Die Schwester der Nonne

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 2006, Titel: 'Die Schwester der Nonne', Originalausgabe

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Rita Dell'Agnese
Dieser Geschichte fehlt der nötige Pfiff

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jul 2007

Wer sich auf den Klappentext verlässt, erwartet ein Buch voller Spannung und dramatischer Ereignisse. Diese finden auch tatsächlich statt. Allerdings muss sich der Leser das Bisschen Spannung hart erkämpfen. Über die Hälfte dümpelt die Geschichte seicht vor sich hin, erzählt im leisen Plauderton, wie es dazu kam, dass Maria bei ihrer Geburt dem Kloster versprochen wurde und wie sich Katharina in den jungen Studenten Klaus verliebt.

Spannung versucht die Autorin mit der skurrilen Figur Tobias zu erzeugen. Der abartige Mönch belauert Klaus und Katharina bei ihrem Liebesspiel, gibt sich seinen Fantasien hin und genießt es, Klaus zu überfallen und ihn in den kirchlichen Kerker zu schleppen, wo der junge Mann mit Billigung des ebenfalls abstrusen Propstes Benedictus gefoltert wird. Hieronymus Preller gelingt es zwar, den Studenten frei zu kaufen, doch bald einmal gerät er selbst ins Schussfeld von Benedictus.

Stark überzeichnete Charaktere

Leider sind die Protagonisten von „Die Schwester der Nonne" so stark überzeichnet, dass der Lesegenuss erheblich darunter leidet. Die beiden schönen und klugen Schwestern Maria und Katharina bleiben unsympathisch, ihr Schicksal mag nicht so recht berühren. Sie wirken über die ganze Strecke wie verwöhnte Gören, die sich dem Leben nicht so richtig stellen mögen. Maria wird im Kloster unsäglich gequält - auch hier möchte man immer mal wieder ungläubig den Kopf schütteln, ob der Ballung von folterungswilligen und menschenhassenden Entscheidungspersonen.

Zu viel miteinander verwoben

Um vom Erzähltempo her überzeugen zu können, hätte die Autorin ruhig einen Gang zurückschalten können. Susan Hastings hat zu viele düstere Figuren, zu viele Einzelschicksale und zu viele Schilderungen rund ums Geschehen miteinander verwoben, um eine wirklich attraktive Geschichte daraus zu machen. Es bleibt alles recht unglaubwürdig und man mag sich die Frage stellen, welch gespaltenes Verhältnis zur Kirche diesem Roman zugrunde gelegt wurde. Dazu fehlt der Erzählung der nötige Pfiff.

Sprachlich ganz nett

Sprachlich hätte „Die Schwester der Nonne" durchaus Potenzial und selbst der Grundgedanke des Romans hat etwas für sich. Mit einer verbesserten Struktur - beispielsweise dem früheren Einsetzen der eigentlichen Geschichte - und der Reduktion von skurrilen Gestalten hätte die Autorin ganz gut punkten können. So bleibt „Die Schwester der Nonne" aber höchstens unterer Durchschnitt.

Die Schwester der Nonne

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Letzte Kommentare:
12.10.2015 14:11:02
Ute L.

Ich kann die schlechte Rezension einfach nicht nachvollziehen, denn das Buch das genaue Gegenteil. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und finde auch nicht, dass es der Geschichte Abbruch getan hat, dass erst einmal erzählt wurde wie die Eltern der Zwillinge zueinander fanden und sie dann schließlich zur Welt kamen. Im Gegenteil, das war wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte. Ich würde die Schwestern auch nicht als verwöhnte Gören bezeichnen. Sie sind nunmal Kaufmannstöchter aus gutem Haus, deren Vater sehr an ihrer Erziehung und Bildung gelegen ist. Später, als sie in Not geraten, sind sich beide nicht zu schade auch einfache Arbeiten zu verrichten und sind dankbar von einfachen und armen Leuten aufgenommen zu werden.
Diese Geschichte beinhaltet alles, was ein wirklich gutes Buch ausmacht. Spannung, einfühlsamer Erzählstil, Landschaftsbeschreibung (die wichtig ist, damit der Leser sich richtig in die Geschichte hineinversetzen kann).
Ich habe mich an keiner Stelle des Buches auch nur für einen Augenblick gelangweilt. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert und gelitten. Für mich ein vollkommen gelungener Roman und deshalb bewerte ich dieses Buch auch mit 100%. Ich kann es nur bestens empfehlen.

23.01.2012 20:01:54
Zänker Heike

Tolles Buch !!! Konnte der Geschichte gut folgen vor allem gefielen mir die Ortsbeschreibungen.Auch wie man Lebte und das Geld auch hier Macht bedeutet. Und man sich damit Rechte erkaufen konnte. Wie die Kirche Ereignisse für sich nutzte und die Unwissenheit der Menschen für sich zum Vorteil machte. Und auch verstand wie man sie auch in Zukunft in Unwissenheit ließ so das die Bevölkerung die Sachen so sah wie es der Kirche am Besten von Nutzen war. Auch gefiel mir die leichte Art wie die Geschehnisse für den Leser nachvollziehbar ist. Da ich aus dem Raum Leipzig bin brachte es mich der Stadt und ihrer Geschichte etwas näher. Danke der Autorin!!!