Wintersaat

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • , 2017, Titel: 'Wintersaat', Originalausgabe

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Münsterland, Ende des 17. Jahrhunderts:Die Amsterdamer Kaufmannstochter Anderske Dijkersma reist von der münsterischen Zweigstelle ihres Vaters ins katholische Olfen, um vor ihrer Eheschließung mit dem Sohn des berühmten Amsterdamer Chirurgen Nicolaes Tulp die Kargheit des westfälischen Lebens kennenzulernen. Was als Besserungsmaßnahme für den verwöhnten Querkopf geplant war, entpuppt sich als Fiasko. Mit ihrem Schicksal verwoben ist die Geschichte des Erbdrostensohns Jeremias von Neuhoff-Ascheberg, der die heimatliche Rauschenburg an der Lippe verlässt, um nach Münster zum Studium aufzubrechen, dort jedoch erst 20 Jahre später ankommen wird.

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Letzte Kommentare:
08.08.2018 12:43:23
Klaus Nacke

Wenn ich die bisherigen Einträge lese, dann ist die Sprache des Romans von Almuth Herbst doch wohl ein Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Ich finde die Geschichte spannen und auch genau auf Grund der Sprache schön zu lesen. Es gibt sprachlich einen Menge zu entdecken; mein lieber Herr Madrigalchor. Auch ich habe zwischendurch laut losgelacht. Aber die Frage ist doch noch eine andere: In welcher Sprach ist ein Roman denn zu schreiben? Romane aus dem 11. Jahrhundert in Mittelhochdeutsch? Dann verstehen wir aber alle nicht mehr viel ...

31.07.2018 12:26:25
Christoph Wiechers

Nachdem meine Frau das Buch nach 100 Seiten - freundlich gesagt - beiseite gelegt hat, habe ich mich durch den ganzen Text gequält. Die Story ist durchaus spannend, was mich aber massiv und von der ersten bis zur letzten Seite stört, ist die unangemessene Sprache. Ein Text wird nicht authentischer, wenn Jetztzeit-Slang ins 17. Jh. gebeamt wird. Die Krönung war, dass die Autorin auf dem Mühlenfest die Feiernden "Johnny be good" auf Deutsch grölen ließ. Da war´s fast auch mit meiner Leidensfähigkeit vorbei.
Auch fand ich - aufgrund der geografischen und sozialen Herkunft der Ganoven - die Verwendung von Begriffen aus dem Masematte mitunter fragwürdig.Schade um einen ansonsten gelungenen Roman.

26.01.2018 15:07:29
Hermann Hüls-Mellmann

Wie beurteilt man ein Buch? Na ja, es ist dann doch schon eine Weile her, dass ich so etwas schriftlich gemacht habe. Also mach ich das mal etwas unkonventionell und nicht so wie (vor über 40 Jahren) gelernt. Unkonventionell passt zudem gut zu diesem Roman.
Also einfach mal das Buch irgendwo aufgeklappt Erster Satz, der zufällig ins Auge fällt: "Bist du bescheuert?" Ups, wer spricht denn so im ausgehenden 17. Jahrhundert? Klingt doch eher modern. Aber halt, Almut Herbst verwendet auch Begriffe wie "Drübbelken" und "Verdorrie", die mich sofort an meine Oma denken lassen, eine waschechte Münsterländerin, die, wenn sie denn mal Hochdeutsch sprach, immer wieder plattdeutsche Begriffe einstreute.
Diese wechselhafte Sprache zieht sich durch den ganzen Roman. Reich-Ranicki würde an dieser Stelle fragen: Ist das Literatur? - Keine Ahnung und mir auch Wurscht, denn ich finde es einerseits erfrischend und andererseits angenehm heimelig. Vielleicht die Unausgereiftheit eines Erstlingswerkes? Kann man so sehen. Ich würd mich allerdings freuen, wenn der Schreibstil in einem zweiten Buch so bleiben würde.
Weitergeblättert. Ich stoße auf Gebäude-, Orts- und Landschaftsbeschreibungen. Einerseits gut recherchiert, anderseits so geschrieben, dass man sich gleich wieder wie zu Hause fühlt (nicht nur meine Oma war Münsterländerin). Schön.
Gefühle. Meine Güte, manchmal dauerts aber bis das gesagt wird, was eine Person wirklich denkt und fühlt. - Wie im wirklichen Leben. Der Roman zieht immer da Kreise um den heißen Brei, wo man selbst in gleicher Situation auch unsicher wäre. Zumindest dann, wenn man sich gelegentlich von Bauchgefühlen leiten lässt.
Die Personen des Romans sind einem schnell vertraut. Einige möchte man gern schon für nachmittags auf ein Tässchen Kaffee einladen ... oder aber Reisaus vor ihnen nehmen. Sind ja nicht alle besonders liebenswert. Aber alle sind lebhaft und bildreich beschrieben. Wesensarten werden spannend dargestellt und menschliche Stärken aber auch insbesondere Schächen zum Motivator des Handlungsstrangs gemacht. Dies sehr phantasievoll, aber doch so lebensnah, dass man die eine oder andere Person wieder zu erkennen glaubt.
Dies waren nur einige Beispiel dafür, was mir an dem Buch aufgefallen ist. Ob ich es gut finde oder nicht, erkenne man an folgendem Umstand: Ich habe Hunger und friere (weil ich die Heizung doch nicht weit genug aufgedreht habe) und dennoch sitze ich hier und schreibe eine Kritik. So ganz schlecht kann der Roman also nicht sein.
Almut Herbst schreibt im Nachwort, dass man ihr, der Opernsängerin, den Ausflug in die Schriftstellerei verzeihen möge. Nein ich verzeihe nicht, ich wünsche mir ein zweites Buch.
So, und nun zitiert mein Magen von Seite 266:
"Noch ein Wort und ich mach dich alle"
Ich gehe kochen und wünsche guten Appetit beim Lesen.

26.01.2018 12:23:46
Yamina Maamar

Ein absolut kurzweilig zu lesendes Buch, selbst wenn man die Originalschauplätze NICHT alle kennt :-) Zusätzlich zum Unterhaltungswert dieses Buches erfährt man auch viel Wissenswertes über die Zeit - und was mir persönlich sehr gefällt: Die muntere Sprachwahl. Das lässt keine Langeweile aufkommen. LESEN UND SPASS HABEN!!

26.01.2018 10:53:15
Birgit van Elst

Ich fand es Klasse. Erfrischend anders geschrieben als man es normalerweise von historischen Romanen gewohnt ist. Am Anfang war ich noch etwas verwirrt,aber dann hab ich mich oft kringelig gelacht und meinem Sohn,der in Münster wohnt ,ständig Textausschnitte zugeschickt. Ich sag nur: weiter so,freu mich schon auf das nächste Buch!😉

26.01.2018 00:57:25
Hugo Furtweiler

Das ist ein freches Buch: es nennt sich historischer Roman und kommt in einer modernen Sprache daher, die man sonst von Romanen dieses Genres überhaupt nicht kennt. Aber während man sich noch darüber ärgert, fragt man sich, warum eigentlich...
Hat man akzeptiert, dass die Figuren Sachen sagen wie: "halt den Rand" oder "quatsch mir keinen Blumenkohl ans Ohr", geht es einem mit diesem Buch irgendwann prächtig! Es ist witzig, trotz oben genannter "Mängel" sehr gut recherchiert, prall voll mit erfreulicher Formulierungslust und kein einziger Erzählstrang bleibt ungelöst.

19.10.2017 12:33:10
Dieter Salje

Historischer Roman, frisch erzählt und leicht in Sprache und Duktus
Sehr schöner historischer Roman, spielt im Münsterland und spielt auch mit Vorurteilen, die junge verwöhnte Tochter, die sich in den Schäfer verliebt, das Vorurteil, das das Recht der ersten Nacht durch den Lehnsherr immer vergnüglich sein soll und doch zur "lästigen Pflicht" werden kann. Der junge Schnösel aus dem Adel, der erkennen muss, dass zum Überleben mehr gehört, als nur Arroganz und Überheblichkeit. Auch die Bösewichter (fällt mir gerade auf, gibt es keinen weiblichen Begriff zu Bösewicht? ) Frisch in moderner Sprache rasant und packend erzählt, gleichzeitig aber die Bindung an die Historie erhalten. Der Roman hat wunderschöne lyrischen Passagen und steckt auch voller Situationskomik, manchmal überraschend modern, aber immer gelungen und treffend. Wer sich mit Theater und Musik auskennt, findet fein nuancierte Anspielungen. Man freut sich auf die nächsten Seiten und- vielleicht schon bald- auf das nächste Werk der Autorin, hoffentlich wieder exzellent recherchiert, voller Wortwitz und in mitreißendem Stil erzählt.

10.10.2017 10:13:39
Kay Kirjewsky

Ein vielschichtiges, fesselndes Buch, das in den Bann schlägt. In eigenständigem Sprachstil, der sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt. Es ist eine große Freude auf die lange Reise des Protagonisten mitzukommen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Hat mich drei Nächte Schlaf gekostet. Von der ersten Seite an ist man mitten im Geschehen. Immer wieder ist man überrascht über die vielen Anspielungen und Details, die man beim aufmerksamen Lesen serviert bekommt. Anspielungen auf die Toten Hosen, David Bowie, Udo Lindenberg, Nena, James Bond Songs, um nur einige zu nennen.

01.10.2017 18:34:50
Anna Riepers

Dieses Buch war ein Geschenk einer Bekannten der Autorin selbst. Ich hätte es mir wohl nicht gekauft. Unbekannte Schriftstellerin, zu dickes Buch...
Deshalb war es auch eine echte Überraschung im besten Sinne! Dass das ein Erstlingswerk ist, glaubt man kaum. Mir haben die schönen Naturbeschreibungen, die ausgefallenen Metaphern und die flotte Sprache besonders gut gefallen. Es ist von Anfang bis zum Ende sehr spannend. Man fiebert richtig mit.
Lasst euch nicht von den fast 900 Seiten schrecken! Es liest sich nämlich dennoch unheimlich schnell und man ist traurig, wenn es vorbei ist.
Die Protagonisten haben sehr viel Profil, entwickeln sich stimmig und logisch. In den Hauptcharakter habe ich mich regelrecht verliebt.
Es gibt zwar eine wirklich süße Liebesgeschichte, aber die ist nur schönes Beiwerk.
Man erfährt viel über die Lebensumstände der Menschen im Münsterland in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Trotzdem ist es sehr lustig und lebensbejahend geschrieben.
Meine Empfehlung hat es jedenfalls. Für mich die Überraschung des Jahres!