Sinuhe der Ägypter

Erschienen: Januar 1955

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 1945, Titel: 'Sinuhe Egyptiläinen', Originalausgabe

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In Form bekenntnishafter Tagebuchaufzeichnungen schildert der alte Arzt Sinuhe in 15 Büchern sein turbulentes Leben um 1390-35 v. Chr. zur Zeit des Pharao Echnaton in Ägypten.
Sinuhe wird in einem Binsenkorb an das Ufer des Nils geschwemmt und von dem Armenarzt Senmut sowie dessen Frau Kipa aufgefunden und großgezogen. Sinuhe (altägyptisch: Arzt) macht sich den Beruf seines Vaters zum Vorbild und beginnt eine Ausbildung zum Arzt im »Haus des Lebens«. Er empfängt die unteren Weihen eines Ammonpriesters, glaubt jedoch nicht an diesen Gott, da ihm das Verhalten der Priester gezeigt hat, dass sie Ammon machtpolitisch missbrauchen. Als der Pharao Amenophis III. im Sterben liegt, soll Sinuhe dem königlichen Schädelöffner assistieren. In der Nacht vor dem Tod des Pharao erteilt dessen Sohn Echnaton Sinuhe den Befehl, ihm in die Wüste zu folgen und mit ihm die Offenbarung seines Gottes Aton zu erleben.
Im »Haus des Lebens« lernt Sinuhe die schöne Kurtisane Nefernefernefer kennen, der er verfällt und die sich an ihm bereichert. Er überschreibt ihr nicht nur sein Hab und Gut, sondern auch das Haus und Grab seiner Eltern, die vor Gram sterben. Entsetzt über sein Vergehen, macht er sich mit seinem getreuen Diener Kaptah nach Syrien auf, um seine ärztliche Kunst weiter zu vertiefen. Ihre Reise führt sie nach Smyrna und Babylon, wo sie die den Göttern geweihte Jungfrau Minea entführen, in die sich Sinuhe verliebt. Die ganz ihrer göttlichen Berufung verpflichtete Minea lässt sich auf Kreta dem Gott Minotaurus zum Opfer darbringen. Als Sinuhe verzweifelt in das Labyrinth eindringt, deckt er den Betrug der Priester auf, die die Jungfrauen und Jünglinge ermorden, um die religiöse Legende um das Ungeheuer Minotaurus aus machtpolitischen Gründen am Leben zu erhalten. Auf seinen weiteren Reisen muss Sinuhe viele Abenteuer und Gefahren bestehen, während in Ägypten unter Echnatons Herrschaft das Reich seinem Untergang entgegenzuschreiten scheint. Echnaton, der die neue Religion des Sonnengottes Aton eingeführt hat, hat den Ammonkult verboten und die ehrwürdige Königsstadt Theben aufgegeben. Die Priesterschaft des Ammonkults richtet sich gegen den neuen Gott und seinen Pharao, bald entsteht ein Bürgerkrieg. Der friedliebende Echnaton vermag nicht zur Gewalt zu greifen und geht unter. Sinuhe bekennt sich zu dem gestürzten Gott Aton und wird von dem einstigen Feldherrn Haremhab, der selbst den Pharaonenthron erringen konnte, in die Verbannung geschickt, wo er verbittert seine Lebensgeschichte niederschreibt.

Sinuhe der Ägypter

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Letzte Kommentare:
26.04.2019 18:27:39
RogerB

Ich weiß nicht mehr, ob ich Sinuhe der Ägypter oder Minutus der Römer zuerst gelesen habe. Irgendwann so um's 15./16. Lebensjahr herum.

In diese 1000-Seiter falle ich quasi hinein und komme nach eniger Zeit, wieder heraus und wundere mich, wieder in der Neuzeit zu stehen.
Mika Waltari ist schon eine Klasse für sich.
Zwar gibt es vele Charaktere und Ereignisse auf dem Weg, aber alles ist nahe an den geschichtlichen Tatsachen.

Ich finde es zwar auch schön ↨@speedy208, wenn im Buch zumindest eine Karte am Ende eingeklebt ist, aber Voraussetzung ist das nicht.
Denn wer sich ernsthaft für die Epoche interessiert, kann ja alles ausführlich nachlesen.
Heutzutage benutze ich dafür viel die Wikipedia auf meinem Tablet, das beim Lesen daneben liegt.
So ein Buch in 6 Monaten zu lesen, kann keinen Spaß machen, das verstehe ich. Es ist ein Roman. Eine Woche in den Ferien sollte reichen und dann hat's auch Tempo.

22.03.2018 14:15:43
speedy208

Das Buch war eine Zumutung - und nicht nur wegen des Umfangs, sondern auch wegen der vielen Ereignisse, Personen und vor allem des Layouts.
Es fing gut an, der Klappentext schürte meine Neugier, obwohl ich so gar nix mit Ägypten bis dato anfangen konnte, aber Tutenchamun, Horemheb, Nofretete und Ramses kannte ich natürlich. Aber da im "Literaturclub" au eine neue Übersetzung von A.Ludde eingegangen wurde (direkt von Finnisch-Deutsch) dachte ich, ich könnte mal diesen Klassiker mir zu Gemüte führen. Aber bis ich endlich mich voll auf das Buch konzentrieren konnte - ich merkte schon im 1.Kapitel und 3.Subkapitel, dass ich ohne Hintergrundmaterial nicht auskam -, musste ich mir aus dem Netz die Karten Altägyptens (Ober- & Unterägypten, Nachbarstaaten), die Bios der Hauptpersonen, der Stämme (Hethiter u.ä.) zusammensuchen, ausdrucken und buchlayout-konform einbetten ins Buch. Denn: Bastei Lübbe hat nur den Inhalt geliefert, einen ansprechenden Umschlag, aber leider sonst weder Hintergrundinfos noch Kartenmaterial. Sehr beschämend, dass der nicht-ägyptophile Leser so im Stich gelassen wird vom Verlag. Jedenfalls - obwohl ich historische Romane sehr mag -ist das ein Armutszeugnis. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, wo andere einfach mal lesen. Ich aber wollte wissen, wie, wo, was. Und als ich das Buch fertig gebastelt habe - samt Inhaltsverzeichnis mit den Kapiteln von der allerletzten Seite nach vorn verschoben - konnte ich endlich zu lesen anfangen.
Die ersten Kapitel lasen sich spannend und faszinierend; man konnte richtig in die Antike eintauchen. Je weiter man aber kam, desto mühsamer wurde das Lesen, so dass ich es plötzlich mit "1001 Nacht" hielt, d.h. je Woche nur ein Kapitel, weil es mich einfach ermüdete. Die letzten beiden Kapitel verschlang ich allerdings am letzten Sonntag und beendete diesen 1101-Seiten Schinken nach gut 6 Monaten!
Alles in allem ein Sittengemälde der Zeit, leider aber zu langatmig. Besser wäre es gewesen, das Buch aufzuteilen - was heutzutage ja Mode ist bei Autoren + Verlagen . Denn 1101 Seiten liegen schwer im Magen, vor allem, weil der Verlag es nicht für nötig befand, dem Buch nicht nur eine Intro betr. Zeitgeschehen, Personenregister (who is who) und Kartenmaterial mitzugeben. So bleibt ein schaler Geschmack. obwohl der moderne Leser sehr viel von dieser Zeit mitnehmen konnte. Bei diesem Buch habe ich mich zum ersten Mal nie gefragt, was ist erfunden, was ist/war real - irgendwie schien es offensichtlich. Da das Buch auf der Bio des Sinuhe basiert, nahm ich das als bare Münze; der Autor hat allerdings die Story gut verwoben, und dass Horemheb sein bester Freund war? Nun ja, gehen wir davon aus, dass das so war, war doch Sinuhe der Leibarzt des Pharao. Daran ist nix zu rütteln, auch wenn man die Helden geschickt verwebt, wo vielleicht gar keine Verbindung bestand, ist das künstlerische Freiheit. Für mich aber kam die Story nüchtern daher, keine Spur von Humor, Übertreibung, Fantasie oder Schönrednerei.
Man konnte immer erraten - schön fand ich die Bezeichnung für die gestreiften Esel (Zebras) oder die gefrässigen Fische des Nils (Krokodile) -, was was heute ist. Und noch eins hat mich sehr ernüchtert: am Anfang dachte ich wirklich, Theben sei New York. Irgendwie wurde ich diese Vorstellung während des ganzen Romans nicht los. Ebenso, dass Ägypten damals die Rolle der heutigen USA spielte - Vormachtstellung, Grossmacht. Und die Hethiter waren für mich während 3/4 des Buchs die Osmanen, bis ich begriff, dass ich falsch lag, den diese waren ein indo-germanischer Stamm (Hethiter), die später eben zu "Barbaren" wurden. Aber das Erstaunlichste war und ist die Aktualität: Syrien, Flüchtlinge, Sklaven, Besatzung, Vertreibung, Verbannung, Meuchelmorde, Macht - all das rund ums östliche Mittelmeer und den Nil.
Ich bin froh, das Buch fertig gelesen zu haben, werde es aber bestimmt nicht noch einmal durchkauen - im Gegensatz zu "Vom Winde verweht". Ich fand's interessant, lebendig, zeitgenössisch, und damit hat sich's. Schade nur, dass der Verlag sich nicht mehr Mühe mit der Aufmachung des Buches gab.

04.05.2017 14:47:26
Ursula

Den Sinuhe entdeckte ich dank einer Radiosendung über gute Bücher, die Hörer empfahlen. Ich habe mir eine sehr schöne gebrauchte Ausgabe von 1963 gekauft und das Buch vom ersten Wort an geliebt. Das Leben des Ägypters wird so realitätsnah beschrieben, dass man nach der Lektüre glaubt, im damaligen Ägypten bzw. in der damaligen Welt zu Gast gewesen zu sein. Ich bin Geschichtslehrerin - nichts fasziniertihdie meine Schüler so sehr, als wenn ich über Sinuhe erzähle. Es ist für mich, als ob ich über einen alten Bekannten spreche, den ich sehr mag, und da springt der Funke offensichtlich über.

22.02.2014 21:59:30
John Olbers

Ich habe das Buch seit nunmehr 50 Jahren wieder einmal gelesen und war verblüfft, dass mich die Geschichte einer fiktiven Gestalt in einem weit entfernten Land mit einer völlig fremden Kultur noch einmal so mitgerissen hat, dass ich nicht aufhören konnte weiterzulesen. Mein Interesse für die altägyptische Kultur ist durch dieses Buch geweckt worden.

23.11.2013 13:49:07
Ingrid Schrader

Nach genau 50 Jahren habe ich - sozusagen als Jubiläum - mein Lieblingsbuch wieder einmal gelesen, und ich bin erstaunt, daß mich Sinuhes Lebensgeschichte heute noch genau so fesselt, nachdenklich macht und zum Lachen bringt wie im Jahre 1962/63 als ganz junges Mädchen.
Später las ich die "Joseph-Trilogie" von Thomas Mann.: Die drei Bücher mich haben mich fasziniert und sehr amüsiert, ist ihr Hintergrund doch zeitlich und örtlich ähnlich wie bei Sinuhe (Ägypten, vorderer Orient). Litararisch ist Thomas Mann unübertroffen - - - aber richtig gern lese ich Mika Waltaris Meisterwerk.

28.06.2013 21:15:23
Christian Rössle

Ich liebe diese Buch und lese es seit mienr Kindheit alle paar Jahre. Die fesselnde Erzählweise von Sinuhe ist einfach magisch. Wunderbare Freundschaft mit Kaptah, tolle Beobachtungen der damaligen Welt (wie bei Herodot). Und im Hintergrund die packende Geschichte von Echnaton und seine religiöse Revolution.

17.09.2011 20:01:24
Siegbert Meier

Ich habe dieses Buch zu meinem 12. Gerbutstag (1957) bekom-men, und ich habe seit diesem Tag nicht mehr aufgehört, zu lesen. Noch eine eindrückliche Erinnerung verbindet mich mit diesem Buch: während der Film-vorstellung (mit Richard Purdom, Victor Mature und Peter Ustinov) ging das Licht an, und der Kinobetreiber informierte über die Ermordung J.F. Kennedy\'s.

05.07.2011 17:44:00
portoroz

Sinuhe war das erste Buch, das ich vor vielen Jahren über das alte Ägypten gelesen habe und es hat mein Interesse für dieses Land und seine Geschichte geweckt. Als ich dann die Tempel und Pyramiden am Nil besuchen konnte, wurde ich immer wieder an diesen Roman erinnert und nahm ihn wie einer meiner "Vorschreiber" erneut in die Hand. Und wieder war ich begeistert!

04.07.2011 22:46:18
Reila

OK, ich bin erst 15 und werde jetzt nicht so eine lyrische Zusammenfassung hinbekommen, trotzdem.
Ich finde das Buch toll, Sinuhe beschreibt auf eine pessimistisch, aber sehr ehrliche Weise seine Welt. Er hat viel schlechtes erlebt und dadurch den Glauben an das Gute verloren. Seine Gedanken werden so gut beschrieben, dass sie selbst einer Optimistin wie mir gefallen und zachvollziehbar sind. Der Roman spielt zwar in einer Vergangen Zeit, dennoch ist der Inhalt zeitlos und oft fallen mir Zitate daraus ein, die ich für mein Leben nutzen kann. Ein Buch, das Spaß macht zu lesen und auch lehrreich ist. Ohne Lügen, ohne Versuche sich herauszureden, ist mir Sinuhe die ganze Zeit sympastisch. Er geht seinen Weg und ist ein besonderer Arzt. Es gibt traurige und fröhliche Szenen, aber alle snd gleich schön. Es ist das Leben, einer verloren Seele, die zu oft verletzt wurde.
Ich kann es nur empfelen. Es ist für fast alle Altersgruppen geeignet.

28.01.2011 19:26:00
Hans Hermann Bodewig

Das Buch Sinuhe der Ägypter schildert das Wissen der 30ger Jahre.
Heute würde er vor allem Kreta und Atlantis anders beschreiben.
Das Schöne an Mikal Waltari ist die Verknüpfung von Historie und Fiktion. Ein wenig Karl May um sich mit dem Helden zu Identifizieren.
Der Held ist dabei die Geschichte zu verändern, doch sind es die Widrigen Umstände die eben dieses Verhindern.
Aber Mikal Waltari schreib bestes Kopfkino.
Hans Hermann Bodewig

01.12.2010 15:48:20
J. Durrer

Ich muss J. Metzger leider zustimmen. Ich bin eine begeisterte Leserin von historischen Romanen und es kommt praktisch nie vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese. Trotzdem konnte ich dieses Buch nicht zu Ende lesen, denn nach dem 1. Drittel wird einem das Buch einfach zu mühsam zum lesen. Schade, denn die historischen Details sind eigentlich sehr interessant.

29.08.2010 16:43:14
aida

Sinuhe hat sofort mein Herz erobert. Sogar als Mörder bleibt er für mich eine symphatische Person, mit der ich mitlebte, mitlitt und mich freute.
In keiner Phase ist der Roman langweilig. Der Autor schreibt nüchtern, an manchen Stellen melancholisch und mit Humor.
Die Idee des vorherbestimmten Schicksals, die sich durch den ganzen Roman zieht, gefällt mir persönlich sehr gut.
Durch die vom Autor gut recherchierte Faktenfülle über das Leben in der damaligen Zeit sah ich ein lebendiges buntes Bild vor meinem inneren Auge. Auch die typisch orientalische sehr blumige Sprache unterstützt dieses Bild und schreckte mich nicht ab.
Ich habe diesen Roman jetzt schon mehrmals gelesen und bin ihm immer wieder voll verfallen.

30.07.2010 18:32:01
Gianni

Das Buch vereint alles Romantik, Geschichte, Religion, Medizin, Macht, Korruption und vieles mehr. Die Lektüre kann ich weiter empfehlen. Auch bringt es die damalige Kultur ägyptens näher. Nach über 20 Jahren habe ich das Buch wieder gelesen und es hat mich gepackt. Mika Waltari schafft es die Geschichte spannend und lehrreich zu erzählen, als ob man selber in der Handlung involviert wäre.

03.01.2010 16:03:03
busy p

Wenn mann sich erst mal durch die ersten, am Anfang sehr mühselig zu lesenden Seiten, gekämpft hat, bin ich sicher, daß es immer schwieriger sein wird, sich von diesem Buch zu lösen.
Nicht nur, daß waltari sehr detailverliebt über die alte zeit schreibt, mit der selben Sorgfalt projeziert er dich in die Figur des Sinuhe. Es bleibt im Prinzip keine Frage an dem irrationalen Handeln der Hauptfigur unbeantwortet. Man kann sich beim lesen vollkommen der Wiedrigkeiten dieses bemitleidenswerten Mannes hingeben.
Spannung, feinfühliger Humor, schallendes Lachen, Romantik, Intrigen.
Eines meiner Lieblingsbücher!

20.04.2009 15:37:36
J. Metzger

Ganz ehrlich: ich habe das Buch nach ca. einem Drittel weggelegt. Ich will nicht in Abrede stellen, dass alles gruendlich recherchiert ist und auf historische Dokumente zurueckgeht. Seinen Rang hat das Buch sicher verdient. Aber der Autor verliert sich nach meiner Meinung zu sehr in Details, zu lange "schwadroniert" der Erzaehler ueber die Goetter, Politik und seine Umwelt. Das sind fuer sich genommen sicher interessante Fakten, aber das so lieblos in diesem lamentierenden Ton aneinander zu reihen, hat mir absolut nicht gefallen.

Dieser gestelzte und süssliche Sprachduktus wie aus einer schlechten Lateinübersetzung tut ein übrigens, um das Vergnügen an der Lektüre zunichte zu machen.

Hält man sich gute Gegenbeispiele vor Augen, wie beispielsweise den "Alatriste" von Arturo Perez-Reverte, den ich vor kurzen gelesen habe, dann wird einem gezeigt, wie es richtig geht.

18.03.2009 17:32:31
Lukas Hofheinz

Interessant ist, wie die verschiedenen Schicksalstränge der Charaktere zusammen verwoben sind, und sich mit der Zeit immer mehr zu einem Ganzen herausbilden. Wie geschickt Mika Waltari den ägyptischen Arzt, Sinuhe, in die historischen Ereignisse involviert und den Spannungsgrad beibehält ist ohnesgleichen. Das Buch ist neben dem spannenden Handlungsstrang sehr Lehrreich, auch wenn manche historischen Ereignisse oder Erkenntisse an manchen wenigen Stellen aus ägyptologischer Sicht überholt sein kann da das Buch mittlerweile über ein halbes Jahrhundert alt ist.

04.08.2008 23:49:23
Walter Geissbühler

Im Anschluss an eine Reise durch Aegypten habe ich das Buch nach vielen Jahren erneut gelesen und war fasziniert über die fesselnden Schilderungen Waltaris. Der Mix aus Dichtkunst und der Nacherzählung historischer Geschehnisse ist gekonnt und packend. Die Lektüre von Sinuhe der Aegypter ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich.