Wenn Martha tanzt

Erschienen: Januar 2018

Bibliographische Angaben

  • List, 2018, Titel: 'Wenn Martha tanzt', Originalausgabe

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Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ...

Wenn Martha tanzt

Wenn Martha tanzt

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Letzte Kommentare:
23.03.2018 07:54:54
anyways

2001 ist Thomas Wetzlaff nicht ganz freiwillig in New York. Nach dem Tod seiner Großmutter hat er in deren Nachlass einen Schatz von immensem Wert gefunden. In einem schlichten Notenheft versteckt, fand er die Tagebuchaufzeichnungen seiner Urgroßmutter Martha. Das wirklich brisante darin ist, das Martha in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wohl mit zu den Studentinnen des legendären Bauhaus in Weimar zählte und sich viele ihrer Mitstudenten in ihrem Buch verewigt haben. Skizzen von Paul Klee, Oskar Schlemmer und Lyonel Feininger machen diesen Fund spektakulär und könnten Thomas Familie auf den Schlag unfassbar reich machen. Doch wie kommt ein Mädchen aus eher einfachen Verhältnissen lebend, von Pommern nach Weimar?

Das 20. Jahrhundert ist geprägt durch zwei Weltkriege, Vertreibung, bittere Armut, Zerstörung, Zerfall von Staaten und Staatsformen aber auch von einem Lebenshunger, einer Aufbruchstimmung und einer ersten gewaltigen Emanzipationswelle. Seit 1919 dürfen Frauen wählen und haben Lehrfreiheit. Tom Saller lässt seine Protagonistin genau in dieser Atmosphäre heranwachsen und lässt durch sie die neue Lehranstalt für Industrie, Gewerbe und Handwerk in Weimar, besser bekannt als „Bauhaus“ wieder auferstehen. Er skizziert eine Familiengeschichte die nicht ganz unrealistisch ist. Sehr gut gefallen haben mir die fast wie nebenbei erwähnten später dann zu einigem Ruhm gekommene Persönlichkeiten und das Leben in Pommern zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei erhebt er nie den Zeigefinger, hier meine ich insbesondere die Nazizeit. Er schildert die Ereignisse aus Sicht der Dorfbewohner, weit abgeschieden vom politischen Geschehen in Berlin, die sich der neuen Zeit wohl oder über anpassen. Die Mehrzahl erst nicht mitschwimmend mit dem braunen Sumpf, sich aber nur bedingt wehren können und viele sich ganz langsam anpassen um zu überleben . Genauso hat meine Oma diese Zeit immer beschrieben.
Eine ganz wunderbare Familiengeschichte, geprägt von vielen Tragödien und Schicksalsschlägen durch das politische Zeitgeschehen und der trotzdem der Zauber einer grandiosen Vergangenheit anhaftet. Ein wenig musste ich mich allerdings an den Schreibstil des Autors gewöhnen. Ich könnte jetzt jedoch nicht sagen, was mich störte, vielleicht war es wirklich nur etwas ungewohnt, die recht kurzen Kapitel, der Wechsel zwischen zwei großen Erzählsträngen und der Voranstellung von winzigen Fragmenten des Zeitgeschehens zwischen 1900 bis 1940. Nur einen winzigen Minuspunkt habe ich anzumerken. Die Verknüpfung mit einem weltverändernden Ereignis kurz nach der Jahrtausendwende in Amerika fand ich dann doch etwas übertrieben, obwohl es für die Geschichte schlüssig ist.

16.03.2018 13:01:54
Mohnblume

Eine Geheimnisvolle Spurensuche
VON ARIETTA

Inhaltsangabe: Quelle vorablesen
Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ...

Meine Meinung zum Autor und Buch

Tom Saller ist mir seinem Debüt Roman, ein magisches , interessantes und mitreißendes Werk gelungen. Auch wenn seine Sätze hin und wieder abgehackt klangen, tat es der Geschichte keinen Abbruch. Man konnte in der Welt von Martha versinken, Thomas ihren Enkel bei der Recherche und seinem Flug nach New York begleiten was mehr als Aufregend war, mit ihm in Marthas Vergangenheit zu versinken. Sein Schreibstil ist klar, Bildhaft und sehr Aussagekräftig. Es war faszinierend in der Welt von Martha zu versinken.Eine Geschichte voller Interessanter und überraschender Wendungen, besonders das Ende war sehr Emotional, bewegend, traurig und schön zugleich.

Zum Inhalt:
Sehr gut sind die beiden Zeitebenen miteinander verbunden. Als Urenkel Thomas nach dem Tod von Oma Hedwig, der Rucksack mit dem Tagebuch seiner Urgroßmutter Martha in die Hände fällt.
Es war sehr abenteuerlich mit Thomas nach New York zu reisen um dort das Tagebuch zu einem gigantischen Preis bei Sothebys zu versteigern, da blieb einem die Luft weg. Thomas hat das Tagebuch gründlich studiert und dabei lernen wir die kleine Martha kennen, die in einem kleinen Dorf in Pommern geboren wird. Schon als Kind weiß sie was sie will und hat ihren eigenen Kopf. Ihren Mut, Kraft und stärke beweist sie auch auf ihren späteren Lebenswegen, sie schafft es an der Kunsthochschule Bauhaus in Weimar einen Platz zu ergattern. Mit ihr lernen wir viele berühmte Persönlichkeiten kennen, es war sehr aufregend sie zu begleiten. Martha entdeckt das tanzen, eine neue Welt tut sich für sie auf für sie. Aber wie das Schicksal so spielt, wenn es am schönsten ist schlägt es erbittert zu. Die Nazis kommen an die Macht, der 2. Weltkrieg bricht aus und Martha mit ihrem Kind muss vor den Russen fliehen. Es bleibt nur noch das Schiff die Wilhelm Gustloff in den Westen zu fliehen, aber hier verliert sich ihre Spur in den Tagebuchaufzeichnungen. Wie geht es weiter gelingt es Thomas das mysteriöse Ende zu enträtseln, gibt es doch noch eine Spur ?

16.03.2018 12:07:41
anyways

2001 ist Thomas Wetzlaff nicht ganz freiwillig in New York. Nach dem Tod seiner Großmutter hat er in deren Nachlass einen Schatz von immensem Wert gefunden. In einem schlichten Notenheft versteckt, fand er die Tagebuchaufzeichnungen seiner Urgroßmutter Martha. Das wirklich brisante darin ist, das Martha in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wohl mit zu den Studentinnen des legendären Bauhaus in Weimar zählte und sich viele ihrer Mitstudenten in ihrem Buch verewigt haben. Skizzen von Paul Klee, Oskar Schlemmer und Lyonel Feininger machen diesen Fund spektakulär und könnten Thomas Familie auf den Schlag unfassbar reich machen. Doch wie kommt ein Mädchen aus eher einfachen Verhältnissen lebend, von Pommern nach Weimar?

Das 20. Jahrhundert ist geprägt durch zwei Weltkriege, Vertreibung, bittere Armut, Zerstörung, Zerfall von Staaten und Staatsformen aber auch von einem Lebenshunger, einer Aufbruchstimmung und einer ersten gewaltigen Emanzipationswelle. Seit 1919 dürfen Frauen wählen und haben Lehrfreiheit. Tom Saller lässt seine Protagonistin genau in dieser Atmosphäre heranwachsen und lässt durch sie die neue Lehranstalt für Industrie, Gewerbe und Handwerk in Weimar, besser bekannt als „Bauhaus“ wieder auferstehen. Er skizziert eine Familiengeschichte die nicht ganz unrealistisch ist. Sehr gut gefallen haben mir die fast wie nebenbei erwähnten später dann zu einigem Ruhm gekommene Persönlichkeiten und das Leben in Pommern zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei erhebt er nie den Zeigefinger, hier meine ich insbesondere die Nazizeit. Er schildert die Ereignisse aus Sicht der Dorfbewohner, weit abgeschieden vom politischen Geschehen in Berlin, die sich der neuen Zeit wohl oder über anpassen. Die Mehrzahl erst nicht mitschwimmend mit dem braunen Sumpf, sich aber nur bedingt wehren können und viele sich ganz langsam anpassen um zu überleben . Genauso hat meine Oma diese Zeit immer beschrieben.
Eine ganz wunderbare Familiengeschichte, geprägt von vielen Tragödien und Schicksalsschlägen durch das politische Zeitgeschehen und der trotzdem der Zauber einer grandiosen Vergangenheit anhaftet. Ein wenig musste ich mich allerdings an den Schreibstil des Autors gewöhnen. Ich könnte jetzt jedoch nicht sagen, was mich störte, vielleicht war es wirklich nur etwas ungewohnt, die recht kurzen Kapitel, der Wechsel zwischen zwei großen Erzählsträngen und der Voranstellung von winzigen Fragmenten des Zeitgeschehens zwischen 1900 bis 1940. Nur einen winzigen Minuspunkt habe ich anzumerken. Die Verknüpfung mit einem weltverändernden Ereignis kurz nach der Jahrtausendwende in Amerika fand ich dann doch etwas übertrieben, obwohl es für die Geschichte schlüssig ist.