen der Familie Kuisl reisen nach Schongau, wo Paul eine Lehrstelle bei seinem Großvater antreten soll. Peter ist zunächst mit dem kurfürstlichen Thronfolger Max Emanuel nach Wien gereist. Dort wird er von Max Emanuel beauftragt, einen Brief nach Kaufbeuren zu bringen, danach steht ihm die Reise nach Schongau frei.

Als Peter nicht in Schongau ankommt, machen sich Magdalena, Simon und Jakob auf den Weg nach Kaufbeuren, um nach dem verschollenen Sohn zu forschen. Dort gibt es mittlerweile Fälle von Pest, jedoch benimmt sich die Krankheit ungewöhnlich und gibt zusammen mit Peters Verbleib Rätsel auf. Die Kuisls wären nicht die Kuisls, würden sie nicht anfangen nachzuforschen.

Für mich ist das erst der zweite Band um die Henkersfamilie, doch kommt es mir schon so vor, als kenne ich sie ewig. Natürlich liegen die Vorgängerbände schon bereit, doch bin ich noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Doch zurück zu Band 8 der Reihe: Seit Band 7 sind sieben Jahre vergangen und Peter und Paul sind keine kleinen Jungen mehr, sondern junge Männer, einige Abschnitte sind aus ihren Perspektiven geschrieben, wobei sich wieder zeigt, wie unterschiedlich die beiden sind. Peter ist klug, klüger fast als sein Vater Simon, während Paul immer mehr Anlass zu Sorgen gibt und schon fast psychopathische Züge trägt, wobei man hier auch erkennen kann, dass er durchaus zu Liebe und Fürsorge fähig ist, vor allem, was seine kleine Schwester angeht. Seine Entwicklung in den weiteren Bänden dürfte interessant sein.

Barbara und ihr Ehemann Valentin spielen nur eine untergeordnete Rollle und zwischen Simon und Magdalena kriselt es. Mein Lieblingscharakter ist eindeutig der alte Henker Jakob, der sich hier auch mit dem Alter auseinandersetzen muss, vor allem, da Sohn Georg drängt, mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen. Jakob aber kann schlecht loslassen …

Der Fall ist komplex und hat seine überraschenden Momente, wobei ich sagen muss, dass er mich selten komplett überrascht hat, ich habe wohl einfach schon zu viel gelesen. Für mich erzeugen viel mehr die Szenen Spannung, in denen ich mich um die Familie Sorgen machen musste, vor allem um Jakob und seine Enkelsöhne. Die drei werden hier ganz schön gebeutelt! Die Aufklärung ist gelungen, auch wenn ich, wie schon erwähnt, vieles zumindest zum Teil ahnen konnte. Das eine oder andere wird mit in den nächsten Band genommen werden (der im Nachwort schon angekündigt wird), auch auf diese Entwicklung bin ich gespannt.

Auch wenn Oliver Pötzsch nicht vorausahnen konnte, dass uns dieses Jahr eine Pandemie im Griff halten wird, passt der Roman gut in die Zeit, obwohl man eine Pest im 17. Jahrhundert nur bedingt mit der derzeitigen Situation vergleichen kann. Im Nachwort nimmt der Autor u. a. auch darauf Bezug. Neben dem Nachwort gibt es übrigens auch noch eine Karte von Kaufbeuren, ein Personenverzeichnis und einen Reiseführer für Kaufbeuren und Umgebung auf den Spuren der Henkerstochter.

Auch Band 8 der Reihe ist ein spannender und lesenswerter historischer Roman, der mit einer Protagonistenfamilie aufwartet, die man schnell liebgewinnt. Für Fans der Reihe ist auch dieser Band ein Muss, aber auch sonst kann der Roman Genrefans empfohlen werden. Wie man an mir sieht, muss man die Reihe nicht unbedingt von Anfang an gelesen haben, um sie zu verstehen und zu mögen. Mir persönlich ist der Roman etwas zu vorhersehbar. 83°

10.07.2020 08:32:00
Philiene

Lange habe ich auf die Fortsetzung der Henkerstochterreihe gewartet. Endlich ist sie da und ich war begeistert wie immer.
In diesem Teil geht es, passend zur aktuellen Lage, um die Pest.
Der Kaufbeurener Henker kommt von der Krankheit schwer gezeichnet nach Schongau, um Jakob Kuisl um Hilfe zu bitten. Doch er redet nur noch wirr von einem schwarzen Reiter der zum tanzen pfeift, dann bricht er zusammen und stirbt kurz darauf.
Jakob macht sich zusammen mit seiner Tochter Magdalena und Schwiegersohn Simon auf den Weg nach Kaufbeuren und stößt dort auf die Pest und die Frage warum sterben die Betroffenen so schnell?
Natürlich darf auch der Rest der Familie nicht fehlen Magdalenas ältester Sohn reist mit dem Kronprinzen nach Wien,als dort die Pest ausbricht. Ihr jüngster Sohn soll bei seinen Opa als Lehrling anfangen und bringt sich bald in Schwierigkeiten...

Es ist einfavh herrlich in die Welt der Kuisls einzutauchen. Sofort war ich wieder mitten in der Geschichte und bei der Familie. Oliver Pötzsch erzählt so spannend und lebensnah das alles vor dem inneren Auge entsteht und man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will.

08.07.2020 16:33:08
Bücherwurm

Habe das Hörbuch. Tolle Geschichte, toller Sprecher; wie auch die vorherigen Teile der Reihe lesens- bzw. hörenswert.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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