Drei Kameraden

Erschienen: Januar 1936

Bibliographische Angaben

  • , 1936, Titel: 'Drei Kameraden', Originalausgabe

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Der Ich-Erzähler Robby Lohkamp lebt nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin. Die Stadt ist geprägt von den goldenen 20er Jahren einerseits, mit viel Lebensfreude und einem Sinn für das Amüsement, und von der Inflation, Armut und politischem Chaos andererseits. Lohkamp ist zur Zeit seiner Erzählung dreißig Jahre alt und gehört somit zur verlorenen Generation. Schon mit achtzehn Jahren wurde er Rekrut und ein Jahr später stand er mitten im brutalen und unmenschlichen Kriegsgeschehen. Diese Zeit hat seine Jugend zerstört und ihn wertlos und unbrauchbar für die Nachkriegszeit gemacht. Er gibt jedoch nicht auf und versucht seine Krise, die prototypisch für die gesamte Generation ist, individuell zu lösen. Seinen verlorenen Posten im Krieg ersetzt er durch seine Vorstellung nun Soldat in der Armee des Lebens zu sein.Sein Schicksal teilt er mit den beiden ehemaligen Kriegskameraden Lenz und Köster. Gemeinsam eröffnen sie eine Auto-Reparatur-Werkstatt. Zunächst läuft diese sehr erfolgreich, später muss sie jedoch wegen mangelnder Kundschaft geschlossen werden.

Auch im Privaten gehen die drei Freunde durch dick und dünn und versuchen die Fronterlebnisse, bei denen es um das nackte Überleben ging, gemeinsam zu besiegen. Ihre neue Lebenseinstellung nach dem Krieg und insbesondere der Alkohol hilft ihnen dabei. Die Bar wird zum wichtigen Lebensmittelpunkt, und der Rum hilft ihnen die traurige Realität zu durchbrechen.

Doch dann lernt Robby die Offizierstochter Pat kennen, und ihre Liebe gestaltet sich trotz der schlechten Verhältnisse und der vielen elendig dahinlebenden Menschen in ihrer Umgebung positiv. Ihre Liebe ist intensiv und schon bald wird Pat in den Kreis der drei Kameraden aufgenommen. Robby und Pat sind sich schnell einig, dass ihre Liebe das einzig sinnvolle, wahre und große in ihrem Leben ist. Sie trösten einander hinweg über die Sinnlosigkeit und die Vergänglichkeit des Lebens und stimmen darin überein, dass sie die Welt anders geschaffen hätten.

Das Gefühl der Vergänglichkeit und des Sterbenmüssens äußert sich besonders stark in der Ermordung von Lenz. Der politische Mord, begangen durch eine SA-Bande, zieht Rache nach sich. Die verbleibenden Kameraden töten die Mörder und Mitarbeiter des bedrohlichen Systems und sorgen selbst für eine angemessene Todesfeier für ihren Freund.

Doch auch die großartige und starke Liebe zwischen Robby und Pat soll nicht von langer Dauer sein, denn Pat kämpft bereits gegen den Tod. Durch einen Blutsturz und Erstickungsanfälle kündigt sich ihr naher Tod an...

 

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Letzte Kommentare:
16.09.2010 15:29:15
Aljona

Im Zentrum des Romans steht die Liebesgeschichte von Robert und Pat. Remarque beschreibt die Gefühls – und Gedankenwelt der beiden Liebenden so einfühlsam und lebensnah, dass man als Leser alle Höhen und Tiefen miterlebt. Leider merkt man am Schluss sehr stark, dass der Roman nicht mit einem Happy End ausgeht. Für jemanden, der "nah am Wasser gebaut hat", sind Tränen garantiert.

Der Roman beinhaltet neben der Liebesgeschichte aber auch vielfältige andere Themen wie z.B. : Kameradschaft, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not nach dem Krieg.

Remarques Definition von Kameradschaft wird sehr deutlich. Ich fand es beeindruckend, wie die drei Kameraden immer zusammenhalten, füreinander da sind in guten wie in schlechten Zeiten.

Als Gottfried stirbt, versucht Otto seinen Tod zu rächen, weil er glaubt, dass Gottfried erst dann seine letzt Ruhe haben wird.

Den ganzen Roman über stehen Otto und Gottfried Robert und Pat zur Seite, was sich auch später immer wieder zeigt, wo Otto versucht, Geld für das teure Sanatorium aufzutreiben, während Robert bei Pat ist.

Niemand von den drei Freunden wäre auf die Idee gekommen, alleine beruflich weiterzumachen.

Sie waren im Krieg schon ein Team und bleiben das das ganze Leben lang.

Abschliessend wäre zu sagen, dass dieser Roman sehr ergreifend und realitätsnah ist und das man sich als Leser in das Leben der drei Kameraden miteinbezogen fühlt.

Er enthält nicht nur eine wunderschöne, traurige Liebesgeschichte, sondern auch wirkliche Alltagsprobleme der zwanziger Jahre.

08.05.2008 12:33:35
Höger, Gerhard

Ein sehr eindringlicher Roman. Er zeigt die Alltagsprobleme der aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrten Jugend, sowie der gesamten - zumindest städtischen - Bevölkerung. Faszinierende Beschreibungen der Lebensumstände, so wie sie heutzutage nicht mehr bekannt sind, obgleich sie in gleicher Weise auch nach dem 2. Weltkrieg bestanden. Besonders wird auch der aufkommende Nationalsozialismus erlebbar beschrieben, der sich - leider, und heute kaum nachvollziehbar - aus den Lebenssituationen der "verlorenen Generationen" ableitet. Remarque hat ein großes Buch geschrieben. Heute vielleicht lesenswerter als je zuvor.