Um Mitternacht ab Buckingham Palace

Erschienen: Mai 2021

Couch-Wertung:

57
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Karin Speck
Auf einem Landgut in Irland

Buch-Rezension von Karin Speck Aug 2021

Die Prinzessinnen Elizabeth und Margaret von England sind im Jahre 1941 in London nicht mehr sicher, so die Aussage des Geheimdienstes. Die beiden Mädchen sollen nach Irland gebracht werden. Man verspricht sich Sicherheit für die Schwestern. Der junge Detective Strafford wird sie begleiten und bewachen. Gemeinsam mit der Geheimagentin Miss Celia Nashe begeben sie sich auf einen Landsitz in Irland.

Selbstverständlich darf niemand wissen, wer die Mädchen sind, allerdings machen die lebhaften Schwestern es ihren Aufpassern nicht einfach. Sie sind jung und lebendig und wollen etwas sehen von ihrer Welt. Zusätzlich wird die Bewachung noch dadurch erschwert, dass die Dienerschaft von Clonmillis Hall schalten und walten kann, wie sie möchte. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen in dem großen Haus. Ist es wirklich möglich, die Identität der Mädchen geheim zu halten? Können Strafford und Miss Nashe eine Entführung verhindern?

Junger Strafford

„Um Mitternacht ab Buckingham Palace“ ist zwar bereits der zweite Fall für Detective Strafford, aber durchaus ohne Vorkenntnisse von Band 1 „Tod in der Bibliothek“ lesbar. Diesen Fall löst Strafford bereits 1941, spielt zeitlich also vor Teil 1. Strafford ist hier noch jung an Jahren und Erfahrung, dies spürt man eben auch beim Lesen. Die Handlung kommt nur langsam voran.

Auf den ersten Seiten erfährt der Leser, warum und wieso die englischen Prinzessinnen außer Landes gebracht werden sollen. Dann wird Clonmillis Hall und seine Bewohner vorgestellt sowie einige irische Einwohner. Die politische Gesinnung ist in dieser Zeit nicht unbedingt positiv für die Engländer zu sehen. Dieser historische Hintergrund fließt mit in die fiktive Geschichte rund um die Mädchen ein. Die geplante Entführung und wer sie plant, erlebt der Leser zwar hautnah mit, aber irgendwie will nicht wirklich Spannung aufkommen. Die Handlung plätschert langsam vor sich hin. Weder neigen die Schwestern dazu, sich zu unüberlegten Handlungen hinreisen zu lassen, noch bringen Miss Nashe oder gar Strafford Spannung in die Geschichte.

Es fehlt an Lebendigkeit

Auch wenn sich der Krimi so nach und nach entwickelt und man als Leser diesen genau miterleben kann, fehlt das eigentlich fesselnde Element. Erst ab dem letzten Drittel baut sich etwas Spannung auf, aber dann ist das Buch auch schon vorbei und die Geschichte zu Ende erzählt. Der Autor hat es nicht wirklich geschafft, den einzelnen Charakteren Tiefe zu verleihen oder die jungen Mädchen lebendig werden zu lassen. Obwohl es die eine oder andere Szene gegeben hat, die durchaus zum Schmunzeln einlädt oder unterhaltsam zu lesen ist. Die Prinzessinnen sind noch die interessantesten Charaktere, haben aber leider zu wenige Szenen, um sich durchzusetzen.

Fazit:

Auch wenn dies ein klassischer Whodunit-Krimi ist, hätte ihm ein wenig mehr Spannung gutgetan. So plätschert die Handlung nur langsam vor sich hin, ist dafür aber schnell gelesen. Der Erzählstil ist schlicht und einfach gehalten ohne echte Höhen und Tiefen. 

Um Mitternacht ab Buckingham Palace

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