Die Truhen des Arcimboldo

Erschienen: Januar 1995

Bibliographische Angaben

  • Rütten und Loening, 1995, Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Gefahr für das Erste Vatikanische Konzil

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Aug 2007

Im Jahr 1869 berief Papst Pius IX. ein Vatikanisches Konzil mit dem Zweck ein, die Unfehlbarkeit des Papstes zum Dogma zu erklären. Kurze Zeit später begann in Europa das große Säbelrasseln, das in den preußisch-französischen Krieg von 1870 mündete, der den Vatikanstaat einen Großteil seines Territoriums kostete. In diese politisch brisante Zeit hat Hanjo Lehmann seinen großangelegten Roman gesetzt, der jedoch noch andere Gegebenheiten der Zeit anspricht.

Die Truhen des Arcimboldo

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Letzte Kommentare:
28.08.2018 19:08:59
Horst Bumb

Ich habe das Buch , welches ich zufällig in die Hände bekam, Erstausgabe Taschenbuch, geradezu verschlungen. Es ist toll geschrieben und ich hatte mir an sich eine Fortsetzung vorstellen können, da das Ende relativ offen geblieben ist. Leider habe ich jahrelang vergebens gewartet. Aber vielleicht kommt ja noch etwas. Würde mich freuen.

21.12.2012 13:32:14
Herbert Richter

Zweifellos ein sehr spannender Roman mit gutem historischen
Hintergrund.Aber die(durchaus
berechtigte)Kritik gegen die
katholische Kirche hätte viel
sachlicher und weniger polemisch sein sollen.Das Kern-
stück des Romans,auf welches mit großer Bravour und (leider)
massiven Sex-szenen hingearbei
-tet wurde,ist freilich jenseits
jeglicher Historizität:Authenti-
che,zeitgenössische Schriften(wie hier:Andreas-Briefe)sind
reine Erfindung.Schlagkräftige
Argumente gegen die Herrscher-
allüren zahlreicher Päpste könnte
man in der Bibel oder (wenn es
schon außerbiblisch sein muß)
gerade in dem Petrus- oder
Nikodemus-Evangelium finden
odefr in den juden-christlichen
Pseudo-Clementinen.

09.04.2012 10:01:48
finsbury

Nicht nur die nervtötenden Sexszenen beeinträchtigen die Lektüre, auch
die sehr offensichtlich auf die Kritik hin gestalteten religiösen
Schriften, die der Schlosser Luigi in den geheimen Kammern des Vatikan
findet, machen aus diesem Roman keinen großen, sondern eher
unterdurchschnittlichen Roman. Schade, denn die miteinander
verschränkten Themen des Vatikanischen Konzils über die Unfehlbarkeit
und die Präliminarien zum Bau des Gotthardtunnels sind sehr dankbare und
interessante Themen. Dankbar war ich auch für die Auszüge aus den
"Berlinischen
Nachrichten", von deren Authentizität ich mal ausgehe. Sie zeigen, dass
es auch damals schon mutige und freie Presse gab, die die Leser kritisch
unterrichteten.

27.03.2010 01:05:52
WolfgangWUHR

Ein Buch, welches mich etwas ratlos zurückgelassen hat.
Die Idee ist gut, über geheime Schriften aus biblischer Zeit spekulieren zu lassen, zumal die Entdeckung der gnostischen Schriften und deren Veröffentlichung bspw. durch Schneemelcher eine spannende und unbekannte Lehre ans Tageslicht brachten. Warum also nicht daran anknüpfen?
Die Geschichte während des Vaticanum I hat auch seinen Reiz, da wohl den meisten Lesern hierüber nichts bekannt sein dürfte. Die Zeitungsartikel und die Personen bringen uns den Kampf des letzten Diktators der Kirche, Papst Pius IX, mit der Moderne, dem italienischen Staat usw. ein wenig näher. Kirchengeschichte in Romanform - und der unwissende Leser erfährt, wie es zur "Unfehlbarkeit des Papstes" und dem Protest der Altkatholiken kam. Bis hierher ein interessantes Buch, welches ich insofern ohne Weiteres empfehlen kann.
Aber dann der Missgriff Lehmanns in die Sexkiste. Mag ja sein, dass unser Ingenieur ein Abenteuer hat, welches man auch einmal 2-3 Seiten schildert. Aber, dass sich das Ganze über unendlich viele seiten hinzieht ohne auch nur wirklich ergiebig für den Fortgang der Geschichte zu sein - das stört. Ich gestehe, dass ich die Seiten überflogen habe und gehofft habe, dass irgendwann wieder eine vernünftige Handlung zu entdecken ist.
FAZIT: Es hätte ein sehr großes Buch werden können. Plot und Gestaltung würden dies garantieren - es verliert aber durch die Vorstellung "Sex sells". Schade!!!

24.09.2007 21:57:44
Bibliophilos

"Die Truhen des Arcimboldo" ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein historischer Roman nicht sein sollte: Zusammengeklatschte Handlung ohne Ziel und Struktur, die anscheinend nur dazu dient, die Seiten zwischen den zahlreichen SM- und Vergewaltigungsszenen zu füllen. Diese wiederum tragen nichts, aber auch wirklich nichts zur Handlung bei und sind vermutlich dazu da, um den Leser, der weniger exotische sexuelle Vorlieben hat, zu quälen (SM, sagte ich ja schon).

Aber "Arcimboldo" ist nicht nur ein historischer Roman, sondern auch ein sogenannter Sakralthriller. Als solcher muss er natürlich irgendeine spirituelle Aussage oder Botschaft enthalten. Und diese Botschaft macht dem Autor wirklich keiner nach: Der Heilige Gral ist ja nach Ansicht der meisten Experten (eine prominente Minderheitsmeinung vertritt W. von Eschenbach) das Trinkgefäß, dass Jesus zum letzten Abendmahl benutzte. Richtig heilig ist er aber eigentlich nur (so nun Lehmann), weil er im weiteren Verlauf der Geschichte zur Aufbewahrung eines von Jesus ausgepupsten Kackhaufens diente. Weil nämlich, wenn wir Lehmann denn so weit folgen wollen, alles vom Menschen Kommende heilig ist. Is ja voll provokant, ey.