Kampf der Imperien

Erschienen: November 2019

Bibliographische Angaben

Dietmar Schmidt (Übersetzung)

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73

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Annette Gloser
Wie man seinen Krieg bekommt

Buch-Rezension von Annette Gloser Mai 2020

Im Jahr 202 v. Chr. hat Rom seinen Konkurrenten Karthago zum zweiten Mal besiegt. Doch schon bald zeichnet sich ein neuer Konflikt ab, diesmal im Osten. Philipp V. von Makedonien versucht, seine griechischen Nachbarn unter seine Herrschaft zu zwingen. Als die ersten Griechen sich mit der Bitte um Hilfe an Rom wenden, reagiert der Senat ablehnend. Doch Titus Quinctius Flamininus wittert seine Chance: Ein Krieg mit Makedonien könnte ihm ein hohes Kommando im Heer, politische Ämter und unermessliche Reichtümer eintragen. Und so beginnt Flamininus, alles zu tun, um endlich seinen Krieg zu bekommen. Philipp dagegen ist nicht sonderlich interessiert an einem Krieg mit Rom. Er will Griechenland! Dabei ist ihm jedoch klar, dass er römischen Interessen in die Quere kommt. Und eines wird Philipp auf gar keinen Fall tun: Den Forderungen und Weisungen des römischen Senats nachkommen. Wenn die Römer Krieg wollen, so sollen sie ihn haben.

Die Entstehung eines Weltreichs

Ben Kane schildert in diesem Roman eine entscheidende Phase römischer Geschichte. Aus dem kleinen Dorf im sumpfigen Tibertal ist bereits eine respektable Stadt geworden, mit hohen politischen Ansprüchen und großem Einfluss in allen Ländern rund um jenes Gewässer, das die Römer ganz schlicht „Mare nostrum“, also „unser Meer“ nannten und damit schon mal deutlich ihre Besitzansprüche darlegten. Nach dem Sieg über Hannibal bei Zama ist der große Gegner Karthago erst einmal ausgeschaltet und Rom hat militärische Reserven für die Auseinandersetzung mit anderen unliebsamen Nachbarn frei. Der Krieg zwischen Rom und dem makedonischen Herrscher Philipp V. wurde letztendlich für Rom das Sprungbrett zur Großmacht, die das Mittelmeer beherrschte und ohne die in diesem riesigen Gebiet faktisch gar nichts ging. 

Mit der ihm eigenen akribischen Genauigkeit hat Ben Kane den Konflikt erforscht und im Roman viele Details zusammengetragen, die es dem Leser erlauben, die Entstehung und den Verlauf dieses Krieges sehr genau mitzuverfolgen. In seinem Nachwort geht der Autor auch darauf ein, mit welchen nachweisbaren Fakten er arbeiten konnte und wo er seine Phantasie und seine Logik einsetzen musste.

Viel Krieg, wenig Handlung

Zu Kanes Spezialitäten gehören die ausführliche Schilderung militärischer Exerzitien und die Beschreibung von Schlachten. Auch in diesem Roman nehmen sie einen großen Raum ein. Dabei geht der Autor durchaus gerecht vor und wechselt regelmäßig die Erzählperspektive von Rom nach Makedonien und zurück. Und so erfährt man als Leser sowohl, wie der militärische Alltag römischer Soldaten aussah als auch, wie die Makedonier ihre Soldaten ausbildeten. Auf makedonischer Seite ist es der Phalangit Demetrios, bei den Römern die Legionäre Felix und Antonius, deren Lebensweg sie in den Krieg führt. Allerdings ist die Geschichte dieser Protagonisten nicht sonderlich tief ausgeführt und außerhalb von Übungseinheiten und Schlachten haben sie nicht wirklich viel Handlung zu bestreiten. Der Focus des Romans liegt eindeutig auf dem Militärischen und weitschweifige Familiengeschichten oder Liebesdramen würden da wohl nur stören. Dabei sind sowohl Demetrios als auch Felix und Antonius durchaus sympathische Menschen und man verspürt beim Lesen einen Stich des Bedauerns darüber, dass sie in diesem Krieg aufeinander gehetzt werden. Allerdings fehlt ihnen allen das gewisse Etwas, das Flair, das aus einem Transportmittel für die Vermittlung militärischer Feinheiten an den Leser wahre Romanhelden macht, die man im Gedächtnis behält und an deren Schicksal man tieferen Anteil nimmt.

Fazit:

„Kampf der Imperien“ ist ein wohl typisch zu nennender Kane-Roman: Gut recherchiert mit Schwerpunkt auf dem Militärischen. Liebhaber ausführlicher Schlachtenschilderungen kommen hier voll auf ihre Kosten. Zudem ist der historische Konflikt sehr genau nachvollziehbar. Wer ein bisschen mehr anderweitige Handlung  mag und nicht so auf klirrende Schwerter und Blut steht, der wähle lieber ein anderes Buch.

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