Schatten im Paradies

Erschienen: Januar 1971

Bibliographische Angaben

  • , 1971, Titel: 'Schatten im Paradies', Originalausgabe

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Der Erzähler ist ein deutscher Journalist namens Robert Ross. Mit falschen Papieren ist er aus Deutschland vor den Nazis geflohen. Seine Flucht führte ihn über Lissabon, bis nach New York und Hollywood, wo er nun versucht ein neues Leben zu beginnen. Ross überlebt zwar als Flüchtling und Emigrant, aber sein Leben erscheint ihm kaum noch lebenswert.

Demütigungen und das ewige Gefühl, ein Fremder zu sein, lassen ihn im amerikanischen ";Paradies" nicht heimisch werden. Er findet einen fragwürdigen Job als Zubringer für einen ausgekochten Kunsthändler und arbeitet später auch noch als Spezialist für SS-Uniformen in Hollywood. Obwohl Ross Geld verdient und sich in das russische Mannequin Natascha Petrowa verliebt, bleibt er gezeichnet von der Verfolgung. Die Liebe zwischen den Beiden ist eine wundervolle Illusion, hilft jedoch nicht über das Gefühl der Heimatlosigkeit hinweg.

Ross begreift, dass er zwar den Nazis entkommen ist, aber auf ewig ein einsames, geborgtes Leben führen muss. So ungeliebt in der neuen Heimat und fremd in der gesamten Welt erlebt Ross das Ende des Zweiten Weltkrieges. Nach der deutschen Kapitulation erhält er eine Rückreisegenehmigung nach Europa. Doch auch in der alten, einst so vertrauten Heimat soll er Gast bleiben.

 

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Letzte Kommentare:
20.12.2011 11:32:40
Christoph Ernst

Ausgezeichneter Roman, der treffend das Drama deutsch-jüdischer Exil-Heimatlosigkeit skizziert. Nebenbei eine ausgezeichnete New York Skizze. Einigen Passagen merkt man an, dass der Text mit Nachkriegswissen geschrieben ist, aber das fällt nicht kaum ins Gewicht, da die Fülle der Details und der Facettenreichtum eine echte Fundgrube für Exilliteraturliebhaber und Historiker gleichermaßen bietet. Bin bisher noch nicht durch, halte es aber für ein weit unterschätztes Werk, das neben Oskar Maria Grafs "Flucht ins Mittelmäßige" rangiert und aufregend gut geschriebenes Zeitdokument ist.

30.03.2009 11:31:51
Johannes Spark

Als ich Remarques Spätwerk vor 60 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges las, habe ich die Frage in mir gespürt, wie es wohl ist, als Fremder in der Fremde leben zu müssen. Fühlt es sich nicht heute genauso für viele Menschen an, die sich in einer anderen Kultur zurechtfinden müssen, deren Wurzeln sie nicht kennen und mit deren Sprache sie nur schwer zurechtkommen? Ist es da nicht naheliegend, sich abzuschotten und nur noch mit den Menschen aus dem eigenen Kulturkreis zu kommunizieren?
Der Schatten, den die Freiheit des Exils auf das Leben der "Anderen" wirft, die Verzweifelung über die eigene Hilflosigkeit und die Hoffnung auf einen neuen Anfang, werden von Erich Maria Remarque einfühlsam und packend beschrieben. Ob es in Afrika oder im Nahen Osten brennt - es ist genauso wie in Europa 1945