Die Protestantin

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • , 2006, Titel: 'Die Protestantin', Originalausgabe

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Ines Torn
Ein Auftragswerk der protestantischen Kirche?

Buch-Rezension von Ines Torn Jun 2006

In der Stadt Kaiserwerth im Jahre 1822 entflieht die junge Johanne der bedrückenden Enge ihres Elternhauses und widmet sich fortan zuverlässig, nüchtern und strebsam der Arbeit in den neu gegründeten Diakonissenanstalten des Pfarrers Fliedner. Hier findet sie Sinn, hier festigt sich ihr Glauben. Die Arbeit füllt sie so vollständig aus, dass sie den Heiratsantrag des Pfarrers Fliedner ablehnt und ihre kleine Schwester Catherine zur Erziehung ihrer wenig gottesfürchtigen Freundin anvertraut.

Die Protestantin

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Letzte Kommentare:
10.01.2018 22:34:32
Karin Jerutka

ich bin von dem Buch begeistert. Sehr kurzweilig, geschichtliche Hintergründe gut beschrieben. Gelacht habe ich nur einmal, aber vermutlich gab es zu der Zeit nicht viel zu lachen. Ich habe das Buch nahezu ohne Pause gelesen und im Anschluss eine Fortsetzung vermisst. " Die Protestantin" habe ich mehrfach weiterempfohlen.

21.03.2015 20:15:26
Heike Kiehn

Ich möchte mich meinen Vorschreibern sehr gerne anschließen, denn ich bin begeistert von diesem Buch. Sowohl inhaltlich, als auch die Art der Aufbereitung so vieler Fakten dieser Zeit.
Durch diesen Roman habe ich eine Menge über die Geschichte meiner Heimatstadt erfahren. Danke für diesen wunderbaren Roman.

05.03.2009 17:44:29
toma

Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Ich wohne nicht weit von Kaiserswerth und bin vor über 50 Jahren zu den Diakonissen in Velbert zum Kindergottesdienst gegangen. Auch habe ich erst kürzlich eine Dokumentation über Robert Blum und die Revolution von 1848 gesehen und viel davon in diesem Buch wieder erkannt.
Sehr gut recherchiert und wunderbar erzählt. Ich habe mich keine Minute gelangweilt.

Wenn die Helden "strebsam, fleißig, gottesfürchtig, nüchtern und in ihrer zeitweisen Engstirnigkeit nicht unbedingt sympathisch" wirken, dann liegt es daran, dass das 19.te Jahrhundert eben SO war.

Und was die fehlende "Sinnlichkeit" betrifft : Fliedners ständig schwangeren Ehefrauen dürfte die SEINE bestimmt mehr als genug gewesen sein.

Sehr empfehlenswert

03.02.2009 11:17:50
Elga Joachim

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Als gebürtige Düsseldorferin mit Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in Kaiserswerth ohne politischen Hintergrund hat mir die Geschichte der drei Frauen eine Tür zu einem geschichtlichen Kapitel eröffnet, welches mir bisher verschlossen war.

Als Wenig- und Langsamleserin hat mich das Buch doch so sehr gefesselt, dass über eine Woche die Hausarbeit nur auf Sparflamme weiterlief und ich nun in der Nacharbeit solche Internet Seiten wie diese hier aufsuche, um alles nochmal zu "verdauen".

21.10.2007 14:03:07
Petra Eckertz-Kleinau

Petra Eckertz-Kleinau zu "Gina Meyer:Die Protestantin" Oktober07

Danke für die Stunden mit diesem gelungenen Buch. Als Düsseldorferin mit politischem Hintergrund konnte ich mich sehr gut zurechtfinden. Hier spüre ich sehr gute Recherchen.
Schade bleiben in meinen Augen die Inhaltsangaben der Umschläge.
Die Protestantin ist durch und durch ein politisches Buch mit Tiefgang und keine historische Frömmelei. Glaube, Liebe, Hoffnung trifft so gar nicht den Nerv des Buches. Hier darf etwas nachgearbeitet werden.
Freue mich nun auch auf das neue Buch!
Petra Eckertz-Kleinau

24.07.2007 15:30:22
Katharina@Histo-Couch

Hallo Frau Schultze,

nur eine kleine Anmerkung zu Ihrem Text: Das Buch "Die Safranhändlerin" hat Helga Glaesener geschrieben, nicht Ines Thorn :)

Viele Grüße
Katharina

23.07.2007 10:42:21
Monika Schultze

Ich kann mich nur den Vorschreibern anschließen, Ines Thorn hat ein anderes Buch gelesen als wir. Ich habe mit der Protestantin viel über die damalige Zeit gelernt und das wesentlich interessanter als jeder Geschichts- oder Religionsunterricht hätte schaffen können. Gerade Fliedner wurde gut dargestellt, auch die Spannungen zwischen den Charakteren oder auch bei Johanne selbst wurden gut beschrieben. Solch klare Darstellungen, nachvollziehbar und lebensnah hätte ich mir in dem Buch von Ines Thorn "Die Safranhändlerin" gewünscht...

20.04.2007 13:02:24
Frank Mesemann

Hui, hier entspannt sich ja doch noch mal eine Diskussion rund um Den Protestantinnen-Protest von Ines Thorn, nett! :-) Ich habe mir die Besprechung jetzt zum wiederholten Mal angesehen und muss auch sagen: Kapiere nicht so ganz, warum Frau Thorn das Buch so abwerten will. "Eindimensional", "fehlt an Widersprüchen" - vielleicht hätte die Dame das Buch nicht einfach nur querlesen sollen? Ich will ja niemandem die Spannung nehmen, aber natürlich gibt es eine Reihe von Konflikten, innerlich wie äußerlich. Zwischen den Schwestern, zwischen Catherine und Fliedner, von Johanne mit sich selbst. Und vor allem die Figur des Fliedner selbst hat mich fasziniert und sorgt für einen massiven Widerspruch - und zwar zwischen Figur und Leser. Und zwischen dem Anspruch christlicher Nächstenliebe und der völligen Ausbeutung seiner Gattin. (Insofern ist auch der Verdacht einer evangelischen Auftragsarbeit eher rührend...)

@ Paul Thrasse: Danke für die Info wg. "Das Medaillon". Weiß zwar noch nicht, wo ich die Zeit dafür hernehmen soll (laut Verlagsinfo wieder 560 Seiten) - aber ich will wissen, ob Gina Mayer noch ein zweiter Erfolg gelingt!

15.04.2007 12:38:31
Paul Thrasse

Paul Thrasse zu "Gina Mayer: Die Protestantin"
Widersprüchliche Kommentare machen mich neugierig; hier: Ines Thorn contra Ava Schwerdtfeger. Also: selbst lesen! - Und ich muss Ava Schwerdtfeger zustimmen: Frau Thorn scheint ein anderes Buch gelesen zu haben. Für mich ist "Die Protestantin" ein rundum gelungener Debütroman. Die Autorin hat sich intensiv in die Welt des 19. Jh´s eingearbeitet. Die Personen sind lebendige Gestalten "ihrer Zeit", die ihre Probleme mit den Möglichkeiten und den weltanschaulichen Gegebenheiten "ihrer Zeit und Umwelt" zu lösen versuchen.
Das ist es ja, was den kritischen Leser vieler "historischer Romane" oft so verärgert, dass deren Romanfiguren handeln, als hätten sie die ganze Aufgeklärtheit und Liberalität späterer Jahrhunderte im Voraus verinnerlicht.
Ich bin gespannt auf Gina Mayers nächstes Buch "Das Medaillon", das der Verlag für den September angekündigt hat.
PS: Ich habe "Die Protestantin" vielen meiner Bekannten empfohlen und nur begeisterte Reaktionen erlebt.

02.10.2006 21:46:41
Ava Schwerdtfeger

Zur histo-couch-Kritik: ich scheine ein anderes Buch gelesen zu haben. Die Charaktere sind fesselnd, gerade weil sie nicht eindimensional sind, das Buch ist mitreißend und bewegend und alles andere als flach. Sicherlich, wer wogende Brüste und leidenschaftliche Schwüre sucht, ist woanders besser aufgehoben. Und stimmt – die Heldinnen in "Die Protestantin" sperren und sträuben sich zwar gegen die enge Welt ihrer Zeit, aber sie betreiben wohl keine \'Selbstverwirklichung\' im heutigen Sinne, wie\'s der Rezensent gerne hätte - dazu kennt Gina Mayer die Welt des neunzehnten Jahrhunderts zu gut. Lesen! Den Roman, nicht die Rezension!

02.10.2006 13:23:50
Amelie Jasper

Zunächst einmal: Gina Mayer versteht ihr Handwerk! Sie hat sorgfältig recherchiert und die historischen Fakten werden sicher nicht nur für Düsseldorfer interessant sein.

Außerdem verfügt Mayer über eine plastische Sprache und verzichtet auf schriftstellerische Eitelkeiten.

Mayer stellt uns Mitmenschen vor und zeigt, wie Biographien, Einstellungen und sogar Empfindungen beieinflußt werden durch die Zeit, in der ein Leben sich ereignet.

Daher schildert dieses Buch nicht nur, unter welchen Bedingungen der Protestantismus vor ca. 150 Jahren gelebt wurde, sondern es hat auch mit uns zu tun. Und eben das zeichnet gute Literatur aus.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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