Die Richter des Königs

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2005, Titel: 'Die Richter des Königs', Originalausgabe

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Christina Wohlgemuth
Ein spannender Krimi in einer spannenden Zeit!

Buch-Rezension von Christina Wohlgemuth Apr 2006

England, mitten im 17. Jahrhundert. Der Bürgerkrieg ist vorbei, auf Englands Thron sitzt wieder ein König. Doch die Macht Charles' II. steht auf wackligen Beinen. Diejenigen, die ihn auf den Thron gehoben haben, können ihn genauso schnell wieder absetzen. Auch die momentane Ruhe für die Katholiken im Land ist daher nur ein trügerischer Friede. Das weiß auch Jeremy Blackshaw, der im Geheimen als Priester agiert. Als ein Mordanschlag auf einen Richter des Königs verübt wird und Blackshaw ihm das Leben rettet, ahnen weder sie noch der Arzt Alan Ridgeway, in welchen Strudel von Gewalt und Hass alle Beteiligten gezogen werden. In seinem Zentrum scheint der junge Ire Breandán zu stehen …

Eine spannender und komplexer Krimi um Rache

Die Richter des Königs ist der Auftakt um eine Krimireihe, die in einer in historischen Romanen eher gering beachteten Epoche spielt. Nach dem Bürgerkrieg rund um Cromwell ist es vor allem der Brand in London, der das Interesse von Autoren und Lesern auf sich zieht. Dieser Kriminalroman spielt dazwischen – und ist dennoch eine für sich sehr spannende und interessante Zeit, die nicht nur unter den Nachwehen des Bürgerkrieges und der religiösen Unruhen zu leiden hat, sondern auch – ein letztes Mal – eine große Pestwelle erdulden muss. Inmitten dieser Zeit muss ein Arzt, der in Wirklichkeit ein katholischer Priester ist, besonders acht geben. Jeremy Blackshaw lebt unter falschem Namen, die Messe darf er nur im Geheimen lesen. Und eines seiner Mündel ist niemand Geringeres als des Königs Mätresse Amoret St. Clair.

Der Krimi entwickelt sich nur langsam – dann jedoch wird der Leser von einer großen Welle von Ereignissen überspült. Immer akuter wird die Gefahr für die Protagonisten, mit jedem Puzzleteil in diesem Wirrwarr verschärft sich die Lage für alle Beteiligten. Lange tappen Protagonisten wie Leserinnen und Leser im Dunkeln, doch die Auflösung kündigt sich in versteckten Details an. Geübte Krimileser werden trotzdem ebenfalls ihre Freude an dieser Geschichte haben!

Interessante Charaktere, interessanter historischer Hintergrund

Im Gedächtnis bleiben dem Leser vor allem die liebevoll gezeichneten Charaktere. Die Helden der Geschichte sind zwar ziemlich weiß, doch vor allem die "grauen" Charaktere, deren Einordnung dem Leser zunächst schwer fällt, wachsen einem umso mehr ans Herz. Die Charaktere sind, so scheint es, ganz Kinder ihrer Zeit. Dies darf nicht etwa als schablonenhafte Personenzeichnung missverstanden werden, sondern gibt einen detaillierten und möglichst umfassenden Einblick in die sozialen Verhältnisse der damaligen Szene.

Das soziale Gefüge ist auch ansonsten die starke Note an diesem historischen Kriminalroman. Katholiken und Protestanten, Adel, Kaufleute und gemeines Volk, König und Parlament, sie alle bewegen sich in einem filigranen Geflecht. Von weiterer Bedeutung ist der historisch-juristische Hintergrund: der Leser bekommt einen unterhaltsamen und trotzdem lehrreichen Einblick in die damalige Juristerei, die damals als eine der fortschrittlichsten und humansten in ganz Europa galt. Begriffe, die nicht bereits während der Handlung erklärt werden, kann der Leser im sehr anschaulichen Glossar nachschlagen.

Unterhaltsam geschrieben und empfehlenswert

Nicht zuletzt überzeugt das Buch auch stilistisch. Nicht, weil es der neue große Wurf der Literaturgeschichte wäre – das ist es nicht, und will es auch nicht sein – sondern weil sich die Geschichte gut und schnell lesen lässt, ohne niveaulos oder platt zu wirken. Dieser Spagat gelingt der Autorin gut: der Leser wird weder über- noch unterfordert.

Alles in allem ist Die Richter des Königs eine empfehlenswerte und unterhaltsame Kriminalgeschichte in einer zu Unrecht noch wenig beachteten Epoche, die Lust auf die Fortsetzungen rund um Jeremy Blackshaw macht!

Die Richter des Königs

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Letzte Kommentare:
04.05.2011 23:53:11
anath

London 1665. Hier kreuzen sich die Wege sehr unterschiedlicher Menschen. Da ist der rechtschaffene Sir Orlando, Richter des Königs. Da ist Jeremy Blackshaw, der als Jesuit illegal und unter falschem Namen in England lebt. Da sind der aufbrausende Ire Breandan Mac Mathuna, Lady Amoret St.Clair - Mätresse des Königs- und Alan Ridgeway, der alle Frauen liebt.
Als auf Sir Orlando ein Mordanschlag verübt wird stellt sich bald heraus, daß vor ihm noch andere Richter ermordet wurden. Der scharfsinnige Jesuit Blackshaw versucht, Licht in das Dunkel zu bringen und weitere Morde zu verhindern. Und über allem lauert die große Geißel der Menschen - die Pest !
Ein wirklich interessantes und spannendes Buch. Interessant ist natürlich die Zeit, denn England im Mittelalter oder zur Tudorzeit ist im Histo-Roman wesentlich umfangreicher vertreten als als England im 17. Jahrhundert. Aber genauso interessant ist das Genrebild, das Sandra Lessmann vom Leben in der pulsierenden Stadt malt. Sie hat sich dafür Protagonisten geschaffen, die für meinen Geschmack leider ein wenig zu ideal sind. Nicht, daß sie keine Fehler hätten, der eine ist ein Weiberheld ,der andere strotzt vor Vorurteilen, der nächste ist ein unbedachter Wüterich, aber irgendwie sind sie alle doch sehr sympathisch und man ist bereit, ihnen ihre kleinen Fehlerchen zu verzeihen. Und letztendlich sind diese Protagonisten es auch, die das Buch leben lassen und die den Leser durch einen sehr spannenden Krimi begleiten. Und die Lösung, die da letztendlich serviert wird, ist durchaus überraschend. Zwar gibt es im Verlauf der Geschichte immer wieder recht deutliche Hinweise auf den Täter, aber Leser ist genauso wie die Detektive im Buch geneigt, die Sache mit :"Ach, das kann ja gar nicht sein!" ,abzutun. Trotzdem ist die Geschichte logisch aufgebaut und gut nachvollziehbar. Es gibt keine Überraschungen, die von einem der Beteiligten mal eben so hervor gezaubert werden. Und schließlich muß man wohl doch schon ein wenig Krimi-Erfahrung mitbringen wenn man vor Jeremy Blackshaw am Ziel sein will.
Einen dicken Pluspunkt bekommt das Buch für mich durch die Einbeziehung real existierender Personen.

29.01.2011 17:14:31
Anja Anders

Ich finde Ihre Bücher einmalig spannend und historisch sehr genau, denn ich selber finde die englische Geschichte mehr als interessant. Wie oft ging bei mir erst nachts das Licht um 2.oo Uhr aus, weil ich unbedingt weiterlesen musste !!! Der bis jetzt beste Roman ist für mich "Die Sündentochter ". Man kann sich sehr sehr gut in die Protagonisten hinein versetzen und wirklich erst am Ende löst sich das Rätsel. Bitte, bitte noch weitere Romane als Fortsetzung :-)) Großes Lob an Sie, Frau Lessmann u. vielen Dank für die Stunden in der man alles um sich herum vergißt..

01.04.2009 10:28:56
Giovanna Müller

Die Bücher sind echt klasse, schon von der ersten seite an, wird man mit in den Bann dieser Bücher geriessen! Sie sind nicht nur spannend und flüssig zu lesen, sondern klären auch über das Leben im Mittelalter bzw. zu dieser Zeit auf!
Großes Lob an die Autorin und weiter so, damit wir noch viele solche Bücher zum lesen bekommen...

02.03.2009 09:11:00
Harald Huber

Die Richter des Königs - ein sehr unterhaltsames und spannendes Buch. Meisterhaft erzählt. Ich habe mich in dieses Buch vergraben. Und eines ist sicher: Ich werde noch einen Lessmann lesen.
Von den Autoren und Autorinnen historischer Romane, die ich kenne - und das sind nicht wenige - ist nur Deana Zinßmeister besser. Da geht nix drüber.

03.10.2007 11:24:03
Claudia Roosen

Kann mich der Meinung meiner beiden Vorschreiber auch nur anschließen. Sehr gut und spannend geschrieben. Bin manchen Tag mit kleinen übernächtigten Augen zur Arbeit gegangen, weil ich abends viel zu lange gelesen hatte, aber einfach nicht aufhören konnte. Freue mich schon auf den zweiten Teil, den ich noch nicht gelesen habe und werde mir auf jeden Fall auch den dritten Teil holen.

10.09.2007 14:00:44
olympia

Kann mich der Meinung von Marlies Wirth nur anschließen. Kuzweilig erzählt und ohne Faux Pas. Spannend bis zum Schluss. Der 2. Band war ebenso spannend gehalten und flüssig erzählt.

01.07.2007 18:05:25
marlies wirth

ich kann dieses buch nur empfehlen, spannung bis zum ende. sehr gut geschrieben ohne große abweichungen lässt sich das in einen zug durchlesen. die hintergründe sind sehr gut recherchiert.ich war begeistert und hab auch den 2. teil(die sündentochter) in einen zug durchgelesen.
freue mich auf das 3. buch und werde es mir auf jeden fall holen.
weiter so frau lessmann echt klasse.