Aufstand der Barbaren

Erschienen: Juli 2019

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Carsten Jaehner
Wie man ein Dorf vor Banditen rettet

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Feb 2021

Germanien, 182 n. Chr. Nach ihrer Rückkehr aus Britannien kommt die zweite tungrische Hilfskohorte mit Zenturio Marcus Tribulus Corvus nach Tungrorum, um dort einen Haufen von Banditen daran zu hindern, immer wieder Kornlieferungen aufzumischen und das Volk von Tungrorum zu bedrohen. Zwar gibt es vor Ort eine Kohorte; diese ist aber zu klein und sieht sich außer Stande, den Banditen genügend entgegenzusetzen. Der Anführer der Banditen, Obduro, raubt und tötet mit seinen fast fünfhundert Gefolgsleuten nicht nur unschuldige Menschen, er und seine Leute sind auch in den tiefen Wäldern nahezu unauffindbar und daher unberechenbar.

Zudem scheint es so zu sein, dass Obduro Spione in Tungrorum hat, wenn er nicht sogar selbst dort als römischer Offizier ein- und ausgeht und weitere Einwohner auf seine Seite zu ziehen. Marcus und seine Tungrer müssen einiges in Kauf nehmen, um Obduro zur Strecke zu bringen und den Ort und seine Einwohner zu retten. Alles zur Ehre Roms, und Marcus muss immer noch zusehen, dass seine wahre Identität nicht aufgedeckt wird…

Überfälle auf Kornlieferungen

In seinem bereits vierten Band der Imperium-Saga hat Autor Anthony Riches zum ersten Mal die britannische Insel verlassen und führt seine Legionen nach Tungrorum (heute die Stadt Tongern in Belgien). Natürlich genießen es alle, weg von der regnerischen Insel zu sein, dachten sie zumindest, denn in Germanien ist das Wetter genauso schlecht. Die zweite tungrische Hilfskohorte kommt in eine Stadt, die Angst hat, zumeist vor Obduro und seinen Räubern, die die gesamte Gegend unsicher machen. Die meisten Räuber waren einst ebenso Einwohner von Tungrorum und haben den Weg des Siegers gewählt, indem sie nun auch Fremde überfallen und somit zumindest überleben können.

Tungrorum wird eigentlich beschützt von der Siebten Kohorte der Kaiserlichen Ersten Legion Minervia unter dem Kommando des Militärtribuns Lucius Domitius Belletor, doch vermochte auch er es bislang nicht, den Überfällen Obduros auch nur ansatzweise Einhalt zu gebieten. Da kommt die tungrische Kohorte mit den Zenturios Marcus Tribulus Corvus und seines Freundes Julius gerade recht. Marcus sieht noch den unendlichen Vorteil, dass seine hochschwangere Frau, die Medica Felicia, ebenfalls dort stationiert ist. Julius hingegen trifft in seiner Heimatstadt seine große Liebe Annia wieder, die allerdings in einem Freudenhaus arbeitet und dort glücklich zu sein scheint. Doch Julius wird alle Hebel in Bewegung setzen, um sie dort freizubekommen, was sich als nicht so einfach herausstellt.

Kult einer Waldgöttin

Neben vielen römischen Gepflogenheiten, die auch oft ihre vermeintliche Überlegenheit den barbarischen Germanen gegenüber betreffen, lernt der Leser in diesem Roman einiges über den Kult der Waldgöttin Arduinna, dem sich Obduro verpflichtet hat. Dieser Kult beflügelt seine Taten und treibt ihn an. Ihr zu Ehren verschanzt sich die Gruppe im Wald und ist nahezu unauffindbar, wenn sie nicht selbst gefunden werden will.

Anthony Riches hat in seinem vierten Band das Tempo gegenüber seinen drei Vorgängern deutlich gedrosselt, wenngleich nicht weniger Blut fließt. Zwar kämpfen hier nicht unkontrollierte Wilde in Scharen gegen die Legionen, sondern „nur“ 500 Mann gegen die Legionen, dennoch scheut der Autor nicht einige detailreiche Beschreibungen, die vielleicht nicht unbedingt Sache jeden Lesers sind. Dennoch geben diese Scharmützel dem Roman das, was man von der Reihe erwartet. Insgesamt ist der Prozentsatz an Gewalt aber deutlich niedriger als in den anderen Bänden.

Riches verfolgt in seinem Roman nicht stringent den vermeintlichen Hauptdarsteller Marcus, der in diesem Band ordentlich zu leiden hat, sondern auch seine Kameraden Julius und weitere. Dadurch erhält man als Leser aus mehreren Blickwinkeln Einsicht in das Geschehen, lernt einiges über die Haltung von Korn und über Taktiken, wie man seine Gegner trotz Unterlegenheit schlagen kann. Es hat ein wenig etwas von „Die glorreichen Sieben“, nur nicht so spannend.

Geringe Ausstattung

Sprachlich bleibt der Autor einfach, so dass es jeder Leser verstehen kann. Was jedoch wie bei den Vorgängern fehlt, ist ein oft vermisster Glossar und ein Personenverzeichnis, beide wären hilfreich beim Verstehen einiger Begriffe. Zwar gibt es am Ende des Romans einen kleinen Diskurs über den Mithras-Kult und eine Danksagung, das war allerdings auch bereits die Ausstattung.

Fazit:

Insgesamt ist „Aufstand der Barbaren“ der bislang schwächste Teil der Reihe, da hier einiges vorhersehbar und vieles einfach nicht überraschend ist. Dennoch liest man das Buch gerne bis zum Ende, denn man will ja wissen, wer denn wirklich der Spion in den eigenen Reihen ist. Glücklicherweise sind weitere Bände der Reihe bereits angekündigt, die dann hoffentlich wieder mehr Abwechslung bieten.

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