Tod im Höllental

  • Rowohlt
  • Erschienen: Januar 2017
  • Rowohlt, 2017, Titel: 'Tod im Höllental', Originalausgabe
Tod im Höllental
Tod im Höllental
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Karin Speck
80

Histo-Couch Rezension vonDez 2017

Das vierte Abenteuer für Serafina

Serafina hat bisher ihr Leben in einem Beginenkonvent verbracht. Nun aber steht ihre Hochzeit mit Achaz kurz bevor und sie muss die frommen Frauen verlassen. Für Serafina sind die Frauen Freundinnen. Als dann ein Wanderprediger die Beginen anprangert, fühlt sie sich selbst betroffen. Es wird aber nicht nur mit Worten gehetzt, eine Schwester aus der Gruppe des Lämmlein-Konvents wird erschlagen aufgefunden. Serafina muss wissen, was genau passiert ist und wer dahinter steckt. Auch als dann noch eine weitere Begine verletzt in einer Schlucht gefunden wird, ist für die junge Frau klar, dass sie handeln muss.

Macht Lust auf mehr

Auch wenn es sich bei Tod im Höllental bereits um den vierten Band einer Reihe handelt, kann man ihn auch problemlos einzeln lesen. Die Ereignisse rund um den Tod der jungen Schwester werden gut erläutert. Einige Rückblenden sorgen zudem dafür, dass man darüber im Bilde ist, was sich schon alles im Leben Serafinas zugetragen hat. Es scheinen nicht wenige Ereignisse gewesen zu sein. Man bekommt durchaus Lust, auch die Vorgänger zu lesen.

Der Erzählstil ist leicht und flüssig zu lesen, er erlaubt einen raschen Einstieg in das Buch. Die Autorin baut die Spannung nach und nach auf und schickt ihre Leser mit Serafina auf die Suche nach dem oder die Täter. Astrid Fritz versteht es, den Leser ein wenig in die Irre zu führen und so die Tat und deren Hergang zu verbergen. So hat man die Möglichkeit mitzuraten und vor allem mit den Protagonisten mitzufiebern. Vielleicht wird ein klein wenig zu viel entführt, verprügelt oder verwirrt, aber im Ganzen ist die Geschichte unterhaltsam zu lesen. Auch fehlt nicht der historische Aspekt. Das Leben in dieser Zeit spiegelt sich ein wenig wieder und lässt den Leser in die Höllenschlucht abtauchen.

Charaktere mit Ecken und Kanten

Astrid Fritz hat ihre Charaktere wunderbar gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten und dürfen auch mal Fehler machen. Dadurch wirken sie authentisch und sympathisch. Sie machen zwar nicht alles richtig und man möchte hilfreich eingreifen, aber genau das ist es auch, was diese Geschichte lebendig werden lässt.

Für den besseren Überblick sorgen eine Karte, ein Personenregister und ein Glossar. Das kleine Nachwort zum Schluss fehlt auch hier nicht.

Unterhaltung mit Krimieffekt

Tod im Höllental ist ein unterhaltsam zu lesender historischer Roman. Er hat einige schöne Krimielemente, ist so aufgebaut, dass die Spannung von Seite zu Seite steigt, und hat am Ende eine glaubwürdige Lösung parat. Auch wenn es sich um eine Reihe handelt, hat der Leser seinen Lesespaß mit diesem Buch.

Tod im Höllental

, Rowohlt

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