Legenden des Krieges: Der eiserne Schwur

Erschienen: Juni 2020

Bibliographische Angaben

Anja Schünemann (Übersetzung)

Couch-Wertung:

92

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Annette Gloser
Das Töten geht weiter

Buch-Rezension von Annette Gloser Sep 2020

Frankreich, 1362: Thomas Blackstone wurde endlich für seine treuen Dienste belohnt und zum Kriegsherrn ernannt. Sein Auftrag ist es, die von England beanspruchten Gebiete zu sichern und die Abgaben für den englischen König einzutreiben. Er zieht mit seinen Männern von Ort zu Ort, wo er auf Widerstand trifft hinterlässt er Grauen und Verwüstung. Bald soll der Schwarze Prinz nach Aquitanien kommen und er soll ein befriedetes Land vorfinden. So befriedet zumindest, wie das in diesen verworrenen Zeiten nur möglich ist. Als eine Gruppe Ritter des Deutschen Ordens auftaucht, die den walisischen Söldnerführer Gruffydd ap Madoc für seine Taten zur Verantwortung ziehen will, wird die Lage völlig undurchschaubar.  Denn es gibt auch Gerüchte über einen möglichen Mordanschlag auf den Prinzen. Blackstone versucht herauszufinden, welche Adelsherren tatsächlich loyal zu England stehen und aus welcher Richtung die Attacke zu erwarten ist. Aber letztendlich bleibt ihm nur, alles auf eine Karte zu setzen.

Zweifelhafte Lorbeeren

Da hat man doch am Ende des vorhergehenden Bandes „Das zerrissene Land“ gedacht, endlich habe Thomas Blackstone die Ehrung bekommen, die ihm zusteht und er könne jetzt endlich mal durchatmen und sein Leben in Ordnung bringen. Weit gefehlt! Ernennung zum Kriegsherrn – das hört sich gut an, bringt aber nichts als Blut und Dreck mit sich. Insofern ist diese Ernennung wohl eher zweifelhafter Lorbeer, Blackstone jedoch erledigt diesen Job mit Selbstverständlichkeit und ohne Murren. Mit diesem Helden ist Gilman tatsächlich der große Wurf gelungen: Er kann grausam sein, er tötet Menschen, lässt Burgen schleifen und kämpft oft genug ohne Gnade. Eine Schönheit ist er nach Aussage seiner Kampfgefährten auch nicht gerade. Was also macht ihn und seine Männer so sympathisch?

Autor David Gilman hat Blackstone und seine Leute mit vielen Eigenschaften ausgestattet, die man sich von seinen Mitmenschen wünscht. Dazu gehören Ehrlichkeit, Klugheit, Sorge um die Menschen, die einem nahe stehen, Loyalität und manchmal auch große Gefühle. Er tötet nicht gerne, aber es ist das, was er gelernt hat. Dazu kommt bei Blackstone die tragische Geschichte seiner Liebe. Des Lesers Herz kann eigentlich nur für Blackstone schlagen. Der bissige Humor, der seinen Kampfgefährten Gilbert Killbere kennzeichnet, gibt der Geschichte zusätzliche Würze, auch der Umgangston den Blackstones Männer untereinander haben.

Der Roman beginnt gleich mit einem Paukenschlag und führt den Leser mitten hinein in den Krieg. Von da an bleibt es spannend bis zum Schluss. Die Deutschordensritter bringen etwas Verwirrung in die Geschichte, man weiß erstmal nicht so recht, was man mit ihnen anfangen soll, aber das ändert sich bald. Leider wirken ihre Persönlichkeiten etwas blass und nach Klischeevorstellungen gestaltet, dennoch geben sie der Handlung immer mal wieder eine interessante Wendung.

Historisch akkurat

Wie in allen anderen Romanen aus der Reihe muss man auch unbedingt anerkennen, welche enorme Rechercheleistung hier erbracht wurde. Gilman lässt natürlich fiktive Helden in einer fiktiven Story agieren, jedoch ist diese Story so in die reale Historie eingebettet und mit real existierenden Personen bestückt, dass man nicht daran zweifelt, dass es eine ähnliche Person wie Blackstone tatsächlich gegeben haben könnte. Natürlich nimmt auch in diesem Band die Schilderung von Schlachten und Zweikämpfen großen Raum ein und es fließt reichlich Blut. Der Autor lässt hier sein enormes Wissen über Kriegstaktik und den tatsächlichen Ablauf historischer Schlachten einfließen. Das wirkt lebendig und gibt dem Roman viel Authentizität. Wer Probleme mit dem Blutvergießen hat, der muss immer mal wieder ein paar Seiten überblättern, aber vermutlich haben diese Leser schon spätestes bei Band 4 der Saga aufgegeben.

Fazit:

Ein spannender, lesenswerter Roman, hoffentlich nicht der letzte in dieser großartigen Reihe. Wer sich für den Hundertjährigen Krieg interessiert, der kommt an „Legenden des Krieges“ nicht vorbei. Realistisch, gespickt mit Rachsucht und Intrigen, manchmal böse, manchmal tragisch, aber immer spannend. Und mittendrin ein Ritter, nicht ohne Fehl und Tadel, aber einer, der die Herzen der Leser gewinnt.

Legenden des Krieges: Der eiserne Schwur

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