Die Rose des Herzogs

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2018, Titel: 'Die Rose des Herzogs', Originalausgabe

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Charlotte de Rohan-Rochefort ist wenig begeistert, als der vier Jahre jüngere Louis Antoine, Herzog von Enghien, 1792 um sie zu werben beginnt. Zu frisch ist Charlottes Trauer um ihren Verlobten, der den September-Massakern in Paris zum Opfer gefallen ist. Doch Louis bleibt hartnäckig, und was als platonische Freundschaft beginnt, entwickelt sich schließlich zu einer tiefen gegenseitigen Liebe die politischem Kalkül ebenso trotzt wie den häufigen kriegsbedingten Trennungen. Bis die Royalisten Louis zum Thronprätendenten ernennen wollen und er damit zur Bedrohung für Napoleon Bonaparte wird ...

Die Rose des Herzogs

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Letzte Kommentare:
25.02.2019 20:45:32
Svanvithe

Marita Spang hat sich in den letzten Jahren als Autorin historischer Romane etabliert und in die Riege derjenigen eingereiht, die den Hintergrund mit bewundernswerter Ernsthaftigkeit recherchieren und eine gelungene Mischung aus Wahrheit und Fiktion präsentieren.

Nun hat sie zum zweiten Mal einen Stoff mit einem wirklichkeitsnahen Geschehen gewählt. Denn „Die Rose des Herzogs“ – Charlotte de Rohan-Rochefort – lebte tatsächlich, genauso wie ihre große Liebe Louis-Antoine, Herzog von Enghien, und jene anderen Persönlichkeiten, die neben einigen erdachten Figuren in diesem geschichtsträchtigen Roman eine Rolle spielen.

Es kommt damit einem kleinen Denkmal gleich, das Marita Spang dieser in der Historie eher unbekannten Frau setzt, während ihr Geliebter zu sehr traurigem Ruhm gelangte. Mit außerordentlichem Gespür für feine Nuancen in der Sprachfindung der damaligen Zeit schildert sie unter anderem das Schicksal eines Paares, welches eng mit dem seines Heimatlandes und dessen Bevölkerung verbunden ist.

Im Frankreich des ausgehenden Jahrhunderts brodelt es. Die Unterschiede zwischen herrschender Klasse und den einfachen Menschen treten immer deutlicher zutage. Während die einen auf Kosten der anderen Unsummen verprassen und zudem ein dekadentes Leben führen, wissen viele nicht, wovon sie sich und ihre Familien ernähren sollen. So nimmt die Geschichte ihren Lauf: Die Menschen gehen auf die Barrikaden und setzen mit dem Sturm auf die Bastille, dem Beginn der Französischen Revolution, 1789 dem Königtum von Ludwig XVI. und dem Ancien Régime ein Ende.

In den Wirren des Septembermassaker von 1792 verliert die hübsche Prinzessin Charlotte de Rohan-Rochefort ihren Verlobten Vincent und flieht wie viele andere Adelige ins Exil nach Ettenheim im Badischen.

Obwohl Charlotte geschworen hat, sich niemals wieder zu verlieben, gelingt es dem fünf Jahre jüngeren Louis-Antoine von Enghien, durch hingebungsvolle Hartnäckigkeit ihr Herz zu erobern. Doch der Großvater des Herzogs lehnt es ab, einer Heirat der beiden zuzustimmen und versucht mehrmals, seinen Enkel aus politischen Kalkül und zur Sicherung der Stammeslinie zu verheiraten.

Trotzdem können die beiden ihre Liebe und die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft über viele Jahre zu bewahren...

Marita Spangs Darstellung des Geschehens folgt im Großen und Ganzen der Geschichte und ist glaubwürdig sowie mit vielen kleineren Details ausgeschmückt, die das Bild stimmig abrunden. Dazu tragen ein umfassendes Personenregister sowie ein ausführliches Nachwort mit Zeittafel, Karten, Glossar und Quellenverzeichnis ebenfalls bei.

Im ersten Drittel des Romans erlaubt sich die Autorin ein paar Freiheiten, wenn sie Vincent, den Geliebten von Charlotte, „erfindet“. Dieser Teil ist für die Entwicklung von Charlotte von Bedeutung, die Schilderung der revolutionären Ereignisse erfolgt emotional und sehr deutlich. Allerdings ist er ein wenig weitschweifig erzählt, wodurch der Lesefluss stockt.

Ihre Protagonisten versieht die Autorin mit ausgefeilten Charakteren, die Stärken aufweisen, gleichwohl Schwächen nicht vermissen lassen.

Während bei Charlotte Warmherzigkeit Offenheit und Beharrlichkeit auf Nachgiebigkeit treffen, prägen Louis-Antoine Unerschrockenheit, Mut, Loyalität und eine gewisse Unbedenklichkeit. Aber der junge Herzog ist niemand, der sein Mäntelchen in den Wind hängt.

Beide sind sich ihrer gesellschaftlichen Stellung durchaus bewusst und halten an ihren Idealen von Ehre und Treue fest, wissen dabei indes auch die „einfachen“ Menschen zu schätzen. Sie sind zudem in der Lage, sich mit den nach der auf die Revolution folgende Schreckensherrschaft, den Auseinandersetzungen zwischen der Revolutionsarmee und den Royalisten, den nach der Machtergreifung von Napoleon Bonaparte eintretenden Umbrüchen und neuen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und im Rahmen der Möglichkeiten anzupassen.

Im Gesamtergebnis bietet Marita Spang die Beschreibung einer wahrhaftigen Liebe, die sich in der Tiefe und Tragik mit jeder erdichteten messen kann.

23.02.2019 15:56:39
Internetmaus

Voller Emotionen habe ich das Buch beendet, was mich in eine sehr ereignisreiche, kriegerische Zeit führte.

Die Handlung spielt zum überwiegenden Teil während der Französischen Revolution. Diese wurde durch die Autorin mit sehr anschaulichen Worten immer wieder sehr genau in ihrer ganzen Brutalität beschrieben, so dass ich mich oftmals mitten im Geschehen sah.

Marita Spang bringt uns in diesem Buch das Leben der Charlotte de Rohan Rochefort näher, einer Prinzessin aus einem alten französischen Adelsgeschlecht, von der aber kaum etwas bekannt ist. Mit viel Mühe und sicher auch Fantasie hat die Autorin der Charlotte in ihrem Buch ein Denkmal gesetzt.
Die Familie Rohan Rochefort war sehr vornehm und verkehrte am Hof von Versailles aber sie war verarmt. Charlottes Großonkel, Louis von Guemene, der durch die Halsbandaffäre traurige Berühmtheit erlangte und am Hofe in Ungnade fiel, tat alles für die Familie. Er war Kardinal und hatte als Spross eines des ältesten vornehmsten französischen Adelsgeschlechtes eine glanzvolle Karriere erfahren. Als solcher bekleidete er viele Kirchenämter und hatte Besitztümer, die ihm ein üppiges Einkommen sicherten. Seiner Großnichte Charlotte ist er sehr verbunden und beschreibt sie als warmherzig, uneigennützig, uneitel, charmant, nachgiebig aber auch als unerschrocken und mutig. Genau diese Charakterzüge kommen im Buch immer wieder zum Vorschein.

Durch die Revolution muss das alte Ancien Regime fliehen und der Kardinal, dessen Fürstbischoftum sich über den Rhein erstreckte zog nach Ettenheim in Baden. Ihm folgten viele andere Emigranten. Auch Charlotte ging dorthin mit. Ihrem Onkel gegenüber setzt sie durch, dass sie im dortigen Lazarett Dienst tut. Sie ist für die damalige Zeit sehr emanzipiert. Da die jungen Pflegerinnen im Lazarett nicht lesen und schreiben können, gründet sie mit Hilfe ihres Onkels eine Mädchenschule. Es ist wichtig, dass die richtigen Medikamente verabreicht werden. Dazu müssen die Aufschriften auf den Arznei Fläschchen gelesen werden können.

Im Palais Rohan in Ettenheim trifft sie zum ersten Mal 1792 mit dem fünf Jahre jüngeren Louis-Antoine Herzog von Enghien zusammen. Zwei Jahre später kommt der Herzog schwer verletzt und mit dem Tode kämpfend dort in das Spital. Charlotte pflegt ihn intensiv damit er wieder zu Kräften kommt. So verbringen sie viel Zeit miteinander.
Louis hat es trotz schwerster Verletzung geschafft zu genesen. Durch den unerbittlichen Krieg, kam er zu der Erkenntnis, dass das grausamste Wesen in Gottes Schöpfung der Mensch ist. Er hat in seinen jungen Jahren schon sehr viel Leid gesehen. Nun fast er neuen Lebensmut. Alsbald beginnt er um Charlotte zu werben aber sie ist nicht zu einer neuen Liebe bereit. Sie denkt noch immer an ihren Verlobten Vincent, der dem Septembermassaker 1792 in Paris zum Opfer fiel.

Wie schon eine sehr alte Redewendung sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein“ führt auch hier die Beharrlichkeit Louis zum Erfolg.
Allmählich entwickelt sich eine sehr starke Liebe, die in den Zeiten der Französischen Revolution und der Tatsache, dass Louis Antoine als General in der Emigrantenarmee kämpft sich allen Widernissen entgegen stellen muss.
Marita Spang bringt uns das Greul des Krieges schonungslos in diesem Roman sehr nahe. Man fragt sich, warum konnte der Adelsstand, der in Saus und Braus lebte, seinem hungernden Volk nicht ein menschenwürdigeres Leben bieten. Viel Blutvergießen wäre verhindert worden.

Die Rose des Herzogs ist ein sehr gut recherchierter historischer Roman voller verschiedenartiger Gefühle. Man kann ihn nicht so einfach nebenbei lesen.

Am Beginn des Buches werden die Personen, sowohl fiktive, wie auch historische, aufgeführt, die für die Handlung wichtig sind. Desweiteren folgen 2 Karten mit dem in der Handlung vorkommenden Orten und Regionen der damaligen Zeit. Eine Zeittafel bedeutender Ereignisse findet sich am Ende des Buches.
Ich schlug dort oft nach und fand sehr hilfreich, dass sich Marita Spang die Mühe machte um den Leser bei dieser nicht sehr einfachen geschichtlichen Thematik, den Überblick zu erleichtern.

Der Prolog beginnt am Morgen des 1. Mai 1841, dem Todestag von Charlotte. Auf dem Sterbebett lässt sie ihr Leben Revue passieren. Am Ende des gleichen Tages tut Charlotte ihren Letzten Atemzug.

Meiner Meinung nach, könnte der Buchtitel daraus resultieren, dass der Herzog Louis Antoine über Charlotte befindet: “Du stichst aus der Masse der Frauen heraus, wie die edle Rose aus gewöhnlichen Wiesenblumen.“

Etwas schade fand ich, dass Charlotte die als blond mit hellblauen Augen beschrieben wird auf dem Bucheinband rote Haare hat obwohl die Frau als solche in die damalige Zeit passt.

Das Buch kann ich ohne wenn und aber weiter empfehlen. Lässt man sich darauf ein, erfährt man sehr anschaulich, wie sowohl der Adel als auch das Volk die Französische Revolution erlebten. Es ist Geschichte pur.

18.01.2019 16:33:25
Karin Memmesheimer

Das Buch muss man lesen. Man lebt und liebt beim Lesen mit. Charlotte de Rohan-Rochefort und Louis-Antoine, Herzog von Enghien werden Opfer der Französischen Revolution und dem Standesdünkel der damaligen Zeit. Es ist nicht einfach für die Beiden.
Sehr schön geschrieben. Freue mich schon auf das nächste Werk.

09.01.2019 21:04:16
dorli

In ihrem historischen Roman „Die Rose des Herzogs“ entführt Marita Spang den Leser in die Zeit der Französischen Revolution und wartet mit einer lebendig erzählten Mischung aus Historie und Romantik auf.

Marita Spang ist ein großartiges Porträt über eine interessante, kaum bekannte Frau des ausgehenden 18. Jahrhundert gelungen: Charlotte de Rohan-Rochefort.
Die Autorin hat die zahlreichen historischen Fakten und Hintergründe rund um die Französische Revolution und das Wenige, das über Charlotte selbst bekannt ist, mit einer fesselnden fiktiven Geschichte verknüpft und damit ein vielschichtiges und vor allen Dingen sehr authentisches Bild der damaligen Zeit gezeichnet.

In einer Rahmenhandlung, die am 01. Mai 1841 spielt, blickt die 73-jährige Charlotte auf ihr gemeinsames Leben mit Louis-Antoine de Bourbon-Condé, Herzog von Enghien zurück und lässt den Leser damit an ihren vielfältigen Erlebnissen sowie den bedeutsamen Ereignissen der Französischen Revolution und den Kriegen der „Armée de Condé“ teilhaben.

Im Sommer 1790 folgt Charlotte ihrem Großonkel Louis Kardinal de Rohan, der in die sogenannte Halsbandaffäre verwickelt war, ins badische Ettenheim, um den Wirren der Revolution zu entkommen. Sie verbringt ihren Alltag mit Aufgaben im Spital und in einer Mädchenschule. Charlotte hat sich nach dem Tod ihres Verlobten Vincent geschworen, sich nie wieder zu verlieben. Doch das Schicksal hat für die junge Frau einen anderen Plan und katapultiert Louis-Antoine in ihr Leben und schließlich auch in ihr Herz.

Louis-Antoine hat Frankreich bereits Mitte 1789 verlassen. Der einzige Enkel des mächtigen Prinzen von Bourbon-Condé kämpft viele Jahre als Offizier in der Emigrantenarmee seines Großvaters und macht mit Heldentaten von sich reden. Seine Erziehung zwingt ihn zeitlebens zur Loyalität gegenüber dem strengen Familienpatriarch - nicht nur, was seine Beteiligung an den Schlachten betrifft, deren Sinnlosigkeit Louis-Antoine schon früh erkennt, auch als sein Großvater ihm hartnäckig seine Zustimmung zu einer offiziellen Verbindung mit Charlotte verweigert, widersetzt er sich nicht.

Marita Spang hat einen angenehm flott zu lesenden Schreibstil. Sie erzählt sehr anschaulich von den Höhen und Tiefen in Charlottes und Louis-Antoines Leben und lässt diesen Roman so zu einer spannenden, kurzweiligen Zeitreise werden.

„Die Rose des Herzogs“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die mitreißend erzählte Geschichte hat mir nicht nur unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mich auch realitätsnah an einem Stückchen europäischer Geschichte teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!

20.12.2018 07:51:23
Nick Coll

Auch in diesem Jahr hat mich die Autorin Marita Spang mit ihrem neuen historischen Roman „Die Rose des Herzogs“ wieder fasziniert. Eine wirklich herausragende Geschichte, die den Leser für einige Zeit in die Vergangenheit eintauchen lässt.

In diesem Roman greift die Autorin eine Geschichte zur Zeit der Französischen Revolution auf, die mir bis dahin leider völlig unbekannt war. Die Nichte vom berühmten „Kardinal Collier“ Charlotte de Rohan-Rochefort flüchtet mitsamt Familie ins Exil nach Ettenheim. Dort trifft sie den jungen Herzog von Enghien, einen der vielen Adeligen, die in der Emigrantenarmee für die Ideale der Royalisten kämpfen. Trotz trauriger Ereignisse im Vaterland erlaubt sich Charlotte den Herzog zu lieben, obwohl das Glück beiden nie hold wird. Viele bittere Stunden der Trennung und familiäre Hindernisse stehen dem Paar im Wege.

Auch viele andere Figuren spielen in dieser Geschichte eine mehr oder weniger große Rolle und in vielen Fällen gelingt es der Autorin ziemlich gut und sehr sachlich, auch die Personen, die nur kurze Auftritte haben, anschaulich zu charakterisieren. Der größte Fokus des Buches liegt natürlich auf Charlotte, doch auch einige Nebenfiguren, beispielsweise ihr Großonkel Rohan oder Prinz von Conde, sind recht interessant. Hiermit ist unter anderem die hässliche Dogge Mohiloff zu erwähnen, die den Herzog treu bis zum Ende begleitet hatte.

Ich möchte eigentlich gar nicht zu viel zum Inhalt verraten, denn die Geschichte von Charlotte und Enghien lebt davon, dass wir Leser uns ein eigenes Bild verschaffen.

Der Schreibstil des Buches ist auf jeden Fall sehr angenehm, bildhaft und anspruchsvoll, wodurch allein es schon wahnsinnig Spaß macht zu lesen. Die Länge der Kapitel ist so angenehm gewählt und mit Datum versehen, dass man mit Infos oder Personen nicht überhäuft wird. Die Entwicklung der Geschichte (ab und zu geht es um mehrere Jahrzehnte zurück) wird konzentriert dargestellt, dramatische und wichtige Ereignisse wiederum sind mit viel Liebe zum Detail beschrieben. Fakten, Sitten und Gepflogenheiten werden zu einem spannenden Porträt dieser unruhigen Zeit verwoben.

Marita Spang zeichnet sich durch ihre grandiose und einmalige Sprachgewandtheit aus. Als eine wahre Meisterin des geschriebene Wortes, sticht sie für mich in vielerlei Hinsicht stark heraus. Ich habe schon sehr viele historische Romane (gute und auch weniger gute) hinter mir, aber hier geht es einmal wieder um einen ganz anderen Maßstab!

Das Cover passt ganz gut zu den anderen Büchern von Marita Spang, sodass bei den Lesern im Bücherregal keine Disharmonie entsteht. Zwei Karten und ein Personenregister zu Beginn der Geschichte verschaffen einen guten Überblick. Eine Zeittabelle, empfohlene Literatur und ein hilfreicher Glossar runden das Bild ab. Nach dem Ende der eigentlichen Geschichte voller Liebe und Traurigkeit gibt die Autorin in einem ausführlichen Nachwort einen Einblick in die historischen Hintergründe des Romans und liefert weitere Infos, die fundierte Recherche belegen. Mit solchem Bonus punktet jeder historischen Roman.

„Die Rose des Herzogs“ ist für mich einer der besten Romane 2018, den man getrost mehrfach lesen sollte! An dieser Stelle kann ich nur die vollen 5 Punkte vergeben und das Buch wärmstens empfehlen.

23.11.2018 13:50:59
Ariettas Bücherwelt

Kurzmeinung: Ein großartiger und facettenreicher Roman, vor großem historischen Hintergrund. Gekonnt und Spannend erzählt.
„ Eine facettenreiche und mitreißende Geschichte"

Meine Meinung:

Zur Autorin:

Marita Spang hat es wiedereinmal verstanden mich mit ihrem neusten und sehr anspruchsvollen Roman zu begeistern. Es geht über die Wirren der Französischen Revolution und deren Auswirkungen und mittendrin, spielt eine starke und mir bis dato unbekannte eine große, kämpferische und starke Frau , Charlotte de Rohan-Rochefort eine große und bedeutende Rolle. Eine Frau der ihr Liebesglück nicht gegönnt ist. Der Geschichtliche Hintergrund ist sehr gut und akribisch recherchiert, auch sind Wahrheit und Fiktion gut miteinander verwoben. Ihr Schreibstil, ist klar, kraftvoll ,sehr bildhaft und mitreißend. Ihr scheinen beim Lesen nur so die Worte aus der Feder zu fließen, man spürt wie viel Arbeit und Herzblut dahintersteckt. Die Figuren und ihre Charaktere sind gut heraus gearbeitet, das man sich in deren Gefühle und Emotionen hinein versetzen konnte. Alles ist sehr Authentisch und real wiedergegeben. Es war einfach wunderbar diesen lehrreichen und Informativen Roman zu lesen, besser als jeder Geschichtsuntersicht.


Zum Inhalt:

Meine Lieblingsfigur war einfach Charlotte, ich habe sie von Anfang an bewundert, ihr Durchsetzungsvermögen, ihre stärke, Tapferkeit und Mut. Eine Frau die für ihre große Liebe den Verlobten Vincent von Carignan kämpft, und der doch aus Loyalität zu seiner Tante der vertrauten von Marie Antionette der Königin , der Französischen Revolution zum Opfer fällt. Ich konnte ihre Trauer und Verzweiflung spüren. Ihre Flucht aus Paris an der Seite ihres Onkels dem Kardinal Louis von Rohan nach Ettenheim in Deutschland, wo er Besitztümer hat. Sie ist Politisch sehr Interessiert , sich für nichts zu Schade, pflegt die verwundete Soldaten, hat keine Dünkel, setzt sich für die bedürftigen und armen ein. Sie hat Pech in der Liebe, alles was sie liebt scheint sie zu verlieren. Der fünf Jahre jüngere Herzog Louis -Antonie von Engheim, verliert sein Herz an sie, und sieht seine Chance gekommen nach dem Tod ihres Verlobten, ob sie ihn erhört und eine Chance gibt, den dunkle Wolken ziehen am Himmel auf, den auch Louis Onkel, hat größeres mit ihm vor.

Eine wirkliche außergewöhnliche und wahre Geschichte über Mut, Verlust und die Kraft der Liebe.

Die mich in den Bann gezogen hat, ich habe gebangt und gehofft mit Charlotte, das ihre Liebe in einer der Welt des Umbruchs gut ausgeht.


„ Ein facettenreicher und bewegender Roman vor großem historischen Hintergrund „