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Jörg Kijanski
Oppenheimer begibt sich in Lebensgefahr

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2020

Berlin, November 1947. In einer Wohnung im Bezirk Treptow kommt es zu einem scheinbar einfachen Todesfall. Ein Einbrecher wird überrascht und vom Ehemann erstochen. So die Version von Ursula und Konrad Hinze. Doch Kommissar Richard Oppenheimer und Kriminalanwärter Wenzel kommen schnell Bedenken. Sie finden zudem bald heraus, dass vielmehr der Tote in Wahrheit Konrad Hinze ist. Aber wer ist dann der vermeintliche Ehemann und wozu die Vertuschung? Bevor die Fragen geklärt werden können, verschwindet der falsche Hinze, während Ursula beharrlich die Aussage verweigert.

Währenddessen gibt Kommissar Kurt Billhardt der Tod des Kleinganoven, den alle nur den Flinken Ulrich nennen, Rätsel auf. Dieser liegt auf dem Messegelände am Fuße des Funkturms, doch dass er freiwillig in die Tiefe sprang darf bezweifelt werden. Zudem findet Billhardt in dessen Manteltaschen einen wertvollen Besitz, auf den es vermutlich sein Mörder abgesehen hat: Pässe vom Deutschen Roten Kreuz und drei Einreisebescheinigungen für Argentinien.

„Aber ehrlich gesagt habe ich nach dem Nazitum von Massenbewegungen und Propaganda endgültig die Schnauze voll. Wenn die Leute erst einmal im Stechschritt und in Uniform auf der Straße marschieren, hören sie auf zu denken. Davon hatten wir bereits zu viel.“

Durch Hilde von Strachwitz erfährt Oppenheimer, dass Agenten des argentinischen Präsidenten Perón, der stets gute Beziehungen zu Hitler und Mussolini hatte, ehemals hochrangige Nazis die Flucht nach Südamerika ermöglichen will. Spät erkennt Oppenheimer, dass beide Fälle in Verbindung stehen. Da ist sein Kollege Billhardt bereits wie vom Erdboden verschluckt und auch Oppenheimer gerät in größte Gefahr …

Spannender Plot vor dem Hintergrund der „Rattenlinien“

In den Nachkriegsjahren wurden zahlreiche hochrangige Nationalsozialisten über sogenannte Rattenlinien außer Landes und vor allem nach Argentinien oder in den Nahen Osten verschifft. Vor diesem Hintergrund erzählt Harald Gilbers seinen bereits fünften Roman aus der international preisgekrönten Kommissar-Oppenheimer-Reihe. Es gibt ein Wiedersehen mit den bekannten Nebenfiguren wie Oppenheimers Frau Lisa, der bereits erwähnten Hilde von Strachwitz und dem Schweren Ede, um nur die wichtigsten zu nennen.

„Aber die SED und die Sowjets setzen sich doch für die Wiedervereinigung ein.“
„Natürlich, aber vermutlich verstehen sie darunter eine Wiedervereinigung Deutschlands nach Stalins Vorstellung.“

Berlin, Ende 1947, ist eine Stadt, die unter der Aufteilung in verschiedene Sektoren leidet. Ausgerechnet das Polizeipräsidium befindet sich im sowjetischen Sektor. In der Stadtverordnetenversammlung geht es hoch her; mit anderen Worten, es passiert letztlich nichts, weil sich die Sowjetunion und die Westmächte gegenseitig blockieren. Nicht wenige Menschen nutzen die Chance, Berlin in Richtung Westen zu verlassen, so lange es noch geht. Die Gefahr, dass die Russen die ganze Stadt besetzen scheint realer denn je. Neben dieser Drohkulisse haben die Menschen jedoch noch dringendere Sorgen. Der Zustand der Stadt ist nach wie vor katastrophal, viele Gebäude sind zerstört. Es ist kalt, Kleidung Mangelware und Lebensmittel gibt es nur über Karten oder auf dem Schwarzmarkt.

Fazit:

„Hungerwinter“, der fünfte Oppenheimer-Fall, bietet wie schon die Vorgänger eine kurzweilige Geschichtsstunde mit reichlich bleihaltiger Action. Wer sich für die Flucht der Nazigrößen nach Kriegsende interessiert, dem sei auch der Roman „Rattenlinien“ von Martin von Arndt empfohlen, der dieses Thema ebenfalls umfassend und kenntnisreich aufgearbeitet hat.

Hungerwinter

Hungerwinter

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