Das Gold der Fugger

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • Lübbe, 2018, Titel: 'Das Gold der Fugger', Originalausgabe

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Augsburg, 1516. Lange stand Agnes' Vater als Fuhrwerker in Diensten der Fugger. Eines Tages aber wird ihm vorgeworfen, Gold gestohlen zu haben. Nicht zuletzt, weil ein junger Patriziersohn ihn beschuldigt, reichen den Gerichtsherren drei Münzen als Beweis und als Grund, ihn auf dem Schindanger hinzurichten. Agnes ist von der Unschuld ihres Vaters überzeugt und schwört herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Heimlich schließt sie sich einem Fuggertross an und macht sich unter Lebensgefahr auf den Weg von Augsburg nach Prag ...

Das Gold der Fugger

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Letzte Kommentare:
10.07.2020 17:13:35
1492

Augsburg, 1510:
Durch eine gemeine Intrige des jungen Kaufmannes Georg Sultzer wird der angesehene Fuhrmann Balthasar Regner des Diebstahls bezichtigt und vor den Toren der Stadt gehängt.
Seine Tochter Agnes, die seine Unschuld vor dem Lehnsherrn ihres Vaters, Jakob Fugger, beweisen will, bezichtigt Georg Sultzer der Hurerei und lässt sie aus Augsburg verbannen.
Sie will Rache für das Unrecht und schließt sich dem Fuggerschen Handelszug an, in welchem auch Hannes, der frühere Gehilfe ihres Vaters, unterwegs ist.
Doch wird der Zug ausgerechnet von ihrem Feind Sultzer angeführt. Verrat und Lügen sind überall, früheren Freunden ihres Vaters kann Agnes nicht mehr vertrauen, in den Wäldern lauern Raubritter, ein Fuhrwerker hält Agnes für eine Hexe. Und was führt der seltsame Medicus Dr. Mirabilis im Schilde?

Die Zeit der Fugger finde ich wirklich interessant, dieser Roman hätte jedoch zu jeder Zeit im Leben Jakob Fuggers ungefähr zwischen 1490 und 1525 spielen können, zum Jahr 1510 gibt es keinen direkten Bezug.
Aber das soll nicht gleich nach schlechter Kritik klingen:
Das Buch ist gut, ohne Frage. Es zeigt wie kaum ein Anderes das deutsche Mittelalter aus einer extrem nahen Perspektive, man scheint immer mit dabei zu sein in den herbstlichen Wäldern zu Beginn des 16. Jahrhunderts zwischen Augsburg und Prag.
Ich weiß, wie ein Wald im Herbst riecht, wie sich die Nässe und Kälte anfühlt und wenn es auch eine sehr unangenehme Atmossphäre sein mag und man eigentlich nicht mit den Hauptpersonen tauschen möchte, so hat das Umfeld und gerade die rauhe Herbstnatur hier etwas sehr anziehendes.
Das Buch ist für alle geeignet, die wissen wollen, wie die einfachen Leute diese Zeit erlebt haben, wodurch ein starker Bezug entsteht, denn die Meisten von uns wären ja sicher kein Jakob Fugger oder König Maximilian gewesen.
Wer Fachliteratur über die Fugger erwartet, dem ist das Buch nicht zu empfehlen, denn die Fugger spielen hier nicht die Hauptrolle (jedenfalls nicht direkt). Wer eben das erwartet, etwas über die Fugger wissen will, dem sei da eher Tanja Kinkels Roman Die Puppenspieler empfohlen.

Kleine Kritikpunkte sind die zum Teil doch klischeebehafteten Figuren und vor allem die Ähnlichkeit der Hauptfigur Agnes zu Marie Schärer aus dem Roman Die Wanderhure, ihre Schicksale sind ja auch ein bisschen ähnlich.
Georg Sultzer, der arrogante junge Depp aus reichem Haus ist irgendwie auch ein Klischee, genau wie der Raubritter von Abendsberg.
Gelungen ist Hannes, die zweite Hauptfigur, mal kein Liebhaber und auch kein Krieger, sondern eine einfache Seele, zum Teil nach außen grob und wortkarg, aber ehrlich und aufrecht. Dass zwischen ihm und Agnes etwas mehr als eine kleine Freundschaft entstehen wird, ist natürlich auch klar.

Ein guter historischer Roman ohne historische Fakten, aber mit einem sehr guten Einblick ins Mittelalter.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

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