Und die Hölle folgte ihm nach

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Aufbau, 2012, Titel: 'Behold a Pale Horse', Originalausgabe

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Norditalien im 7. Jahrhundert: Eigentlich wollte Fidelma in der Abtei Bobium bei Genua ihren alten Lehrer aus Kindertagen besuchen. Schon der Weg dorthin ist gefährlich, denn in der Gegend herrschen große Spannungen zwischen den Anhängern verschiedener christlicher Glaubensrichtungen. Fidelmas alter Lehrer hat seine Auffassung in aller Öffentlichkeit gepredigt und wurde dafür zusammengeschlagen. Fidelma kann gerade noch mit ihm reden, dann stirbt er. In der Abtei regiert die Angst, Gerüchte von einem sagenumwobenen Goldschatz gehen um. Man rät Fidelma immer wieder, so schnell wie möglich abzureisen. In einem fremden Land und ohne Kenntnis der Sprache dort gelingt es ihr, ein düsteres Geheimnis aufzudecken.

 

Und die Hölle folgte ihm nach

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Letzte Kommentare:
17.04.2012 00:15:43
anath

Offenbar hat Tremayne momentan keine Lust, die Beziehung von Fidelma und Eadulf weiter voran zu treiben (oder abbrechen zu lassen?). Jedenfalls greift er zu dem Trick, seinen neuesten Fidelma-Krimi um einige Jahre zurück zu versetzen in eine Zeit, die sowohl Fidelma als auch der Leser eigentlich längst hinter sich gelassen haben. Das tut jedoch der Spannung keinen Abbruch und erstaunlicherweise agiert Fidelma nun im fernen Italien wesentlich sicherer und selbstbewußter als sie es z.B. in der Bretagne tat (äh...zukünftig tun wird ? Zu dem Zeitpunkt, an dem dieses Buch spielt weiß sie ja noch nicht, daß sie dann später mal in der Bretagne ermitteln wird.)

Ein wenig erinnert die Handlung natürlich an Eco, schließlich sind wir auch hier in Ligurien, in einer Benediktinerabtei, und so manches Bild aus dem Film drängt sich auf - ist aber völlig fehl am Platze. Zwar spielen auch hier religiöse Streitigkeiten eine wichtige Rolle, letzendlich geht es jedoch um Verbrechen mit einem grundsätzlich anderen Hintergrund.
Anfänglich zieht sich die Handlung etwas, es dauert so seine Zeit bis alle Protagonisten etabliert sind und auch der Ort der Handlung in ziemlich epischer Breite dargestellt wurde. Und selbstverständlich sind zwar nicht alle Informationen für die Lösung des Falls von Belang , aber natürlich sind genug kleine Brotkrumen ausgestreut, um den Leser und Fidelma schon auf den ersten Seiten auf die richtige Fährte zu locken. Insofern sollte der Leser doch ein wenig Geduld mitbringen, es lohnt sich.
Nachdem Fidelma jedoch erst einmal dem Mörder auf der Spur ist, wird der Leser ganz gefordert wenn er ihr vielleicht doch einen Schritt voraus sein will.
Sehr interessant ist, daß Tremayne hier die irische Geschichte tatsächlich mal beiseite läßt und einen Blick auf die politische Großwetterlage Eurpoas zur damaligen Zeit wirft - wobei es natürlich nicht ganz ohne die Iren geht ! ;-) Wo wäre Europa nur ohne Tremaynes Landsleute gelandet ? Insofern also nicht nur für Krimifans ein empfehlenswertes Buch. Spannend und informativ, für Fidelma-Fans sowieso ein must have, für Neueinsteiger und einfach Zeitinteressierte gut und spannend zu lesen.