Donnergrollen im Land der grünen Wasser

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • TraumFaenger, 2017, Titel: 'Donnergrollen im Land der grünen Wasser', Originalausgabe

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Nordamerika um das Jahr 1540. Maisblüte, ein junges Mädchen der Choctaw-Indianer am Alabama-Fluss, wächst wohlbehütet im Dorf ihres Vaters auf. Ihr Häuptling Tuscalusa ist ein mächtiger Mann, der von den Nachbarvölkern gefürchtet wird. Gleichzeitig bereitet sich im hohen Norden der Schildkröteninsel ein junger Mann der Menominee namens Machwao auf seine erste große Handelsreise in den Süden vor. Ihre beiden Leben nehmen eine dramatische Wendung, als Männer aus einem fernen Land mit seltsamen Helmen und auf bedrohlichen vierbeinigen Monstern mordend und brennend durch das Land ziehen. Die Spanier zerstören auf ihrer Suche nach Gold alles, was sich auf ihrem Weg befindet; doch die schlimmste Gefahr, die von ihnen ausgeht, ist unsichtbar: Krankheiten dezimieren die Urbevölkerung und zerstören dabei blühende Kulturen. Auch Maisblüte gerät als Sklavin in die Fänge der spanischen Conquistadores, die auf ihrem Weg nach Norden auch bald für Machwao zur Bedrohung werden. Die Schicksale dieser beiden Menschen verknüpfen sich auf abenteuerliche Weise.

Donnergrollen im Land der grünen Wasser

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Letzte Kommentare:
22.01.2020 18:05:51
CS

„Donnergrollen im Land der grünen Wasser“ ist ein mächtiger Titel und verspricht wahrhaft spannende Lektüre. Auch das Buchcover mit den zwei "Indios", die auf großen, vom Wasser rundgeschliffenen Felsblöcken in einem Fluss stehen, ist sehr ansprechend gestaltet. Die Geschichte spielt im 16. Jh., als die ersten spanischen Conquistadoren Amerika eroberten u. fast 90 Prozent der dort lebenden Völker wissentlich, u. unwissentlich durch zahllose Krankheiten, vernichtet wurden (Nachwort der Autorin). Eine furchtbare Geschichte, die in der Erzählung „Donnergrollen im Land des Grünen Wassers“ ihren Anfang nahm, als Pferde noch unbekannt waren und für wilde Monster gehalten wurden.

Wir befinden uns im Jahr 1540. Maisblüte, ein junges Mädchen der Choctaw-Indianer, wächst wohlbehütet am Alabama-Fluss zur jungen Frau heran. Als Jungfrau wird sie gemeinsam mit anderen Jungfrauen ausgewählt, mit einigen Kriegern u. ihrem Häuptling Tuscalosa „Schwarzer Krieger“, den spanischen Eroberern unter der Führung von Hernando de Soto entgegen zu treten, um sich über deren Absichten zu informieren. Im Land erzählt man sich beängstigende und furchteinflößende Geschichten über diese seltsamen Käfermänner, die Töpfe auf dem Kopf tragen und auf bedrohlichen, unheimlichen vierbeinigen Monstern daherkommen, als wären sie mit ihnen verwachsen und mordend und brandschatzend durch ihr Land ziehen. „Schwarzer Krieger“ erkennt die Falschheit der Spanier u. führt sie in sein palisadengeschütztes 5000 Mann starkes Dorf „Mabila“, um dort gegen diese frechen Eindringlinge vorzugehen. Zuerst scheint es, dass die "Indios" die Männer um de Soto besiegen können, aber dann endet diese Schlacht als erste und einer der verlustreichsten Schlachten in der Geschichte der nordamerikanischen Indianerkriege. Die Stadt wird in Brand gesetzt und in Schutt und Asche gelegt. Tausende Indios verbrennen qualvoll. Einige wenige geraten in Gefangenschaft, so wie Maisblüte und ihr kleiner Bruder. Aber auch dort erwarten die beiden nur Grausamkeiten, Hunger und Elend.

Zur selben Zeit machen sich Männer des Menominee Stammes auf den Weg in den Süden, um dort mit den zuvor gesammelten und erbeuteten „Grünen Steinen“ Waren, wie z. Bsp. Salz einzuhandeln und zu tauschen. Unter ihnen befindet sich der noch unverheiratete Krieger Machwao. Auch Ihnen sind bereits seltsame Geschichten zu Ohren gekommen und in ihren Träumen sehen sie Dinge, wofür es in ihrer Sprache keine Worte gibt. Die Reise ist gefahrvoll, und sie müssen ständig auf der Hut vor Feinden sein.

Beider Schicksale vereinen sich, als Maisblüte zusammen mit ihrem Bruder endlich die Flucht aus dem Lager der Spanier gelingt.

Kerstin G. hat es ausgezeichnet verstanden, Fiktion und Wirklichkeit miteinander zu verweben und die Geschichte der Entdeckung Amerikas aus der Sicht der Ureinwohner aufzuzeigen. Man nimmt Anteil am Schicksal dieser Menschen. Charakter, Aussehen und Handlungsweise sind wunderbar beschrieben. Es gab Momente beim Lesen, da war ich geradezu fassungslos, ob der Boshaftigkeit und Grausamkeit von Menschen, die sich über alle Rechte der Indianer Nordamerikas hinwegsetzten und im Namen Gottes unvorstellbare Grausamkeiten begehen. Ebenso beschreibt die Autorin auch die Grausamkeiten und Kriege der verschiedenen Stämme untereinander. Solche Kämpfe gab es nicht zuwenig, und Foltermethoden kannten auch die Indianer. Kerstin G. erzählt vom Kampf der Menschen gegen immer wiederkehrende Naturgewalten, denen sie trotzen, von ihrem Kampf gegen Tod, Verlust und Hunger. Wunderbar auch ihre Landschaftsbeschreibungen. Man fühlt sich wie „mittendrin“ im Geschehen. Dieser Roman mit seiner wortgewaltigen Darstellung der Geschichte um die Besiedlung Amerikas schwingt noch immer in meinem Herzen.

Zeitpunkt.
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