Die Beichte des Gehenkten

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2014, Titel: 'The Testimony of the Hanged Man', Originalausgabe

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82

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Karin Speck
Krimi im viktorianischen England

Buch-Rezension von Karin Speck Aug 2015

Mitte des 19. Jahrhunderts in England ermittelt Inspector Benjamin Ross gemeinsam mit seiner Ehefrau Lizzie. Ein zum Tode Verurteilter bat den Inspector um ein Gespräch. Hier erzählt dieser ihm nun, er habe einen Mord beobachtet. Der Haken an der Geschichte: dieser Mord liegt schon 16 Jahre zurück. Die Spur ist also längst kalt und Benjamin überlegt, ob er überhaupt Nachforschungen anstellen soll, aber die Sache lässt ihm einfach keine Ruhe.

Ein weiterer Fall fordert dann auch noch die Aufmerksamkeit des Inspectors und so sind seine Tage angefüllt mir viel Arbeit. Da trifft es sich gut, dass Lizzie ihm helfend zur Seite steht und auf eigene Faust ermittelt.

Bereits der fünfte Band

Die Beichte des Gehenkten ist mittlerweile der fünfte Band, in dem der Inspector und seine Frau tätig werden. Allerdings sind die Kriminalfälle in sich abgeschlossen und somit gut einzeln lesbar. Ann Granger erzählt hier in zwei Handlungssträngen. Beide Erzählstränge sind in der Ich-Perspektive geschrieben, sodass der Leser das Gefühl bekommt, mitten dabei zu sein.

Zum einen wird hier der Tagesablauf von Benjamin geschildert, seine Fortschritte und Rückschläge genauso wie seine Gefühle und Gedanken. Der zweite Handlungsstrang erzählt von Lizzie. Sie ermittelt auf eigene Faust und hat dabei auch ihren eigenen Stil und Kopf, den sie durchzusetzen weiß. Gleichzeitig wird aber auch das Leben in dieser Zeit gut geschildert, die Schwierigkeiten, die vor allem Lizzie zu meistern hat. Etwas merkwürdig mutet es vielleicht an, wenn man dann liest, dass sie einen Omnibus bestiegen hat und damit durch die Stadt fuhr. Aber so nannte man schon im 19. Jahrhundert die Fuhrwerke, mit denen mehrere Menschen gleichzeitig fahren konnten. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Granger technische Errungenschaften mit in ihre Handlungen einfließen lässt.

Polizeiarbeit im 19. Jahrhundert

Die Polizeiarbeit in dieser Zeit wird gut wiedergegeben. Vor allem auch die Hierarchie darin. Der Inspector selbst steht ziemlich weit unten und hat somit einiges zu meistern, bis er an sein Ziel kommt. Er muss Vorgesetzte von seinem Handeln überzeugen und geht dabei seinen Weg, so wie er ihn für richtig hält. Dadurch wirkt die Geschichte dann aber auch authentisch. Hier werden Spuren verwischt, weil Leichen bewegt werden oder gar an andere Plätze geschafft werden. Der Inspector benötigt Fingerspitzengefühl, um nicht die reichen Bürger zu verärgern oder gar seine Vorgesetzten. Unter diesen erschwerten Bedingungen ist es sicherlich schwer, überhaupt Ergebnisse vorweisen zu können. Aber mit viel Feingefühl schafft es Benjamin sich durchzusetzen. Zudem wird dann auch der Tagesablauf glaubhaft geschildert. Die Autorin hat die Atmosphäre der Zeit gut eingefangen und wiedergegeben. Der Leser ist immer mitten im Geschehen und kann gemeinsam mit Benjamin und Lizzie diese schwierigen Fälle lösen. Die Spuren, die gelegt wurden, werden nicht zu früh aufgedeckt und dadurch, dass die Handlungsstränge sich immer wieder abwechseln, entsteht eine zusätzliche Spannung.

Spannender Krimi

Die Beichte des Gehenkten ist ein spannender historischer Krimi im viktorianischen England, der gleich mit ein paar Anmerkungen der Autorin beginnt. Sie schildert kurz ihre Eindrücke der kleinen Ortschaft Putney in Surrey, hier spielt der größte Teil der Handlung. Das Cover zeigt ein historisches Straßenbild. Es könnte durchaus ein Teil von London sein und passt somit gut zu der Geschichte. Hier werden aber nicht nur ein paar Verbrechen aufgeklärt, sondern gleichzeitig auch aus dem alltäglichen Leben dieser Zeit erzählt. So entsteht ein gelungenes Gesamtbild dieser Zeit, vor allem was die Verbrechensbekämpfung betrifft. 

Die Beichte des Gehenkten

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