Das letzte Königreich

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Rowohlt, 2004, Titel: 'The Last Kingdom', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Die Dänen erobern England

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Feb 2007

"Wir nannten sie Wikinger, wenn sie brandschatzten, Dänen oder Heiden, wenn sie als Händler kamen." Für Uthred, geboren im Jahre des Herrn 856 in Nordengland, mag dies am Anfang noch keinen großen Unterschied ausgemacht haben. Im Laufe des großartigen Buches von Bernard Cornwell wird sich seine Ansicht jedoch schnell ändern.

Im Jahr 866, als er 10 Jahre alt ist, wird sein älterer Bruder, der die Herrschaft als Aldermann über Bebbanburg (Bamburgh Castle) von seinem Vater übernehmen sollte, von Dänen hingerichtet. Nun ist er als der nächst Ältere der Nachfolger und erhält den Namen seines Bruders, Uthred, wie auch alle seine Vorväter geheißen haben. Die Dänen sind dabei, nach und nach England zu erobern, arbeiten sich von Königreich zu Königreich vor, von Norden nach Süden, ohne Rücksicht auf Verluste. Dörfer werden niedergebrannt, Kirchen und Klöster gebrandschatzt, Menschen getötet, egal ob Mann, Frau, Kind, Geistlicher oder Arbeiter. Auf dem Rachefeldzug für seinen Bruder, auf den Uthred eigentlich gar nicht mitkommen soll, greift er Heerführer der Dänen an, der ihn zwar mit einem Schwerthieb entwaffnet, von seinem Mut aber so beeindruckt ist, dass er ihn mitnimmt und künftig in seinem Clan als Dänen großzieht.

Ein Meisterwerk der Erzählkunst

Bernard Cornwell ist mit seinem Roman schlicht und einfach ein Meisterwerk gelungen, in das sich der Leser leicht und gerne hineinversetzen kann. Das liegt vor allem auch an der gewählten Erzählperspektive, denn Uthred erzählt selbst als Ich-Erzähler seine Geschichte, die daher sehr persönlich mit teilweise bissigen Seitenkommentaren ist, die aber auch seinem jeweiligen Alter entsprechend seine Gedankengänge und Taten gut nachvollziehen lässt. Zudem weiß Uthred in der Rückschau auf sein Leben damalige Ereignisse heute anders einzuordnen oder hat nun Kenntnis von Geschehnissen, von denen er damals nichts wusste.

Zu Beginn des Romans ist Uthred zehn Jahre alt, am Ende des Romans erst 20, und diese zehn Jahre seines Lebens sind reich angefüllt mit Erlebnissen, sowohl auf persönlicher als auch auf politischer Ebene. Uthred wächst als Däne auf, lernt zu leben wie ein Däne, zu denken wie ein Däne und vor allem zu kämpfen wie ein Däne. Herausragend sind die Gespräche, die er mit seinem Ziehvater Ragnar führt und die die Unterschiede zwischen Dänen und Engländern herausheben. Ein Christengott gegen viele nordische Götter, ein beliebtes Thema bei Ragnar, der durch Uthred ebenfalls viel über seinen Gegner lernt.

Souveräner Schreibstil

Cornwells Roman ist laut Ansage der erste Band einer neuen Reihe historischer Romane. Uthred ist am Schluss des Buches erst 20 Jahre alt. Es eine Rückschau seines Lebens, die hauptsächlich mit dem damaligen König Alfred zu tun hat, der zu dieser Zeit noch ein erbärmlicher Schwächling ist, später aber als einziger englischer König den Beinamen "der Große" bekommen wird. Daher stehen dem Leser noch weitere Bücher um Uthred bevor, und wenn man "Das letzte Königreich" gelesen hat, ist jeder weitere Tag des Wartens auf die nächsten Zeilen schlimm zu ertragen. Cornwells Schreibstil ist sehr flüssig und leserfreundlich, stets gespickt mit einer gehörigen Prise nordischen Humors gegen englischen Humor, was besonders in den launigen Wortgefechten hervorkommt. Die Zeichnung der Charaktere ist überzeugend, was die Vorstellungskraft des Lesers erfreulicherweise stark erhöht.

Und natürlich fließt Blut. Da es in diesem Buch um Eroberungen geht, fließt sogar reichlich Blut, und je länger das Buch dauert, umso blutiger wird es. Auch hier merkt man Uthreds Entwicklung, er hat gelernt, wie man seine Waffen zu führen hat. Wenn es auch eine Weile dauert, bis er zum ersten Mal in einem Schildwall in der ersten Reihe steht, wo man erst zum Mann wird, wenn man denn überlebt, so hat er doch von den Dänen sein Handwerk gelernt. Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Buch vor, wenn auch nicht an vorderster Stelle. Wer in diesen Tagen so viel an verschiedenen Fronten gekämpft und erlebt hat, hat keinen wirklich Kopf für solche Dinge.

Entführung und Rückentführung

Herausragend an diesem Buch ist die persönliche Sicht des Erzählers, der nicht für irgendjemanden kämpft, wie es später die Kreuzritter tun werden, die Jerusalem befreien wollen und schließlich unnützes Blut erfolglos vergießen. Uthred kämpft zwar zunächst für seine Familie und nach seiner Entführung für die Dänen. Nachdem er aber von den Engländern ";zurückentführt" wurde, wird ihm klar, dass er nun der Aldermann von Bebbanburg ist und dass er von nun an das Ziel vor Augen hat, seinen angestammten Platz auf Bebbanburg einzunehmen. Uthred kämpft von nun an für sich selbst, und wenn er nicht den direkten Weg nehmen kann, so ist das große Ziel doch von nun an stets voll in seinem Blick. Dies passiert zu einem Zeitpunkt, zu dem die Dänen nur noch ein das Königreich Wessex noch nicht für sich erobert haben, woher sich auch der Titel des Buches ableitet.

Das alles wird so nah am Geschehen geschildert, als würde man selbst durch den Schlamm waten, mit an Bord der Schiffe sein oder selbst an den Verhandlungsgesprächen teilnehmen. So lebendig ist das Mittelalter selten gewesen. Stets ist man mittendrin statt nur dabei, auch hier erweist sich Cornwell als fantastischer Geschichtenerzähler. Selbst in der Schlacht spürt man die Souveränität des Erzählers über das Geschehen.

 

Müde war ich auch. Ich hatte nicht geschlafen. Ich fror. Ich war nass bis auf die Haut, und trotzdem fühlte ich mich unbesiegbar. Diese Ruhe der Schlacht ist etwas Wundersames. Die Nerven reagieren nicht, die Angst verfliegt, alles wird so klar wie kostbares Kristall, und der Feind hat keine Chance, weil er zu langsam ist. Ich fing die Speerspitze des narbengesichtigen Mannes mit dem Schild ab und ließ ihn in mein Kurzschwert laufen. Ich spürte den Aufprall im Arm, als der Wespenstachel seinen Lederpanzer durchbohrte und tief in seinen Bauch eindrang. Ich spürte sein warmes Blut auf meiner kalten Haut, und ich roch den sauren Aledunst, den sein Schrei verströmte.

Ein großartiges Epos

Dem Roman vorangestellt ist eine Karte Großbritanniens mit den mittelalterlichen Namen der Städte und Flüsse, die Uthred benutzt. Dazu kommt eine Liste mit der alten und neuen Schreibweise der Ortsnamen, die dem Leser helfen, sich auf der Insel räumlich zurechtzufinden. Dies ist auch nötig, denn wo man schon die heutigen Namen nicht kennt, wäre man mit den alten Namen erst recht verloren. In einem Nachwort beschreibt Cornwell, auf welchem historischen Hintergrund sein Roman basiert. Dies ist kurz aber ausführlich und sei daher hier lobend erwähnt.

Cornwells Roman liest sich wie aus einem Guss, was sicherlich auch der hervorragenden Übersetzung von Michael Windgassen zu verdanken ist. Der Roman macht Lust auf die Fortsetzungen, wobei aber gesagt werden muss, dass Das letzte Königreich für sich bereits ein in sich geschlossener Roman ist. Cornwell beweist hier einmal mehr, dass er ein Meister des Erzählens ist. Man mag dieses Buch nur ungern aus der Hand legen, ehe man die letzten Buchstaben in sich eingesogen hat, und es bleibt zu hoffen, dass die weiteren Folgeromane diesen hohen Standart halten können.

Das letzte Königreich

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Letzte Kommentare:
27.03.2018 01:45:24
theodor aus schwabing

Absoluter Hammer-die ganzen zehn baende! vorsicht: extrem maennliche literatur.Man moechte sofort die axt ergreifen und in die schlacht ziehen. Fuer hooligans war das mittelalter das reinste paradies. Unbedingt lesenswert-hoher suchtfaktor.Auch als hoerbuch (leider nur gekuerzte lesungen) sehr gut. Der sprecher liest wunderbar! Die anderen romane von bernard cornwell sind eher mau...aber die uthred saga ist wirklich super!!

03.04.2016 21:39:36
Hannes

Das Buch kommt erst im letzten Drittel an die sharpe Romane oder an Das Zeichen des Sieges heran. Es ist wohl dem Umstand gewidmet, dass es sich um eine Serie handelt und deshalb im ersten, vorliegenden Buch die Jugend des Protagonisten sehr langatmig und teilweise langweilig bis zum geht nicht mehr ausgebreitet wird.
Aber wie gesagt im letzten Drittel nimmt die Handlung in gewohnter Bernard Cornwell Manier Fahrt auf. Ich habe mir schon die weiteren Bände zugelegt.

25.10.2014 14:53:42
vun-de-palz

Obwohl ich ein Fan von historischen Romanen bin, habe ich die Bücher von Cornwell lange Zeit vor mir "hergeschoben". Ich nahm an darin geht es nur um Kriege, Schlachten, Kämpfe und Überfälle und dies über Seiten von Seiten.
Jetzt habe ich als erstes Buch des Autoren "Das letzte Königreich" gelesen und war überrascht - ja begeistert, denn dem war nicht so. Die Handlung war jederzeit spannend und interessant und wenn Schlachten beschrieben werden, hält sich dies in Grenzen. Ich kann es nicht mehr abwarten den nächsten Roman der Sachsen-Saga in Händen zu haben und zu lesen.

23.07.2014 15:24:35
Hasenleiserin

Nach langer Zeit wieder ein historischer Roman, der mich begeistert und von dem ich alle 6 bislang erschienenen Bände verschlungen habe. Zugegeben, die Details sind zum Teil grausam, die Schlachtszenen würde ich nicht in dieser Ausführlichkeit brauchen. Das Buch ist schon sehr „männermäßig“ geschrieben. Trotzdem bleiben die Charaktere stark, sind nicht schwarz-weiß und die Handlung bleibt immer spannend. Das haben die vorangegangenen Rezensenten schon ausführlich geschildert. Hier noch zwei für mich wichtige Aspekte:
Am faszinierendsten war für mich das Bild des frühmittelalterlichen England, das der Autor entwirft. Da kommen die grausamen blutrünstigen Wikinger ins Land der frühen Christen und ersten Klöster und der Leser wächst mit seinem Helden Uhtred hinein in diese Gesellschaft der Barbaren. Witzig und spannend ist dieses Hin- und Her der Kulturen, und ganz besonders gelungen und nachfühlbar sind die Betrachtungen des Helden zu der für ihn nicht nachvollziehbaren christlichen Religion. Der „angenagelte Gott“, eine Religion der Verlierer und Schwächlinge. Dazu gibt es wunderbare Szenen und Dialoge in allen Bänden.
Cornwell erliegt außerdem nicht der Versuchung, der die wenigsten Autoren historischer Romane widerstehen können: er misst die handelnden Personen nicht an heutigen Moralvorstellungen, sondern zeichnet sie im Rahmen ihrer Zeit, für mich glaubwürdig und nachvollziehbar.
Alles in allem großer Lesegenuss, mit viel Witz und Spannung

07.04.2014 17:16:20
rolandreis

Ein sehr gelungenes Werk des Autors, von dem ich zwar schon gehört, aber vor diesem Buch noch nichts von ihm gelesen hatte. Der historische Abenteuerroman "Das letzte Königreich" von Bernard Cornwell ist der Auftakt einer Romanreihe über Alfred den Großen (848 - 899), der maßgeblich die Vereinigung der angelsächsischen Königreiche unter der Vorherrschaft von Wessex (West-Sachsen) bestimmt hat. Der Auftakt zu dieser Saga hat mich sofort gefesselt und so habe ich das Buch auch innerhalb von drei Tagen durchgelesen. Die Geschichte um den jungen Uhtred ist spannend geschrieben und ich werde sicherlich die weiteren Bände lesen.

10.02.2014 18:12:57
Manfred Rathunde

www.derweissedrache.de

BERNARD CORNWELL „Das letzte Königreich“ ,Rowohlt´

Die britischen Inseln im Jahr 866. Osbert lebt in Northumbria, dem nördlichsten der sächsischen Königreiche und ist zehn Jahre alt und ein Junge seiner Zeit. Sein Lehrer, der Pater Beocca, ein verkrüppelter Priester, hat seine liebe Not mit ihm, als er versucht ihm Lesen, Schreiben und den christlichen Glauben beizubiegen. Er ist der Sohn Uhtreds von Bebbanburg (Bamburgh Castle). Sein Vater ist ein Adliger seiner Zeit und benimmt dementsprechend herrisch. Es ist die Zeit, als dänische Freibeuter und Abenteurer der gesamten bekannten Welt den Krieg erklärt haben und sich sehr unternehmungslustig auf den Meeren herum treiben und nach fetter Beute, wie Gold, Silber und Sklaven, Ausschau halten. Besonderen Reiz üben die fruchtbaren Inseln in der Nordsee auf die Nordmänner, sie fühlen sich magisch angezogen von soviel märchenhaftem Reichtum. Und so wird auch Northumbria Ziel der Dänen. Bei einer Expedition gegen die Invasoren vom Meer wird Osberts älterer Bruder getötet und so wird er auf den Namen des Vaters, Uhtred, getauft und ist somit der Erbe von Bebbanburg. Sein Erzeuger zieht aus, den Feind zu strafen und seinen Ältesten zu rächen. Klein-Uhtred kommt mit auf die Jagd. Sein hitziges Familienoberhaupt geht den Dänen jedoch in die Falle und sein Kontingent an Mannen wird aufgerieben, er selbst getötet und Uhtred hat in diesem Desaster nicht besseres zu tun, als den Anführer der Drachenmänner, namens Ragnar der Furchtlose, anzugreifen. Der ist bass erstaunt, überwältigt den Kleinen und adoptiert ihn noch auf dem Schlachtfeld. So lernt der Sachse die dänische Lebensweise kennen und wird fast zum Dänen. Als erstes legt er den christlichen Glauben ab. Seine Götter werden Thor und Odin. Er lernt Brida, seine erste große Liebe kennen. Seine Familie ist die Familie von Ragnar dem Furchtlosen. Die Dänen ziehen unaufhaltsam noch Süden, kein sächsischer Herrscher ist in der Lage die Okkupanten aufzuhalten, mittendrin der kleine sächsische Junge, der sich jetzt als Däne sieht. In der Zwischenzeit wird sein Onkel Aelfric eidbrüchig und raubt dem Abwesenden das Erbe und ruft sich selbst zum Herrscher von Bebbanburg aus. Und er versucht seinen Neffen töten zu lassen. Inzwischen im Königreich Mercien angekommen, kann der Attentäter entlarvt werden. Die Dänen machen sich bereit das letzte Königreich der Sachsen, Wessex, zu unterjochen, da wird durch Verrat in den eigenen Reihen, Ragnar der Furchtlose getötet, mit ihm sein gesamter Hausstand, seine Schwurmänner, selbst seine Haustiere müssen dran glauben. Ragnars Tochter Thyra wird von Kjartan dem Schrecklichen und seinem Sohn Sven, entführt. Ragnar der Jüngere hält sich in Irland auf und entgeht somit erst mal diesem Schicksal. Uhtred und Brida können fliehen, zu Angehörigen seiner verstorbenen Mutter. Dort fühlt er sich unwohl, er wird als Heide verachtet und als Krieger gefürchtet, doch er kann nirgendwo anders hin. Er lernt Alfred kennen, König von Wessex, einen Mann den er achtet, für seinen Scharfsinn, den er verachtet für seinen frömmlerischen Lebenswandel. Aber er hat Rache geschworen für seinen Ziehvater Ragnar. Und er will Bebbanburg wieder zurück. Mit allen Mitteln. Er wechselt die Seite, von Alfred gern gesehen als Krieger.
Bernard Cornwell geht in seinem historischen Roman an die Originalschauplätze auf den britischen Inseln und läßt seine Leser quasi eine Zeitreise in die Zeit Alfred des Großen machen. Er führt sie in die damalige Lebensweise ein, zeigt Sorgen und Nöte, aber auch Vergnügen eines Hausstandes zu der Zeit. Er verbindet gekonnt Fiktion mit Geschichte. Macht süchtig. (MRD)

04.05.2013 09:26:53
Roland

Klasse erzählt!
Der Roman nimmt mich mit in die Zeit von damals. Es entstehen herrliche, real wirkende Bilder in meinen Kopf, sodass ich mir vorstellen kann, wie dort vermutlich gelebt wurde. Hier wird auch eine Geschichte beschrieben, die menschlich wirkt. Nicht nur ein unnahbarer Überheld, sondern durchaus auch mal unterdrückt und Gefühle weckend, die dann doch sehr menschlich sind.
Klasse!!

26.08.2011 15:54:44
anath

Ich habe mich lange um diese Bücher herum gedrückt, ich hab's nicht so mit bluttriefenden Schwertern und muskulösen Kettenhemdträgern. Mein Sohn bekam die Bücher von mir geschenkt und hat sie regelrecht gefressen, danach bekam ich sie auf's Auge gedrückt. Also hab ich mich dazu durchgerungen, sie auch zu lesen. Und ich muß sagen, daß ich es nicht bereut habe.
Zum einen spielt die Uthred-Saga in einer Zeit, über die ich bisher nicht allzuviel wußte - das ist schon mal spannend. Dazu kommt aber, daß Uthred eine grandiose Art hat, sich mit Religion auseinander zu setzen. Er denkt einfach und gradlinig, seine Gefühle sind nachvollziehbar und seine Schlußfolgerungen logisch. Leider sind seine Gegenspieler auf seiten der Christen oft sehr überzeichnet und wirken karikiert, sogar Pater Beocca, dem Uthred zumindest eine gewisse Achtung entgegen bringt. Trotzdem konnte ich mir oft das Lachen nicht verkneifen , der trockene Sarkasmus Uthreds gefällt mir einfach.
Sehr angenehm auch, daß Cornwell gerade in diesem ersten Band nicht der Versuchung erliegt, Alfred als den strahlenden Helden darzustellen. Man lernt ihn ja, genauso wie Uthred als echten Jammerlappen kennen. In "Das letzte Königreich" wird Uthreds Weg von den Sachsen zu den Dänen und wieder zu den Sachsen nachgezeichnet, ein Weg, der Unverständnis und auch Ablehnung beim Leser hervorrufen könnte. Cornwell gelingt es jedoch, als Grundlage für die gesamte Erzählreihe mit dieser wechselvollen Lebensgeschichte dem Leser die Situation Englands vor Augen zu führen und gleichzeitig Uthred als sympathischen und charakterstarken Helden zu etablieren. Gerade sein Schwanken, seine Loyalität gegenüber dem Ziehvater und seiner Familie, gleichzeitig aber auch gegen den König, den er nicht mag - dem er aber einen Eid geschworen hat - bringt ihm auf seiten des Lesers deutlich Pluspunkte ein.
Fakt ist jedenfalls : Die Bücher muß ich selber haben, ausleihen reicht nicht. ;-)

08.04.2011 08:10:27
M.Reinsch

Vorweg, dies Buch war mein erster Cromwell...
Vor- und Frühgeschichte sind eines meiner Steckenpferde, und die Kritiken lasen sich gut - also her damit!
Enttäuscht bin ich nicht, aber die extreme Euphorie kann ich leider auch nicht nachempfinden.
Der historische Stoff ist sehr gut umgesetzt und die Storry läuft gut, ohne Ruckler und Hänger - aber das ist es (für mich) gerade. Die Spannungsbögen sind nicht sehr hoch angesetzt, die ach so blutig beschriebenen Schlachten sind eher harmlos, und der Held gefällt mir nur in seinen Jugendjahren wirklich. Die Dänen sind gut in Szene gesetzt und auch andere Figuren sind gut aufgearbeitet - rundum ein stimmiges Bild dieser Zeit. Etliche, aus der Geschichte, bekannte Namen sind gut eingeflochten und haben im Buch einen hohen Wiedererkennungswert. Etwas schwierig sind die "original" Namen der Städte und Personen ein zu ordnen, aber wenn man sich daran gewöhnt hat (Register-zumindest der Städte, liegt ja bei) wird das Lesevergnügen stimmiger
Fazit:
Geschichte in sehr gut zu lesender Romanform, etwas flacher Story. Erinnert mich irgendwie an die alten Romanhefte, die einem mit dem Versprechen locken "Nächste Woche auch wieder der Held..."

20.09.2010 11:15:00
Rainer Zeschky

Ich habe bis jetzt alle deutschsprachigen Cornwell Bücher gelesen und es war nicht eins dabei welches Langweilig war,egal ob das Sharpe oder Uthred oder König Artur war,jetzt müsste auch mal seine Civil War Romane auf Deutsch erscheinen.Bernard Cornwell kommt kein Autor der historische Bücher schreibt gleich,Cornwell ist der Kaiser der Historischen Autoren

07.06.2010 15:36:18
netzhögg

Von der 1. Seite an, zog mich dieses Buch mich in seinem bann!
Ich musste nicht 50, 100, oder 150 Seiten lesen, bevor ich mich mit den Hauptaktür mich identifizieren könnte. Nein meine Interesse an Uhtred war sofort geweckt - und lies nicht nach!
Cornwell liegt eine sehr leicht verdauliche erzählstil an den Tag, und obwohl ich "Das Letzte Königrich" nicht als\'Page-Turner" bezeichnen wurde, führte ebene diese leichtfüssige Erzählkunst dazu, dass ich das Buch in sehr kurze Zeit verschlang.
Die letzten 30 Seiten waren einen Climax desen diese Begriff würdig ist - und nebenbei eine schöne Art das Buch abzuschließen & neugierde auf das nächste zu wecken
91°

netz

13.05.2010 09:55:39
Susannah

England, Northumbrien, im 9. Jahrhundert. Uthred, Sohn eines nordenglischen Fürsten, erlebt den Einfalld der Dänen in seine Heimat. Mit zehn Jahren in die erste Schlacht geworfen, verdient er sich die Anerkennung des Dänen Ragnar, der ihn bei sich aufnimmt. Jahrelang zieht Uthred kämpfend, zur See und zu Lande, mit den Dänen von Kampf zu Kampf, von Sieg zu Sieg. Doch er spürt, dass er mit seiner englischen Heimat durch das Schicksal verbunden ist, und es kommt, wie es kommen muss: im Kampf um Wessex, das letzte englische Königreich, wechselt Uthred auf die Seite von König Alfred ...

Durchschnaufen - das ist das erste, was man nach dem Buch tut. Knapp 500 Seiten Schlachtengetümmel, in einer Epoche, die bisher sehr stiefmütterlich behandelt wurde. Doch die Dänenkriege um England und nicht zuletzt um Wessex sind eine spannende Materie, die Cornwell erstklassig umzusetzen versteht. Interessant sind neben der beeindruckenden Schlachtenbeschtreibung auch die Einblicke in die Mythologie der Dänen, sei es die Opfergabe für Odin und Thor, sei es das Werfen von Runenstäben. Die Ich-Erzählperspektive schafft ein enges Verhältnis zur Hauptperson Uthred, der langsam heranwächst - zum Mann und zum Krieger. Erzählerisch interessant und spannend, ohne hochtrabend zu sein - alles in allem ist das Buch steigerbar, hebt sich aber schon selbst dankbar von der Masse der historischen Romane ab. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

02.05.2010 19:38:31
Titus

Höchst wahrscheinlich wird niemand diesen Kommentar lesen...kaum zuglauben, dass es schon 41 (Mit diesem 42 gibt). Was ich sagen will: Bernard Cornwall gilt nicht umsonst als König der historischen Romane. Ich bekam dieses Buch zu meinem 16 Geburtstag, zuvor hatte ich mich bestenfalls mit Hörbüchern abgegeben, und es weckte in mir die Lust zulesen und vor allem historische Romane. Wenn Krimi-Tina von einem jungen Mann berichtet, der nicht viel im Hirn hat, kann ich dem Widersprechen. Ich gehe davon aus, dass es die praktische Intelligenz gibt, wie bei Uthred, die uns überleben lässt, und die theoretische Intelligenz, wie Vater Beocca, die uns ein tiefes Wissen bietet, aber nicht zum Überleben beiträgt. Ausnahmen wie Alfred von Wessex bestätigen die Regel.
Die dunkle, modernde Welt, diese unbändige Lebenslust und das Abenteuer und grenzenlose Freundschaften, das macht die Serie zu dem was sie ist: ein modernes Meisterwerk.

07.09.2009 11:30:48
Thomas Zenkner

Eine Super Serie! Etwas gewalttätig, aber spannend und realistisch.

Nur die Sharp Serie übertrifft sie nicht!
Diese Bücher sind noch spannender.

Vor allem die alten Bücher sind hier
lobend zu erwähnen. Die neuen Drei
sind gut, aber die alte Reihe ist besser und wird sehr hoch gehandelt.

Leider wurde diese Serie nicht mehr
aufgelegt!

Thomas

20.08.2009 20:21:25
Katya

Zuerst konnte ich mich nicht mit dem Buch anfreunden. Nicht weil es ein "Männerbuch" ist und ich nunmal eine Frau, sondern weil ich die Erzählweise etwas seltsam fand.
Distanziert.
Ich wurde von dem Schicksal Uthreds nicht so gefangen genommen wie bei Gablé oder Kinkel, es blieb ein Schleier zwischen mir und der Figur; ich konen nicht in ihren Kopf sehen, und das irritierte mich. Mir kam es wie eine bloße Beschreibung und Aneinanderreihung der Ereignisse vor.
Im 2. Durchgang las ich es ganz und war vollkommen begeistert.
Es ist mit Sicherheit eines der am besten recherchierten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Und nachdem ich nicht unvorbereitet in diese Erzählweise geworfen wurde, konnte ich auch den subtilen Humor und die selbstironischen Kommentare zu schätzen wissen.
Was ich besonders gut an dem Buch fand, war die detailreiche Beschreibung der Schlachten, ohne sich im Splatterhaften zu verlieren. Normalerweise sind Beschreibungen von Kämpfen in Romanen gleich: "Ich duckte mich unter seinem Schwert,parierte, wich aus, da spürte ich einen Schmerz - ich war am Arm getroffen! Mit doppelter Kraft und Aufmrksamkeit focht ich zurück, unsere Truppen gewannen die Oberhand und dann hatten wir gewonnen und ich sah, wieviele Männer tot auf dem Schlachtfeld waren."
Versteht ihr was ich meine, um das Wesentlich drücken sich Autoren immer.
Vielleicht ein Grund warum es als "Männerbuch" gilt. Jedoch war ich ziemlich sauer als ich im Werbungstext für die nachfolgenden Bände den Werbe-Slogan las. Zum Glück haben sie den mit der Zeit geändert...
Inzwischen habe ich alle 4 Bände gelesen und warte ungeduldig auf den 5. Der erste Band enthält eine Menge Anspielungen auf zukünftige Ereignisse, die man so gar nicht bemerkt - auch nach dem 2. Lesen findet man etwas Neues im 1. Band, oder wenn man die Reihe am Stück gelesen hat und zu Band 1 zurückkehrt...
Ein absolut geniales Buch!

01.07.2009 19:59:17
Krimi-Tina

Dieser erste Band der Sachsen-Saga hat einen recht zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen.
Wir erleben das frühmittelalterliche England, innerlich zerrissen und geplagt von den Eroberungsfeldzügen der Dänen, durch die Augen des jungen Uthred, Sohn eines Adligen aus Nordengland, der zwischen alle Fronten gerät. Das ist zum einen ein erfreulich unverbrauchtes Szenario, zum andern macht die Ich-Erzählweise das Geschehen authentisch und lässt es einen, besonders in den Schlachten, hautnah miterleben. In der Darstellung letzterer liegt auf jedenfall eine der ganz großen Stärken des Buches
Allerdings ist dieser Kunstgriff auch etwas zweischneidig. Denn auf der anderen Seite hat ein pubertierender junger Mann, dessen einziges Streben sich darum dreht ein Krieger zu werden, nicht wirklich viel im Hirn. Das macht das Buch nach einem grandiosen Auftakt zeitweise etwas repetitiv (die inflationäre Verwendung des Wortes Schildwall wurde schon von anderen Kommentatoren bemängelt). Und auch das Alltagsleben der Leute zu der damaligen Zeit kommt darstellerisch ein wenig zu kurz. Dafür interessiert Uthred sich eindeutig nicht besonders.
Den oft bemängelten Seitenwechsel Uthreds allerdings finde ich verständlich und nachvollziehbar, in seiner Situation wendet man sich dem zu, der einem das Überleben und vielleicht etwas mehr zu bieten hat.
Insgesamt trotz der o.a. Mängel interessanter Start einer Serie, der durchaus Lust macht weiter zu lesen. Zumal man den Kommentaren zu den Folgebänden entnehmen kann, dass Cornwell sich noch deutlich steigert.

10.06.2009 15:01:26
gudrun

meiner meinung nach ein gutes buch mit einer gut recherchierten handlung. vor allem schätze ich daran, das es eine sehr geeignite "einstiegsdroge" für 14-16jährige Jungen ist, die sonst gar nicht lesen. endlich mal ein held in ihrem Alter, der auch noch tut, was jungen gern tun(raufen,kämpfen und gewinnen),und mit ihnem leseverständnis reift. nebenbei lernen sie noch etwas über geschichte. und sie werden bereit, sich auf andere bücher einzulassen, auch wenn es erstmal schwierig ist, etwas gleichwertiges zu finden. seitdem meine diese bücher, es sind mittlerweile 4,haben,ist unser streitpunkt von"mach den computer aus" zu "mach das Licht aus" verschoben. und die Jungen interressieren uthreds seitenwechsel gar nicht.

14.04.2009 11:23:32
Wello

Über dieses Buch wurden schon so viele Kommentare geschrieben das man nichts neues mehr hinzufügen kann.
Es ist einfach zu lesen und etwas naiv erzählt von den heranwachsende Uthreds der sich langsam zu einen Krieger entwickelt. Mit einigen Sätzen wie diesen - „Ihr, die ihr meine Geschichte lest, werdet euer Alphabet gelernt haben, also wahrscheinlich von irgendwelchen verdammten Mönchen oder Priester arg gequält worden sein bis ihr endlich lesen konntet.“ - versteht es der Autor den Leser mit in seine Geschichte einzubinden.
Ich fand diesen Roman großartig.

07.03.2009 00:48:21
Jörg Modrow

Ich habe mir in Unkenntnis der Reihenfolge der Sachsensaga Buch nr.3 "Herren des Nordens" gekauft.
Angefangen zu lesen und nicht mehr aus der hand gelegt!
Danach erst habe ich mir nr.1 "Das letzte Königreich" und nr.2 "Der weiße Reiter" zugelegt.
Mittlerweile habe ich bereits das 4. Buch "Schwertgesang" gelesen und verfalle zeitweise in eine art "mittelalter-melancholie.
Es ist absolut erstaunlich wie der Autor es schafft die einzelnen Begebenheiten so zu erzählen das man als Leser das Gefühl hat man stünde im Schildwall neben den Recken.
Die Lesern, die ein wenig Antenne für Mittelalterliche Abenteuerromane für Erwachsene (meist Männer) haben werden bei Bernhard Cornwell immer auf ihre Kosten kommen.
Leider sind aber auch die wirklich stattlichen Bücher immer noch viel zu dünn und daher schnell gelesen :)
Aber bei der angesprochenen Sachsensaga steht das versprechen des Autors, uns auch weiterhin am Leben des Uhtred teilhaben zu lassen!

14.12.2008 19:39:42
H.S.

Schon lange hat England unter den immer wiederkehrenden Raubzügen der Wikinger zu leiden. Auch Uhtred der Herr der Grenzfestung Bebbanburg erinnert sich noch lebhaft an die Überfälle der barbarischen Nordmänner. Mit allen Mitteln versucht Uhtred seine Söhne darauf vorzubereiten, die Herrschaft über die als uneinnehmbar geltende Festung auszuüben, doch da erscheinen wieder einmal die Masten der Wikingerschiffe am Horizont.
Uhtreds gleichnamiger Sohn ist Held des Romans und erzählt aus der Ich-Perspektive, von seinen Erlebnissen während des großen Krieges der Engländer gegen die Wikinger im neunten Jahrhundert. Als sein unnahbarer, harter Vater während der Kämpfe stirbt, wird der Zehnjährige von einem Wikingerfürsten aufgenommen und wächst unter den Dänen fortan beinahe wie ein Gleichgestellter auf. Doch seine Loyalität gilt nur dem freundlichen Ragnar, der ihn wie einen Sohn aufzieht und als die Kämpfe auch für die Wikinger Niederlagen einbringen, steht Uhtred vor der Entscheidung, wem er weiter folgen soll. Dabei ist es sein einziger Traum die Festung seines Vaters zurückzuerobern, die mittlerweile einer seiner Onkel unrechtmäßig an sich gerissen hat.

Dieses mal belassen es die Dänen nicht bei ihren sonstigen kurzen Raubzügen, sie wollen die Insel erobern und sich dort ansiedeln. Zuerst stellt sich ihnen kein ernst zu nehmender Gegner in dem in viele verschiedene kleine Königreiche aufgeteilten England entgegen, doch dann als sie das letzte der Königreiche erobern wollen, bekommen sie es mit dem listenreichen christlichen König Alfred zu tun……

Das Buch wird als historischer Abenteuerroman beschrieben, dabei sind die Erlebnisse Uhtreds nicht unbedingt abenteuerlicher, als die anderer Figuren in historischen Romanen, vielmehr handelt dieser Roman zum größten Teil vom Krieg. Andere Aspekte des damaligen Lebens, bleiben meist außen vor und auch sonstige Bedürfnisse, Liebschaften der Romanfiguren werden eher am Rande abgehandelt. Krieg, Kämpfe und Schlachtentaktik stehen im Vordergrund.
Hierfür kann sich vielleicht nicht jeder Leser erwärmen, letztlich bleibt dieser Schwerpunkt aufgrund der damaligen Zeit und der kriegerischen Wikinger nachvollziehbar. Auch macht es den Roman, der ja eine fiktive Erzählung eines gealterten Uhtreds, eines stolzen Kriegers des neunten Jahrhunderts darstellt, glaubwürdig.

Die anfängliche Distanziertheit, mit der der Ich- Erzähler von seinen traumatisierenden Erlebnissen seiner Kindheit berichtet verwirrt zu erst. Die Hauptfigur des Romans fühlt sich immer wieder zwischen der Loyalität zu seinen leiblichen Verwandten, seiner Heimat, und der Sympathie, die ein wilder Herawachsender für die ungestümen Wikinger empfindet hin und hergezogen- in interessanter Aspekt des Buches ! Es wird von Menschen und keinen übermächtigen Helden erzählt, wie es z,B, in den Büchern von Rebecca Gable oder Charlotte Thomas oft geschieht.

Der Autor versteht es durch die actionreiche Handlung selbst und durch die Schilderung der Lebensart der Wikinger im Gegensatz zur christlichen Lebensweise der Einheimischen gut, ein interessantes Bild der damaligen Zeit zu zeichnen. Bei den Wikinger muss ein Mann sich Respekt, Anerkennung verdienen, während die Christen an die Vorbestimmung durch Gott glauben und Kleriker schon allein aus ihrer Position heraus achten. Der Leser fühlt sich in eine archaischere Zeit zurückversetzt, in der das Recht des Stärkeren gilt.

Als flüssig erzählter Roman, der durchaus Lust auf mehr macht, auch wenn sich manch einer von einem historischen Roman mehr verspricht, ist “das letzte Königreich” dank intensiver Recherche vor allem ein gut erzähltes Stück (englischer) Geschichte.

24.09.2008 01:31:34
RvG

Sehr gutes Buch (bzw. Buchreihe) wobei man über die Motive Uhtreds tatsächlich nicht viel nachdenken darf: Seine Loyalität entsteht weitestgehend aus Gewinnsucht und Zorn. Der Wechsel zu Wessex obwohl er die Dänen so sehr mag? Will keine "Geschenke" der Dänen - aber über das Ekel Alfred erhofft er sich sein Erbe? Objektiv betrachtet ist der Held ein vorlauter, verlogener, oberflächlicher Depp. Die Story ist trotzdem gut geschrieben - aber phasenweise eben sehr konstruiert.

09.08.2008 15:13:22
Andreas Franzenburg

Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk (übrigens genau wie die folgenden beiden...) Aus der Charakterbeschreibung Uthreds bin ich sehr gut klar gekommen, einigen Vorgängerkommentaren zum Trotz; soll mal jemand aus den Gedankengängen eines heranwachsenden Jugendlichen in den Wirren des Krieges und der Intrigen schlau werden; eine eindeutige Charakterbeschreibung ist hier meiner Meinung nach gar nicht möglich. Ich liebe B. Cornwells Erzählkunst und habe mich durch die bisher erschienenen drei Bände nicht kämpfen müssen - im Gegenteil: Es ist tröstlich zu wissen, dass Herr Cornwell gerade am vierten Band schreibt. Ein solches Lesevergnügen bereiteteten mir bislang nicht allzuviele Bücher - Großartig!

02.08.2008 14:14:22
Lisa90

Ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht. Ich habe das Buch auf Grund der guten Kritik gelesen muss aber sagen, dass mein Resumé genau in die andere Richtung einschlägt. Als ich mir das Buch ausgeliehen habe, dacht ich:Och schade, bloß 474 Seiten. Doch am Ende kam es mir so vor, als hätte ich "Die Säulen der Erde" zweimal durchgelesen. Ich habe mich schwer getan überhaupt weiterzulesen. Habe Uthreds Entscheidung nur im Ansatz verstanden, wieder gegen die Dänen zu kämpfen. Aus Uthred selbst bin ich nicht schlau geworden, seine Charakterzüge sind nur schwer zum Vorschein gekommen, dass er "kampfgeil" ist, war mir schon klar, aber sonst wurde wenig von ihm Preis gegeben. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, der Konflikt zwischen den Dänen, die mir übrigens im Buch weitaus sympathischer waren, und den Engländern ist durchaus interessant, aber leider war es aus meiner Sicht sehr langatmig und habe von Seite zu Seite gehofft, dass ich endlich fertig werde. Das Buch wurde gut geschrieben, keine Frage, aber ich konnte mich mit ihm nicht richtig anfreunden. Wenn ich keine weiteren Bücher finde die ich lesen möchte, werde ich trotzdessen die beiden Fortsetzungen lesen, da mich Fortsetzungen im Allgemeinen interessieren egal wie schlecht der Vorgänger war.
Aber man lasse sich durch meine Meinung bitte nicht zu stark beirren, denn wahrscheinlich liegt es daran, dass ich lieber historische Romane lese in denen es mehr um Liebe und Intrigen geht und in diesem Buch ging es nunmal ausschließlich um den Kampf. Wer sich für diese Kategorie interessiert, für den ist dieses Buch durchaus lesenswert.

18.07.2008 14:29:33
Volker H.P. Wolf

Die gesammte Uthred Saga ist fantastisch zu lesen.Mit Humor und Witz, nah an den tatsächlichen Ereignissen läßt Sie eintauchen in in fast 1200 Jahre Vergangenheit. Es ist lange her, das ich so einen Lesespaß hatte.Aber ich vermute es ist ein "Männer" Buch. Kein historisches Liebsdrama aller Diana Gabaldon.Schnell fühlt man sich als Teil der Handlung, ein Abentuer wie in Kindertagen erträumt für Erwachsene geschrieben.Schonungslos,realistisch,manchmal auch blutig. Es war eine Freude es zu lesen, ja die ganze Serie zu verschlingen. Schade nur, das Teil 4 noch nur im Englischen zu haben ist. Aber auch das ließt sich flüssig und der Witz ist im Original fast noch schärfer. Wirklich schön, das Amerika diesem Autor keine Greencard erteilt hat;-)

26.06.2008 12:33:44
Ragan

In meiner Ansicht über das Buch vereinigen sich die meisten hier genannten Kommentare. Einerseits hat mich das Buch gefesselt und vor meinem geistigen Auge eine wunderbare, lebendige mittelaltreliche Welt entstehen lassen. Andererseits ist Spaghat Uthreds zwischen den beiden Kulturen nicht nachvollziehbar und macht die Geschichte wenig überzeugend. Um heute ohne zu zögern die Freunde von gestern zu töten braucht es eine ausgesprochenen Söldnermentalität. Dass er über diese verfügt wird in der Charakterbeschreibung Uthreds entschieden zu wenig hervorgehoben. Er bleibt ,bei all seinen Fehlern, ein nice guy. Und diese Söldnermentalität mit dem wachsenden Wunsch (warum dieser Wunsch an Wichtigkeit zunimmt ist nicht transparent) Anspruch auf sein Erbe zu erheben und demzufolge Herr von Bebanburg zu erklären scheitert.
Trotzdem hat mir das Buch gefallenudn ich werde sicher die Fortsetzungen ebenfalls lesen.

28.05.2008 02:54:44
Rolf.P

Ich habe das Buch begonnen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen!
Der Autor schafft es von der ersten Zeile an, mit der Geschichte des jungen Uhtred zu fesseln. Dabei gelingt es ihm hervorragend das Leben der Zeit anschaulich zu beschreiben und in die Ereignisse einzubinden.
Bernard Cornwell schildert die damaligen Lebensumstände nüchtern und schnörkellos. Die dargestellten Kampf- und Schlachtszene versteht er, ohne zu verherrlichen, spannend zu erzählen, sodass der Leser interessiert auch abscheuliche und abstoßende Szenen verfolgt und die Kämpfe im Schildwall erlebt, wie sie wohl auch waren: grausam, blutig und tödlich.
Was das Buch in meinen Augen aber zu einem besonderen macht, welches aus der Flut historischer Romane hervorragt, ist der (für Historienroman-Verhältnisse) unkonventionelle Held selbst.
Cornwell ist ein begnadeter Erzähler historischer Romane. Seine Sprache ist den Werken immer wunderbar angemessen und sein Erzählstil ist einzigartig. Er lässt die dunkle Geschichte des Mittelalters immer wieder aufblitzen und seine Berichte über die Schlachten erfordern schon einen guten Magen. Aber er ist einfach brillant, seine Figuren haben unglaublichen Tiefgang, sind niemals schwarz-weiß gezeichnet und fügen sich perfekt in den historischen Kontext ein.
Ein Roman von einem Meister, der Liebhaber historischer Romane begeistern wird.

05.05.2008 21:34:22
Tringin

Endlich, endlich mal ein "Held", der kein notorischer Frauenversteher und Gutmensch ist! Er ist arrogant, brutal und opportunistisch - dabei aber stets authentisch, pragmatisch und wohltuend "britisch"-(selbst)ironisch.
Die Geschichte(n) sind plausible aufgebaut, stringent, schnörkellos und pointiert vom Protagonisten erzählt - und vor allem aus der Historie heraus entwickelt. Selbst ohne prosaische Beschreibung von Land und Leuten konnte ich micht zur Gänze in die Umstände und Geschehnisse hineinversetzen und hatte das ein oder andere Aha-Erlebnis vor allem was die Gegensätze Christentum/Heidentum angeht. Schön auch, dass der Autor keinerlei Romantik und pseudo-Soft-Sex eingebaut hat. Ein "straightes" Buch mit einer wuchtigen Handlung: 100 Punkte!
Weiterhin äußerst erfreulich (weil in letzter Zeit eher selten): die Reihe ist gut lektoriert, Übersetzungs- und Tippfehler sind verschwindent gering.

03.03.2008 08:33:41
Steffi81

Ich habe "das letzte Königreich" auf Grund der sehr positiven Bewertung, die das Buch auf dieser Internetpräsenz von vielen Leserinnen und Lesern bekommen hat, gelesen. Also ich muss sagen, diese Euphorie teile ich nicht. Die Story war soweit ok, wobei mir persönlich das die vielen Details fehlten, die ein Buch herausragend machen. Auch konnte ich keine echte Beziehung zu den Hauptcharakteren aufbauen - oder um es anders zu formulieren: Die beschriebene Story konnte ich leider nur aus großer Distanz betrachten. Bei einem wirklich guten Buch bin ich mitten im Geschehen, verschmelze mit der Story und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Das Gefühl hatte ich leider bei "Das letzte Königreich" nicht... Ein bisschen mehr "Fleisch am Knochen" hätte dem Buch sehr gut getan!

03.03.2008 08:32:32
Steffi81

Ich habe "das letzte Königreich" auf Grund der sehr positiven Bewertung, die das Buch auf dieser Internetpräsenz von vielen Leserinnen und Lesern bekommen hat, gelesen. Also ich muss sagen, diese Euphorie teile ich nicht. Die Story war soweit ok, wobei mir persönlich das die vielen Details fehlten, die ein Buch herausragend machen. Auch konnte ich keine echte Beziehung zu den Hauptcharakteren aufbauen - oder um es anders zu formulieren: Die beschriebene Story konnte ich leider nur aus großer Distanz betrachten. Bei einem wirklich guten Buch bin ich mitten im Geschehen, verschmelze mit der Story und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Das Gefühl hatte ich leider bei "Das letzte Königreich" nicht... Ein bisschen mehr "Fleisch am Knochen" hätte dem Buch sehr gut getan!

03.03.2008 08:32:00
Steffi81

Ich habe "das letzte Königreich" auf Grund der sehr positiven Bewertung, die das Buch auf dieser Internetpräsenz von vielen Leserinnen und Lesern bekommen hat, gelesen. Also ich muss sagen, diese Euphorie teile ich nicht. Die Story war soweit ok, wobei mir persönlich das die vielen Details fehlten, die ein Buch herausragend machen. Auch konnte ich keine echte Beziehung zu den Hauptcharakteren aufbauen - oder um es anders zu formulieren: Die beschriebene Story konnte ich leider nur aus großer Distanz betrachten. Bei einem wirklich guten Buch bin ich mitten im Geschehen, verschmelze mit der Story und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Das Gefühl hatte ich leider bei "Das letzte Königreich" nicht... Ein bisschen mehr "Fleisch am Knochen" hätte dem Buch sehr gut getan!

20.01.2008 01:39:41
Hülli

ich sag nur wahnsinn!

ich habe viele Historienromane gelesen , aber dieses Meisterwerk hier übertraf sie alle!
Wahnissnig gut geschrieben!
Wahnsinnig gute Story!
...und sowas von empfehlenswert! Habe es Freunden empfohlen und alle waren schon nach ein paar Seiten gefesselt!!!!!!

10.11.2007 18:17:05
Stefan83

Mit „Das letzte Königreich“ legt Autor Bernard Cornwell den ersten Band seiner Sachsen-Saga vor, welche die Ereignisse rund um den Einfall der Wikinger im England des späten 9. Jahrhunderts behandelt. In England ein Bestseller, hatte die Veröffentlichung dieses Romans auch im deutschsprachigen Raum viel Lob und begeisternde Kritiken zur Folge. Um es vorab zu sagen: Diese Begeisterung vermag ich nach Lektüre des Buchs nur bedingt zu teilen, denn es gibt doch einige Kritikpunkte, die mich stören. Als ersterer wäre da Uhtred zu nennen, zu dem ich bis zum Schluss aufgrund mangelnder Tiefe des Charakters keine Beziehung herstellen konnte. Gefühle, Gedanken und Wünsche der Figur blieben mir schlichtweg verborgen. Auch die Idee, den Zwiespalt des unter Dänen aufgewachsenen jungen Engländers in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen, birgt zwar einiges Potenzial, von dem Cornwell allerdings viel zu wenig ausgeschöpft hat. Uhtreds ständiges Wechseln der Seiten (Erst schlachtet er ohne Gewissen Engländer ab, dann zieht er ebenso enthusiastisch für diese in den Krieg) ist schlichtweg unglaubwürdig und kann auch mit dem Verlust seiner Vaterfigur nicht erklärt werden. Hier zeigt Rebecca Gablés „Das zweite Königreich“ wie man es besser machen kann. Das gerade die Hauptfiguren eines historischen Romans den Schlüssel zur Story sind, sie es sind, die die Vergangenheit zum Leben erwecken, scheint Cornwell entgangen zu sein. Stattdessen liest sich der Roman größtenteils wie die Reise von einer Schlacht zur nächsten, in denen gehackt und gemetzelt wird, bis irgendwann die Aufmerksamkeit des Lesers verlieren zu gehen droht. Da hilft auch die überproportionale Benutzung des Wortes „Schildwall“ nicht. Das der Roman letztendlich trotzdem ein „gut“ von mir erhält, liegt an Cornwells detaillierten Recherchen und der gelungenen Verbindung der fiktiven mit den historischen Personen. Insgesamt ist „Das letzte Königreich“ ein solider, wenngleich auch unspektakulärer historischer Roman, für dessen Nachfolger ich mir eine erhebliche Steigerung erhoffe.

19.10.2007 19:47:47
Frank

Mega Klase Buch, wie alles von Cornwell. Leider bekommt man nicht mehr alle bücher von Cornwell zu normalen Preisen. Dieses Buch ist jedoch ein "must read"!!!!!!!!!!

24.09.2007 13:17:35
Tobias Pikos

Das buch ist großartig !
Jede Seite jede Zeile ist spannend das buch fesselt einen....
Ich finde das Buch so Hervorragend das cih es in meiner schule als Literaturarbeit schreibe was nicht leicht wird wen cih sehe was für kinderbücher die anderen lesen, aber dieses Buch ist einfach genial und jeder sollte es einmal gelesen haben ich würde mich freuen wen man solche bücher endlcih mal in der schule lesen würde.(falls es einen 2 teil gibt bitte schreibt mir ne mail(muss es haben))

18.09.2007 00:19:55
Pangloss

Der dritte Teil trägt den deutschen Titel "Die Herren des Nordens" und erscheint im Januar 2008. In England ist bereits der vierte Teil erschienen, der aber noch keinen deutschen Titel hat.

17.09.2007 22:09:03
Paul

Hallo,
ich habe , denke ich, noch nie ein besseren Geschichtsroman gelesen und ich würde mich freuen wenn mir jemand mitteilen könnte wie der dritte Band heißen wird nach "Der Weiße Reiter"!?

06.08.2007 08:48:44
Marcel poot

Die beiden bisher erschienenen Bücher , Das letzte Königreich u. ´Der Weiße Reiter, haben mich wirklich beeindruckt und in ihren Bann gezogen. Klar sind auch ein paar Passagen im Buch, die ein wenig langweilen, aber in der Gesamtheit gesehen, ist es eine sehr fesselnde Geschichte und ich finde es sehr schade, dass der dritte Teil erst Anfang 2008 erscheint, weil ich beide Bücher in einem " Rutsch" durchgelesen habe und dadurch die Vorgeschichten zu Themen im 2. Buch noch präsenter waren. Auch wenn der Autor viel dafür getan hat, dass die erscheinenden Personen immer wieder in den richtigen Kontext gerückt werden. Das vereinfacht es, die Übersicht über diese komplexe Story zu behalten.

Für jeden, den dieser Teil unserer Historie interessiert, kann ich dieses Buch nur sehr empfehlen.

20.07.2007 00:18:02
Ragnar der Schreckliche

Ich habe mir beide Teile gleichzeitig gekauft und das erste Beinah am Stück durchgelesen (hatte mehrere Freistunden in der Mensa damit zugebracht). Ich studiere Geschichte und habe mich auf Anhieb für das Buch, bzw den Nachfolger interessiert.

Um es möglichst kurz zu sagen:

Das Buch ist einfach geil und der Nachfolger knüpft ohne Umschweife an und ist ebenso volle 100 wert für mich

10.07.2007 19:26:46
Hubi

Also alle Leser von historischen Romanen kann ich das Buch nur empfehlen. Es ist spannend wie Uhtred die Seiten wechselt und sehr viel dabei erlebt. In den meisten englischen historischen Romanen liest man fast ausschließlich nur über das Leben und Ergehen der Engländer. Hier aber bekommt man mehr als nur einen Einblick der Dänen. Der Nachfolger "Der Weiße Reiter" liest sich sogar noch besser und knüpft direkt an den ersten Band an. Ich freue mich schon auf den dritten Teil!

03.07.2007 08:25:07
Thomas Nowak

Also ich fand das Buch ganz gut, wenn auch nicht so gut wie es hier bewertet wird. Warum? Irgendwie kam nicht so richtiges Flair auf, so als wenn man zu dieser Zeit leben würde. Der Ich-Erzähler Uthred gefiehl mir ganz gut, mit seinen Humor und Kampfeswillen. Trotzdem das ständige Wechseln der Seiten, mal Engländer dann Däne, dann wieder für England nervte ein wenig. Alles in Allem ein guter Historischer Roman, ob ich den Nachfolgeband lesen werde, lasse ich mir noch offen.
82% wäre meine Wertung für diesen Roman.

30.06.2007 12:56:08
Richard Chaim Wolfram

Mir eindeutig zu Wikinger- und schiffslastig, trotz ein paar Proben ganz gelungenen Humors von Seiten des jugendlichen Erzaehlers. Aber obwohl ich ein Mann bin, hat mich die begallte Kraft des Kampfgteumelles irgendwann doch ziemlich gelangweilt.
Ein Weltbestseller?
Ziemliuch uebetrieben, wie ich finde. Ganz brauchbare Unterhaltung, bisschen langatmig, aber mehr auch nicht.

23.06.2007 16:33:46
tb

habe alle bereits erschienenen bücher der saxon-reihe verschlungen (the last kingdom, the pale horsemen, the lords of the north) und kann das erscheinen des nächsten buches (sword song) kaum abwarten: man wächst mit uthred in diese plastisch wirklichkeitgetreu beschriebene, gefährliche zeit hinein, fast einer zeitreise gleich...

22.06.2007 00:04:23
Pangloss

Eine kleine, aber erfreuliche Ergänzung: Ich habe heute in der Bahnhofsbuchhandlung meines Vertrauens "Der weiße Reiter" bereits gesehen und auch in der Hand gehabt, d.h. es ist bereits erschienen, und dem Lesevergnügen sollten nur noch 9,90 Euro im Wege stehen.

Zudem habe ich auf Bernard Cornwells Homepage (www.bernardcornwell.net) entdeckt, daß in 2007 in England bereits der vierte Teil der Reihe erscheinen wird. Es wird also noch eine gute Weile weitergehen mit dieser Buchreihe.

21.06.2007 09:42:54
Pangloss

"Der weiße Reiter", die erste Fortsetzung, ist für Juli 2007 angekündigt, man muß also nicht mehr allzu lange warten. Und auch für den dritten Teil, "Die Herrin des Nordens", gibt es für Januar 2008 bereits einen Erscheinungstermin.

20.06.2007 20:52:55
Ragnar

Ich habe das Buch gelesen und bin echt zufrieden.
Es ist spannend und eigentlich an keiner Stelle langweilig.

Ich habe gehört es soll bald eine Fortsetzung erscheinen!?

Kann mir jemand ein Datum nennen?

Danke im Voraus

11.06.2007 13:20:58
Georg Josef Weinmann

Wie oben beschrieben eine super Sache. Alles echt genial beschrieben und dargestellt. Ein absolut fesselnder Roman. Man kann es unmöglich erwarten, die Fortsetzung zu lesen.

02.06.2007 02:37:42
Pangloss

Ob es denn nun eine Trilogie wird, oder ob es doch mehr Bände werden, das steht wohl noch nicht fest. Daher könnte das Warten auf die vollständige Geschichte mehr Zeit in Anspruch nehmen, als daß es die Sucht nach den Romanen zulassen würde. Daher mein Tip: "Das letzte Königreich" lesen, im Juli 2007 die Fortsetzung "Der weiße Reiter" lesen und dann abwarten und zur Not zu einem seiner anderen wundervollen Romane greifen.

01.06.2007 11:10:41
Josh

Nach sehr langer Zeit wieder eine historische Geschichte die von Anfang bis zum vorläufigen Ende spannend und fesseld erzählt wird. Das macht Vorfreude auf die weiteren Teile

06.04.2007 15:22:47
max

es hat einige Tage gedauert, bis ich das Buch auf einer Indienreise in die Hand nahm und lesen began, leider war ich fertig, bevor die Reise zu ende war. Ich Ärgere mich wahnsinnig nun so lange auf den zweiten Band warten zu müssen. Mein TIP: warten bis die Trilogie vollständig ist und dann alles auf ein mal geniessen.

02.04.2007 16:23:01
Grüße

Auch meiner Meinung nach ist dieser historischer Roman ein Meisterwerk. Cornwell ist der wahre historische Geschichtenerzähler, der nur wenig von den historischen Tatsachen ändert, um eine guten Roman hinzubekommen; deswegen ist er auch bei den Historikern sehr beliebt.
Freue mich auch schon auf den zweiten Teil der vorrausichtlich im Juli erscheinen wird. Ich kann allen Leser, die historische Bücher lesen, das Buch nur empfehlen.

28.03.2007 20:50:10
Christian Paul

Meiner Meinung nach ein hervorragendes, historisch korrektes Meisterwerk Cornwells! Ich konnte es kaum aus der Hand legen, es ließ mich für eine Weile in eine andere Welt versinken, was durch seine äußerst gut gewählte Ich-Perspektive verursacht wurde! Ich habe schon einige seiner Romane gelesen und dies ist wirklich eines seiner besten!!Ich hoffe das die folgenden Romane genauso fesselnd sind!Besonders gut gefiel mir die Darstellung der Dänen und Engländer die beide weder übertrieben, noch bevorzugt dargestellt wurden, wobei er die Grausamkeit und Grobheit der Zeit nicht vernachlässigte!Auch gefiel mir die Beschreinbung eines Kampfes im Schildwall, vermutlich war es ähnlich wie Cornwell es beschrieb, hart, brutal, schweißtreibend und doch beflügelnd.
Einfach ein genialer historischer Roman, kann ich wirklich nur empfehlen zu lesen!!!!

26.02.2007 09:09:31
tobang

Brilliant! Bin eigentlich kein Leser von historischen Romanen (gewesen). Aber "Säulen der Erde" hat mich begeistert. Und weil ich mehr wollte kam ich auf "Das Letzte Königreich" und damit hab ich nichts falsch gemacht! Außer vielleicht, das die Latte für einen guten Histo-Roman nun sehr hoch liegt!
Cornwell schafft es, eine Art Refugium zu schaffen. Er nimmt die mit seiner sehr plastischen Erzählweise mit ins Englaland des 8. Jahrhunderts. Sehr schnell kommt dir vieles sehr vertraut vor. Du schließt die Helden ins Herz, egal ob Dänen oder Engländer. Durch die besondere Erzählweise (will da nichts verraten) erhält man oft Hinweise, was da noch kommen mag.

In gewisser Weise erinnert mich der Plot an "Herr der Ringe": Eine Trilogie, bei der man weiß, was das Finale sein wird. Sind da doch zumindest noch zwei gewisse Dänen und ein Engländer...

Ich kanns kaum erwarten, den "weißen Reiter" in die Hände zu kriegen. Verfilmung? Durchaus vorstellbar, aber noch nicht...

21.02.2007 10:51:23
Michael van Berkel

Ein Buch zum "Fressen". So faszinierend, dass ich es nicht abwarten kann die anderen Bücher dieser Triologie zu bekommen! Leider dauert es bis Mitte 2007, bis der nächste Teil in deutscher Sprache erscheint.

16.02.2007 09:20:14
Brian

Faszinierend. Bernard Cromwell hat mich mit seinem historischen Romasn so gefesselt, dass ich ihn in einem Satz (Also an einem Tag) gelesen habe. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Und er versteht es, einem beide Seiten verständlich zu machen, sowohl die Engländer als auch die Dänen.