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Rita Dell'Agnese
Alles, was ein historischer Roman braucht

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Dez 2020

Um den norwegischen Thron wird erbittert gekämpft. Das macht Jarls Ullfar und Eyvind zu Feinden, obwohl Eyvind Sigrid heiraten wollte, Ullfars Tochter. Als Ullfar erkennen muss, dass ihm Eyvind gefährlich werden könnte, bittet er einen alten Freund Hardo in Sachsen um Unterstützung und bietet ihm Sigrids Hand für einen seiner Söhne an. Von seinem Halbbruder stets drangsaliert, macht sich schliesslich Hardos Sohn Andreas mit seinem besten Freund und Weggefährten Ailmar auf die Reise nach Norwegen – wenn auch eher lustlos. Kaum in Norwegen angekommen, werden Andreas und Ailmar,  wie auch Sigrid und einige andere Frauen, von Jarl Ullfars Hof von Eyvind entführt. Der junge Norweger will sich in einem neuen Land niederlassen. Für seine Siedlungspläne hat er eine grössere Gruppe Abenteurer um sich geschart. Zur Beute Eyvinds zählt auch die Skrälingerin Ingridur, die die Sprache der Einheimischen im neuen Land spricht und notfalls vermitteln soll. Nach einer abenteuerlichen Seereise erreichen die Eroberer ihr Ziel und machen sich gleich daran, neue Städte zu bauen. Eyvind muss allerdings erkennen, dass er sich in seinen Gefährten teilweise getäuscht hat. Sie verfolgen ihre eigenen Ziele und wollen sich ihm nicht unterwerfen. Genauso wenig, wie die einheimischen Skrälinger, die die Eindringlinge zu vertreiben versuchen.

Lebendige Geschichte

Dass das Autorenpaar Iny und Elmar Lorentz, das hinter dem Namen Iny Lorentz steckt, schreiben kann, hat es schon in zahlreichen Bestsellern unter Beweis gestellt. Immer wieder kommt aus der Feder von Iny Lorentz auch Ungewohntes, das abseits des Mainstreams angesiedelt ist. So auch bei diesem Roman, der vom Versuch der Wikinger erzählt, sich in Nordamerika anzusiedeln. Die Geschichte ist lebendig erzählt und zieht die Leserinnen und Leser schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen hinein. Dass das Autorenpaar mit gängigen Klischees und vor allem einem sich wiederholenden Muster der jeweiligen Charakterzusammenstellung arbeitet, kommt bei „Die Saga von Vinland“ etwas weniger stark zum Ausdruck, ist aber nicht zu leugnen. Der geschickten Erzählkunst des Autorenpaars ist es geschuldet, dass die Leserinnen und Leser darüber grösstenteils grosszügig hinweg sehen können.

Leichte Irritationen

Der ungewohnte Schauplatz und die noch nicht bis ins erschöpfende Detail behandelte Geschichte der Wikinger tragen dazu bei, dass dieses Buch immer wieder mit Überraschungen aufwarten kann und dem Publikum viel Neues erzählt. Dennoch bleiben leichte Irritationen da und dort nicht aus: So wirkt es etwa etwas bemüht, einem Skrälinger den Namen Kürbiskopf zu verleihen, weil er für die Kinder aus den Kürbissen witzige Gesichter schneidet – ganz unabhängig davon, ob zu jener Zeit so weit im Norden von Amerika tatsächlich schon im grösseren Stil Kürbis wuchs.

Alle Elemente vorhanden

Letztlich geht es bei diesem Roman aber vor allem um Unterhaltung – und die ist absolut gegeben. Es sind alle Elemente vorhanden, die man von einem historischen Roman erwartet. Liebe, Abenteuer, Kampf – das alles eingebettet in ein spannendes Szenario. Dass das Autorenpaar auf der sicheren Seite des Weges bleibt und auf die sattsam bekannten Muster aufbaut, mag man ihm aufgrund des flüssigen Schreibstils und gefälligen Settings verzeihen.

Fazit:

Man muss nicht Iny Lorentz-Fan sein, um diesen Roman zu schätzen. Ein ungewöhnlicher Schauplatz, gelungene Szenen und funktionierende Charaktere sprechen für sich. Geboten werden Unterhaltung und Informationen, letztes vor allem durch die verschiedenen Anhänge. Nötig ist einzig, sich ohne Vorurteile auf das Buch einzulassen.

Die Saga von Vinland

Die Saga von Vinland

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