Das Gold der Wölfe

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

Wolfgang Thon (Übersetzer)

Couch-Wertung:

84

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Carsten Jaehner
Beste Unterhaltung für Anhänger der Geschichten aus dem Römischen Reich.

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Apr 2021

Dakien, 183 nach Christus. Zenturio Marcus Tribulus Corvus ist mit seiner zweiten Tungrischen Hilfskohorte eingetroffen, im äußersten Nordosten des Römischen Reiches. Hier sind Goldminen, die für das Römische Reich äußerst nützlich sind, doch gibt es dort Stämme der Sarmaten, die die Goldminen auch attraktiv finden. Zudem nutzen die Römer die Sarmaten als Arbeiter in den Minen, die stattliche Erträge bringen. Eine Gelegenheit, um das Tal mit der Mine zu sichern und die Römischen Ansprüche zu sichern.

Doch gibt es nicht nur die Sarmatischen Gegner und die Dakischen Feinde, auch in den eigenen Römischen Reihen gibt es Begehrlichkeiten, was das Gold angeht. Marcus und seine Kameraden werden ein weiteres Mal bis aufs Blut gefordert. Und zudem gibt es noch jemanden, der Marcus weitere Details über seinen Vater und seine eigene Geschichte mitteilen kann – wenn er die Gefechte überlebt…

Die Gier nach Macht und Reichtum

Bereits zum fünften Mal lässt Autor Anthony Riches das Alte Römische Reich mit seiner „Imperium“-Reihe auferstehen, und ein Ende ist nicht in Sicht. In diesem Abenteuer verschlägt es Marcus Tribulus Corvus und seine Kohorten nach Dakien nach Alburnus Major, heute Rosia Montana in Siebenbürgen in Rumänien. In einem Tal befindet sich eine ergiebige Goldmine, die dem Reich seinen benötigten Nachschub an Geld sichern soll. Gold weckt immer Begehrlichkeiten, und so ist auch diese Mine hart umkämpft.

Neben den taktisch interessanten Kämpfen ist es immer wieder interessant, hauptsächlich über die Disziplin im Heer zu lesen. Die Disziplin ist einer der Pfeiler, auf dem Rom seine Macht aufgebaut hat, sonst hätte man nicht das damalige halbe Weltreich erobern können. Wie innerhalb eines Tages ein Lager mit Palisaden und Latrinen aus dem Boden gestampft wird, wie der Tross das Lager bevölkert, mit Frauen, Versorgern, Lazarett und allem was gebraucht wird, das ist schon erstaunlich und wird immer wieder anschaulich beschrieben. Man macht sich die geografischen Begebenheiten zunutze und integriert Felsen, Wälder, Steine, Anhöhen, Klippen, was immer gerade da ist. So entsteht vor dem Auge des Lesers ein plastisches Bild der Landschaft, der Römischen Heerestradition und gibt somit eine engere Grundlage für alles, was dort passieren wird.

Ein Kampf auf einem zugefrorenen See

In diesem Fall sind es drei Hauptstränge, die den Roman ausmachen: Der Kampf gegen die Sarmaten, ein Gefecht auf einem zugefrorenen See und der Kampf um die Mine, alles in klirrenden Wintertagen, wo man gerade im Schnee jede Spur gut erkennen kann und einem ein zugefrorener See nicht geheuer ist. Der Feind kämpft unter den gleichen Begebenheiten, aber sich die schwere römischen Rüstung an Wintertagen vorzustellen, da ist man froh, wenn man nicht dabei gewesen ist.

Neben Marcus trifft der Leser wieder auf alte Bekannte, die bereits in vorigen Bänden auftauchten, und es entwickeln sich tatsächlich über die Jahre und Schlachten viele Bekanntschaften und gar Freundschaften. Man weiß, auf wen man sich verlassen kann, man weiß aber auch, wen man besser im Auge behält. Auch wenn die Zuständigkeiten und somit die Personen die Einheiten wechseln, kann es doch gut sein, einen Freund in einer anderen Kohorte zu haben, der weiß, wie man tickt. Es ist spannend zu sehen, wie die Dinge auch ohne Absprache klappen können.

Ordentlich Kampfeslust

Wie es in Romanen aus der Römerzeit so ist, macht man ordentlich von Speer und Klinge Gebrauch, und wie das Titelbild schon erahnen lässt, gibt es auch hier reichlich blutige Szenen. Das wird zwar nicht immer bis ins letzte Detail beschrieben, ist aber trotzdem nicht immer etwas für zarte Gemüter. Die würden aber bestimmt sowieso nicht zu Büchern mit derartigen Schlachtenszenen greifen. Ein Hauch von Romantik kommt auf, wenn Marcus auf seine Frau, die Medica, und seinen Neugeborenen Sohn trifft, doch leider ist das nur kurz.

Spannend sind wieder die Taktiken, die die Römer mir ihren fantastischen Spurenlesern aushecken, um ihre Feinde in die Knie zu zwingen. Dass das nicht immer glatt geht und so mancher Verräter sich seinem Schicksal ergeben muss, ist das Salz im täglichen Haferbrei der Soldaten. Und dass Gold allein nicht glücklich macht, sieht man wieder einmal am Ende.

Fazit:

Der fünfte Band der „Imperium“-Reihe bietet mit seinen abwechslungsreichen Geschichten wieder beste Unterhaltung für Anhänger der Geschichten aus dem Römischen Reich. Der Held Marcus festigt seinen Stand im Heer und man bekommt wieder ein Mosaiksteinchen seiner Vergangenheitsgeschichte geliefert. Die Kämpfe sind blutig, aber kurz, und die Taktiken spannend und voller Überraschungen. Die Vorfreude auf den nächsten Teil ist vorhanden.

Das Gold der Wölfe

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