Der weiße Ritter

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2001, Titel: 'Knight Errant', Originalausgabe

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Robyn Stafford, eine junge Amerikanerin, macht nach ihren geschäftlichen Terminen in London ein paar Tage Urlaub nahe der walischen Grenze. Bei einer Wanderung taucht plötzlich vor ihr ein junger Mann auf, angetan mit Rüstung, Schwert und Wappenrock und auf einem Schimmel reitend. Er stellt sich vor als Edward Plantagenet, Earl of March. Nach einem Abschiedskuss reitet er zurück in die ferne Vergangenheit, in das Zeitalter der Rosenkriege. Nun muss Robyn einen Weg finden, ihre eigene Zeit zu verlassen und in die Welt des fünfzehnten Jahrhunderts zu gelangen, wo sie sich in einen weißen Ritter verliebte. Eine fremde und mitunter grausame Welt, aber eine Zeit, in der es sich jedoch zu leben und zu lieben lohnt ...

Der weiße Ritter

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Letzte Kommentare:
30.07.2008 18:29:30
Sahra

Richtig schlecht. Die Sprache lässt zu wünschen übrig. historische Kenntnisse sind fast gar nicht vorhanden und wenn dann doch mal welche kommen wirken sie einfach nicht. Ständige Wiederholungen der Geschehnisse machen das lesen auch nicht gerade ansprechender, es wirkt eher so als müsse der Autor die Seiten unbedingt füllen und wüsste nicht womit!!!
Kurz um richtig schlecht und überhaupt nicht lesenswert.

greetz

25.04.2008 15:18:45
Cait

„Der weiße Ritter“ ist der Auftakt einer Trilogie über die Rosekriege. Klingt an sich interessant und lesenswert, auch wenn R. Garcia y Robertson nicht an der heißgeliebte vorbei kam. Ich habe Suzanne Franks und Diana Gabaldons Zeitreisegeschichten gelesen und habe diese, bis auf eine Ausnahme, auch sehr gemocht. Diana Gabaldon ist sogar eine meiner Lieblingsautorinnen. Von daher bin ich auch recht optimistisch und mit großer Vorfreude an „Der weiße Ritter“ herangegangen. Der historische Hintergrund hat mich einfach sehr interessiert, und ich hatte mir eingebildet, der Autor würde vernünftig mit seiner durch die Zeit gereisten Robyn Stafford umgehen. Tja, weit gefehlt, wie ich leider recht schnell feststellen musste. Ich dachte, Suzanne Franks „Das Geheimnis von Alexandria“ sei ein wirklich schlechter Zeitreiseroman gewesen, aber da kannte ich diesen hier noch nicht. Der schlägt bei weitem alles.

Gleich zu Beginn tat ich mich schon mit dem Schreibstil sehr schwer. Er kommt unheimlich holprig und eckig rüber und besteht aus oftmals sehr kurzen, fast schon abgehackten Sätzen. Es fehlt einfach der Schliff. Um mich hier einzulesen, hat es eine ganze Weile gedauert. Und jedes Mal, wenn ich das Buch nach einer Lesepause zur Hand nahm, hatte ich wieder Schwierigkeiten mit dem Schreibstil. Nur bei längeren Lesephasen störte ich mich irgendwann nicht mehr daran.

Oft wirkt es so, als müsse R. Garcia y Robertson dringend seine (oft sehr vagen) Geschichtskenntnisse an den Mann bringen, koste es was es wolle. Oftmals sind diese Exkurse absolut überflüssig, für die Handlung unnötig und für den Leser verwirrend. Dabei reist er historische Ereignisse und Persönlichkeiten oftmals nur an und versucht sie innerhalb eines Satzes zusammen zu fassen, was natürlich nicht funktionieren kann. Außer natürlich, man hat als Leser ausreichend Geschichtskenntnisse und zwar über die gesamte englische, irische und schottische Geschichte. Für ganz unwissend halte ich mich nun nicht, aber ich habe sehr oft Dinge zur Sicherheit nachschlagen müssen und habe dabei leider festgestellt, dass nicht alles historisch korrekt wieder gegeben ist. Nun, ist wohl auch nicht so einfach, den Anspruch der Yorks auf den englischen Thron in einem Satz herzuleiten. Nicht nur, dass diese Herleitung absolut wirr war, sie war nach mehrmaligen Lesen einfach immer noch unvollständig und falsch. Hier standen mir wirklich die Haare zu Berge und ich war wirklich versucht, das Buch nicht weiter zu lesen. Im Laufe der Handlung fiel dann immer stärker auf, dass der Autor eindeutig ein Anhänger des Hauses York ist, was ja im Prinzip nichts Schlechtes ist, nur hat er meines Erachtens seine persönlich Meinung dazu zu deutlich und übertrieben eingebracht. Das Haus Lancaster und seine Könige kommen von Henry IV. an in jeder Hinsicht äußerst schlecht weg und das ohne ausreichend plausible Erklärungen. Das hat mich nicht nur als Lancastrianer wahnsinnig gestört.

Die Figuren sind eindimensional und farblos. Mich konnte nicht ein Charakter begeistern. Im Großen und Ganzen waren sie mir die ganze Zeit über absolut egal. Ihr Schicksal interessierte mich nicht, Emotionen kam nicht ein Mal auf. Robyn Stafford, die Zeitreisende, ging mir relativ schnell wahnsinnig auf die Nerven. Sie geht mit einer Naivität und Offenheit durchs Mittelalter, dass ich mich gefragt habe, wie sie die ersten hundert Seiten überhaupt überlebt hat. So erzählt sie Mägden z.B. von Sport-BHs und Fitnessstudios, zeigt jedem ihre digitale Armbanduhr, tippt fleißig in ihren Laptop und erzählt von ihrem Leben in der Zukunft. Der Earl of March ist leider absolut blass. Er ist das Musterbild eines edlen Ritters, ist lebenswürdig, tapfer und klug. Das ist es dann aber auch schon. Interessant fand ich hier, dass er eigentlich in allen Romanen, die ich bisher über ihn gelesen habe, gleich beschrieben wird. Da stellt sich mir die Frage, ob er tatsächlich so gewesen sein könnte. Allerdings haben andere Romane Edward Plantagenet eine Seele eingehaucht. R. Garcia y Robertson vermochte das nicht.

Nun zur Handlung, die absolut konstruiert und an den Haaren herbei gezogen ist und in der sich der Autor reichlich der künstlerischen Freiheit bedient hat. Mit Robyn Stafford stellt er dem Earl of March eine fiktive Figur zur Seite, die einen erheblichen Einfluss auf ihn ausübt. Das hat mir schon mal gar nicht gefallen. Viele historische Ereignisse werden Robyn zugeschrieben, so dass der Roman den Zusatz „historisch“ nicht mehr verdient.
An vielen Stellen plätschert die Geschichte unspektakulär vor sich hin, so dass ich mich zwingen musste weiter zu lesen. Einen Spannungsbogen sucht man vergeblich. Äußerst störend empfand ich, dass Robyn nicht nur diverse Gegenstände, wie z.B. VISA-Karte und Laptop, aus ihrer Zeit mit ins 15. Jahrhundert brachte, sondern nach kürzester Zeit auch noch als talentierte Hexe agierte. Hexerei, Magie und Reinkarnation nehmen viel Raum in diesem Roman ein und sind nicht zuletzt auch der Grund für die Zeitreise. Hätte der Autor auf diesen Hokuspokus verzichtet, wäre aus diesem Roman vielleicht noch ein durchschnittlich guter geworden.
Aber das ist ja noch nicht alles. Unglaublich viele Logikfehler finden sich in diesem Roman, und vieles ist einfach nicht schlüssig. So schleppt Robyn z.B. ein ganzes Arsenal von Gegenständen aus ihrer Zeit mit sich herum, eine Tasche wird aber nie erwähnt. Ich glaube kaum, dass das alles in die Hosentasche ihres Overalls passte. Oder an anderer Stelle reitet sie allein mit ihrer Dienerin in ein Kloster, wo sie sich plötzlich aus ihrer Kleidertruhe bedient; von Wagen oder Lasttieren war aber nie die Rede. Beispiele könnte ich hier endlos anführen.
Der Autor scheint nicht nur viel Wert darauf zu legen, dass der Leser erfährt, wie viel Geschichtswissen er hat, sondern auch, dass er sich exakt mit der Geographie Englands und Wales‘ auskennt. Seine Wegbeschreibungen sind langatmig und zu ausführlich, um eine Atmosphäre zu schaffen. Und vorstellen konnte ich mir die Landschaft und den Weg leider auch nicht.

Und was die Liebesgeschichten in diesem Roman angeht kann ich nur sagen, sie sind langweilig und absolut emotionslos gehalten. Die Romanze zwischen dem Earl of March und Robyn habe ich zudem sehr zweifelnd betrachtet, da bekannt ist, dass Edward IV. 1464 Elizabeth Woodville heiratete. Einzig die Frage, wie sich der Autor hier aus der Affäre zieht, bewegte mich dazu, am Ball zu bleiben und das Buch nicht in die Ecke zu werfen. Leider geht der Roman aber nicht über das Jahr 1460 hinaus, so dass ich das Buch eigentlich umsonst beendet habe.

Elizabeth Woodville wird übrigens kurz erwähnt, allerdings muss man schon einiges über sie wissen, um das zu bemerken, da sie als Elizabeth Grey of Groby auftaucht und ihr Mädchenname hier nicht Woodville, sondern Wydeville (eine weitere gängige Form) lautet. Bedauerlicherweise wird nicht nur die zukünftige Ehefrau Edward IV. derart nebensächlich abgehandelt. Viele andere historische Persönlichkeiten bleiben in diesem Roman unbedeutende Randfiguren und vermutlich sogar unerkannt.

Insgesamt habe ich vier Wochen für diesen Roman gebraucht, was schon für sich spricht. Nur widerwillig habe ich ihn zum Ende hin noch in die Hand genommen und war froh, als das Buch endlich ausgelesen war und von meinem Nachttisch verschwand. Die Fortsetzungen werde ich schön in der Buchhandlung lassen, denn noch so ein Buch werde ich mir nicht antun.

11.03.2008 11:21:38
anushka

"Der weiße Ritter" ist ein netter historischer Roman, der sich auch an der Grenze zu Fantasy bewegt. Es geht hier im Zeitversetzungen, Hexenflüge und Zauberei.
Das Buch ist sehr unterhaltsam, beinhaltet eine schöne Liebesgeschichte und lässt den Leser sich fragen: "Wie würde es mir gehen, wenn ich mich plötzlich 500 Jahre in der Zeit versetzt wiederfinde?"
Allerdings fand ich einige Dinge etwas rosig geschildert (und dadurch unrealistisch) und Robyn schien mir manchmal ziemlich naiv, sodass ich ihr die erwachsene Frau teilweise nicht abgenommen habe. Außerdem habe ich mich gefragt, ob man im England des 15. Jahrhunderts wirklich schon so tolerant war, wie es hier der Fall war.
Alles in allem war das Buch aber gute Unterhaltung und ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil.