Lisario oder die unendliche Lust der Frauen

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • btb, 2014, Titel: 'Lisario o il piacere infinito delle donne', Originalausgabe

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Neapel, Mitte des 17. Jahrhunderts. Die seit Kindestagen stumme Lisario erwacht aus einem mysteriösen monatelangen Schlaf. Erweckt hat sie der zwielichtige Arzt Avincente Iguelmano, der sie zum Lohn zur Frau erhält. Er nutzt sie für seine Obsession: Er will die weibliche Lust erkunden, um so die unheimliche Macht des anderen Geschlechts zu bannen. Doch einmal erwacht, sehnt sich Lisario nach einem Leben nach eigenen Vorstellungen und brennt inmitten der von Pest und Revolten gegen die spanische Vorherrschaft erhitzten Stadt mit dem talentierten Bühnenmaler Jacques Colmar durch ...

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Letzte Kommentare:
23.06.2017 20:45:22
speedy208

"Sinnlich und modern", "Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte: maliziös, unterhaltsam, philosophisch wie kaum ein anders" - Kommentare auf der Rückseite des Buches im Klappentext. Dem Umschlag ziert ein vielversprechender Frauenrücken in einem Korsett. Vorder- wie Rückseite des Buches also vielversprechend. Nur: zu früh gefreut - alles andere als interessant!
Wer jetzt "50 Shades of Grey" oder "Sadomaso", den Maître de Sade, erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Die Kommentare wirken lächerlich, fehl am Platze. Wie kann eine Tageszeitung so einen fadenscheinigen Kommentar abgeben? Und sinnlich? Wo bitte ist es sinnlich? Keine Spur von Erotik, Atmosphäre oder historischem Hintergrund! Auf keiner Seite ein Seufzen, ein Schmachten, ein Träumen, nicht einmal Spannung, so als wäre das Buch aus feuchten Jungmädchenfantasien (Tagebuch!), aus irgendwelchen Episoden des Barock zusammengesetzt, mit blassen Hauptakteuren, die natürlich reich und schön und nobel daherkommen (Ärzte, Adel, Mäzene). Totgeglaubte leben munter weiter - einem Comic oder Märchen gleich. Voltaires "Candide" lässt grüssen, obwohl dieser seriöser daherkam und zum Schmunzeln anregte...
Hingeworfene Namen, Orte, Begebenheiten... Ein heilloses Wirrwarr, das nichts mit einem historischen Roman zu tun hat. Vielleicht fehlten hier - schon mein 2.Roman eines italienischen Autors! - ein Personenregister und Hintergrundinfos. Wie soll ein Nicht-Italiener bitte wissen, wer, wo und was was ist?! Wenn man/frau das Buch schon übersetzt ins Deutsche - ich denke mal, das Buch wurde "falsch" übersetzt, zulasten der (im Italienischen vorhandenen?) Sinnlichkeit -, dann kann man doch davon ausgehen, dass nicht alle Leser Italien-afin sind. Das könnte aber auch ein Fehler des Lektorats sein... Und dann das Pingpong-Spiel zwischen Italienisch und Spanisch! Die Ausdrücke ein frivoles Hin mit Wörtern. Auch hier fehlte eine klare Linie. Wenn schon Neapel der spanischen Krone gehörte und die Hauptakteure (oder besseren Kreise) Spanier waren, dann hätte man/frau sich überwinden sollen, diese Spanisch und/oder Französisch beizubehalten. Aber nicht Italienisch mit spanischen Wortfetzen. Warum nicht der Einfachheit halber bei Señor und Señora bleiben, statt das Italienisch damit zu spicken? Die Wortwahl ging mir auf den Kecks.
Obwohl es vielversprechend begann, so war mir schon im 1.Viertel klar, dass ich mehr erwartet hatte: ich begann mich zu schnell langweilen, hoffte aber, dass plötzlich Spannung aufkommen und sich alles überraschend anders ändern würde.
Das Buch war in mehrere Kapitel unterteilt, die alle mit den Briefen der stummen Lisario an die "Allerseligste Mutter Gottes...Jungfrau Maria" gerichtet waren und quasi als Brücke oder Zusammenfassung für die nächsten Kapitel dienten. Und noch eins, was mich stutzig machte: Kein einziger der Akteure - nicht einmal Lisarios Eltern oder ihre eigene Tochter! -, machten sich die Mühe, mittels Gesten mit Lisario zu sprechen! Das ist doch das Mindeste, was man bei einer "behinderten" Hauptperson erwarten darf, oder?
Schwule, Prostituierte, Bettler, Soldaten, Fürsten, Künstler, Nacktheit, Krankheiten - Zutaten, aus denen man viel mehr hätte machen können, als die Autorin. Ausser: es lag an der Übersetzung. So aber habe ich weder den historischen Hintergrund verstanden, noch knisternde Erotik oder Sinnlichkeit erfahren. Worauf ich bis am Ende gewartet habe, war, die Erklärung für sich "Totstellen" Lisarios. Die kam nicht, ausser, wenn man weit ausholt und vom Namen ausgeht (Lézard, Lizard = Eidechse), dass man dann darauf kommen könnte, dass die"Totenstarre" ist bei Gefahr oder so. Ein gut recherchierter Roman, wo schon Ärzte und die Pest drin vorkommen, hätte dem Leser die Antwort geben können wie "Koma, bedingt durch...was auch immer".
Nein. Ein Buch zum Vergessen, eine Enttäuschung, kaum Spannung, vielleicht ein Kribbeln, aber sonst? Und, noch eins, eh ich's vergesse, die Träume von Igualman, Lisarios Mann: die 5 Götter und die heilige Ursula. Was hatten die dort verloren? Logisch wäre mir gewesen, dass sie den Igualman in den Wahnsinn getrieben hätten. Aber nichts dergleichen. Ich dachte nämlich, dass die Funktion der Götter bei Lisario quasi eine Hommage an Bert Brechts 3 Götter vom "Guter Mensch von Sezuan" wäre, was leider sich nicht bewahrheite. Wozu dann die 5 Götter? Überflüssiger Ballast wie das andere Personal des Buchs.
Fazit: ein bunter Blumenstrauss von Klischees, die leider in einem Zuviel an Wasser ertränkt wurden! Und diese Autorin ist Journalistin und gibt Seminare für "kreatives Schreiben"? Dieser Roman gehört bestimmt nicht zu ihren kreativsten.