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Jörg Kijanski
In Baden nichts Neues

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jan 2020

Anton Böck, Apotheker im Ruhestand, leidet unter Gallenkoliken, so dass ihm sein Hausarzt eine Kur in Baden empfiehlt. Doch die Aussicht auf faulig stinkendes Schwefelwasser und einen strengen Diätplan verleiden Anton jegliche Vorfreude. Erst als Ernestine Kirsch, Lateinlehrerin im Ruhestand, anbietet, ihren Freund zu begleiten, ist Anton einverstanden. Wie schon bei den vorausgegangenen gemeinsamen Unternehmungen dauert es nicht lange und die Beiden stecken wieder in einem Mordfall; sehr zur Freude der neugierigen Ernestine.

Im Hotel „Sauerhof“ gibt es auf dem Speiseplan tatsächlich nur Magerkost und auch die übrigen Gäste tragen nicht nur zur guten Unterhaltung bei. Allen voran die rundliche und Alleinreisende Roswitha Körndl, die es prompt auf Anton abgesehen hat. Unter den Gästen befinden sich - jeweils in Begleitung - die wehleidige Huberta Glickstein, die bei kleinster Gelegenheit in Ohnmacht fällt; der in finanzielle Schieflage geratene Brauereibesitzer Ernst Jandrisch; der Seifenfabrikant Ferdinand Heimlich und der im Rollstuhl sitzende ehemalige Oberstleutnant Gernot Holzinger. Sie alle haben eines gemeinsam, einen tiefsitzenden Groll gegen Pepi Kratochvil, den Stürmerstar von Rapid Wien, der ebenfalls im „Sauerhof“ weilt. Wenig später sitzt Kratochvil im Gefängnis, er soll nach einem Streit seine Freundin Lili Pawl erwürgt haben, wofür es sogar eine Zeugin gibt. Allein Ernestine fragt sich, warum Kratochvil ausgerechnet jene Frau umgebracht haben soll, die er heiraten wollte?

Der vierte Fall für das ungleiche Ermittlerpaar

Wer „Mord am Semmering“, „Tod an der Wien“ und „Mord auf der Donau“ bereits gelesen hat, dem fallen zwei Unterschiede auf. Die Geschichte spielt dieses Mal in dem Kurort Baden bei Wien und wir befinden uns bereits im Jahr 1924. Ansonsten findet man genau das vor, was man kennt und irgendwie wohl auch erwartet. Antons größtes Problem ist die Frage, wie er bei der vom Hotel gebotenen Magerkost überleben soll beziehungsweise wie er ungestraft in ein Café oder Gasthaus einkehren kann? Gleichwohl muss er sich der aufdringlichen Frau Körndl entziehen, da er anscheinend alleinstehende Frauen anzieht. Wie bei allen Vorgängern gibt es neben den erzählerischen Hauptthemen „Essen“ und „Familie“ dieses Mal noch einen weiteren Schwerpunkt, nämlich das Kuren zur damaligen Zeit. Da alle drei Themen nur mäßig spannend sind, gilt es einen Mordfall aufzuklären, bei dem es zahlreiche Verdächtige gibt, denn alle mitwirkenden Kurgäste haben ihren jeweiligen Grund, den Stürmerstar von Rapid ins Gefängnis zu wünschen. Da es eine Augenzeugin gibt, die, wie sich bald herausstellt, nahezu blind ist, hat Kriminalkommissar Erich Felsberg zunächst nichts zu tun. Der vermeintliche Täter wurde ja überführt. Gleichwohl wurde er zuvor von den Kollegen aus Niederösterreich angefordert, polizeiliches Trennungsgesetz hin oder her.

Privat entwickelt sich das Leben von Heide, Antons Tochter, und deren Tochter Rosa munter weiter, obwohl der Vater von Rosa bereits vor sechs Jahren im Krieg gefallen ist. Die frei gewordene Rolle des Verehrers und Ersatzvaters nimmt Erich Felsberg wahr, wenngleich Heide von einer Hochzeit nichts wissen möchte, was wiederum ihren Vater irritiert. Was sollen die Nachbarn denken? In Antons eigenem Privatleben erfreut er sich der weiterhin platonischen Liebe zu Ernestine, wobei die Beiden einen nahezu unglaublichen Schritt wagen; man geht zum „Du“ über. Zwischen zahlreichen Kuranwendungen und Mahlzeiten wird noch en passant der Mordfall aufgeklärt (es werden sogar zwei Mordfälle sein); selbstredend von Ernestine und nicht von Erich Felsberg.

Fazit:

Die Reihe um die im Ruhestand befindliche Ernestine „Fräulein“ Kirsch und ihren etwas ängstlichen Gefährten Anton Böck geht in die vierte Runde. Anklänge von Agatha Christie sind nicht zu übersehen, der Schreibstil ist leicht und mit humorvollem Augenzwinkern. Leider gibt es inhaltlich nur bekannte Kost.

Tod in Baden

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