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Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.

Der Sturm der Normannen

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Letzte Kommentare:
19.09.2019 12:37:15
TianeDK

Die Geschichte, die Herr Schiewe hier schreibt, hört 1057 auf. Robert Hauteville starb 1085, und bis dahin hatte er sich über Langeweile nicht zu beklagen. Ich habe mich durch die Bände aus großem Interesse an Robert Hauteville gequält und dabei so manches in Kauf genommen. Einiges ist nur meiner Neigung geschuldet: Ich mag nicht so gerne Ich-Erzähler (Mit Ausnahme von Decius aus den SPQR-Krimis ), aber das ist meine persönliche Neigung.
Schwierig wird es mit der Darstellung der Personen und der Fakten. Die Personen bleiben oberflächlich, ich finde Robert Hauteville nicht. Sogar in den Romanen "Die Rose von Salerno" und die Totenfrau des Herzogs" von Dagmar Trodler, wo er tatsächlich nur am Rande auftaucht, wird er greifbarer und realer. Möglicherweise liegt es daran, dass Frau Trodler Historikerin ist und ein besseres Rundumverständnis für die Zeit und, das vor allem, für die kulturelle Herkunft Robert Hautevilles hat, das Herrn Schiewe fehlt. Insofern bin ich dankbar, dass seine Geschichte 1057 hier endet, denn ich möchte nicht lesen müssen, wie er Robert darstellt, nachdem der mehrfach vom päpstlichen Bannstrahl getroffen wurde. Denn ehrlich, es hat ihn nicht gejuckt, denn er war ein Normanne.
Nicht-Historiker haben verinnerlicht, wie religiös und streng gläubig die Menschen des Mittelalters waren, und denken, das träfe auf alles zu. Tut es aber nicht. Die Belehnung des Wikingers Rollo mit der Normandie (911) war so lange nicht her. Zur Zeit Roberts war der Clan-Gedanke unter den Normannen wichtiger als der Glaube, oder irgendetwas, was der Papst denkt.
Ich finde es also nicht so schlimm, dass die Saga hier aufhört. Aber es gäbe da noch Potential: Robert wird Herzog, heiratet eine wahrlich beeindruckende Frau, die Schwester Gaitelgrimas mit Namen Sichelgaita, die (tatäschlich; Quellen belegen es) furchterregend das Schwer führt und später Trani belagert, und noch später der Schlacht bei Durazzo die entscheidende Wendung gibt. Wo ist Sichelgaita in der Saga eigentlich? Robert hatte zwei Ehefrauen: Zuerst Alberada, die Mutter Boemund, von der er sich vermittels eines Dispens' getrennt hat, um später Sichelgaita heiraten zu können. es ist ein bisschen zu viel des Guten, eine dritte Frau (Gaitelgrima) aus dem Hut zu zaubern, die er dann auch noch liebt. Es sei denn, man möchte ihn als tragische Figur mit Dauerliebeskummer darstellen.
Zumal die Sache mit Alberada, Quellen und die Grabplatte derselben belegen es, nach der Trennung ja noch nicht vorbei war. Aber weiter:
Robert und Roger erobern Sizilien, wobei wir in den Quellen von Problemen lesen, einen geeigneten Ort für das Belagerungsheer zu finden, denn das erste wimmelt vor "giftigen Spinnen, deren Bisse für undelikates Entweichen giftiger Winde aus den Hinterseiten" sorgen. Judith wird auf Sizilien gefangen genommen. Leser der Saga werden fragen: wer ist Judith? Die Ehefrau Roger Hautevilles, die ihrem Schwur treu blieb, und ihrem Geliebten nach Italia nachreiste, nachdem ihr Bruder Robert Grantmesnil den Herzog der Normandie geohrfeigt hatte. Nun, sie wird gefangen gehalten und ihr Liebster befreit sie unter schier unmenschlichen Bedingungen. Die Normannen belagern Enna und erobern es. Sie gewinnen Palermo, Roger wird Graf von Sizilien und Robert Hauteville kehrt vor lauter Verdruss über seinen renitenten Bruder nie wieder nach Sizilien zurück. Robert überlebt einen Giftanschlag und beantwortet das Kondolenzschreiben, das seine Gemahlin Sichelgaita vom Papst bekommen hat, selbst. Der Papst ist nicht erfreut, also bannt er den schwierigen Normannen das erste Mal. Zur Antwort belagert Robert das päpstliche Benevent. Der Papst versucht, eine neue Allianz gegen die Normannen auf die Beine zu stellen, die sich aber in Wohlgefallen auflöst, als ein Mitglied der Allianz, Gisulf von Salerno, pisanische Handelsschiffe überfällt. denn die Pisaner waren auch Mitglieder der Allianz. Weil Robert nicht im Schnee nach Canossa marschiert und Buße tut, wird er gleich noch mal gebannt, was ihn nicht kümmert. Stattdessen belagert und erobert er Salerno von seinem lombardischen Schwager Gisulf. Das ist Sichelgiatas und Gaitelgrimas Bruder, den ich in der Saga schmerzlich vermisse. Gisulf ist ein sehr grausamer Mann, der eine Vorliebe fürs Foltern und Amputieren hatte (Amatus, Norwich). Nach seiner Niederlage geht er ins Exil nach Rom. Robert erfährt von der verzwickten strategische Lage Byzanz, das sich gegen die Seldschuken erwehren muss' und hält die Gelegenheit für günstig, Byzanz nun seinerseits heimzusuchen. Es ist nicht ganz das, was sich der Papst erhofft hatte, denn der hatte sich eine Art Vorwegnahme des ersten Kreuzzuges vorgestellt. Statt die Seldschuken bekämpft der Hauteville aber lieber den byzantinischen Kaiser. Was der Papst erschwert, weil der sich ja seinerseits noch gegen den renitenten König Heinrich aus Deutschland zu erwehren hat, und demzufolge ständig nach Robert und seinen Mannen schreit, denn Robert ist ja dereinst von der Kurie belehnt worden. Robert zieht nach Rom ,um dem Heiligen Vater gegen Heinrich beizustehen, aber der war schon wieder weg. Also zurück auf byzantnischem Gebiet nimmt er Durazzo ein, erhält aber schon wieder einen Hilferuf vom Papst. Entnervt schwört Robert, sich erst wieder zu rasieren, wenn das Gejammer des Papstes ein Ende hat. Wie weit ist es also mit seiner Religiosität her?
Er zieht wieder mit Truppen nach Rom, wieder wird er weggeschickt, aber er hat die Schnauze voll. Rom will befreit werden? Er befreit Rom, d.h. er zieht mit flammendem Schwer über die Stadt. Eine Aktion, aus der die ganze Wut spricht, bei der Eroberung Byzanz' gestört worden zu sein.
Und daraus wurde dann ja nichts, denn er stirbt mitten im Byzanz-Feldzug 1085 schlussendlich an einer Seuche.
Oder war Gift im Spiel?
(das war jetzt die Kurzform. In Wahrheit war das alles wesentlich komplexer. Der Investiturstreit spielt eine große Rolle, ebenso wie der Wunsch des Papstes, das große abendländische Schisma zu überwinden.)