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Rita Dell'Agnese
Die verwirklichten Träume

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2020

Marie ist ein aussergewöhnliches Kind. Das Mädchen ist nicht nur die Klassenbeste, es versteht es auch, den russischen Inspektor zu täuschen, der in der kleinen polnischen Privatschule kontrolliert, ob sich alle an die Befehle der Besatzer halten. Obwohl der Hass sie beinahe verzehrt, vermag Marie dem Inspektor zu trotzen. Die Stärke des Kindes scheint erst zu zerbrechen, als zunächst die ältere Schwester von einer Krankheit dahingerafft wird und bald auch die geliebte Mutter an Typhus stirbt.

Der verzweifelte Vater schickt seine Tochter aufs Land, wo sie neuen Lebensmut fasst. Marie träumt davon, in Paris zu studieren – einen Traum, den sie mit ihrer älteren Schwester teilt. Während einiger Zeit unterstützt sie ihre Schwester bei der Umsetzung des Traums, dann folgt sie ihr nach Paris. Nach einigen schlechten Erfahrungen in Sachen Liebe begegnet Marie dem Physiker Pierre Curie und findet in ihm nicht nur einen prägenden Wissenschaftler, sondern auch die grosse Liebe.

Eintauchen in eine andere Welt

Susanna Leonard macht keinen Hehl daraus, dass ihr die Forscherin und Kämpferin Marie Curie besonders am Herzen liegt. Die Autorin gibt der berühmten Persönlichkeit nicht nur ein Gesicht, sie hebt auch den Schleier über das Leben der Wissenschaftlerin, inklusive deren Kindheit. Schon nach wenigen Seiten versinken die Leserinnen und Leser in der Welt des 19. Jahrhunderts, genauer in Polen, wo sich die Menschen der strengten Diktatur der russischen Besetzer beugen und ihre eigene Identität verleugnen müssen.

Schlüssig und in einem angenehmen Tempo erzählt Susanna Leonard, wie aus dem intelligenten Kind eine kämpferische junge Frau wird, die es sich nicht nehmen lässt, ihr Leben der Wissenschaft zu widmen. Dank der empathischen Erzählweise der Autorin vermögen die Leserinnen und Leser die gescheiterte Liebe zu Kasimir ebenso mitzuerleben, wie die Verbindung zu Pierre Curie, die alles möglich macht.

Faszinierende Perspektive

Für ihren Roman wählt Susanna Leonard eine faszinierende Perspektive. Sie stellt die bereits ältere Marie Curie in den Mittelpunkt des aktuellen Geschehens und stellt ihr immer wieder Personen zur Seite, die sie dazu drängen, aus ihrem Leben zu erzählen. Die verschiedenen Episoden geben einen guten Überblick über die Vergangenheit, ohne dass die zwangsläufigen Brüche darin zu einem Problem würden. Die Erzählung der alten Frau, die auf ihr Leben zurück blickt, ist schlüssig und von grosser Nähe geprägt. Die Autorin erzählt so angenehm, dass man der Geschichte zum Einen gut zu folgen vermag, zum anderen aber keine Längen erlebt.

Fazit:

Eine starke Persönlichkeit so gekonnt in Szene zu setzen, ist eine überzeugende Leistung. Susanna Leonard nimmt ihr Publikum mit auf eine Zeitreise und führt sie zugleich an verschiedene heikle Themen heran, ohne den Roman mit zu viel Ballast zu beschweren.

Madame Curie und die Kraft zu träumen

Madame Curie und die Kraft zu träumen

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