Die Erben von Seydell - Die Heimkehr

Erschienen: März 2021

Couch-Wertung:

80
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Karin Speck
Ein schönes Finale

Buch-Rezension von Karin Speck Mai 2021

Der große Krieg ist überstanden, aber die Sorgen und Nöte werden nicht weniger. Alexander von Seydell wird dazu gezwungen, ein weiteres Mal seine Heimat zu verlassen. Er steht unter Mordverdacht und flieht zu seinem Sohn Robert nach England. Auch für das Gestüt in Deutschland sieht es nicht gut aus. Die Inflation bedroht die Existenz der Menschen. Luise beschließt zu ihrem Sohn nach England zu reisen und hofft auf Vergebung. Niemand ahnt, welches Ereignis sie dazu veranlasst hat, das Gestüt zu verlassen. Bekommt sie vielleicht sogar noch die Chance, sich auch mit ihrer großen Liebe Alexander auszusöhnen?

Liebe und Drama

Der Abschluss dieser Trilogie beginnt im Jahre 1922 und erzählt von einem schönen Sommertag. Fast scheint es, als gäbe es keine Probleme mehr auf diesem Gestüt, doch die ersten Sätze täuschen. Schnell wird klar, die Sorgen und Ängste werden immer mehr statt weniger.

Sophie Martaler schildert weiterhin in unterschiedlichen Handlungssträngen von ihren Protagonisten. Es sind einige Schauplätze, an denen sich die Leser wiederfinden. Zunächst natürlich auf dem Gestüt Seydell. Eine heile Welt gibt es auch hier nicht, so kurz nach dem 1. Weltkrieg. Luise kämpft noch immer mit ihren gleichen Problemen; erst als sie eine alles veränderte Nachricht erhält, entschließt sie sich zu einem letzten großen Schritt. Diese Szenen erzählt die Autorin ziemlich dramatisch und man bekommt das Gefühl, in einem richtigen Liebesroman gelandet zu sein. Ziemlich schnell bringt die Autorin diesen Handlungsstrang dann auch zu einem Ende.

Noch mehr Drama

Der Erzählstrang von Robert und Alexander steht dem aber in nichts nach. Auch deren Leben nimmt dramatische Wendungen an. Es ist vielleicht ein wenig viel an sich überschlagenden Ereignissen, die Sophie Martaler hier vorlegt. Auch geschieht es des Öfteren, dass totgesagte Charaktere wieder auftauchen und auf wundersamerweise überlebt haben. Fast scheint es so, dass damit die Seiten gefüllt werden sollten, aber diese Szenen lassen sich locker und schnell lesen und fügen sich somit gut in die Geschichte ein. Diese Wendungen sorgen zum Abschluss der Trilogie natürlich für ein beeindruckendes Finale, doch es verliert etwas an seiner Glaubwürdigkeit.

Die eigentliche Heimkehr

Der dritte wichtige Handlungsstrang ist dann Elisabeth und Javier im Jahre 1948 gewidmet. Die beiden haben es endlich geschafft und die Lüneburger Heide erreicht. Allerdings werden ihre Erwartungen doch ziemlich enttäuscht. Die wenigen Teile der Geschichte, die hier von ihnen handelt, erzählen davon, wie das Gestüt den Zweiten Weltkrieg überstanden hat und was von den Menschen übriggeblieben ist. Zu sehen, wie die zwei dafür kämpfen, sich eine Zukunft aufzubauen, schildert die Autorin mitreißend, es rundet die Geschichte ab und bringt das gesamte Leben der von Seydells zu einem schönen Abschluss - mit Aussicht auf eine weitere Zukunft. 

Fazit:

Der letzte Band dieser Trilogie ist ein runder Abschluss. Die losen Fäden der Vorgänger werden allesamt zusammengeführt. Die „Erben von Seydell“ ist eine rundum schöne Familiensaga, die alles beinhaltet, was eine gute Saga braucht. Von Liebe über Intrigen, von Verrat und Verlust, über Versöhnung und Hoffnung auf eine Zukunft, war alles dabei.

Die Erben von Seydell - Die Heimkehr

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