Der Medicus

Erschienen: Januar 1987

Bibliographische Angaben

  • Goldmann, 1986, Titel: 'The Physician', Originalausgabe

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84

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Annalena Brix
Detailreich, interkulturell - bemerkenswert!

Buch-Rezension von Annalena Brix Jun 2006

Heute vollbringt die Medizin Dinge, die noch vor 50 Jahren undenkbar erschienen. Wie die Menschen im Mittelalter unter Krankheiten und Verletzungen zu leiden hatten, können wir heute kaum ermessen. Noah Gordon erzählt in ";Der Medicus" eine beeindruckende Geschichte über medizinische Kenntnisse und kulturelle Differenzen der damaligen Zeit.

Reise in ein neues Leben

Im Alter von neun Jahren verliert Rob Jeremy Cole seine Eltern. Die Mutter stirbt bei der Geburt des jüngsten Bruders, der Vater erliegt einer Krankheit. Die Londoner Zimmermannszunft, der der Vater angehörte, bringt Robs Geschwister in verschiedenen Familien unter. Nur Rob bleibt übrig, bis ein Bader vor seiner Tür steht, der ihn als Lehrling aufnimmt. Auf den gemeinsamen Reisen durchs Land lernt Rob das Jonglieren, das Zaubern und erlangt erste medizinische Grundkenntnisse.

Als der Bader nach einigen Jahren einen plötzlichen Tod findet, zieht der junge Mann allein weiter und beschließt sein Wissen zu erweitern. Seine Reise führt ihn weit über die Grenzen Europas hinaus, wo er vielen unterschiedlichen Kulturen begegnet, was ihn nicht selten vor Schwierigkeiten stellt, die ihn an seine Grenzen bringen. In der Zweckgemeinschaft einer Karawane stößt er auf die unterschiedlichsten Leute. Die Juden, die hinter ihm in der Reihe reisen, erweisen sich als wertvolle Begleiter. Getarnt kommt er der Verwirklichung seines Traumes, dem Medizinstudium, schließlich näher.

Reisebericht mit zahlreichen Details und
schlüssigen Etappen

Die langen Reisen der Hauptfigur Rob nehmen im Roman reichlich Platz ein. Dem Autor gelingt es aber diese durch ausschweifende Beschreibungen der unterschiedlichen Landschaften und Kulturen, sowie durch besondere Erlebnisse stets lebendig zu halten. So wird die Geschichte nie langweilig, sondern bewegt den Leser fließend mit durch Länder und Geschehen. Die Eindrücke erschließen sich durch eine fast kindlich-neugierige Perspektive.

 

[...] aber der See - er hieß Balaton - war ein überirdischer Traum aus dunklem Wasser, das aussah wie ein Edelstein. Weißer Nebel stieg von der Oberfläche auf [...]

 

Als sie wieder einmal zwischen grasbestandenen Hügeln dahinzogen, hörte er ein völlig neues Geräusch, das von fern zu der Karawane drang. Es war ein Klingen, das von Engeln stammen mochte. Als er näher kam, erblickte er zum ersten Mal eine Kamelkarawane.

Außerdem wird die uralte Feindschaft zwischen Christentum und Judentum sensibel von verschiedenen Seiten beleuchtet. Auch Rob selbst hadert zeitweise mit den befremdlichen Bräuchen und Ansichten. Gordon macht ohnehin eine Menge Erzählstränge auf, die er immer wieder schlüssig auflösen kann. Bis sich am Ende von Robs Lebensreise der Kreis endgültig schließt!

Studium von Menschen und Wissenschaften

Während seiner Studienzeit lernt Rob nicht nur viel über Medizin, sondern erlebt seit langem zwischenmenschliche Beziehungen, die ihm so etwas wie Familie bedeuten können. Er gewinnt enge Freunde und trifft eine alte Bekannte wieder. Rob erfährt das Grauen der Pest und die Hilflosigkeit, wenn jede Hilfe zu spät ist.

Noah Gordon beschreibt sehr eindrucksvoll das medizinische Wissen, das im Orient zu jener Zeit bereits bestand. Schonungslos wird der Leser mit Einzelheiten von Operationen konfrontiert und kann sich gut in die Position des Lernenden versetzen. Die charakterstarke Hauptfigur wirkt durch Unsicherheit und Ängstlichkeit, aber auch durch Zielstrebigkeit und Mitgefühl absolut menschlich und sympathisch.

 

Dann bewege die Nadelspitze zum äußeren Augenwinkel hin, und zwar auf gleicher Höhe mit und nur ein wenig oberhalb der Pupille. Dadurch sinkt die Katarakt unter die Pupille.

Ein Klassiker, bei dem sich mehrfaches Lesen lohnt!

";Der Medicus" von Noah Gordon gehört auf jeden Fall zu den Klassikern unter den historischen Romanen, der sich auch in der aktuellen Angebotsflut nicht verstecken muss. Der Autor hat ein interessantes und unterhaltsames Werk geschaffen, das er mit zwei weiteren Büchern zu einer Trilogie komplettierte. Robs Euphorie und Wissbegier steckt auch beim Wiederlesen noch an!

Der Medicus

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Letzte Kommentare:
23.11.2014 19:47:44
Jan v. Flocken

Herr Gordon hat vom 11. Jahrhundert erstaunlich wenig Ahnung. Andauernd trinken hier die Leute "Schnaps", der damals völlig unbekannt war. Von Konstantinopel aus sieht man "Türken" und die "Türkei", obwohl es die erst Jahrhunderte später gab. Die Kirche Hagia Sophia (heilige Weisheit) mutiert zur Kirche der Heiligen Sophie und die Priester in Byzanz lesen ihre Messe auf Latein obwohl dort damals ausschließlich Griechisch gesprochen wurde. Die ungarische Stadf Siofok am Balaton exisitierte zu jener Zeit noch nicht...Ubd so geht es munter weiter

07.03.2014 19:33:50
lesejunkie67

Ich habe dieses Buch bereits 1987 das erste Mal gelesen. Und seitdem alle Jahre immer mal wieder, weil es einfach so gut ist. Die Geschichte ist genial erzählt, wenn vielleicht auch nicht historisch genau. Egal. Man lässt sich durch die Handlung entführen und erlebt diese Reise einfach mit. Die Geschichte ist spannend von der ersten Seite an. Da fällt die eine oder andere historische Ungenauheit nicht ins Gewicht. Dies ist einfach ein großartiger Roman. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Habe ich es schon gesagt? Ich liebe dieses Buch!
Leider habe ich mir den Film angesehen. Es stimmt schon, dass der Roman eigentlich nicht verfilmbar ist. Gott, da war aber wirklich nur noch das Handlungsgerippe über. Die Liebesgeschichte und die zentrale Figur des Karim wurden verfälscht und verschenkt. Schade.

19.02.2014 15:23:37
Optikus

Wunderschönes Buch. Aber es bleiben Fragen bleiben offen, woher wusste Ibn Sina von Robs wahrer Identität? Leider die Flucht aus Isfahan und die Rückreise sehr knapp gehalten und auch der Aufenthalt in London ist sehr wirr und unsinnig. Hr. Gordon hätte die Geschwistersuche deutlicher ausführen können. Auch wäre viel interessanter wäre der Rückreiseweg gewesenund was aus Robs Wagen und Pferd , der ihn ein halbes Buch begleitet hat geworden ist.
Trotzdem 3/4 des Buches sind sehr spannend und kaum zum weglegen.

17.01.2014 11:48:02
Eduard v. Asow

Es ist, wenn man dem Erzähler einige historische Freiheiten zugesteht, ein wundervolles Buch über Toleranz zwischen den Religionen (und den dazugehörigenMenschen) und nebenbei eine Werbung für den Beruf des Heilkundigen.
Erhellt wird der Blick aus der Düsternis des christlichen Mittelaltertums sobald die gebildeten, bescheidenen reisenden Juden oder die Lichtgestalt des Universalgelehrten Avicenna = Ibn Sina erscheinen.
Das damals gelebte intolerante Christentum kommt im Vergleich zu den beiden anderen Weltreligionen verdientermaßen nicht gut weg. Vielmehr wächst das Bewusstsein, dass es "andersartige" Kulturen brauchte, um uns in düsteren Zeiten der regionalen Menschheitsgeschichte überhaupt Fortschritt in Gang zu bringen.
Als reines Historienwerk nicht wirklich präzise, aber darauf kommt es bei einem ROMAN eigentlich auch nicht an. Dann muß man sich halt statt dessen durch meist recht zähe Dokus durcharbeiten.
Als Plädoyer für Toleranz, Respekt und Nächstenliebe ein wirklich sehr großes Buch.

16.12.2013 02:03:26
Melanie Scheuer

Wird der Film auch in England gezeigt werden? Mein Lebensgefährte lebt dort. Er war so gegeistert von der Geschichte, dass er unbedingt der Film sehen möchte. Leider ist sein Deutsch nicht so gut, als das er sich den Film in Deutsch sehen könnte. Daher meine Frage, wird der Film auch in England anlaufen und wenn ja, wann?

11.11.2013 17:41:41
Derfel

Dies war vor einigen Jahren mein erster historischer Roman, den ich gelesen habe. Eigentlich aus Langeweile, denn die Zeit im Krankenhaus musste ja irgendwie vergehen.
Und ich war begeistert !
Sooo toll und interessant kann Geschichte sein.
Der Autor versteht es meisterhaft, seinen Leser mit in die Zeit zu nehmen und lässt ihn teilhaben am damaligen Geschehen.
Nicht nur eine Epoche der Medizin wird erläutert, auch die unterschiedlichen Religionen und Kulturen werden sehr kurzweilig angeschnitten.
Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

15.09.2012 16:51:38
Chrisu

Ein Bader nimmt Rob Cole unter seine Fittiche und legt damit den Grundstein, dass Rob seinen Weg in der Welt der Bader und Ärzte findet. Er muss einen anstrengenden Weg hinter sich bringen, um sein Ziel zu erreichen. Noah Gordon gelingt es sehr gut, seine Leser in diese Zeitepoche eintauchen zu lassen. Das Leben, die Gemeinschaft und auch der Glaube sind zu dieser Zeit für unsere Begriffe brutal und oft nicht nachvollziehbar. Man bekommt Einblick in die Bedürfnisse und Intrigen im Mittelalter, die Macht, die damals herrschte im Osten, Einblick ins Judentum und auch in den Islam. Und natürlich in die Liebe, die hier natürlich auch auf seine Kosten kommt. Ein Buch, das vom Lesestil leicht zu begreifen ist, aber trotzdem zum Nachdenken anregt. Ein faszinierendes Buch, das man lesen sollte.

27.07.2012 09:57:42
Martin

Liest sich stellenweise wie diese Einweg-Liebesromane Cora/Julia und wie sie alle heißen
Zielgruppe des Buches sind definitiv (Haus-) Frauen.
Wenn ich so zurück denke ist mir das Buch auch immer nur von FRauen empfohlen worden...
Habe es dann doch durchgelesen. Für mich war es im Nachhinein schade um die Zeit.

09.06.2012 09:56:07
Leseratte

Ich beginne gerade erst mit dem Buch und überlege bereits es wieder zur Seite zu legen. Wenn bereits auf den ersten Seiten die historischen Fakten durcheinandergewirbelt werden (Zünfte entstanden z.B. erst über einhundert Jahre später - als ertsteurkundlich belegte Zunft gilt die der Kölner Bettdeckenweber aus dem Jahr 1149). Auch irritiert die Einleitung, da die Verbrennung von "Hexen" oder "Hexern" ihren Ursprung in den Alpen des 14. Jahrhunderts haben und zuvor das Verbrennen auf "Ketzer" (von "Katherer" = "Die Reinen) begrenzt war (Siehe dazu auch Arno Borst "Die Welt des Mittelalters). In vorangegangen Zeiten waren Mystiker von der Kirche geduldet. Überhaupt ist die Schilderung der Alltagsverhältnisse im London des 11.Jahrhunderts lange vor der Invasion des Normannen "Wilhelm der Erorberer" so nicht korrekt).
Ich wünschte mir mehr Verantwortung der Autoren für die Darstellung einer Zeit, die bereits durch manigfaltige Zerrbilder leidet und eine Leserschaft, die nicht nur pure Unterhaltung sucht sondern Freude an historisch plausibler Bildung hat und die es genießt zu begreifen wie andersartig die Weltanschauungen in anderen Epochen waren um daraus ableiten zu können wie wenig statisch auch unsere eigenen heutigen Anschaungen sein müssen. Dieses kann mit Geschichtsverzerrung und der Einbettung einer Handlung in einen vom Heute geliehenen Denkkontext nicht geschehen.

02.04.2012 15:26:07
julian felber

Mein Vater hatte mir dieses Buch schon seit einigen Jahren vorgeschlagen und schließlich las ich es auch. Mein erster Eindruck war, dass der Schreibstil sehr konservativ ist, da die ersten Seiten langwierig und zu ausführlich geschrieben waren. Schlussendlich packte mich doch noch die Lesefreude und ich verschlang mehrere hundert Seiten pro Tag. Dieses Buch hat mir außerordentlich gut gefallen, weil sehr viele spezifische Ausdrücke zur Medizin verwendet wurden und durch sein interessantes Thema wurden auch mein Bücherrichtlinien erfüllt. Ein unglaublich faszinierendes Buch!

04.06.2011 17:19:10
Bücherwurm

Ich habe das Buch gestern gekauft und bin jetzt bei Seite 270 angekommen. Ich muss zugeben der Anfang war etwas zäh, aber allmählich habe ich mich an den Schreibstil gewöhnt. Etwas langartmig waren die Passagen, in denen der Hauptcharakter das Jonglieren erlernte. Aber sonst finde ich das Buch ganz gut.

14.08.2010 23:52:31
iwtumn

Mit 13 Jahren habe ich das Buch das erste Mal gelesen. Die ersten 50-70 Seiten waren die reinste Qual, ich verstand nicht weshalb mir meine Mutter DIESES Buch empfohlen hatte und las es eher widerwillig, nur um ihr eine Freude zu machen. Und dann? Dann verschlang ich zweihundert Seiten am Tag, vielleicht auch mehr.
(Es waren Ferien^^) Jetzt, einige Jahre später lese ich das Buch noch genauso gerne wie damals, auch wenn mir die Handlung inzwischen mehr als nur vertraut ist, so liebe ich es doch auch jedes Mal wieder in diese Welt einzutauchen.

23.05.2010 17:38:29
Stefan83

Gut fünf Jahre sind jetzt vergangen, seit ich „Der Medicus“ von Noah Gordon das erste Mal gelesen habe. Damals hat mir dieser „Klassiker des historischen Romans“ nur wenig zugesagt, was wohl auch daran lag, dass ich mit einer eher ausschweifenden, detaillierten Erzählweise noch nicht allzu viel anfangen konnte. Ich war Folletts und Gablés Stil gewohnt, welche zwar ebenfalls epische Werke auf Papier gebracht, jedoch in ihren Büchern immer auf ein relativ zügiges Vorankommen Wert gelegt haben. Nun habe ich Gordons bekanntesten Roman erneut hervorgekramt und mich an Doris Lessing erinnert, welche zuletzt in einem (nebenbei bemerkt äußerst lesenswerten) Interview mit dem Diogenes-Verlag behauptet hat: „Man muss ein Buch zur richtigen Zeit lesen. (…) denn es ist der Schlüssel zum Vergnügen an der Literatur.“ Insofern muss der erste Versuch zur falschen Zeit geschehen sein, da ich nun die Lektüre nicht nur auf ganzer Länge genossen habe, sondern jetzt auch Gordons großes literarisches Verdienst er- und anerkennen kann, das er sich mit diesem Buch zweifelsfrei erschrieben hat. (Die Tatsache, dass mir viele Einzelheiten in den letzten Jahren entfallen sind, kam dem Lesespaß natürlich zusätzlich entgegen) Die Geschichte des Buches sei schnell angerissen:

London im Jahre 1021. Der neun Jahre alte Rob Jeremy Cole muss die ganze Härte des Lebens erfahren, als seine Mutter bei der Geburt des jüngsten Bruders stirbt und ihr kurze Zeit später der Vater nach einer schweren Krankheit folgt. Nachdem die Londoner Zimmermannszunft seine Geschwister in verschiedenen anderen Familien untergebracht hat, bleibt nur Rob alleine zurück. Ihm droht schon das Leben eines Unfreien in den gefährlichen Eisenminen, als ihn eines Tages ein Bader unter seine Fittiche nimmt. Gemeinsam ziehen sie quer durch England und Wales, wobei der junge Rob nicht nur die Kunst des Jonglierens trainiert, sondern gleichzeitig auch einfache Griffe in der Medizin und bei der Versorgung der Kranken erlernt. Zu seiner großen Freude macht ihn der Bader dann schließlich sogar zu seinem Lehrling. Es folgen glückliche und vor allem profitable Jahre, da sich Robs Gabe, den Tod bei kranken Menschen zu spüren, als äußerst nützlich erweist. Als der Bader dann jedoch eines Tages ebenfalls eines plötzlichen Todes stirbt, steht Rob am Scheideweg. Sein Wissensdurst bezüglich der Heilung ist noch nicht annähernd gestillt und so beschließt er, sich auf den Weg nach Persien zu machen, um sich in Isfahan als Arzt ausbilden zu lassen.

Rob reist quer durch Zentraleuropa bis nach Konstantinopel, wobei er nicht nur unterschiedlichsten Kulturen und Menschen begegnet, sondern auch innerhalb der Zweckgemeinschaft einer Karawane seine große Liebe findet. Von den mitreisenden Juden erlernt er zudem vorsorglich das Wichtigste ihrer Religion, da ihn das Erreichen der Grenzen des Abendlands nämlich vor ein neues Problem stellt: Christen ist das Studium im Heiligen Land auf Todesstrafe verboten. Fortan gibt sich Rob als Jude aus. Unter dem Namen Jesse ben Benjamin durchquert er die heutige Türkei, um nach vielen Monaten endlich Isfahan zu erreichen und dort festzustellen, dass die Zeit des Lernens erst jetzt wirklich beginnt …

Vorneweg: Wer Tolkiens „Herr der Ringe“ bereits nach wenigen Seiten gelangweilt abgebrochen hat, der wird höchstwahrscheinlich auch an Gordons „Medicus“ (zumindest anfangs) kaum Gefallen finden, denn wie beim großen Fantasywerk, so nimmt auch hier das Umherreisen reichlich viel Platz innerhalb der Handlung ein. Und wie Tolkien, so nutzt auch Gordon diesen Platz, um seine Protagonisten näher auszuarbeiten und im weiteren Verlauf die Unterschiede der verschiedenen Kulturen, Religionen und Landschaften ausführlicher zu skizzieren. Das wird bei Freunden geradliniger Bücher vielleicht für nur wenig Begeisterung sorgen. Fakt ist aber: Noah Gordon gelingt damit die Wiederbelebung der schillernden Welt des Mittelalters, welche der Leser Seite um Seite mit einem ähnlich kindlichen Staunen betrachtet wie der junge Rob Jeremy Cole. Bader und Gaukler, marodierende Ritter, reisende Kaufleute, pilgernde Christen, Pest, Hungersnöte und blinder religiöser Fanatismus. Der Autor hat in „Der Medicus“ eine einfach stimmige Mischung auf Papier gebracht, welche zwar nur auf wenigen überlieferten Fakten beruht (Gordon gibt dazu im Nachwort eine aufschlussreiche Erklärung ab), dafür jedoch die persönliche Geschichte von Jeremy Cole schlichtweg passend in die damalige Zeit einbettet.

Und dieser ist ohne Frage das Zugpferd der gesamten Geschichte. An seinem Schicksal nimmt man, nicht zuletzt wegen seiner nachvollziehbaren, menschlichen Art, ziemlich früh Anteil. Man betrauert familiäre Verluste und berufliche Rückschläge, fiebert beim Werdegang des Waisenjungen mit. Stets in der Hoffnung, er möge eines Tages sein Ziel erreichen und als ausgebildeter Medicus nach England zurückkehren. Bis dahin ist es für Cole und den Leser ein weiter, aber lohnenswerter Weg, an dessen Rand man immer wieder Neues entdecken kann. Für Zartbesaitete könnte dieser Weg allerdings mitunter beschwerlich sein, schildert doch Gordon medizinische Eingriffe und Operationen nicht selten bis in kleinste, blutige Detail (Die blumige Ausdrucksweise dürfte für den konservativen Iny-Lorentz-Leser nur schwer zu verkraften sein). Auch die lange Feindschaft zwischen den Christen und den Juden wird intensiv beleuchtet, wobei hier Gordon (selbst Jude) ein großes Lob für die äußerst moralfreie Betrachtung dieser Thematik auszusprechen ist. Das die differenzierte Darstellung der kulturellen Gegensätze trotzdem bis zum heutigen Tag noch aktuell ist, ist weniger Gordon, als vielmehr der gesamten Menschheit anzulasten, auf welche folgender Ausspruch wohl immer noch am besten passt: „Aus der Geschichte lernen wir, dass wir nichts aus der Geschichte lernen.“

Nach mehr als 700 Seiten schließt das Buch dann mit einem unerwarteten und unkonventionellem Ende, das allerdings gerade deswegen so befriedigend ist und dazu nochmals den Eindruck verstärkt, mit Gordons „Medicus“ ein ganz besonderes Buch gelesen zu haben.

Insgesamt ist „Der Medicus“ ein farbenprächtiges und lebendiges Historien-Epos, das Unterhaltung und Tiefgang sehr bemerkenswert in Einklang bringt und dabei sogar die eigene Wissbegierde weckt. Ein Klassiker des Genres, der auch nach fast einem Vierteljahrhundert immer noch seinen Platz in den Regalen der Buchhandlungen sicher hat und durch zwei weitere Bände zu einer Trilogie komplettiert wurde.

09.05.2010 16:06:36
Cyparissus

Enhält Spoiler:
Profan gesagt, gefällt mir der Teil in dem Rob als Jude getarnt ist am besten. Das Ende gefiel mir gar nicht (auch wenn der Teil der in London spielt wichtig ist, um zu zeigen, dass das Gelernte in England nicht akzeptiert wurde) und auch der Anfang langweilte mich zunächst. Vor allem war ich zu Beginn abgeschreckt von der derben Sprache. Ich habe es auf Englisch gelesen und ich weiß nicht wie die Übersetzung gelungen ist, aber Gordon benutzte Ausdrücke, die mich zusammenfahren ließen. Ich war jedoch froh, dass ich weitergelesen habe!
Es gibt einige historische Ungenauigkeiten ja, aber insgesamt, ein sehr sehr interessanter historischer Roman. Ich liebte den Teil in Isfahan abgöttisch. Wobei ich sagen muss, dass mir Rob (und vor allem Margaret....) nicht halb so sympathisch waren wie Mirthin (hieß er so? Oder war das der Protagonist aus Tore der Welt?) oder Karim (in den ich noch immer verliebt bin...). Außerdem gab es Charaktere, die ich so gerne näher kennen gelernt hätte, z.B. Despina the Ugly. Wunderbar stellt Gordon den Eifer und Ehrgeiz Robs Medicus zu werden, dar. Er bringt dem Leser das mittelalterliche Iran/Persien (ich weiß nun wirklich nicht, wie authentisch Persien dargestellt wurde), den Islam und vor allem das Judentum, und deren Denkweisen näher.
Gordons Kenntnisse, insbesondere was die mittelalterliche Medizin angeht, haben mich sehr beeindruckt. Für manch einen mögen einige Szenen zu realistisch sein, aber vor allem das war es, was mir am meisten gefiel. Mit den Augen eines Mediziners eben.
Ich habe das Lesen sehr genossen. War am Ende entsetzt, mein Herz gebrochen (Kariiim...!) und schließlich fand ich mich mit Robs Entschluss ab. Aber der mittlere Teil ist sehr lobenswert. :)

09.03.2010 18:16:46
Cysiay

Das Buch ist für mich der hamma und absofort eines meiner Lieblingsbücher :-D

Nach 2 Jahre im Regal rumstehen habe ich vor 3 Tagen mich doch endlich zu durchgerungen es zu lesen und ich bin mehr als begeistert :-D

Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen!
Die ganzen Details, wie man früher Krankheiten und Verletzungen behandelt hat - das Sezieren eines Menschen verboten war und andere Politische und Gläubische Gesetze- die ganzen Jüdischen Bräuche und Lebensarten, verbunden in einer Geschichte, die man sich bildlich vorstellen kann und mit Rob Cole mitleidet und bangt... Es war einfach GROßARTIG!

Jeder der es nicht liest, wird ein großartiges Buch verpassen!

09.12.2009 18:17:30
Hanspeter

Anfänglich sprach mich das Buch "Der Medicus" überhaupt nicht an und legte es schon nach den ersten Kapiteln beiseite. Ich dachte: Ach, wieder so ein abgedroschener Hollywood-Schinken mit Superman, Abenteurern, Sex und anderem verkaufsträchtigen Geplänkel... Doch es kam anders: Irgendeinmal griff ich wieder zum Medicus, und siehe da, er öffnete mir die Augen und liess mich kaum noch essen und schlafen!

Was mich besonders fasziniert, ist das breit gefächerte und in die Tiefe gehende Wissen, das uns Herr Gordon mit diesem Roman auf höchst spannende Art vermittelt. Wenn es oft auch brutal (realistisch) zu und her geht und die unterschiedlichsten Überzeugungen hart aufeinander prallen, so siegt doch stets der Respekt vor Andersdenkenden. Sein grosses philosophisches Wissen, das er subtil in die Dialoge einbindet, finde ich überragend.

Für mich ist der Medicus ein wunderbares, spannendes und Völker- verbindendes Buch, das ich bestimmt mehr als einmal lesen werde.

Was mich persönlich interessieren würde, wäre zu wissen, warum die orientalische Geschichte ausgerechnet in Schottland ihre Erfüllung fand :).

14.10.2009 21:09:21
Caro

Auch für mich war Der Medicus mein erster historischer Roman. Es war damals das Lieblingsbuch von meinem Exfreund. Ich war sofort von der Geschichte gefesselt. Vorallem aber von den vielen Details über jüdische Bräuche und medizinisches Wissen zu jener Zeit.
jede Figur und jede Kulisse ist so wunderbar beschrieben das man sie vor dem geistigen Auge erblicken und mit den Charakteren mitfühlen kann.

Ich habe den Roman nun zum 2. mal gelesen und das wird sicher nicht das letzte mal gewesen sein.

Ein super Buch, welches jeder einmal gelesen habe sollte.

22.07.2009 16:08:43
Sonja

Dieses Buch war damals der erste historische Roman, den ich gelesen habe und auch das erste Buch nach Märchenmond (das ich mit 8 Jahren zum ersten Mal gelesen habe), welches ich ausgelesen, zugeklappt, rumgedreht und sofort wieder von vorne angefangen habe. Ich lese es immer wieder gerne.

Für mich macht ein gutes Buch aus, wenn ich mir anhand der Beschreibungen die Personen und Landschaften bildlich vorstellen kann, so dass in meinem Kopf während des Lesens ein Film abläuft. Das ist bei diesem Buch immer wieder der Fall.

27.06.2009 16:25:21
Chaloc

Noah Gordon erzählt vom Leben eines Baders, der im 11. Jahrhundert beschließt nach Isfahan in Persien zu reisen, um dort Medizin zu studieren. Auf der Reise ist er gezwungen sich als Jude auszugeben und so erhält der Leser zahlreiche Einblicke in den jüdischen Glauben. Die Sprachkenntnisse für das Medizinstudium eignet sich der Protagonist durch das Lesen des Korans an. Durch gute Studienleistungen bekommt er die Möglichkeit beim größten Medicus jener Epoche zu lernen.

So wie Gordon das Mittelalter und die unterschiedlichen Glaubensauffassungen und die Politik in dieser Zeit beschreibt, kann ich mir die Szenerien wahrhaftig vorstellen.

10.12.2008 10:02:59
Ruben Torke

Die ganze Geschichte ist faszinierend! Das Buch ist zwar dem Nachwort nach mehr fiktiv als real, aber Noah Gordon erweckt die Geschichte des Mittelalters zum Leben.
Jetzt versteht man auch besser die Zusammenhänge und die Wirren des Mittelalters. :)
Seine Bücher sind amüsant und lehrreich!

Ich freue mich schon auf Teil 3!!!

21.11.2008 19:30:36
dani

Dieses Buch ist total super. Wenn man das Buch erstmal angefangen hat zu lesen, kommt man von diesem Buch einfach nicht los. Finde es spannend zu lesen, wie Rob erst beim Bader lernt und dann den Wunsch hat in Persien zu studieren. Er setzt diesen Wunsch ja auch konsequent um. Finde es auch schön, dass er dort Freunde findet, auf die er sich in jeder Situation verlassen kann. wie man ja bei der Pest sieht. Dieses Buch hat meine Leidenschaft für historische Weine geweckt.

26.09.2008 17:23:22
Kai

Ich kann einfach nur Danke sagen! Noch nie hat ein Buch mich derart berührt, das ich es zu tiefst bedauert habe als es endete. Diese fiktive Person des Rob Jeremy Cole ist einem durch seine Taten und seine ungewöhnlich Geschichte derart ans Herz gewachsen, dass man es nicht warhaben möchte das der Roman um ihn endet. Ich wünsche mir von Herzen das solch ein schönes Buch eines Tages verfilmt wird! Danke

22.06.2008 01:32:48
Rolf.P

Dies ist wieder ein Buch, das sich einreihen kann in die großen Klassiker der Menschheit... Auch mich hat dieses Buch gefesselt, und ja, auch ich habe es mehrmals gelesen. Dieser Roman hat dieses gewisse Etwas, das einen schon auf der ersten Seite gefangen nimmt.

Noah Gordon entführt den Leser in die schillernde Welt des Mittelalters. Es wird die Welt der Bader und Gaukler, der reisenden Kaufleute, der Pest und des Hungers, des blinden Gottesglauben und der Scheiterhaufens äußerst imposant und sehr fesselnd beschrieben. Erstaunlich, wie in diesem Roman das persönliche Schicksal des Jeremy Cole mit der Beschreibung mittelalterlicher Verhältnisse verbunden wurde.
So fiebert man mit dem Werdegang des Waisenjungen mit, verfolgt seine Lehre bei einem Bader, seine Entwicklung zu einem kritischen Beobachter seiner Zeit und schließlich seine Reise nach Persien. Dabei erlebt man die Umgebung des Helden immer farbenprächtig und lebendig, was dem Leser diese Zeit voller Schrecken und Verirrungen schnell näher bringt.
Faszinierend, wie viel Leben der Autor in diese Zeit bringt, die vor den Augen des Lesers neu entsteht. Gordon berichtet nicht nur von Städten, Wirtshäusern, Huren, Gauklern und der Zeit des Mittelalters. Er hat so viel Wissen über das Judentum, ihre Zeremonien, ihre Art zu leben, zu beten, zu denken, beschrieben, dass keine Fragen offen bleiben. Er beschreibt jede reale Wüste, jede reale Stadt und jeden Menschen so, als würde er alles selbst erlebt haben.
Gordon versteht es auf geschickte Weise, historische Tatsachen mit fiktiven Begebenheiten und Personen zu mischen. Der Leser wird entführt in eine längst vergangene Zeit und die alte europäische und persische Kultur. Man kann sich nicht dem Leben dieses wachsenden Medicus entziehen.
"Der Medicus" ist ein wunderschöner Mittelalter-Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Charaktere sind einfühlsam beschrieben und überzeugend, vor allem weil Noah Gordon dankenswerterweise darauf verzichtet hat, sie dem klassischen Held-Bösewicht-Schema anzupassen. Spannend, faszinierend, hervorragend recherchiert - von romantisch über amüsant bis schockierend, aber immer nachvollziehbar und interessant. Gefüllt mit tausend kleinen Details über das Leben im Mittelalter in England sowie in Persien, ohne jemals belanglos oder banal abzuschweifen.

Es gibt Romane, die liest man kurz am Wochenende und schon bald hat man sie wieder vergessen. Dann gibt es Romane, die es schaffen einen zu fesseln. Dem Letzteren gehört dieser Roman an.

19.06.2008 10:38:49
Mike

Nach 80 Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt. Sorry, aber das Buch ist einfach nicht flüssig geschrieben. Ständig mußte ich wieder vorblättern um nachzulesen, was eigentlich gemeint war. Das war das erste und wohl auch das letzte Buch von Noah Gordon!

24.03.2008 00:29:42
Shahenshah

Es ist eines der spanendsten und aufregendsten Bücher aller Zeiten. Man soll es natürlich nicht als Geschichtsbuch annehmen, sondern als eine schöne fiktive Roman, die einige historische Ereignisse enthält.

31.01.2008 20:46:21
Antje

Ich habe das Buch vor 20 Jahren das erste mal verschlungen und ich muss sagen - bis jetzt immer noch das absolute TOP-Buch unter den Historienbüchern!! Ich lese jede Menge, aber an das Buch kommt keines heran (auch nicht die Nachfolgebände)- es hat alles, was ein echter Schmöker braucht - und da seien einige historische Ungereimtheiten verziehen..

12.01.2008 16:01:59
Epp Andreas

Bevor man historische Bücher schreibt man soll wenigstens sich mit der Weltgeschichte vertraut machen. Im Buch steht Begrif "Türkei". Und das im Jahr 1030 nach Christus!!!??? Wie kann man Byzantisches Reich mit Namen von einem Staat der damals überhaupt noch nicht gab benennen? Etwa 40 Jahre später haben die Türke-Seldzhuken die byzantische Armee im Schlacht am Mantzikert in Anatolien zum ersten mal niedergeschlagen. Wohlgemerkt es ging damals um Anfang der Eroberung von Kleinasien und zwar im östlichen Teil mit Ausbreitung zum Süden und Zentrum. Und danach, etwa 400 Jahre später haben die Osmanen, Nachvolger von Seldzhuken, die Konstantinopel endgültich erobert. Erst dann kann man schon anfangen zu reden über Türkei obwohl sie damals eigentlich als Osmanisches Reich bekannt war.

08.01.2008 18:30:23
Chinga

Ich finde das Buch ist überhaupt nicht packend beschrieben! Eher etwas langweilig. Das Buch ist durchgehend pervers und unaufregend, das ich es nach der hälfte vom Buch aufgegeben habe.

15.12.2007 17:23:30
Khalia

Für mich war dieses Buch der totale Fehlgriff! Die Beschreibung langatmig und z.T. langweilig. Auch historisch nicht ganz einwandfrei. So wurden z.T. Begriffe verwendet, die zu dieser Zeit noch gar nicht bekannt waren. Da gibt es andere Sshriftsteller, die das besser können.

13.09.2007 20:04:35
olympia

Dieses Buch zählt zu meinen absoluten Favoriten!
Nicht nur die Geschichte von Rob ist ein Glanzpunkt dieses Romans, sondern auch die Ausführungen seiner Reise. Gerade wie er als Jude verkleidet in den Genuß der Gastfreundschaft dieses Volkes kommt, ist nicht nur sehr anschaulich sondern sehr lehrreich. (wäre für viele lesenswert und NOTWENDIG die gegen die juden wettern) Man beginnt den gesellschaftlichen Aufbau und den Zusammenhalt dieses Volkes bestens dargestellt und einleuchtend beschrieben.

Auch die medizinischen Erklärungen und die Darstellung des damaligen Wissens über den menschlichen Körper mit der "scheinheiligen" Verehrung des toten Leibes wäre für sich schon ein Buch wert.

Einziger Wermutstropfen - für mich - war der Schluss. Vielleicht hätte ich mir diesen anders besser vorstellen können.

"Der Medicus" ist jedenfalls ein "must read" unter allen Bücher!

28.07.2007 18:36:38
Michaela Enders

Ich bekam eine Taschenbuch Ausgabe von einem guten Freund geschenkt. Es war als wenn man in diese Zeit zurück reiste. Ob die Medizin, die Heilpraktiken oder die Kochkünste von Roberts Lehrmeister ,dem Bader, die Umstände warum sich der Held der Geschichte als Jude ausgab.Auch das Thema Freundschaft kommt nicht zu kurz. Ich war so begeistert das ich mir eine Buchausgabe kaufte.

15.12.2006 09:52:09
Funkamateur

Es ist sehr informativ wenn man sieht das nicht nur in Europa und Deutschland sondern auch im Nahen Osten Medizinentwicklung geschah und die Heilpflanzen und Kräuter mehr und besser wirken als Kirche und Hoch mut in Europa. Vielleicht kann ja Europa besser die Technik vertreten zur Analyse und andere Länder die Mutter Natur und Väterchen Zeit.

19.11.2006 15:42:43
Birgitta

Ich finde es immer sehr interessant wie Krankheiten und Beschwerden aller Art früher behandelt wurden. Wenn das ganze auch noch in eine gute Geschichte verpackt wird, so wie hier, dann kann man nur hoffen, dass der Sonntag statt 24 Stunden auf einmal 48 Stunden hat.