Das Geheimnis von Salem

Erschienen: Februar 2018

Bibliographische Angaben

  • Gmeiner, 2018, Titel: 'Das Geheimnis von Salem', Originalausgabe

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Annette Gloser
Der Duft von Weihrauch und die Tränen des heiligen Bernhard

Buch-Rezension von Annette Gloser Dez 2019

Im Jahr 1485 erwartet man im Kloster Salem den Besuch des Kaisers. Ein Besuch, der viel Arbeit mit sich bringt, soll doch alles gut vorbereitet sein und alles zum Wohlgefallen des Gastes ablaufen. Auch Bruder Johannes, Leiter des Skriptoriums, hat alle Hände voll zu tun. Aber noch etwas anderes beschäftigt ihn: Ein sterbender Mönch hat bei Johannes seine Beichte abgelegt und über ein lange zurück liegendes Verbrechen gesprochen. Diese Beichte lässt Johannes keine Ruhe, bietet sich doch hier die Chance, lange verschollene Reliquien wieder in das Kloster zurück zu bringen. Und dann stirbt erneut ein junger Mönch…

In der Gegenwart muss sich Benedikt Schönborn, Museumsleiter des Schlosses Salem, mit unerwarteten Grabfunden beschäftigen. Warum aber findet man das Skelett dort, wo eigentlich mal ein Schweinestall stand und nicht auf dem Friedhof? Ein Rätsel, das Benedikt unbedingt lösen möchte.

Die Spuren der Vergangenheit

Mit ihrem historischem Krimi „Das Geheimnis von Salem“ stellt Birgit Rückert die Reichsabtei Salem in den Mittelpunkt des Geschehens. Sie erzählt dabei in zwei Handlungssträngen, von denen einer im Jahr 1485, der andere in der heutigen Zeit spielt. Eingebettet in einen Kriminalfall führt die historische Handlung den Leser in eines der großen Zisterzienserklöster. Dabei beweist die Autorin eine umfangreiche Kenntnis sowohl der Geschichte des Klosters Salem als auch der internen Abläufe innerhalb des Klosteralltags. Auch die Besonderheiten der Zisterzienser gegenüber anderen Mönchsorden werden den Lesern nahegebracht. Interessant auch die Beziehung zwischen Kloster und Mutterkloster, die im Verlauf des historischen Handlungsteils eine Rolle spielt. Dabei gewinnt man als Leser den Eindruck, dass die Autorin hier umfangreich recherchiert hat und dabei auch durchaus Überraschendes zutage förderte.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart gewährt Einblicke in die Arbeit von Archäologen und Historikern. Dabei stellt man fest, dass es durchaus nicht damit getan ist, irgendwo etwas auszubuddeln und es dann hübsch abgeputzt in eine Vitrine zu stellen. Die Autorin lässt ihre Leser miterleben, wie nach Zusammenhängen gesucht wird, welche Rätsel sich dabei mitunter neu auftun, wenn man doch gerade erst die Antwort auf eine Frage gefunden zu haben glaubt.

Histo-Krimi mit Augenzwinkern

Mit Johannes Stantenat und Johannes Scharpfer hat Birgit Rückert zwei historische Persönlichkeiten als Protagonisten auserkoren. Das Wappen von Johannes Stantenat diente als Vorlage bei der Umschlaggestaltung. Insbesondere Johannes Scharpfer erscheint dabei als sehr gebildeter Mann, der allerdings dem Leben außerhalb des Klosters, insbesondere den damit gelegentlich verbundenen Gefühlen, ausgesprochen naiv gegenüber steht. Das kann Menschen von heute gelegentlich etwas nerven beim Lesen, trotzdem ist dieser Johannes ein sympathischer Protagonist, mit dem man gerne durch das Jahr 1485 wandert. Dennoch ist der Kriminalfall in diesem Roman eher mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Zwar gibt es immer mal wieder eine Leiche und die Suche nach dem verschollenen Reliquiar ist streckenweise recht spannend, dennoch muss jeder Leser, der hier mit rätselt, am Ende mit einer Überraschung rechnen.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart gestaltet sich dagegen etwas dröge und ein wenig zählebig. Er wird vor allem durch den bereits erwähnten Einblick in den Arbeitsalltag eines Archäologen interessant.

Fazit:

Ein nicht ganz ernst zu nehmender Krimi, ein interessanter Blick auf eines der großen Klöster in der Bodenseeregion, angenehme Protagonisten. Wer am Bodensee Urlaub macht, hat hier eine kurzweilige Lektüre und weiß hinterher garantiert mehr über die Region als vor dem Lesen des Buches. Und wer am Bodensee wohnt, der sollte diesen „Heimat-Histo-Krimi“ ganz sicher gelesen haben.

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