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Christina Wohlgemuth
Mörderjagd im besetzten Frankreich

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Mär 2020

Oktober 1947. In einem irischen Dorf wird ein Mann wegen Mordverdachts festgenommen. Schon zu Beginn der Ermittlungen stellt sich heraus: Der Verdächtige lebte unter falschem Namen in dem Dorf. Claas Straatmann ist eigentlich Carl von Maug. Carl von Maug war SS-Offizier – und hat im besetzten Paris einen schrecklichen Serienkiller gejagt. Die Vernehmung wird für von Maug und seine Zuhörer eine blutige Reise in die Vergangenheit.

Wie jagt man einen Mörder in einer besetzten Stadt

Nach „Fest der Finsternis“ begibt sich Ulf Torreck zum zweiten Mal ins historische Paris und schickt seine Protagonisten auf die Jagd nach einem Mörder, führt sie dabei durch tiefe menschliche Abgründe. Nach dem Paris der napoleonischen Epoche geht es nun ins Paris des Zweiten Weltkriegs – eine Stadt, die von den Nazis besetzt ist, in der sich Résistance und Gestapo bekriegen und in der das Verbrechen blüht. Inmitten dieser Stadt hat es der Antiheld – man muss ihn so nennen – Carl von Maug nicht nur mit einem Serientäter zu tun, sondern auch mit kooperationsunwilligen Behörden, Verrat und Misstrauen.

Carl von Maugs Zustand trägt wenig zu den Erfolgsaussichten dieses Unterfangens bei: Carl ist Alkoholiker, zuweilen depressiv und fast selbstmörderisch darauf aus, es sich mit jenen in Paris zu verscherzen, mit denen er es sich nicht verscherzen sollte. Eine spannende, vielschichtige Figur, zu der man als Leser nicht unbedingt Zuneigung entwickelt, die jedoch fasziniert. Gleiches gilt für die ihn begleitenden Figuren, die geheimnisvolle Nathalie Burns und der französische Ermittler Perreau. Auch darüber hinaus, bis in die Nebenfiguren, gelingt dem Autor eine dreidimensionale Figurenzeichnung, die fesselt und, je dunkler die Figuren werden, beklemmend wirkt.

Eine intensive, düstere Stimmung

Auch atmosphärisch muss sich der Leser auf Einiges gefasst machen. Das Setting legt es bereits an, doch die Figuren und die Handlungen vertieften diese düstere Stimmung noch. Dabei braucht es keine sich über zig Seiten ziehenden blutrünstigen Beschreibungen – meist deutet der Autor nur an, was geschehen ist, zeigt das Ergebnis, und überlässt den Rest der Phantasie des Lesers. Doch ohne Gewaltszenen unterschiedlicher Art kommt die Geschichte nicht aus – Leser, die solche Szenen nicht mögen, seien vorgewarnt.

Daneben ist der Roman auch für den historisch interessierten Leser ergiebig – neben einem kleinen Ausflug in den militärischen Widerstand vermittelt die Geschichte viel Wissen über das besetzte Paris, über das dortige Kompetenzgerangel, über die Judenverfolgung im besetzten Frankreich. Die intensive und gründliche Recherche des Autors hat sich gelohnt. Abgerundet wird der Roman durch einen ansprechenden und gut zu lesenden Schreibstil.

Fazit:

Eine düstere, intensive Lektüre, für die man bereit sein muss, die einen jedoch nachhaltig beeindruckt, wenn man sich auf sie einlässt.

Zeit der Mörder

Zeit der Mörder

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