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Alexandra Hopf
Mimi und Anton als Team

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Aug 2020

Zu Beginn des Jahres 1912 machen sich das ungleiche Duo, die Wanderfotografin Mimi Reventlow und ihr Begleiter, der Gastwirtsohn Anton, erneut auf die Reise. Die Winterwochen haben sie im Hochschwarzwald verbracht, wo Mimi für das gleiche Hotel als Fotografin gearbeitet hat, in dem Anton als Kellner ausgeholfen hat. Doch nun ist es an der Zeit wieder weiterzuziehen. Während die beiden durchs Land fahren, merkt Mimi immer mehr, dass es schwierig wird als Wanderfotografin bei den ansässigen Fotoateliers eine Gastanstellung zu bekommen.

Immer mehr Menschen schaffen sich selbst Kameras an. Diese sogenannten "Freizeitknipser" machen den Fotografen das Leben schwer. Während Mimi sehr unter dieser Veränderung leidet, läuft es für Anton bestens. Er hat eine neue Geschäftsidee umgesetzt, mit der er sehr erfolgreich ist. Er betreibt einen florierenden Postkartenhandel. Damit zieht er von Markt zu Markt und macht dabei gute Geschäfte. Mimi hingegen ahnt, dass es wohl mit der Ära der Wanderfotografie zu Ende geht. Sie nimmt gezwungenermaßen einen neuen Auftrag in Berlin an. Dort soll sie für ein aufstrebendes Unternehmen, das Fahrräder verkauft, die Waren für einen Katalog fotografieren. Sie freundet sich mit dem Unternehmerpaar an. Da ihr und Anton das rege Treiben in der Großstadt gefällt, beschließen sie, dort sesshaft zu werden. Ein letztes Mal reisen sie zurück nach Laichingen, wo Mimi das Haus des verstorbenen Onkels verkaufen will um Startkapital zu besitzen. Doch auf dem Rückweg nach Berlin bleiben sie zur kurzen Rast in Münsingen, das ebenfalls auf der schwäbischen Alb liegt. Dort will sie die frühere Freundin, die "Schafbaronin" Bernadette, besuchen. Aber hier nimmt die Zukunft der beiden einen ganz anderen Lauf und für beide beginnt eine völlig neue Welt.

Neue berufliche Wege

Der bereits dritte Teil der Fotografinnen Saga von Petra Durst-Benning setzt unmittelbar am Ende des zweiten Teiles an. Man findet sich aber wieder sehr schnell ins Geschehen ein. Die Autorin baut als Gedächtnisstütze kleine Rückblicke ein. So könnte sich auch ein Leser, der die beiden Vorgänger nicht kennt, gut im Romanverlauf zurechtfinden. Trotzdem empfiehlt es sich, diese Saga chronologisch richtig zu lesen. Wie gewohnt ist das Buch in einem leicht zu lesenden erfrischenden Schreibstil verfasst. Die Optik kennt der Leser bereits. Auch diesmal hat Blanvalet einen stabilen Papierumschlag mit einem ansprechenden Bild der Hauptprotagonistin gewählt und damit einen hohen Wiedererkennungswert geschaffen. Sehr stimmig ist die Farbgebung, in der diesmal ein gedeckter Grünton dominiert.

Fotografie und Schafzucht

In jedem Teil bringt Frau Durst-Benning dem Leser ein spezielles Thema näher. Während es im Teil eins die Möglichkeiten der frühen Fotografie waren, informierte sie in der Fortsetzung zusätzlich zum Handwerk der Leinenweberei auf der schwäbischen Alb. In diesem dritten Teil erfährt der Leser nun außer dem weiteren Leben der Mimi Reventlow einige sehr interessante Details zum Thema Schafzucht. Diese Informationen sind interessant und sehr informativ. Zudem sind sie gut ins eigentliche Romangeschehen eingefügt. Dieser Handlungsstrang kann den Leser fast mehr fesseln als die Geschichte rund um die Zukunft von Mimi. Man hat verstanden, dass die Zeit der Wanderfotografie dem Ende entgegen geht und man neue Wege gehen muss. Doch bis Mimi dies gelingt, zieht sich das Ganze etwas dahin und führt gelegentlich zu kleinen Überlängen. Man ist als Leser ständig in Erwartungshaltung, dass etwas Großes passieren muss. Diese Sache kommt aber erst gegen Ende des Romans ins Rollen. Als die Handlung dann endlich richtig Fahrt aufnimmt endet das Buch und lässt den Leser mit einem offenen Ende und vielen Fragezeichen zurück. Glücklicherweise ist Teil vier schon angekündigt und man muss nicht allzu lang ausharren, wie es wohl weitergeht.

Weiterentwickelte Protagonisten

Mimi kennt man als sehr modern eingestellte Frauenfigur, die ihrer Zeit und den Männern mit ihrem eingefahrenen Frauenbild trotzt. Sie ist ihrer Zeit sogar voraus und ihre besondere Stärke und ihr Mut lassen sie nie aufgeben, obwohl auch sie des Öfteren von Selbstzweifeln gequält wird. Diese Kombination der Charakterzüge machen die junge Frau so menschlich und sympathisch.

Auch Anton hat eine erfreuliche Entwicklung durchgemacht. Aus dem einstigen Sohn des Laichinger Gastwirten ist ein selbstständiger junger Mann geworden. Er besitzt einen besonders guten Geschäftssinn und kann Mimi durchaus eine große Stütze sein.

Die Geschichte seines Freundes Alexander, der an der Stuttgarter Kunstschule ist, wird in einer Nebenhandlung weitererzählt und auch wie groß bei diesem die Entwicklung seit seiner Laichinger Zeit ist.

Fazit:

Auch wenn die Geschichte der Mimi Rentlow zunächst eher oberflächlich dahinplätschert, ist das Buch trotzdem eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Die Passagen rund um die Geschichte der Schafbaronin Bernadette und die Schafzucht waren eine nette Abwechslung. Da man unbedingt alle offenen Fragen am Ende beantwortet haben möchte, wird man natürlich der Saga treu bleiben und auch Band vier lesen.

Die Fotografin - Die Welt von morgen

Die Fotografin - Die Welt von morgen

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