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Alexandra Hopf
Abschluss der authentischen Familiensaga

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Jun 2020

Im Februar 1942 wird der sechzehnjährige Harri Pfeiffer ins Arbeitslager nach Tscheljabinsk einberufen und somit von seiner Mutter und Schwester getrennt. Das Leben dort läuft unter unmenschlichen Bedingungen ab und den Kampf ums Überleben verlieren Hunderte von Männern.

Harri gelingt es dort durch Gewieftheit und etwas Glück, so gut es geht zu Überleben. Im Lager trifft er auch Erich Scholz und die beiden verbindet eine innige Freundschaft, zumal sie früher einmal im gleichen Ort gewohnt haben. Auch Erichs Mutter und seine Schwester Yvo kommen in ein Arbeitslager für Frauen. Ihnen ergeht es nicht ganz so schlecht wie den Männern, aber auch sie müssen hart schuften. Doch mit Kriegsende sind die Anfeindungen gegen die Deutschen noch lange nicht vorbei. Wem wird es gelingen, das Märtyrium der Russlanddeutschen unter den Sowjets zu überleben, seine Familie wiederzufinden und wie wird das Leben weitergehen?

Traurige bedrückende Lektüre

Ella Zeiss setzt mit "Von Hoffnung getragen" die traurige Geschichte fort, die ihre Großeltern Harri und Yvo in „Wie Gräser im Wind“ erlebt haben. Der Großteil beschreibt die unglaublichen Zustände in den Arbeitslagern der Sowjets. Es ist sehr informativ aufgrund von authentischen Berichten zu erfahren, wie die dort herrschenden Zustände waren. Gebannt verfolgt man die Schilderungen in der ersten Hälfte des Buches. Dabei macht sich beim Leser ein trauriges bedrückendes Gefühl breit. Doch auch nach Kriegsende haben die Menschen, die das alles überlebt haben, noch ein sehr eingeschränktes Leben zu führen. Es herrscht noch lange keine persönliche Freiheit für sie und sie haben noch mit vielen Problemen zu kämpfen.

Hauptpersonen sind Harri und Yvo

Im Gegensatz zum Teil eins wird hier nun hauptsächlich von Harri und Yvo berichtet. Dabei kann man die Willensstärke dieser beiden jungen Leute nur bewundern. Trotz ihres jugendlichen Alters sind sie sehr charakterstark und starke Kämpfernaturen. Sie bleiben ihrem Lebenswillen stets treu und geben nie auf. Dabei beeindruckt der Lebensverlauf von Harri mehr, auch wenn die Geschichte der beiden doch starke Parallelen aufzeigt. Doch im Gegensatz zu Yvo muss sich der junge Mann noch zusätzlich gegen Hinterhältigkeit und fiese Verleumdungen wehren.

Viel Leid mit Happy End

Von Anfang an weiß der Leser, dass es sich bei dem Buch, das auf wahren Begebenheiten beruht, um die Geschichte der Großeltern der Autorin handelt. Somit ist es keine Überraschung, dass in dem Buch, nach all den traurigen Details zum Leben der Russlanddeutschen, die zwei Hauptprotagonisten zusammenfinden. Man hat das Gefühl, dass sich diese Entwicklung zwischen den beiden etwas in die Länge zieht. Ein positiver Aspekt ist, dass es am Ende des Buches noch einen Epilog aus dem Jahr 1991 gibt und man abschließend erfährt, wie die gemeinsame Geschichte nach rund dreißig Jahren aussieht. Auch zu den anderen Personen des Buches gibt es kurze erklärende Worte, wie ihre Wege nach dem Krieg verlaufen sind.

Der Schreibstil von Ella Zeiss ist einfach und nicht schwer zu verstehen. Die Gestaltung des Covers  hat der Verlag Tinte und Feder in Grautönen gehalten. Zu sehen ist ein junges Paar von hinten, was wohl die Hauptprotagonisten darstellen soll.

Fazit:

Die wirklich informativen, aber auch schockierenden Einblicke in den Alltag der russischen Arbeitslager machen das Buch durchaus lesenswert, auch wenn die Liebesgeschichte etwas in die Länge gezogen wirkt. Das Schicksal der Russlanddeutschen ist ein sehr brisantes und trauriges Thema. Insgesamt kann Teil zwei der Familiensaga von Spannungsgrad her mehr fesseln als der Vorgänger.

Von Hoffnung getragen

Von Hoffnung getragen

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