Träume jenseits des Meeres

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2007, Titel: 'Lands Beyond the Sea', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Starker Roman um Verrat, Verzeihen und Hoffnung

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Aug 2007

Für Susan und Jonathan ist klar: Sie wollen bald heiraten. Ihrer Liebe steht jedoch der Klassenunterschied im Wege. Während der Adelige Jonathan aus gutem Hause stammt, ist Susan die Tochter eines Fischers. Jonathan, der sich gegen das von der Mutter für ihn vorgesehene Leben auflehnt, begleitet seinen Onkel auf eine abenteuerliche Reise, verspricht Susan vorher jedoch die Ehe. Als Susans Vater in einer stürmischen Nacht nicht mehr in den heimischen Hafen einläuft, nutzt Jonathans Mutter die Chance, die junge Frau zur Ehe mit dem Geistlichen Ezra zu zwingen.

Nach einigen Jahren Seefahrt kehrt Jonathan schließlich zurück und findet Susan als verheiratete Frau und Mutter wieder. Enttäuscht heiratet er die Frau, die ihm von seiner Mutter bestimmt ist. Doch Susan und Jonathan können ihrer Liebe zueinander nicht ausweichen. Da beschließt Ezra, mit seiner Familie nach Australien auszuwandern, wo dringend Geistliche gebraucht werden. Susan, die sich zunächst gegen diese Pläne gewehrt hat, versucht, in Australien mit ihrer Familie ein neues Leben aufzubauen.

Klassenzwänge und Deportation

Tamara McKinley greift in ihrem Roman das bekannte Thema der Gefangenendeportation nach Australien auf. Sie zeigt, wegen welch geringer Vergehen die Menschen aus England deportiert werden konnten. Sie schildert aber auch, mit welcher Brutalität einige der Strafgefangenen die Situation zu ihren Gunsten nutzten. Die brisante Mischung verzweifelter Gesetzloser, demotivierter Aufsichtskräfte und anderen Auswandern, die hoffen, im neuen Land ihr Glück zu finden, führt zu einer gnadenlosen Verrohung der Sitten in den Kolonien. Besonders die jungen Frauen, die oftmals aufgrund von Bagatellen deportiert wurden, die häufig auch eine Vergangenheit als Straßendirne hatten, sind gefährdet.

Annäherung der Kulturen

Feinfühlig erzählt Tamara McKinley vom Kampf der weißen Siedler, die sich eine neue Existenz aufbauen möchten. Ebenso schildert sie aber auch die Verzweiflung der Einheimischen, die in den Weißen Eindringlinge erkennen, die ihr Jahrhunderte altes Wissen und ihre Kultur zerstören und sich am, von den Göttern zugewiesenen, Gebiet der Stämme gütlich tun. Weil die Autorin darauf verzichtet, Gut und Böse zuzuteilen, verfällt das Buch nicht in einen weinerlichen Ton, der das Schicksal der einen oder anderen Seite beklagt. Vielmehr weckt sie mit ihren Erzählungen sowohl Verständnis für die Haltung der Siedler, als auch für das Vorgehen der Stämme, die versuchen sich gegen die weißen Eindringlinge zur Wehr zu setzen.

Teil einer Saga

„Träume jenseits des Meeres" ist das erste in Deutsch übersetzte Buch von Tamara McKinley, das nicht als Einzelbuch veröffentlicht wurde, sondern Teil einer Saga ist. Obwohl die Geschichte rund um die Familien von Susan und Jonathan spannend und feinfühlig erzählt werden und man durchaus wissen möchte, wie sie weitergehen, ist es schade, dass die Autorin von ihrer bisherigen Erzählweise abweicht. So werden die Familiengeschichten etwas hölzern und konstruiert, was dem starken Buch nicht zugute kommt.

Buch der großen Gefühle

Gewohnt ist man von Tamara McKinley, dass immer auch große und tragische Gefühle in die Romane hineinspielen. Dies ist auch bei „Träume jenseits des Meeres" nicht anders. Allerdings scheint es, als würde hier mit etwas größerer Kelle angerührt als in früheren Romanen. So ist dieses Buch eher für Leserinnen und Leser geeignet, die auf der Suche nach den ganz großen Gefühlen sind und die sich von tragischen Liebesschicksalen nicht abschrecken lassen. Für andere dürfte es - trotz der soliden Grundgeschichte - dann doch etwas zu gefühlslastig werden.

Träume jenseits des Meeres

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