Das Gutshaus - Stürmische Zeiten

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Blanvalet, 2018, Titel: 'Das Gutshaus - Stürmische Zeiten', Originalausgabe

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Alexandra Hopf
Deutlich schwächer als Teil eins

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Nov 2019

Es sind nun fast zwei Jahre vergangen, seit die ehemalige Baronin von Gut Dranitz in das alte Gutshaus der Familie zurückgekehrt ist. Gemeinsam mit ihrer Enkelin Jenny möchte Franziska das heruntergekommene Familiengut wieder neu aufbauen. Sie planen daraus ein Wellnesshotel zu bauen. Doch die Umbauten und Renovierungen gehen nur schleppend voran. Das liegt einerseits am Mangel fähiger und arbeitswilliger Handwerker als auch an verschiedenen Komplikationen, die dabei auftreten.

Da bleibt kaum Zeit für Privates. Trotzdem gelingt es Franziska endlich nach vierzig Jahren Trennung ihren geliebten Walter zu heiraten. Doch nicht jeder ist froh über diese Verbindung. Sonja, die gemeinsame Tochter von Walter und Franziskas Schwester Elfriede, steht der wiedergefundenen Verwandtschaft eher feindlich gegenüber. Und auch Jenny wird von eher unangenehmen Wendungen überrascht. So taucht ihr früherer Liebhaber und Vater ihrer Tochter Julchen auf und Jenny ahnt, dass da nichts Gutes dahinterstecken kann. Doch diese Sorgen bleiben nicht die einzigen. Während Franziska und Walter auf Hochzeitsreise sind, flattern im Gutshaus die ersten Mahnungen ins Haus. Auch im Dorf wird schon getuschelt. Steckt Franziska in finanziellen Nöten und ist ihr Traum vom Wellnesshotel in Gefahr?

Hauptsächlich Handlung zu Zeiten der Wende

Im zweiten Teil behandelt Anne Jacobs größtenteils die Zeiten zu Beginn der 90iger. Sie schildert wie das Leben im Osten Deutschlands nach der Wende ausgesehen hat. Die „Ossis“ werden dabei doch recht klischeehaft beschrieben. Die Handlung tritt auf der Stelle. Man liest gefühlt nur von der Baustelle und dem mangelnden Fortgang der Renovierung. Es kommt keine rechte Spannung auf und man muss sich teilweise zwingen das Buch nicht zuzuklappen und wegzulegen. Lichtblicke sind hin und wieder die Erinnerungen der ehemaligen Hausangestellten Mine. Gut in die Handlung des Buches eingestreut, schweift diese immer mal wieder in die Vergangenheit zurück und der Leser erfährt noch einige zusätzliche Details zum bereits Bekannten aus Teil eins. Da die Handlung direkt am Ende des ersten Buches anknüpft, empfiehlt es sich, dieses vorher gelesen zu haben. Die Rückblicke bieten Unterhaltung und man würde gerne mehr über die Zeit von damals erfahren.

Eher Trivialliteratur

Alle vorkommenden Charaktere sind bekannt. Allerdings wirkt Franziska extrem unnahbar. Sie ist distanziert und kühl. Besonders störend, dass sie dieses Verhalten auch gegenüber ihrer großen Liebe Walter an den Tag legt. Es ist befremdlich, wie sie ihn, nachdem sie vierzig Jahre auf ihn gewartet hat, auf Distanz hält und ihn fast ausgrenzt.

Jenny scheint das gleiche Naturell wie ihre Oma zu besitzen. Man entwickelt gegen die beiden weiblichen Hauptprotagonisten zwar keine Antipathie, aber man fühlt sich ihnen auch nicht unbedingt verbunden.

Der liebenswürdigste Charakter ist Walter. Er ist ein ruhender Pol in der Geschichte. Auch das alte Ehepaar Mine und Karl-Erich scheinen das Herz am rechten Fleck zu haben. Aber es ist etwas langatmig, dass sich die Handlung der beiden meist um Karl-Erichs Rheuma dreht.

Leider liest sich der gesamte Roman sehr holprig. Das liegt daran, dass sie Handlung doch oft nur so auf der Stelle vor sich hindümpelt. Auch die Sprache behindert den Lesefluss. Es erscheint doch störend, dass es zumeist in Umgangssprache geschrieben ist, hier zum Beispiel das grundsätzlich vor dem jeweiligen Namen noch ein Begleiter vorgesetzt wird.

Fazit:

Blanvalet hat als Cover ein wunderschönes Gutshaus gewählt. Allerdings bekommt man beim Lesen das Gefühl, dass Gut Dranitz von diesem Zustand noch weit entfernt ist. Weite Teile des Romans beinhalten nur bauliche Informationen. Die geschilderten Zustände in der ehemaligen DDR  nach der Wende erscheinen klischeehaft und langatmig, hingegen vermisst man mehr Informationen aus der früheren Zeit der Geschichte um Dranitz. Dieser Teil bleibt deutlich hinter dem ersten zurück. Hoffentlich gelingt es der Autorin im Abschluss der Reihe wieder etwas mehr Spannung und Anspruch zu liefern.

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