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London, 1781: Aus dem Nebel der Hafendocks schält sich das Bild eines schrecklichen Verbrechens. Eine männliche Leiche, die Brandmale aufweist. Harry Corsham, der zur oberen Gesellschaftsschicht gehört, erfährt, dass es sich bei dem Ermordeten um seinen Jugendfreund Tad handelt. Erinnerungen kommen bei ihm auf, aus Zeiten, in denen Tad und er noch voller Ideale waren. Corsham will die Mörder seines Freundes finden, um Seelenfrieden zu erlangen. Doch damit stellt er sich gegen die Mächtigen Londons. Für seine Familie und ihn geht es jetzt um Tod oder Leben.

Das Blut von London

Das Blut von London

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Letzte Kommentare:
20.01.2020 14:55:23
tassieteufel

Harry Corsham wird von der Schwester seines alten Freundes Tad Archer gebeten ihren Bruder zu suchen, der seit Tagen verschwunden ist. Nach einem Zerwürfnis hatten die Freunde jahrelang keinen Kontakt zueinander, trotzdem macht Harry sich auf die Suche, doch er kann Tad nur tot auffinden, schrecklich gefoltert und entstellt wurde seine Leiche an den Hafendocks gefunden. Tad war ein glühender Gegner der Sklaverei und hatte sich damit viele Feinde gemacht. Nun will Harry unbedingt seinen Tod aufklären, ungeachtet aller persönlichen Konsequenzen, die das nach sich ziehen kann, legt er sich doch dabei mit mächtigen Gegnern an.

Wenn man an das Thema Sklaverei denkt, so kommen einem unweigerlich die amerikanischen Südstaaten in den Sinn oder diverse Karibikinseln, an London denkt man dabei kaum und so war die Thematik von Laura Robinsons Erstling doch recht interessant für mich.
Gleich vorweg, das Buch hat einige Schwächen und Längen, vieles wird wiederholt oder etwas zu detailliert dargelegt, anderes bleibt dafür leider auf der Strecke, trotzdem hat mir der Roman gut gefallen, weil er das Thema Sklaverei von einem gänzlich anderen Blcikwinkel aus beleuchtet und auch das London im 18. Jahrhundert in einem anderen Licht erscheinen läßt. Zudem kann man viele Parallelen zur heutigen Zeit ziehen. Damals wurde für billigen Zucker und Baumwolle ignoriert, dass Menschen dafür versklavt wurden und viel Leid ertragen mußten. Wir heutigen Menschen erkaufen unseren „schönen“ massenhaften Konsum ebenfalls damit, dass die 3. Welt weiterhin ausgebeutet und unfair behandelt wird und damals wie heute scheint es niemand wirklich zu interessieren, es geht eben ums Geld!
Harry Corsham immerhin will dem Tod seines Freundes auf den Grund gehen, dafür setzt er sowohl seine Karriere als auch die gesellschaftliche Position seiner Familie aufs Spiel. Akribisch verfolgt er auch noch die kleinste Spur, geht jedem Hinweis nach und stochert in Dingen herum, von denen viele möchten, dass sie besser im Verborgenen bleiben, geht es doch um Macht, Geld und Ansehen. Nur langsam zeichnet sich ein Bild von dem ab, dem Tad auf der Spur war, doch bis zur recht überraschenden Auflösung gerät Harry in reichlich Sackgassen, trifft falsche Entscheidungen und wird in Intrigen und unschöne Machenschaften verwickelt
Gelungen ist auf jeden Fall die Atmosphäre von London im 18. Jahrhundert, das umtriebige Hafenviertel, düstere Gassen und Spelunken und Menschen die unter recht unhygienischen Verhältnissen leben. Im Gegensatz dazu prunkvolle Stadthäuser und das sorglose und luxuriöse Leben der Reichen. Mittendrin Harry Corsham, der trotz aller Warnungen und Drohungen an seinen Ermittlungen festhält. Hier ist der Autorin eine glaubwürdige und interessante Figur gelungen, der man gern bei seinen Ermittlungen folgt. Die Geschichte wird aus Harrys Sicht erzählt, so dass man immer direkt mitten im Geschehen ist und auch an der Gefühlswelt der Hauptfigur teilhaben kann. Mir kam allerdings etwas das komplizierte Verhältnis zu seiner Frau etwas kurz, während andere Dinge sehr ausführlich behandelt wurden, blieb das leider etwas auf der Strecke und zumindest am Ende hätte erwähnt werden können, ob die Beiden wieder zusammengefunden haben.
Zudem wäre ein Personenregister hilfreich gewesen, ich hab eigentlich kein Problem mit einer großen Zahl von handelnden Personen, aber hier konnte man doch ein wenig den Überblick verlieren.

FaziT: Trotz einiger Längen und kleiner Defizite ein lesenswerter historischer Krimi, der das Thema Sklaverei auch aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet.