Zeitpunkt.
05.11.1414

Beginn des Konzils von Konstanz

Ab 1378, als Urban VI. Papst war, waren einige Kardinäle mit dessen Amtsführung unzufrieden und wählten Clemens VII. zum Gegenpapst. Hiermit lösten sie das sogenannte Abendländische Schisma aus, die Spaltung innerhalb der lateinischen Kirche. Auch die jeweiligen Nachfolger konnten keine Einigung erzielen, auf dem Konzil von Pisa 1409 erklärten sogar einige Kardinäle die beiden Päpste für abgesetzt und setzten Alexander V. ein, was allerdings nicht zum Ende des Schismas führte, sondern dieses mit einem dritten Papst nur noch verschlimmerte. Als der deutsch-römische König Sigismund 1411 ins Amt kam beschloss er, auf einem Konzil das Schisma zu beenden und man einigte sich auf das neutrale Konstanz am Bodensee als Austragungsort. Von den drei Päpsten Gregor XII., Benedikt XIII. und Johannes XXIII. erschien nur Johannes XXIII. persönlich, versuchte aber, das Konzil zu unterlaufen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre, in denen alle Päpste am Ende für abgesetzt erklärt wurden und in einem Konklave am 11. November 1417 mit Martin V. endlich ein einheitlicher Papst gewählt wurde. Zwar scherten die Spanier zunächst noch aus und bestanden auf den in Spanien lebenden Benedikt XIII., dieser starb jedoch 1423 und die Spanier wollten einen Nachfolger inthronisieren. Mit diesem Clemens VIII. einigte sich Martin V. 1429 und somit war das Schisma endgültig beendet. Das Konzilgebäude steht immer noch und wird heute als Restaurant, Konzertsaal und Festsaal genutzt.

Ein Zeitpunkt. von Carsten Jaehner
Foto: © istock.com/SLA-central

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