Schicksalsstürme

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Piper, 2012, Titel: 'Schicksalsstürme', Originalausgabe

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April 1428: Wer ist der Unbekannte, der vor der Küste Heiligenhafens Schiffbruch erlitten hat? Ein dänischer Spion? In Kriegszeiten zwischen dem Königreich und der Hanse eine lebenswichtige Frage. Brida, die heilkundige Tochter von Kapitän Dührsen, nimmt sich des geheimnisvollen Fremden an und unterstützt ihn in dem Bemühen, sein Gedächtnis wiederzufinden. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dadurch bringt ...

 

Schicksalsstürme

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Letzte Kommentare:
01.06.2015 19:48:13
Jana68

ACHTUNG! Wer das Buch "Schicksalsstürme" noch nicht gelesen hat, sollte die hier folgende und von mir eingestellte Rezension unbedingt ÜBERSPRINGEN.
Aus Versehen habe ich darin zu viel verraten und weil ich niemandem die Spannung verderben will gebe ich hiermit eine SPOILERWARNUNG bekannt.
Tut mir leid, Leute, da habe ich zuviel gewollt. Aber das Buch ist unbedingt lesenswert?

31.05.2015 21:42:49
Jana68

Melanie Metzenthin's Roman "Schicksalsstürme" führt uns nach Heiligenhafen im Jahr 1428. Es ist die Zeit der fortwährenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Dänischen Königreich und der Hanse. Am Strand von Heiligenhafen werden Tote und ein Schwerverletzter gefunden. Brida, Tochter von Käpt'n Hinrich Dührsen, die im Ort als heilkundig gilt, kümmert sich um den jungen Mann und pflegt ihn gesund. Niemand weiß, wer er ist - auch er selbst nicht, denn er hat sein Gedächtnis verloren. Nur Bruchstücke und Erinnerungsfetzen tauchen auf, die kein Bild ergeben wollen. Das ist der ideale Nährboden für Spekulationen und Gerüchte um seine Person. Schnell werden Stimmen laut, die ihn für einen Dänischen Spion halten, was ihn in diesen Zeiten zur Zielscheibe werden läßt. Es ist Brida und ihrem Vater zu verdanken, dass er am Leben bleibt. Erst nach und nach erkennt der junge Mann, wer er eigentlich ist und in welcher immens wichtigen Mission er unterwegs war - Simon von Wickede, jüngster Sohn einer reichen Lübecker Kaufmannsfamilie, unterwegs als Kundschafter, um herauszufinden, welche Gefahren der Hanse durch die Dänen drohen.
Heiligenhafen soll von den Dänen angegriffen werden. Es gilt nun schnell zu handeln, damit die Menschen der Stadt nicht den Dänen zum Opfer fallen. Doch es gibt einige, die zum Verräter werden und das keineswegs nur aus politischer Motivation oder Geldgier, sondern auch aufgrund tragischer, persönlicher Erfahrungen und Schicksale.

Zunächst leiden wir mit Simon im Kampf gegen die Dunkelheit in seinem Kopf. Er beginnt an sich selbst zu zweifeln, ob er nicht doch ein Verräter und Spion ist. Auch tauchen immer wieder Szenen von unverarbeiteten, grausamen Ereignissen seiner Vergangenheit auf, die er nicht einordnen kann, wobei er sich jedoch schuldig fühlt. Mit Hilfe seiner Freunde gelingt Simon die Aufarbeitung.

Im zweiten Teil des Buches steht der erwartete Angriff der Dänen im Mittelpunkt. Die drohende Gefahr läßt alle, ganz unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung, zusammenrücken. Der Zusammenhalt macht sie stark und der Angriff kann trotz Unterlegenheit weitestgehend abgewehrt werden.

Die Autorin hat ihre Charaktere hervorragend gestaltet und dabei sehr viel regionaltypisches einfließen lassen. Allein die originalgetreu anmutende Mundart macht die meisten von ihnen zu bodenständigen, nahbaren Menschen, die auf Anhieb sympathisch sind. Hier bestechen vor allem Käpt'n Hinrich, der gewitzte Kalle und die kecke Magd Mariecke. Neben diesen Sympathieträgern gibt es auch jene, die man vom ersten Moment an nicht mag, ohne dass diese durchweg nur böse sind.
Ebenfalls bestens gelungen ist die Darstellung der Zerrissenheit, in der Simon auf Grund seines vorübergehenden Gedächtnisverlustes eine Zeit lang feststeckt. Seine Ängste und Befürchtungen aber auch seine Hoffnungen sind spürbar und es fesselt den Leser, wie sich das Puzzel langsam zusammensetzt. Er und Brida, die ihn vorbehaltlos pflegt und vollständig zu ihm steht, verlieben sich ineinander. Es ist sicher sowohl der Tatsache, dass sie ihm das Leben gerettet hat, als auch der Kriegssituation zu verdanken, dass sich ihre Liebe erfüllt und ohne Rücksicht auf Standesgrenzen die Ehe von beiden Vätern zugelassen und akzeptiert wird.
Auch die psychische Katastrophe, in die Stadtrat Claas während Krankheit und Tod seiner Frau hineinrutscht, ist toll beschrieben. Er klammert sich an jedes Fünkchen Hoffnung, gibt sich selbst dafür auf, paktiert mit dem Feind und sucht einen Schuldigen. Ohne seine Anna verliert er allen Mut und ist alleine nicht lebensfähig.

Dieser Roman ist sehr bildhaft geschrieben. Er gehört zweifellos zu den bisher besten der Autorin. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss interessant und spannend. Man kann sich gut in die Charaktere hinein versetzen. Der historische Hintergrund und die fiktive Geschichte sind sehr gut miteinander verknüpft.
Das Buch ist sehr lesenswert, ich kann es wärmstens empfehlen und vergebe 95 von 100 Punkten.

06.01.2014 14:29:55
jan-costin

Ich habe alle 3 Bücher der Autorin gelesen und das gefiel mir am besten . Alle 3 Bücher sind sehr unterschiedlich haben aber gemeinsam : Die Autorin versteht es Spannungsbögen aufzubauen , in keinem ihrer Bücher kommt der Humor zu kurz und ihre Personenzeichnungen sind sehr gut !!! Die Spannung entsteht dadurch das ein Schiffbrüchiger gefunden wird der sein Gedächtnis verloren hat , den sie Erik nennen . Kapitän Dührsen , seine Tochter Brida (die ihn auch aufnahmen )und Stadtrat Claas wollen herausbekommen ob er Deutscher oder Däne ist . Sollte er ein Spion sein ? Was hat Seyfried vor ? Meinen es alle die ihm angeblich helfen wollen auch gut mit ihm ? Da ich es fast als ein Histo Krimi bezeichnen würde könnte der Titel ein wenig in die Irre führen . Gut gefiel mir auch die Magd Marieke , die mich immer wieder zum Schmunzeln brachte . Ich habe es auch so gemacht wie maimonides vorgeschlagen hat und mir auf der Karte im Internet die Orte angesehen da ich nicht aus dem Norden Deutschlands komme . Die Begriffe aus dem Norden die die Autorin verwendet waren mir ein Begriff . Wer wissen will wer Erik wirklich ist und ob Brida mit Erik oder Cunnard zusammenfindet : Lesen !!!

25.07.2013 15:23:38
maimonides

Frau Metzenthins zweiter Roman entführt uns in das 15 Jh. in die Gegend von Heiligenhafen, einem kleinen Abstecher nach Fehmarn und Lübeck. Auch die Vitalienbrüder kommen zu einem kleinen Auftritt.
Wer die Gegend gar nicht kennt, sollte vor Lesebeginn vielleicht einen Blick auf eine Landkarte werfen (dank Internet sollte das kein Problem sein) - die Dauer/Entfernung mancher Ereignisse wird dann greifbarer und man kann den wunderbaren Schilderung noch besser folgen.

Stilistisch ist das Buch in meinen Augen noch besser als die Sündenheilerin. Und der große Vorteil der Bücher von Frau Metzenthin ist die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere bis in viele kleine Einzelheiten. Auch die Nebenfiguren werden davon nicht "verschont" und so entsteht ein schönes Gesamt-Bild der damaligen Zeit.
Ich komme selbst aus dem Norden und fand so Begriffe wie Tüddelkram und Döspaddel wunderbar in den Roman eingebracht. Alles in allem ist das Plattdeutsche wohldosiert und nimmt nicht viel Raum ein, so daß es dieses spezielle Gefühl für die Heimat von Brida und den anderen Akteuren weckt und den Nichtkenner nicht "verschreckt".

Kapitän Hinrich ist so bildhaft geschildert worden, daß ich ihn oft am Tisch gegenüber vor Augen hatte. Seine Tochter Brida ist für die damalige Zeit sehr frei und ungezwungen aufgewachsen, da sie ihren Vater immer auf seinen Seereisen begleitet hat - warum das so war erfährt man dann gegen Ende des Buches. Und doch ist sie auf der anderen Seite auch eine Frau eingebettet in die damalige Zeit und keine Überheldin.
Erik ist als Schiffbrüchiger und einziger Überlebender verletzt an Land gespült worden und kommt daher in das Haus von Brida und ihrem Vater. Brida versteht etwas von der Heilkunst und päppelt Erik erst einmal etwas auf. Schnell wird klar, daß es das Gedächtnis verloren hat und so gar nichts mehr weiß. Weder Namen, noch Herkunft - keine Familie, keine Nationalität - da ist nichts woran er sich erinnern kann. Aber stimmt das auch? Was halten die anderen von diesem "angeblichen Gedächtnisverlust?
So nach und nach kommen Bruchfetzen an Erinnerungen zu Tage und schwierige Träume/Bilder plagen ihn. Diese Beschreibung bis Erik das Gedächtnis wiedererlangt - das ist die sehr, sehr große Stärke dieses Buches. All seine Zweifel, Ängste und Nöte werden glaubhaft geschildert. Seine innere Zerrissenheit über seine Vergangenheit ist spürbar und läßt den Leser seine Verzweiflung erahnen.
Brida verliebt sich in diesen unbekannten jungen Mann, der so nett ist und der doch gleichzeitig ein Feind, Mörder oder sonst etwas sein könnte. Sie sieht wie er jetzt ist, aber was wird seine Vergangenheit für sie alle bedeuten und bringen. Die Hanse steht mit Dänemark im Krieg - ist er ein Verräter, wird er ausgeliefert und Lösegeld gefordert?

Dieser Teil des Buches hat mir am besten gefallen. Er zeugt von der großen Menschlichkeit und Weitsicht/Lebenserfahrung von Hinrich und auch dem tiefverbundenen Glauben Bridas, es ist einfach ihre christliche Menschenpflicht, dem Verletzten zu helfen. Für sie zählt nicht, ob er Freund oder Feind ist - er braucht Hilfe.

Viele andere Personen treten so nach und nach auf und vermitteln einen guten Eindruck von der damaligen Zeit. Da ist die etwas vorlaute Magd Mareike, der Schmuggler Kalle, Claas und seine todkranke Frau Anna, der Pfarrer der Gemeinde (so gar nicht christlich und nächstenliebend) und der undurchsichtige, ewig betrunkene Seyfried. Sie alle füllen den Roman mit Leben und einem eigenen Profil.
Gerade auch das Konfliktpotenzial zwischen der todkranken Anna, die einfach "nur" noch in Ruhe sterben möchte und ihrem Mann Claas, der sie nicht loslassen kann/will wird hier gut dargestellt.
Wie auch in der Sündenheilerin, so gibt es auch hier eine große tragische Figur - auch das zeichnet den Roman aus.

Im zweiten Teil nimmt dann die Auseinandersetzung zwischen Dänemark und der Hanse den Überwiegenden Raum ein. Man erfährt hier etwas über die historischen Hintergründe/Abläufe. Der Leser wird mitgenommen auf einer Reise nach Fehmarn (das ein paar Jahre vorher von den Dänen grausam niedergemacht wurde, sowohl Menschen als auch die Siedlungen) und anschließend nach Lübeck.
Zum zweiten Teil kann man nicht so viel sagen, da das Buch dann nicht mehr spannend ist. Aber auch hier wird die Tragik der Einzelschicksale deutlich. Ein Krieg zwischen vorher so engen Völkern bringt auch immer sehr viel Schlimmes an die Oberfläche. Dänen und Deutsche hatten vorher oft geheiratet, die Familien waren früher befeundet und eng verbunden. Nun sind sie auf einmal Feinde und stehen sich gegenüber, bringen sich evt. gegenseitig um. Auch hier wird die Autorin ihrer großen Stärke gerecht und schildert die Schicksale und Beweggründe der nun feindlichen Parteien sehr glaubhaft und überzeugend.

Sehr gut fand ich auch, daß es im zweiten Teil nicht nur das Kriegsgeschehen gab. Elisabeth (reiche und sehr vornehme Frau eines Handelsherren) hat hier mehrere Auftritte - diese sind sehr humorvoll und geben auch einen Einblick in die doch teilweise etwas steife Lebensart der Handelshäuser.

Alles in allem ein Roman der mich wunderbar unterhalten hat, der den Leser zum Schmunzeln bringt - aber auch zum Nachdenken anregt.

23.12.2012 15:41:34
PMelittaM

1428: Am Strand von Heiligenhafen wird ein Schiffbrüchiger angeschwemmt. Man bringt ihn zur Kapitänstochter und Heilerin Brida, die sich seiner annimmt. Als er aufwacht, hat er das Gedächtnis verloren, er weiß weder, woher er kommt, noch wer er ist. Doch seine ersten Worte sind auf Dänisch. Sollte er ein Däne sein? Das wäre fatal, liegt das Land doch gerade im Krieg gegen Dänemark. Erik, wie man ihn bald nennt, versucht alles, seine Identität herauszufinden und so nach und nach hat er Geistesblitze, die ihm Teile seiner Vergangenheit enthüllen. Zwischen Brida und ihm entsteht eine starke Zuneigung, doch kann sie ihm trauen?

Cover und Klappentext könnten einen schnulzigen Liebesroman vermuten lassen, doch das ist dieses Buch beileibe nicht. Melanie Metzenthin ist es gelungen, eine spannende Liebesgeschichte vor einem weniger bekannten historischen Hintergrund zu entwickeln, die zwar vorübergehend etwas an Spannung verliert, als „Eriks“ Herkunft aufgedeckt wird, die aber an dieser Stelle nicht endet sondern neue Spannung entwickelt, als die Dänen handlungsrelevant ins Spiel kommen. Auch liest sich das Buch sehr flüssig, man mag es kaum aus der Hand legen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, besonders gefallen mir Brida und ihr Vater. Gerade Brida ruht so in sich selbst, dass das ganze Buch durch sie eine wunderbare Harmonie ausstrahlt. Das hat mich sofort gefangen genommen. Auch „Erik“ ist ein interessanter Charakter, bei dem man sich, so lange er sein Gedächtnis verloren hat, ständig fragt, ist das die echte Persönlichkeit bzw. wie wäre er, hätte er den Gedächtnisverlust nicht – und diese Fragen bekommt man später zum Teil beantwortet. Seine Ängste und Zweifel während seines Gedächtnisverlustes sind sehr gut herausgearbeitet, die Autorin lässt uns hier direkt daran teilhaben.

Gefreut habe ich mich, dass auch die Vitalienbrüder eine Rolle spielen, das ist nun einmal ihre Zeit und ihre Gegend, deshalb passen sie auch gut ins Buch. Die Bösewichter der Geschichte sind vielleicht etwas zu überzeichnet dargestellt, aber so kann man sie (zumindest zwei von ihnen) wenigstens auch richtig verabscheuen.

Im Nachwort erfährt man dann noch, was geschichtlich Fakt ist und, da die Autorin Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist, auch ein paar Erläuterungen zum Thema Gedächtnisverlust.

Dass das Buch nicht die volle Punktzahl von mir erhält, liegt daran, dass ich einige Handlungsstränge nicht ganz nachvollziehen kann und dass das meine Lesefreude etwas eingeschränkt hat. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch empfehlen. Mir selbst hat es auf jeden Fall Lust gemacht, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

09.10.2012 11:00:22
KatrinWoody

Ich habe Melanie Metzenthins zweiten Roman "Schicksalsstürme" mit großer Begeisterung gelesen - innerhalb in weniger als einer Woche hatte ich es durch und war ein wenig traurig, die liebgewonnenen Protagonisten wieder "zu verlassen". Da ich schon vom ersten Roman der Autorin, "Die Sündenheilerin", sehr angetan war, war dieses Buch natürlich ein Muss. Melanie Metzenthin gelingt es, meiner Meinung nach, sofort eine Atmosphäre zu schaffen, in die man eintauchen kann. Besonders gut hat mir die Figurenzeichnung gefallen; sowohl Brida als auch Erik (seinen richtigen Namen verrate ich selbstverständlich nicht ;-) ) hatten auf Anhieb meine Sympathie; die Figur von Bridas Vater vermittelte mir sofort einen richtigen "Seebären", dem man gerne zuhört. Da ich sehr gerne an die Ostsee fahre, Lübeck einer meiner Lieblingsstädte ist, und ich auch schon oft in der Nähe dieser Schauplätze war, hat mir "Schicksalsstürme" noch näher gebracht. Ebenfalls gelungen fand ich die Schilderung des Konfliktes zwischen Dänemark und der Hanse; man konnte nachvollziehen, weshalb sich beide Partein nicht gerade grün waren und diese Konflikte im folgenden Jahrhundert immer wieder aufflammten und sich verschärften.
Sicherlich, Melanie Metzenthin schreibt leicht verständlich, aber auch unglaublich gut, so dass ich dieses Buch sehr flüssig lesen konnte; das ist für mich eines der wichtigsten Kriterien an einem Buch: dass ich es "in einem Rutsch" lesen kann und so in die Geschichte eintauche, dass ich mich am nächsten Tag schon darauf freue, es mir gemütlich zu machen und weiter die Geschichte um Brida und Erik zu verfolgen. Sozusagen mein persönliches "Qualitätsmerkmal": Freue ich mich darauf, bald weiterlesen zu können, ist der Roman toll! Und dies war bei Melanie Metzenthins "Schicksalsstürme" der Fall.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher der Autorin und sende ihr hiermit viele Grüße aus Hamburg nach Hamburg ;-)