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Karin Speck
Familien-Saga vor historischer Kulisse

Buch-Rezension von Karin Speck Mär 2021

Luise ist dabei, ihre Rolle als Mutter und Geschäftsfrau zu finden, es ist für sie nicht leicht, alles zusammenzubringen. Ihre Tochter braucht sie, aber auch das Kontor ist ihr wichtiger den je. Die Einnahmen werden immer weniger, obwohl die Geschäfte eigentlich gut laufen. Hier stimmt was nicht, dessen ist Luise sich sicher.

In Kamerun läuft es auch nicht so, wie es soll. Die Ernte ist in Gefahr. Dabei scheint es doch endlich für Robert wieder aufwärts zugehen. Therese ist mit ihren Kindern von Wien aus auf dem Weg zu ihm, sie freut sich auf ein Wiedersehen. Eigentlich könnte es für die Familie nicht besser laufen, aber wie werden sie die Rückschläge überwinden können?

Von Träumen und Hoffnungen

Die Geschichte von Luise und der Familie Hansen geht weiter und erzählt in diesem 5. Buch von ihrem Leben, ihren Träumen und Hoffnungen. Allerdings sollte man die Bücher tatsächlich nicht einzeln lesen, da die Geschichte aufeinander aufbaut. Kleine Rückblenden sorgen zwar für einen kleinen Überblick der zurückliegenden Ereignisse, aber können natürlich nicht die gesamten Wissenslücken der Leser füllen, dafür ist die gesamte Handlung zu komplex und die Protagonisten zu zahlreich.

Das Leben dieser Familie ist durchaus spannend zu lesen. Sie haben Höhen und Tiefen zu überwinden. Im Geschäftlichen genauso wie im privaten Leben. In diesem Teil erlebt Luise nun, wie es ist, wenn gerade im Kontor nicht alles so abläuft, wie es gewünscht ist. Auch das Gefühl, Mutter zu sein und gleichzeitig der Arbeit gerecht zu werden, ist für die junge Frau nicht so einfach. Trotzdem gelingt es der Autorin gerade, den Charakter der Luise weiter auszubauen. Sie schildert sie als Frau, die weiß, was sie will und bringt dies durchaus glaubwürdig zu Papier.  

Lebendig erzählt

Ellin Carsta hat es gut verstanden, die Intrigen richtig aufzubauen und lebendig werden zu lassen.

Sie erzählt dabei nicht nur von den Hansens, sondern lässt auch die Gegenspieler zu Wort kommen. Hier ist deutlich zu spüren, da kann noch einiges in den noch zu erwarteten Büchern kommen.

Zwischendurch schwenkt die Szenerie dann immer mal wieder nach Kamerun um und erzählt von dem Leben dort. Die Plantage scheint immer mehr in den Fokus dieser Geschichte zu rücken. Der Konflikt zwischen den einheimischen Bewohnern auf der Plantage und den weißen Bewohnern wird immer deutlicher.

Der Erzählstil von Ellin Carsta ist leicht und locker zu lesen. Sie nimmt ihre Leser mit zu einer großen Familiengeschichte und lässt sie teilhaben an dem täglichen Geschehen. Dabei erzählt sie aber auch, wie das Leben im ausgehenden 19. Jahrhundert gewesen sein mag, in einem so großen Kontor wie diesem.

Fazit:

Auch wenn „der mutige Weg“ bereits der fünfte Band dieser Reihe ist, scheinen die Geschichten rund um die Familie Hansen nicht langweilig zu werden. Liebe, Intrigen und Geschäftssinn finden hier zu einer schönen Familien-Saga vor historischer Kulisse zusammen.

Der mutige Weg

Der mutige Weg

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