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Karin Speck
Packende Geschichte eines Kreuzzuges

Buch-Rezension von Karin Speck Sep 2021

Das Schicksal führt die junge Handwerkerstochter Aveline im Jahre 1189 auf den Kreuzzug Richtung Jerusalem. Ihre Reise wird von vielen Gefahren begleitet. Zunächst endet ihre Reise in Akkon. Schnell muss die junge Frau erkennen, so einfach ist die Sache gegen die Heiden zu kämpfen nicht. Auch der Wundarzt Étienne hat sich dieses Leben einfacher vorgestellt. Während die Hafenstadt belagert wird, kommen sich der junge Wundarzt und die fremde Frau näher, aber ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. Können sie ihr Schicksal meistern? Werden sie das Heilige Land befreien und ans Ziel ihrer Träume gelangen?

Akkon wird belagert

Der Religionskrieg hält die Welt im Jahre 1189 in Atem. Jeder will dabei sein und Jerusalem befreien. Doch zunächst gilt es, die Hafenstadt Akkon zu sichern, um einen sicheren Zugang zum Heiligen Land zu haben. Die westlichen Herrscher haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Doch Friedrich Barbarossa erreicht nicht einmal das Ziel und Philipp von Frankreich und Richard Löwenherz sind zerstritten. Was bleibt, ist das einfache Heer. Der Wundarzt Étienne und Aveline gehören dem einfachen Heer an; ihr Schicksal, schildert Juliane Stadler hier. Sie erzählt davon, wie die beiden Protagonisten auf ihren Weg auf den Kreuzzug gelangt sind. Immer im Wechsel mal von Étienne, um dann wieder zu Aveline zu wechseln.

Das Leben im Jahre 1189 im Heer

Die Genauigkeit, mit der die Autorin die Leben ihrer beiden Hauptfiguren schildert, ermöglicht einen tiefen Einblick in das Leben des 12. Jahrhunderts. Étienne ist ein nachgeborener Sohn und von Adel, hat aber nichts zu erwarten. Die Autorin hat seine Gefühle, sein Leben und seine Ängste greifbar in Szene gesetzt. Was den jungen Mann dazu bewogen hat, mit auf diesen Kreuzzug zu gehen, wie er dazu kam, überhaupt erst Wundarzt zu werden, erzählt sie detailreich.

Der zweite Erzählstrang befasst sich mit Aveline. Sie ist ebenfalls unterwegs, um ihr Leben neu zu ordnen. Auch hier schildert Juliane Stadler akribisch aus dem Leben dieser Frau. Auch wenn es hier sicherlich Szenen gibt, da man mit den Augen rollen möchte und sich denkt, nicht schon wieder, hat es die Autorin doch verstanden, Avelines Handlungsweise glaubwürdig zu schildern.

Fiktive Geschichte spannend erzählt

Das Leben vor Akkon und was der Krieg den Menschen abverlangte, beschreibt Stadler eindrucksvoll. Eigentlich kann man es fast nicht glauben, dass dieses Buch ihr Debütroman ist. Ihr Erzählstil ist fesselnd von Anfang bis Ende. Die politischen Hintergründe hat die Autorin geschickt mit ihrer fiktiven Geschichte verwoben. Der Fokus auf das Leben der einfachen Leute, wechselt zu den Herrschenden und gibt spannende Einblicke in das Leben dieser Charaktere. Auf diese Weise beleuchtet sie die Geschehnisse von allen Seiten. So findet man sich als Leser auch auf Seiten der Sarazenen wieder. Vor allem den Statthalter von Akkon Baha ad-Din Karakush hat Juliane Stadler glaubhaft in Szene gesetzt.

Die Aufmachung dieses Hardcovers kann man wirklich als gelungen bezeichnen. Es sind kleine Karten der Zeit vorhanden, ein Nachwort klärt die historischen Fakten und trennt Fiktion und Wahrheit, ein Personenverzeichnis sorgt für den Überblick über die Protagonisten und ein Glossar der fremden Begriffe gibt Aufklärung über eben jene. Sogar ein Lesebändchen ist vorhanden.

Fazit:

Juliane Stadler hat einen historischen Roman erschaffen, der einen in die Welt des 12. Jahrhunderts entführt. Sie erzählt authentisch von den Ereignissen vor Akkon und von den Menschen dieser Zeit. Ein gelungener Debütroman, der Hoffnung auf mehr von dieser Autorin macht. 

Krone des Himmels

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