Der weiße Reiter

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2005, Titel: 'The Pale Horseman', Originalausgabe

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94

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Carsten Jaehner
Grandiose Fortsetzung der Sachsen-Saga

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Jul 2007

Mit einer groß angelegten Fortsetzung geht die Geschichte um Uhtred weiter, den Krieger im Dienste von König Alfred von Wessex. Dabei bleiben die Geschehnisse am Ende des 9. Jahrhunderts im fast komplett von den Dänen besetzten England so spannend und blutig, wie es der erste Teil, Das letzte Königreich bereits vorgelebt hat.

Uhtred, inzwischen 20 Jahre alt und kampferfahren, kehrt zu seinem König Alfred zurück und muss erfahren, dass sich jemand anders seinen grandiosen Sieg an die Brust geheftet hat. Odda der Jüngere wird daraufhin zum neuen Feind Uhtreds in den eigenen Reihen. Doch ein weiteres Problem ist, dass immer mehr Dänen mit ihren Schiffen nach England kommen und versuchen werden, das letzte Königreich zu erobern, das noch nicht von ihnen unterjocht wurde. Unter ihnen sind Guthrum und Svein.

Guthrum, dem Uhtred bereits in der letzten Schlacht begegnet ist, fällt über König Alfreds Sitz her. Dieser konnte allerdings vorher fliehen und verkriecht sich in einem kleinen Sumpfgebiet. Uhtred indes ist mit seinem Freund Leofric unterwegs, um seine Langeweile zu vertreiben. Und das macht man in diesen Zeiten zunächst mit kleineren Raubzügen und Überfällen, denn Silber kann man in Kriegszeiten immer gebrauchen. Auf dieser Fahrt lernt der den starken und berüchtigten dänischen Hünen Svein kennen, der stets ein weißes Pferd reitet, das er auch auf seiner Fahne trägt. Die beiden bestreiten einen kleinen Raubzug zusammen, ehe sich die Wege wieder trennen und Uhtred auch in den Sümpfen bei König Alfred landet. Die letzte Bastion in den Sümpfen rüstet zum Kampf gegen die Dänen. In großer Unterzahl und mit wenig Hoffnung soll Wessex zurückerobert werden. Doch braucht es dazu beherzte Kämpfer - Alfred jedoch ist ein gottesfürchtiger König, der seine Pflichten und Kämpfe lieber durch Gebete als durch das Schwert verrichten würde...

Kampf und Humor für England

Nahtlos knüpft Cornwell in seinem 500 Seiten starken Buch an die Handlung des ersten Teils an und das ist auch gut so. Man ist sofort wieder drin im Geschehen, wenn auch zu Beginn des Buches eine kurze Zusammenfassung der Vorhergehenden nicht geschadet hätte. Cornwell behält seinen Erzählstil aus der Perspektive Uhtreds bei, was ein riesiger Pluspunkt für die gesamte Erzählung ist. Dadurch erfährt man seine gut nachvollziehbaren Gedankengänge und auch seine Kampfstrategien werden klar und verständlich. Da er bei den Dänen aufgewachsen ist, aber für seinen König Alfred kämpft, kennt man trotzdem irgendwie immer beide Seiten des Konflikts. Daher ist die Erzählung aus Sicht Uhtreds mehr als geschickt gewählt.

Sowohl die Teile der Geschichte, die an Bord seines Schiffes spielen, als auch die Szenen an Land sind sehr gut ausgefeilt und strategisch gut erzählt. Dazu kommt eine gehörige Prise schwarzen Humors und derber Situationskomik, die dem Roman jederzeit gut tun und das Lesen jeder Seite noch mehr zur Freude machen. Auch wird nicht an der Benutzung des Schwertes gespart. Uhtred versteht es immer wieder, durch geschickte Wortwahl seine Männer zu überzeugen, wie an einer Stelle, als es darum geht, ein voll beladenes Schiff zu überfallen.

 

Natürlich habe ich recht. Ich bin ein Herr. Ich habe recht und ich werde reich! Wir alle werden reich! Wir werden von goldenen Tellern essen, unseren Feinden ins Maul pissen und aus ihren Frauen unsere Huren machen!"
Während ich diesen Unsinn von mir gab, ging ich zur Mitte des Schiffs und löste das zusammengebundene Segel. "Wir tragen silberne Schuhe und goldene Hüte und werden reicher sein als die Könige! Wir waten durchs Silber, überschütten unsere Huren mit Gold und scheißen Bernsteinklumpen. Zieht die Ruder ein und stopft die Löcher! Wir fahren nach Norden und werden reich wie die Bischöfe. Jeder einzelne von uns!" Die Männer grinsten und ließen sich von meiner Begeisterung nur allzu gern anstecken.

 Wer ist Freund, wer ist Feind?

Uhtred trifft alte Bekannte wieder, aber er lernt auch neue Freunde und Feinde kennen, die allesamt hervorragend charakterisiert sind. Da manchmal Freund und Feind nicht voneinander zu unterscheiden sind und auch gelegentlich die Lager wechseln, weiß man trotzdem immer genau, woran man bei der jeweiligen Person ist - jedenfalls für den betreffenden Moment. Ob nun als Geistliche oder als Krieger, alle Charaktere sind überzeugt dargestellt und handeln auch für sich nachvollziehbar. Das ist ein Vorteil, den leider nicht jedes Buch für sich verbuchen kann. Und trotzdem bietet das Buch immer wieder Überraschungen, die hier natürlich nicht verraten werden sollen.

Die Liebe spielt auch in diesem Buch eine untergeordnete Rolle, wenngleich sie mehr Platz einnimmt als im Letzen Königreich. Das macht natürlich das Kämpfen nicht einfacher, im Gegenteil, es macht einen angreifbarer. Überhaupt ist es so, dass nicht alle Personen die letzte Seite des Buches lebend erreichen. Feinde überleben, Freunde sterben und anders herum, man kann sich nie sicher sein. Auch so erhält Cornwell die Spannung und erzählt so, dass das wahre Leben nicht immer so verläuft, wie man es gerne hätte.

Gelungene Erzählung

Die vorne im Buch angefügte Karte von Südengland hilft dem Leser, das Geschehen auch geographisch einordnen zu können. Da Cornwell auch die alten Ortsnamen benutzt, ist ein zweiseitiges Glossar für diese Namen angefügt, das diese in die heutigen Ortsnamen übersetzt. Zudem erklärt Cornwell im ausführlichen Nachwort, wie genau er sich an die überlieferten historischen Fakten hält. Man mag es kaum glauben, dass man sich so nah an einer real passierten Geschichte befinden kann.

Insgesamt ist Der weiße Reiter die mehr als gelungene Fortsetzung der Sachsen-Saga um den Kämpfer Uhtred, der zum Ende des Buches erst 21 Jahre alt sein wird. Zu Beginn hat die Handlung ein paar Holperigkeiten, findet aber sehr schnell in die gewohnt klaren Erzählstrukturen zurück. Man hat Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen, ehe man auf der letzten Seite ist und würde gerne die weiteren Teile sofort hinterher lesen. Der nächste lässt jedoch noch ein halbes Jahr auf sich warten. Cornwell beweist mit diesem Band, dass er weiterhin ein Meister der Erzählkunst ist und dies lässt hoffen, dass es auch in den Folgebänden so bleibt.

Der weiße Reiter

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Letzte Kommentare:
28.07.2020 18:39:55
Christ

Mein Vorrezensent spricht da eine Wahrheit aus!

Die Bücher sind ausschließlich für Atheisten geeignet.
Ich habe beim ersten Teil Das letzte Königreich schon eine Rezension geschrieben mit meiner Meinung...

Ich bin einfach nur abgestoßen. Cornwell hat mich hier in meinem Glauben verletzt und ich habe mich beim Lesen (vom ersten Band) immer schuldig gefühlt vor Gott.

Manch einer nimmt das vielleicht nicht ernst, mir ging es sehr nahe, weil ich selbst als jahrelanger Atheist meinen Glauben gefunden habe.
Den Weg Uhtreds vom Christen zum Heiden finde ich einfach nur schlimm.
Vielleicht liegt es an meinem eigenen Weg zum Glauben, aber ich fühle mich besser, seit ich Christ bin und diese Bücher scheinen das Ziel zu haben, mich (oder Andere) vom Glauben abzubringen.

24.07.2020 18:38:50
1492

Ich schließe mich meinem Vorrezensenten an.
Ich bin Christ. Und um dieses Buch durchhalten zu können, muss man, glaub ich, Atheist sein.
Sonst sind da einige Bemerkungen zu viel und bleiben einem einfach im Halse stecken.

Ich bin kein Freund der Wikinger. Das ist vielleicht auch mein Problem, denn die Hauptfigur ist ja selbst halber Wikinger und das hat mich schon im vorigen Teil gestört.
Als dann aber Uhtreds Seitenwechsel kam und er in der Schlacht von Cynuit (schreib ich das richtig?) diesen Psychopathen Ubba getötet hat, dachte ich: Jetzt ist er mit den Dänen endlich fertig und kämpft auf der ''richtigen'' Seite.
So ein bisschen christlich war er da sogar auch und das hätte unter dem Einfluss von Beocca (eine der wenigen sympathischen Figuren) eigentlich eher zu als ab nehmen müssen.
So weit unlogisch, dass er im zweiten Band wieder voll dabei ist und mit ein paar Brutalos rumzieht und den inneren Hooligan rauslässt. Und das nur, weil er in seinem Stolz gekränkt ist, weil Alfred ihn für ein kindisches Benehmen zur Rechenschaft gezogen hat. Haben sie beide Mist gebaut, beide übertrieben, aber das wär es auch eigentlich und ein mittelalterlicher König hätte auch wesentlich grausamer auf einen kleinen Fehltritt reagieren können als Alfred es hier tut.
In seiner Wut bringt Uhtred noch einen Diener um und verliert so ganz plötzlich das Interesse an Mildrith, die er doch im ersten Band noch gemocht hat. Komisch!! Was ist das für ein widerlicher Protagonist? Mannomann, dem gönnt man wirklich nur, dass er sein Fett weg bekommt und eins aufs Dach kriegt.

Jetzt reicht es mir!
Mehr werde ich von Bernard Cornwell nicht anrühren.
Uhtreds Charakter wird immer mieser und die christenfeindliche Ideologie dieses Buches ist für mich nicht nur widerlich sondern irgendwie verletzend!!!

KEINE EMPFEHLUNG! Mir graut, wenn ich bedenke, wie viele Bücher es noch um diesen Uhtred gibt!!!!!!!

19.05.2020 18:29:39
Dddddd

Ich weiß nicht, ob ich dem Buch unrecht tue, denn so ganz schlecht ist es eigentlich auch nicht, aber nach diesem Roman werde ich Bernard Cornwell abschreiben, und das liegt gewiss nicht daran, dass es ein Männerbuch ist.
Ich habe überhaupt nichts gegen Schlachtbeschreibungen und ich finde Bernard Cornwells Schlachtbeschreibungen gut, sehr gut.

Aber als Christ stößt mich einfach die enorme Christenfeindlichkeit und die Glorifizierung des nordischen Götterkultes, mit der das Buch voll ist, ab!!
Zudem gelingt es Bernard Cornwell nicht, sympathische Hauptfiguren zu entwerfen. Angeblich um Authenzität bemüht ist jeder "Held" der Geschichte ein totaler äh ... wie hieß das ... Earsling ... oder?
Um in einem Roman versinken zu können, muss ich die Hauptfigur mögen, und diesen brutalen und saudummen Deppen Uhtred kann ich nur verabscheuen.
Selten habe ich Bücher mit einer so hassenswerten Hauptfigur gelesen!
Ich mag ihn nicht, gönne ihm nichts und interessiere mich dann auch nicht für seine Geschichte!

10.04.2016 22:24:46
Hannes

Ich habe den Vrteil gegenüber dem Rezensenten, dass ich Band 3 gleich im Anschluss an Band 2 lesen kann. Wenn Man bedenkt, dass der gesamte Band 2 nur ein Lebensjahr des Protagonisten betrifft, ist die Meisterschaft Bernard Cornwells, die Spannung innerhalb von über 500 Seiten auf so einem hohen Level zu halten, nicht hoch genug zu bewerten. Immer wieder interessant zu lesen ist der Kampf des nordischen Götterglaubens gegen das Christentum, wobei der christliche Glaube infolge des Fanatismus seiner Priester und Mönche nicht unbedingt gut abschneidet. Gekonnt eingebunden ist die Geschichte des fiktiven Weißen Reiters und damit die Erklärung des Bodendenkmals des weißen Pferdes.
Nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich, wo meine schlaflosen Nächte geblieben bin. Und ich freue mich auf Band 3.

24.12.2014 13:34:27
rolandreis

Wie auch der erste Band hatte mich dieses zweite Buch um die Uthred-Saga schnell in seinen Bann gezogen. Besonders packend ist Cornwells Art zu schreiben. Es gelingt ihm, vor dem Auge des Lesers das Wessex des 9. Jahrhunderts auferstehen zu lassen. Man ist regelrecht in das kalte Moor gezogen, und fühlt mit Uhtred und seinen Gefährten mit. Der Spannungsbogen bleibt ungebrochen und die Geschichte hat noch einmal an Tempo zugenommen gegenüber dem ersten Band. Nun erwarte ich mit Vorfreude den dritten Teil "Die Herren des Nordens" zu lesen.

10.02.2014 18:18:50
Manfred Rathunde

www.derweissedrache.de

BERNARD CORNWELL „Der weiße Reiter“ ,Rowohlt´

Anno 877, die Dänen, im Schlepptau mit Norwegern und Schweden, machen die sächsischen Königreiche auf den britonischen Inseln arm, indem sie brandschatzend, mordend und plündernd durch die Landen ziehen. Uhtred von Bebbanburg hat bei der Schlacht an der Saefernsee (Bristolkanal) einen grandiosen, wie furiosen Sieg errungen und somit Alfred dem Großen die Königswürde in Wessex erhalten. Alle anderen sächsischen Königreiche sind mittlerweile von den Dänen unterworfen und kontrolliert. Leider macht er sich nicht sofort auf die Socken nach Exanceaster (Exeter, Devon) , zum Hofe Alfreds, sondern will erst mal mit seiner frisch Angetrauten Mildrith den Freuden fleischlicher Lust frönen, ein verhängnisvoller Fehler, da ihm der Sieg streitig gemacht wird. Offa der Jüngere heißt der neidische Bube, der ursprünglich Mildrith hatte heiraten wollen, aber beim König kein offenes Ohr bekam. Alfred hatte Milli mit Uhtred verheiratet, um den ursprünglich aus Northumbria stammenden Krieger an seinen Hofstaat und Wessex zu binden. Denn seine Herrschaft steht auf wackeligen Füßen und er braucht jedes Schwert, das er bekommen kann. Mit Uhtred hat er einen Kämpen in seinen Reihen, der die Dänen und ihre Kampfweise kennt, der ihre Sprache spricht, der, zum Entsetzen der christlichen Priesterschaft, den nordischen Glauben hat, der als Däne durchgehen würde. Ein unbezahlbares Pfand im Kampf gegen die Drachenboot fahrenden Okkupanten. Als Uhtred , seiner Frau mittlerweile überdrüssig, dann Iseult, eine britonische, sprich nichtchristliche, junge Frau kennen und lieben lernt, sind die Pfaffen völlig aus dem Häuschen. Doch Alfred träumt den Traum von einem einheitlichen angelsächsischen Staat mit der Herrschaft Gottes, sprich der Kirche Roms und ihrer Priesterschaft, und er ist auf die Hilfe Uhtreds angewiesen. Das weiß er und so duldet er dessen Eskapaden. Aber wieder rüsten die Dänen gegen Wessex und Uhtred muß sich entscheiden, für Alfred oder Svein vom weißen Pferd. Gekonnt läßt Bernard Cornwall überlieferte Personen, wie Alfred der Große oder auch Guthrum, einen dänischen Heerführer, mit fiktiven Gestalten, Uhtred, Svein, agieren, ohne die Geschichtsschreibung völlig auf den Kopf zu stellen. Phantastisch zu lesen, enorm hoher Suchtfaktor ist garantiert. (MRD)

07.11.2013 02:49:20
Ela

Reines Männerbuch?!Was für ein Quatsch!!
Ich bin 100% Frau und kann es kaum erwarten "Der weiße Reiter" zu lesen, nachdem ich vor 2 Tagen regelrecht "das letzte Königreich" verschlungen" habe! Zugegeben: als ich mir das Buch gekauft habe, stand es erst längere Zeit im Bücherregal, weil mich die Kurzfassung auf der Rückseite zuerst nicht so ansprach. Was für ein Riesenirrtum! Von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuss.(Nein, ich halte mich weder für blutrünstig, noch für unweiblich,,,) Allerdings bin ich froh in der heutigen Zeit zu leben und nicht im 9.Jahrhundert oder überhaupt frühes/ spätes Mittelalter! Aber ich schweife ab. Fakt ist: Bernard C. hat einen erfrischenden Schreibstil, der mir gefällt und ich lechze nach sämtlichen Fortsetzungen über Uthreds Leben. Bin mir sicher, das mir alle weiteren Bücher auch gefallen werden. Allzu zart besaiteten Fräuleins empfehle ich eher kitschige "Liebesromane" in der Art: " Doktor Sowieso"...usw. Historische Bücher mit realistischem Hintergrund mögen Manchem brutal erscheinen, aber mein Gott: das Leben damals WAR hart und brutal aus heutiger Sicht. Wieder total abgeschweift. Kurz und bündig: B.C. ist super Schriftsteller- "das letzte Königreich" erste Sahne, empfehlenswert- deshalb: der weiße Reiter mit Sicherheit auch. Da wette ich drauf!!Hoffe, das ich es morgen in der Buchhandlung bekomme!

08.04.2011 08:22:56
M.Reinsch

Nach dem man sich nun, durch den ersten Teil, an die "Altenglischen" Namen gewöhnt hat und auch einige der Charaktere kennt, viel mir das Eintauchen in die Geschichte leichter. Endlich fängt die Story an zu laufen und ein gewisser Spannungsbogen (leider erst auf den letzten 100 Seiten) baut sich auf. Auch hat Cornwell ein paar mehr zeitgemäße Aussprüche und Denkweisen eingebaut, die einem mehr Gefühlfür die Zeit geben.
Wer die Sharpromane kennt, weiß was Ihn erwartet - so jedenfalls mein Gefühl: Sharp im 9.Jahrhundert!
Was mir sehr positiv aufgefallen ist, sind die Schlachtbeschreibungen im letzten Kapitel: Endlich kann man eintauchen und steht nicht nur stumm daneben. Sicher mag das manchem Leser nicht gefallen, aber für mich gehört es stark dazu, zumal es um einen Krieg geht und ich nicht nur lesen will "Schlacht gewonnen - Feierabend". Zumal Cornwell nicht zu blutig schreibt, aber dafür Detailgenau (inklusive Ängsten und Überlegungen der Akteure wärend des Kampfes).
Des Weiteren ist der neue Kriegermönch (ups Name entfallen) eine extreme Bereicherung der Story, gerade wenn man nur die "extrem" Frömmler gewohnt ist die bisher auftauchten. Endlich eine verständliche und nachvollziehbare Aussagen zum Thema Glauben/Gott/Menschen.
Zum Schluss noch meinen Dank, dass das Nachwort etwas ausführlicher geworden ist - immer interessant, was sich der Author so gedacht hat beim schreiben und wie seine Sichtweise ist.
Fazid:
Wieder ein schönes Unterhaltungsbuch, das einem den Abend (oder mehrere) verkürzt.
Mr.Cornwell Sie haben einen neuen Stammleser gefunden...
80°
Micha

13.11.2010 21:05:46
Tobi

Eine wahnsinns Reihe!!!!
Es ist unglaublich, in welcher Intensität Mr. Cornwell schreibt. Es ist, als ob man einen Film sähe( Braveheart, Robin Hood). Man sieht förmlich die Schlachten, richt und schmeckt das Schlachtengetümmel. Ich habe schon seit langem nach so einem Buch/ Reihe gesucht. Ich hoffe, die neuen Leser sind auch so begeistert.

18.05.2009 14:18:09
Nina

Ich hab dieses Buch leider auch gelesen ohne den ersten Teil zu kenne, jedoch, nach dem ich das Buch verschlungen hatte, hab ich mir sofort den ersten und dritten Teil nachgekauft. Im Moment lese ich den ersten Teil und er ist, auch wenn man den 2. Teil schon kennt, genau so gut :)
Ich freue mich auf jeden Fall den dritten und vierten Teil zu lesen!
Die beiden Rezessionen bzw Beurteilungen von dem Buch treffen genau zu.
Ich finde, dass dieses Buch von einfach jedem gelesen werden kann, egal ob Mann oder Frau, denn jeder identifiziert sich anders mit dem Buch. Zum Beispiel ist mir die Liebe nicht so wichtig in einem Buch wie die Spannung. Und Spannung hat das Buch genug, auch wenn man sich leider am Ende von einigen "alten" Leuten verabschieden muss, so lernt man jedoch auch wieder Neue kennen!
Alles in Allem ist dieses Buch nur weiter zu empfehlen!

07.03.2009 02:08:49
Jörg Modrow

oh ja - es ist ein Männer-Buch.
Keine Automarke ist vertreten, der Leser hat nie das Gefühl Öl auf heissem Asphalt zu Riechen.
Kein Bike fährt Rekorde ein und nirgendwo Sex.
Frauen haben in diesen Büchern einen schweren stand und kommen nie über nebenrollen hinaus.
Trotzdem ein Männer-Buch wie es klarer nicht sein könnte.
Den meisten Lesern dürfte nach wenigen Seiten klar sein ob das Buch ihrem Gusto entspricht oder nicht.
Die meisten Männlichen Leser werden wohl fürs erste stimmen während der Applaus der Damen eher verhalten ausfallen dürfte.
Fazit : Ran ihr Männer - unbedingt Lesen!

11.02.2009 19:55:00
muprl

Ich habe diesen Band gelesen, ohne den ersten Band zu kennen. Das mag ein Manko sein, doch ich glaube nicht, dass mein Urteil inkl. erstem Band anders ausgefallen wäre: Mir hat das Buch im ganzen nicht gefallen. Viele Schlachten, viel Blut, viele Machtspiele und holzschnittartige, psychologisch langweilige Charaktere. Und vor allem: Klischees, Klischees, Klischees! Ich muss schlicht und einfach feststellen, dass mich das ganz weder interessiert noch berührt hat.
Ohne das negativ zu meinen: Kann es sein, dass es sich hierbei um ein reines "Männer-Buch" handelt? ES ist mir sonst wirklich schleierhaft, wie diese ganzen guten Bewertungen zustande kommen...

05.10.2008 11:49:36
Stefan83

Nachdem mich der erste Band von Bernards Cornwells Reihe nur streckenweise überzeugt hatte, hab ich ihm nun mit "Der weiße Reiter" eine weitere Chance gegeben. Diese hat er zu meiner (fast) vollsten Zufriedenheit genutzt. Der zweite Band setzt inhaltlich direkt nach den Ereignissen aus "Das letzte Königreich" an. Nach der Schlacht bei Cynuit, in der der dänische Kriegsherr Ubba seinen Tod durch Uthreds Schwert fand, hängt das Schicksal der Angelsachsen weiterhin an einem seidenen Faden. Northumbrien, Mercien, Ostanglien und damit fast ganz England ist von den Dänen besetzt, die ihren Einflußbereich nun auch auf Wales und die Küstengebiete Cornwalls ausweiten. Der zwischen den Dänen und Sachsen geschlossene Frieden ist mehr als wackelig, und nur wenige trauen den Invasoren so leichtgläubig, wie der fromme König Alfred. Auch Uthred, der mittlerweile zu einem kampferfahrenen Krieger mit strategischen Verstand und eigenem Landbesitz herangereift ist, hat seine Zweifel. Immer noch Sympathien für die Dänen hegend, bei denen er aufwuchs, sucht er eine Möglichkeit sich seinen alten Freunden anzuschließen. Doch als der erwartete Angriff kommt und Alfred in das sumpfige Marschland im Südwesten Englands flieht, sieht sich Uthred plötzlich durch einen Schwur verbunden an dessen Seite wieder. Während der König auf göttlichen Beistand setzt, sammelt Uthred eine Armee um sich, die den Feind endgültig vernichtend schlagen soll. Angesichts der Tatsache, dass das Sumpfgebiet fast völlig abgeriegelt ist, eine beinahe unlösbare Aufgabe. Bernard Cornwell hat sich mit "Der weiße Reiter" deutlich gesteigert. Zwar ist mir die Figur Uthred in ihrer Verhaltensweise größtenteils immer noch suspekt, aber zumindest die nicht nachvollziehbaren Seitenwechsel aus dem ersten Teil blieben aus. Ein seßhafter Sachse wird er wohl trotzdem im Laufe der Reihe nicht mehr werden, dafür scheint ihn das Kriegshandwerk zu sehr zu reizen. Auch hier zeigt sich: Den normalen frühmittelalterlichen Lebensalltag zu skizzieren, ist Cornwells Ding nicht. Wenn es dann aber zu Schlachtbeschreibungen kommt zeigt sich seine wahre Stärke. Die im letzten Drittel stattfindende historische Schlacht von Ethandum (heute Edington) wird erschreckend brutal geschildert. Ohne es zu wollen taucht man als Leser selbst in diesen Rausch aus Blut, Schwertern und Dreck ein, und fühlt sich unvermittelt an die heftigsten Kampfszenen aus "Braveheart" erinnert. Hier spielt Cornwell sein Können aus und verweist Genrekollegen/innen wie Rebecca Gablé in ihre Schranken. Auch die Verknüpfung von Historie und Fiktion gelingt ihm diesmal meisterhaft. Der Spannungsbogen, der mir im ersten Band noch oft gefehlt hat, zieht sich bis zum Ende durch und das Tempo bleibt erstaunlich hoch. Da stört es auch nicht, dass viele Figuren (z.B. Asser, Odda) weitesgehend blaß bleiben. Ich habe mich mit Cornwells Stil abgefunden und mich über gut 500 Seiten klasse unterhalten gefühlt. Allein für den etwas trägen Beginn gibt es hier Abzüge. Insgesamt ist "Der weiße Reiter" eine starke Fortsetzung, die wieder Lust auf die Reihe gemacht und besonders im letzten Drittel für viel Lesespaß gesorgt hat. Ein gelungener Ausflug in das England des 9. Jahrhunderts und klare Empfehlung für alle Fans historischer Romane.

22.07.2008 12:14:21
Pangloss

Nochmal kurz der Hinweis:

Es handelt sich NICHT um eine Trilogie (ohne zweites "o"), sondern um eine Reihe, die in England bereits vier Teile vorweisen kann (der vierte in deutsch ab Januar 2009), der fünfte ist bereits in Arbeit, und wieviele es im Endeffekt werden, weiß man nicht. Es können von mir aus aber ganz ganz viele werden...

20.07.2008 21:43:05
Rolf.P

Wie auch das erste Buch (Das letzte Königreich) überzeugt auch der zweite Teil der Triologie von Bernhard Cornwell auf ganzer Linie.
Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an, weshalb man nicht drum herum kommt, vor "Der weiße Reiter", "Das letzte Königreich" gelesen zu haben.

Auch in diesem Roman verknüpft der Autor wieder auf gekonnte Weise historische Fakten mit einer erdachten Geschichte.
Sprachlich und stilistisch schätze ich Bernard Cornwell sehr, vor allem aber die Entwicklung der Charaktere und die Darstellung der Lebensumstände des Mittelalters sind ihm hervorragend gelungen.
Mit dem Icherzähler Uhtred hat Cornwell eine außergewöhnliche Figur geschaffen, die durch Beziehungen zu den beiden Seiten (Sachsen und Dänen) beider Lebensweisen und -auffassung sehr interessant darstellt. Sehr gut gelungen auch die Zeichnung Alfreds und des Klerus, die ihren Krieg viel mehr als einen Religionskrieg denn einen Territorialkrieg verstehen.
Die Darsteller sind plastisch gezeichnet, die Story voller Spannung. Wer historische Romane mag, kommt um Cornwell nicht herum.

Wie bereits den ersten Teil kann ich auch den zweiten uneingeschränkt empfehlen. Bernard Cornwell gehört ganz klar zu den besten seiner Zunft.

05.03.2008 00:18:47
Earsling

Bin neu bei Cornwell angekommen und direkt der Sucht erlegen.

Die Charaktere sind griffig und irgendwie schon vorher bekannt, aber dennoch nicht abgedroschen oder ausgelutscht, sie wirken einafch authentisch.

Die brisanten Passagen die zwischen Dorfrecht, Kriegs- und Friedensdoplamatie schwanken gehen nahtlos ineinander über was immer wieder erfrischt. Jemandem vom hohen Diplomatenzelt, bei dem man so gerne ist um zu su sehen, in eine dreckige Taverne zu stecken und Uhtred verstehen zu können, wie man es dort schöner finden kann.

Man lacht, man leidet, man unterstützt diesen wilden jungen unbehrrschten Charakter, weil man durch die Perspektive weiß, was so aus ihm geworden ist...ein etwas verschrobener aber einfach kluger und selbstkritischer alter Mann.

Uhtreds Freunde könnten die des Lesern sein, und seine Feinde auch den Strukturen der eigenen Feinde entsprechen. Dies spricht, weil es von beiden Lagern so viele gibt, so gut wie jeden irgendwo an und man freut sich auf das nächste auftauchen seines Lieblingsfreundes/Feindes.

Und natürlich die Frauen. :) Die machens wie immer schwerer UND leichter und wirken an sich souverän in der ihr zugeschriebenen Rolle.

Jedoch schwankt man ebenso zwischen den Frauentypen und dem Verständniss für Uhtreds Glauben, Leben, Huren, erschlagen, lieben, vermissen und verlieren.

Stereotyp? Ein wenig, aber einfach zu genial verpackt als das dem Kämpferherz beim Lesen die Frauen egal sein könnten.

Ich gebe 98%.

100% wenns mehr von Leofric gibt! ;)

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Euer Earsling

20.02.2008 15:48:28
Mole

Ich habe das Buch geschenkt bekommen und es gelesen, ohne den ersten Band zu kennen. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist man sehr schnell in der Geschichte. Ein absolut gelungenes Buch. Jetzt werd ich mit nach dem zweiten erst einmal den ersten Teil gönnen und dann gespannt auf den dritten Teil warten.

25.12.2007 13:35:21
paddsen

Genial. Was für ein großartiges Buch. Es macht nu Spaß zu lesen und ich habe mich selten gefesselter von einem Buch gefühlt. Freue mich schon sehr auf Band drei. Toll recherchiert, tiefgründige Charaktere, spannende Handlung, einfach gut. Gebe 97%. Viel besser gehts nicht mehr.

31.10.2007 14:03:41
Th. Nowak

Ich fand den 2. Teil auch super, genau so gut wie Teil 1. Schade nur das der weisse Reiter eine fiktive Person ist, die es nicht gab. Cornwell hat ihn quasi dazugesponnen, um die historische Geschichte besser erzählen zu können. Ansonsten gibt es nichts zu meckern, einfacher derber Schreibstil mit einem sehr sympathischen Helden Uthred. Hier wird gekämpft, gehasst, geliebt, getötet und die Geschichte von England in der Zeit von Alfred des Grossen erzählt. Die grosse Schlacht am Ende des Buches ist dermassen fesselnd, man denkt man steht selber im Schildwall, grosses Kopfkino. Leider sterben auch ein paar liebgewordene Charaktere.
Ich gebe wieder knappe 90% und freue mich auf den 3. Teil der Reihe.

29.10.2007 17:10:44
S. Franke

dieses buch ist der beste beweis dafürr dass ein held nicht immer ritterliche tugend oder auch nur ein mindestmaß an manieren braucht!
ein derber humor, herrlich veranschaulichte kämpfe und eine fesselnde handlung machen es zu einem richtigen männerbuch das auch die ein oder andere frau ansprechen dürfte...

05.10.2007 18:13:50
jürgen bode

bernard cornwell ist wohl das beste,was es im moment an historischen romanen zu lesen gibt.er hat unglaublich exakt recherchiert u.vermittelt eine fülle von hist,kenntnissen,ohne dabei aber jemals langweilig zu werden.jedes neue buch wird mit spannung erwartet.

04.09.2007 11:14:42
Silvio

Es ist immer wieder schön, Bücher zu finden, sei es nur aus Zufall oder im "Vorbeigehen", welche einen von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Kurz gesagt, ich schließe mich meinen "Vorschreibern" an. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man mag es nicht aus der Hand legen. Selbst wenn man es doch mal ein paar Tage nicht zum Lesen kommt, fällt es nicht schwer wieder in das Geschehen zu kommen. Bleibt also für mich nur EINE Frage übrig....Wie überbrücke ich die Wartezeit auf den dritten Band???

04.09.2007 11:13:13
Silvio

Es ist immer wieder schön, Bücher zu finden, sei es nur aus Zufall oder im "Vorbeigehen", welche einen von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Kurz gesagt, ich schließe mich meinen "Vorschreibern" an. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man mag es nicht aus der Hand legen. Selbst wenn man es doch mal ein paar Tage nicht zum Lesen kommt, fällt es nicht schwer wieder in das Geschehen zu kommen. Bleibt also für mich nur EINE Frage übrig....Wie überbrücke ich die Wartezeit auf den dritten Band???

31.08.2007 12:56:38
vic

Das Buch schliesst nahtlos an das letzte Königreich an und liesst sich genauso spannend und flüssig. Eine gute Story mit einem hohen Body Count, der aber zur Geschichte passt.

Vic

20.07.2007 00:32:06
Ragnar der Schreckliche

Eine mehr als gelungene Fortsetzung, der Roman braucht nicht lange, um in Fahrt zu kommen, und selbst wenn man das erste Buch nicht oder vor langer Zeit gelesen hätte kommt man gut in die Story rein, ohne dass es für Leute, die die beiden kurz nacheinander gelesen haben (wie ich ) nervig oder langweilig werden könnte wie bei manch anderen Mehrteilern...

Perfect 100 ;)

Zeitpunkt.
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