In den Gärten des Herzens

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Hoffmann & Campe, 2002, Titel: 'In den Gärten des Herzens', Originalausgabe

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Vom unehelichen Kind einer Häuslerstochter zur anerkannten Schriftstellerin - dieser ungewöhnliche gesellschaftliche Aufstieg gelang Lena Christ zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach einer kurzen glücklichen Kindheit bei den Großeltern auf dem Land holte die Mutter das Mädchen in die Stadt, um sie als Arbeitskraft auszubeuten und immer wieder zu misshandeln. Lena flüchtete in eine frühe Ehe, doch auch dort warteten Gewalt und soziales Elend auf sie. Als sie mit dem Schreiben ihrer Erinnerungen begann, wurde ihr großes literarisches Talent offenbar, und sie erlebte an der Seite ihres zweiten Ehemanns, der keineswegs so uneigennützig war, wie es zunächst den Anschein hatte, ihre ersten Erfolge. Sie verkehrte in Münchens Künstlerkreisen und am Hof König Ludwigs III. Ihr Tod gibt bis heute Rätsel auf ...

In den Gärten des Herzens

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Letzte Kommentare:
07.08.2009 22:48:07
olympia

Asta Scheib versteht es hervorragend das Innerste eines anderen Menschen zu erfassen und für Interessierte in einem Buch wiederzugeben.
Mit Lena Christs Leben ist ihr dies auf einmalige Weise gelungen. Empathisch, feinfühlig und doch mit allem Realismus ist das viel zu kurze Leben der bayrischen Autorin nachgezeichnet.

Lena (Magdalena) Christ hatte ein sehr schweres, dramatisches Leben und konnte dennoch ihrer wunderbaren Begabung, Geschichten und Erlebnisse zu Papier zu bringen, nachgehen. Asta Scheibs profunde Recherchen sind so geschickt mit den fiktiven Figuren und Erlebnissen ihrer Protagonistin verwoben, dass es dem Leser kaum möglich sein wird, dies als reinen Roman abzutun. Das Schicksal Lena Christs berührt und macht einem wütend. Lena ist eine sensible Frau, die von einer dominanten und übermächtig bösen Figur zur nächsten weitergereicht wird. Ist es in ihrer Kindheit die Mutter die ihre Tochter Magdalena hasst, weil sie durch die Schwangerschaft von ihrem Geliebten sitzengelassen wurde, so ist es in ihrem jungen Erwachsenenleben ihr erster, brutaler Ehemann und dann ihr zweiter Ehegatte, der sie benutzt, demütigt und nicht nur auf ihre Kosten lebt, sondern sie auch noch klein redet, um seine eigene schwache und erbärmliche Existenz aufzuwerten und zu rechtfertigen.

Schon während des Lesens wird man des öfteren wütend werden, ob der Ungerechtigkeit und vollen Härte des Lebens, die Lena Christ trifft. Man möchte zurückkehren in die Zeit der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, um Lena bei der Hand zu nehmen und sie aus dem Gefängnis der übermächtigen Menschen die sie sich gekrallt haben, zu befreien.

Dass sich Asta Scheib natürlich Freiheiten in der Erzählung genommen hat, ist wohl unbestritten. Sie hat dies jedoch so perfekt gemacht, dass man jedes Wort, jede Szene und jedes Erlebnis Lenas ohne Überlegung als Tatsache hinnehmen möchte, da alles perfekt aufeinander abgestimmt ist.
Wer gerne Romanbiographien liest, muss Bücher von Asta Scheib in seinem Regal haben. Ein absolut empfehlenswertes Buch!

24.06.2008 14:34:47
19Hans48

>In den Gärten des Herzens< führt den Leser in die Lebenswirklichkeit eines ungewünschten Mädchens aus dem Allgäu am Ende des 19.Jahrhunderts, einer jungen Frau vor und während des Ersten Weltkrieges in und um München. Asta Scheib führt mit dieser Biographie der Lena Christ auch in die Abgründe einer Welt, die bereit ist zur Barbarei. Es gelingt der Autorin zu zeigen, wie dieses Mädchen zur Schriftstellerin wird, bekämpft, benützt, betrogen. Innerlich bleibt Lena Christ ein Mädchen noch als Frau und Mutter, bis sie selbst stürzt, wo sie doch immer aufrecht, aufrichtig und rein bleiben wollte.
Asta Scheib beschreibt packend diese aus der Not schreienden und dann schreibenden Frau. Diese Biographie der Lena Christ eignet sich als Lese- und Vorlesebuch bei Jugendlichen und jung gebliebenen Menschen, die ihre Vorstellung der Münchner Lebenswelt vor und nach dem Ersten Weltkrieg erweitern wollen. Die Texte der Lena Christ sind übrigens wie Gärten und nachhaltiger als die Lausbubengeschichten des antisemitischen Hetzers Ludwig Thoma.
Unbedingt lesen!

30.11.2007 09:46:17
Alice im Wunderland

Ein einfühlsames, tief berührendes Buch über eine Frau, die an ihrem Leben und ihrer Zeit verzweifeln musste, obwohl sie das Talent zur großen Schriftstellerin besaß. Wunderbar miterlebbar schildert Asta Scheib die schwere Kindheit der Lena Christ, ihren kurzen Ruhm und ihren tiefen Sturz.
Ein Juwel unter den sonst leider oft so austauschbaren und flachen historischen Romanen!

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