Thors Hammer

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Droemer-Knaur, 2017, Titel: 'Thors Hammer', Originalausgabe

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AD 1027: Harald ist zwölf Jahre alt und jüngster Sohn aus edlem Hause. Er will Krieger werden und seinem Halbruder Olaf nacheifern, der Kriegsherr und König von Norwegen ist. Doch ein Aufstand der Jarls treibt Olaf aus dem Land. Harald bereitet sich auf den Tag vor, da sein Bruder mit einem Heer zurückkehrt. Drei Jahre später ist es so weit. Blutjung zieht Harald in den Krieg. Es kommt zur entscheidenden Schlacht von Stiklestad. Olaf stirbt, und Harald muss schwer verwundet fliehen. An seiner Seite die junge Sklavin Aila. Ihr gemeinsamer Weg führt nach Russland.

Thors Hammer

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Letzte Kommentare:
30.12.2017 17:39:36
Marthe13

Ich bin mit viel Spannung an das Buch gegangen. Es ließ sich gut lesen, also fließend im Schreibstil. Was mich anfangs gestört hat, waren die genauen Beschreibungen von den Räumen, Kleidung und all den Personen. Doch ich kam zu dem Entschluss, dass ich mich ja im Jahre 1027 befinde und es mich neugierig machte. Also las ich diese Details mit Genuss. Denn sonst überfliege ich meist dies gern. Diese Beschreibungen ziehen sich durch das ganze Buch. Meine schönste Stelle war, die wirklich sehr gute Beschreibung, als Olaf und Harald durch das Lager liefen. Da hatte ich das Gefühl, das ich dabei bin. Ich konnte mir alles recht gut vorstellen.
Was mir an Geschichte zu kurz kam, war, wie soll ich sagen....Es wurde ewig darüber geschrieben bis Harald endlich bei Olaf war, dann der Kampf war recht kurz im Gegensatz zu dem, was vorher alles beschrieben wurde.
Wiederum die Reise zum Rus war wiederum schön beschrieben. Die Geschichte selbst, als Harald diesen Rus gefangen nahm, war mir irgendwie zu leicht, so ohne Widerstand. Zumal Harald gerade mal mit einer Handvoll Männer in die Halle marschierte und so einfach wieder rauskam, samt Gefangenen.
Aber es gefiel mir, dass der Plan von Harald aufging. Selbst beim Großfürsten hielt ich den Atem an, denn entweder ist man des Rus Freund oder Feind für immer.
Fazit des Buches: Es hat mir gefallen und auch die ganzen Beschreibungen, daran habe ich mich gewöhnt und letztlich haben sie mir gefallen.
Jetzt freue ich mich nun auf Band 2.
Schon allein wegen dem Einblick den man im Buch 1 am Ende bekam. Das wirft Fragen auf.
Alles in allen ein gelungenes Buch. Daumen hoch, kann ich nur weiter empfehlen.

28.12.2017 07:28:57
wampy

Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Thors Hammer (Herrscher des Nordens)

Meine Meinung:
Die Handlung wird aus der Sicht der Hauptfigur beschrieben und erzählt. Dadurch kann man die Gedanken und Gefühle Haralds vollständig verfolgen und auch nachvollziehen. Nachteilig ist dabei natürlich, dass Harald sehr positiv dargestellt wird und kaum negative Eigenschaften auftreten. Ich war sofort mittendrin und fieberte von Anfang an mit dem jungen Harald mit. Er strebt an, ein erfolgreicher Krieger zu werden und tut eine Menge dafür. Seine erste Schlacht bringt dann die große Ernüchterung. Sie geht verloren und Harald lernt die Schattenseiten dieser Tätigkeit kennen. Wie in späteren Situationen auch, reflektiert Harald das Erlebte und zieht seine Lehren. So erweist er sich als guter Anführer für seine Gefolgsleute und vermehrt Ansehen und Macht, indem er gegen offenkundige Mißstände vorgeht. Er denkt langfristig und kann dies auch seinen Getreuen vermitteln. Auch das historische Umfeld wird sehr anschaulich beschrieben. Neben der Darstellung des täglichen Lebens werden auch politische Zusammenhänge erläutert, und dies ohne damit zu langweilen. Hauptsächlich sind es die Abenteuerepisoden, die für Spannung sorgen. Dabei verzichtet der Autor wohltuend auf übermäßige Gewaltdarstellungen. Auch in Liebesdingen sammelt er erste Erfahrungen und er ist zum Ende ein erfahrener Krieger und Anführer trotz seiner noch nicht einmal zwanzig Lebensjahre. Die Figuren sind durch die Bank relativ flach gehalten und könnten etwas mehr Tiefe vertragen. Die Sprache ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und sorgt für eine angenehme Auflockerung. Zusätzlich überrascht der Autor mit Ideen, die man nicht unbedingt zu dieser Zeit erwarten würde. So gibt es teambildende Maßnahmen zur Integration einer Gruppe ehemaliger Gegner.

Fazit:
Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich bin Haralds Entwicklung gerne gefolgt. Einzig die Figurenzeichnung kann tiefer gestaltet werden. So vergebe ich vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten) und kann das Buch allen empfehlen, die einen spannenden Abenteuerroman mit historischen Elementen lesen mögen.

29.11.2017 14:32:21
tassieteufel

Der 12jährige Harald Sigurdsson lebt 1027 mit Mutter und Geschwistern im norwegischen Hringaríke. Er bewundert seinen Halbbruder Olaf, der König von Norwegen ist und will wie er ein großer Krieger werden. Doch als Olaf nach langer Abwesenheit nach Hause kommt, muß Harald erfahren, dass Olaf von den Dänen geschlagen wurde und sich nun ins Exil zu den Rus begeben muß. Olaf verspricht mit einem Heer wieder zu kommen und sich seinen Thron zurück zu holen. Drei Jahre später ist es dann soweit, Olaf kehrt mit einem Heer zurück und Harald darf ihn begleiten. Grad mal 15 Jahre alt zieht er in die Schlacht um Stikla Stad, muß erleben wie seine Brüder sterben und wird selbst schwer verwundet. Von treuen Freunden wird er jedoch gerettet und flieht nun ebenfalls nach Russland, hat er doch nun die Verantwortung für Olafs kleinen Sohn Magnus.

Mit seinem neuesten Roman, dem Auftakt einer Trilogie um den Dänenkönig Harald Hardrada, entführt der Autor seine Leser in den hohen Norden und überzeugt wieder einmal mit einer fundiert recherchierten Geschichte, in der Fakten und Fiktion zu einer stimmigen und packenden Story verwoben werden. Neben der spannenden Erzählung rund um den jungen Harald, punktet die Geschichte auch mit einer bildhaften und dichten Beschreibung der Landschaft und dem damaligen Alltagsleben der Menschen. Das Christentum war damals noch nicht sehr verbreitet in Norwegen, doch der neue Glauben gerät immer mehr in Konflikt mit den alten Göttern, zumal auch Haralds Bruder Olaf die Bekehrung zum neuen Glauben massiv voran treibt und dabei oft rabiat vorgeht. Hier gelingt es dem Autor ganz hervorragend, den Glaubenskonflikt anhand von Haralds Familie zu schildern, denn auch Haralds Mutter lehnt den neuen Glauben ab, ebenso wie viel Männer die auf Olafs Seite stehen.
Erzählt wird das Ganze aus Sicht von Harald in der Gegenwartsform, dabei kommt man der Figur sehr nahe und kann hautnah miterleben, wie sich Harald entwickelt. Vom 12jährigen, der seinen Bruder bewundert und ihm bedingungslos nacheifern möchte, entwickelt er sich schon sehr bald zu einem jungen Mann, der merkt, dass sein Bruder kein Übermensch ist und vor allem auch verhängnisvolle Fehlentscheidungen trifft. Harald ist der geborene Anführer und wächst durch seine Taten und Erlebnisse in diese Rolle perfekt hinein, er lernt, sich die Meinung anderer anzuhören, aber letztendlich auf sich selbst zu vertrauen und es macht einfach viel Spaß, ihm bei seiner Entwicklung, seinen Abenteuern und dem ein oder anderen genialen Schachzug zu folgen.
Neben Harald überzeugt aber auch die Figurenzeichnung der anderen agierenden Personen. Gerade bei den realen Charakteren gibt es einige, deren Vorgeschichte derart interessant ist, dass sie allein schon eine Geschichte wert wären. So hat zum Beispiel Asta eine dramatische Vergangenheit, bei der man nur so staunt!
Ein informatives Nachwort und Personenverzeichnis der realen und fiktiven Charaktere rundet das Buch gelungen ab.
Da es sich um eine Trilogie handelt, endet der 1. Band ziemlich offen und mitten im Geschehen, daher freut man sich nat. besonders, dass der 2. Teil in Kürze erscheint!


FaziT: Mit "Thors Hammer" ist dem Autor eine spannende und packende Abenteuergeschichte rund um die reale Figur des Dänenkönigs Harald gelungen, die wieder mit viel Liebe zum Detail verfaßt wurde! Der Auftakt zur Trilogie macht eindeutig Lust auf mehr und zum Glück muß man auf Teil 2 nicht so lang warten.

26.11.2017 17:52:53
Jana68

„Thors Hammer“ ist der hervorragend gelungene Auftakt zu Ulf Schiewe’s neuer Roman-Trilogie „Herrscher des Nordens“, der die Geschichte von Harald Sigurdsson, König von Norwegen im 11. Jahrhundert erzählt.
Ich wusste von König Harald bisher nur sehr, sehr wenig und habe mich auf diesen Band zunächst einmal deshalb eingelassen, weil mir frühere Romane des Autors sehr gut gefallen haben. Was soll ich sagen - es hat sich so sehr gelohnt!
Zum einen macht es mir riesigen Spaß, Harald auf diese Weise überhaupt kennenzulernen. Die Quellenlage ist - so der Autor - nicht die umfänglichste und keineswegs einfach. Aber dass, was verfügbar ist, erzählt Schiewe sehr unterhaltsam, ansprechend und absolut nachvollziehbar. Dies gelingt auch deshalb so beeindruckend, weil es Harald selbst ist, der uns seine Geschichte erzählt und zwar in der Gegenwartsform. Man hat dadurch schnell das Gefühl, man sei mittendrin. Es läuft Kopfkino ab, auch dank der großartigen Natur- und Landschaftsbeschreibungen. Man kann tatsächlich den Wald riechen, das Meer brausen hören oder die eisige Winterkälte spüren.

Am meisten beeindruckt mich aber Harald selbst. In diesem ersten Band begleiten wir ihn zunächst als 12-jährigen, der seinem Bruder Olaf, dem derzeitigen König nacheifern will. Für Harald ist er das große Vorbild, er will so werden wie er und es kann ihm nicht schnell genug gehen, endlich soweit zu sein. Nur wenige Jahre später zieht er mit Olaf in die Schlacht gegen Knut, den Dänen-König. Die Schlacht geht verloren und Harald beginnt, zu erkennen, dass Olaf kein Übermensch ist. Seine Beobachtungsgabe und das Hinterfragen von Entscheidungen und Geschehnissen hilft ihm dabei, Schritt für Schritt zu lernen. Bald zeigt sich, welche Qualitäten ihm in die Wiege gelegt wurden. Er ist der geborene Anführer, schart einen engen Freundeskreis um sich, auf den er sich absolut verlassen kann.
Er entwickelt sich zum jungen Mann, überlegt sorgfältig, zieht Schlüsse aus Fehlern und hat zudem die Geduld, die es braucht, um den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Nichts kann erzwungen werden, gerade was den alten Götterglauben und das sich verstärkt ausbreitende Christentum angeht. Noch ist Harald selbst kein bekehrter Christ, aber er scheut die Auseinandersetzung damit nicht und schafft es, sich vor allem die Symbolik des alten Glaubens zu nutzen zu machen.
...Und er versteht es, sich geeignete Verbündete zu suchen, die ihn einst unterstützen sollen, wenn er Norwegen zurück erobern will...

Dieser erste Band verspricht eine äußerst spannende Fortsetzung. Die ausdrucksstarke und gut verständlich Erzählweise des Autors sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Die Handlung schreitet zügig voran und man ist ständig gespannt darauf, wie es weitergeht.
Zur Freude der Fans, zu denen ich mich zähle, lässt der 2. Band nicht zu lange auf sich warten. Ich freue mich schon sehr darauf.

03.10.2017 21:27:00
mabuerele

„...Ein kalter Wind streicht in diesem Augenblick über meinen schweißnassen Rücken. Wie ein Hauch aus der Göttin Hels eisiger Unterwelt. Irgendetwas stimmt nicht...“

Wir schreiben das Jahr 1027. Der 12jährige Harald lebt mit seiner Mutter und den Geschwistern in der Wallburg in Norwegen. Dann erscheint der Älteste der Brüder. Olaf ist König von Norwegen. Nach einer Niederlage gegen den dänischen König muss er sein Land verlassen. Er zieht zuerst nach Schweden, in die Heimat seiner Frau, danach weiter gen Osten zu Jarisleif, Großfürst der Rus.
Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Die Geschichte wird von Harald erzählt.
Harald träumt davon, einmal ein großer Krieger zu werden. Deshalb schaut er zu seinem älteren Bruder Olaf auf. In der Wallburg aber hatte seine Mutter Asta die Fäden in der Hand.
Olafs erste Niederlage zeigt, das sich das Land im Umbruch befindet. Mit seiner gewaltsamen Methode der Verbreitung des Christentums hat er sich die Jarls zu Feinden gemacht. Seine Mutter Asta sieht Glaubensfragen viel pragmatischer.
Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Obiges Zitat fällt bei der Ankunft Olafs. Harald ahnt, dass sich vieles ändern wird. Doch es soll drei weitere Jahre dauern, bis er selbst seinen Bruder eine Schar Krieger zuführen darf und seine erste Schlacht erlebt.
In diesen drei Jahren darf ich verfolgen, wie sich Harald und sein bester Freund Thorkel von Kindern zu jungen Männern entwickeln. Unbedachte Handlungen werden abgelöst durch planmäßiges und gezieltes Tun. Eine Seereise auf die Orkney-Inseln erweitert die Fähigkeiten und ermöglicht den jungen Leuten mit dem dortigen Einwohnern Gespräche über die Zeitverhältnisse. Immer wieder werden Christentum und alte Religion gegeneinander abgewogen.
Feste und Feiern werden genauso ausführlich beschrieben wie die Erlebnisse auf der Jagd. Das norwegische Thing weist eine gewisse Demokratie auf. Jeder darf freimütig seine Meinung sagen. Bedenken werden ausdiskutiert.
An anderer Stelle werden die Defizite von Olaf in der Menschenführung und in der Strategie deutlich. Schlachten erzählt der Autor realistisch. Sie hinterlassen Blut und Leid. Olaf stirbt. Harald überlebt, wird aber gesucht und muss fliehen. Außerdem hat ihn sein Bruder vor der Schlacht die Verantwortung für seinen unmündigen Sohn Magnus übertragen.
Gekonnt wird im Ablauf des Geschehens Haralds charakterliche Entwicklung aufgezeigt. Das folgende Zitat zeugt von einer gewissen Reife:
„...Und langsam begreife ich, dass es als König nicht genügt, seine Macht durchzusetzen. Man muss auch die Herzen der Menschen für sich gewinnen...“
Trotz seiner Jugend verfügt Harald über ein gutes strategisches Können,. Er hat einen Blick für die Menschen seiner Umgebung. Er sucht das Gespräch und fördert ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten. Er setzt sich für Gerechtigkeit ein und gewinnt so das Vertrauen der Tschuden, einem Volk in Russland.
Zu den sprachlichen Höhepunkten gehören viele tiefgreifende Gespräche. Sie zeigen die Zeit im Umbruch. Das Christentum ist nicht aufzuhalten, doch es gibt unterschiedliche Wege, es dem Menschen zu vermitteln. Gewalt ist die schlechteste aller Lösungen.
Das Buch zeugt von einer exakten und ausführlichen Recherche des Autors. Seine Kenntnisse über die unterschiedlichen Völkerschaften in Russland, über die Entwicklung in Norwegen und Schweden und die komplexen verwandtschaftlichen Beziehungen geben dem Buch seine besondere Authentizität. Dazu dienen auch die ab und an eingestreuten norwegischen Begriffe der damaligen Zeit.
Eine Karte auf der ersten Umschlagseite, ein Personenregister, ein Glossar und ein informatives Nachwort ergänzen die Geschichte.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

24.09.2017 20:07:58
Kerstin Klaar

"Herrscher des Nordens - Thors Hammer" von Ulf Schiewe ist der erste Teil der Saga des Wikingerkönigs Harald Hardrada .

Geschrieben wird das Jahr AD 1027, in dem Harald Sirgurdsson gerade erst zwölf Jahre alt ist. Sein Halbruder Olaf , König von Norwegen , ist sein großes Vorbild und er wünscht sich nichts sehnlicher als ein großer Krieger zu werden und an Olaf's Seite zu stehen.
Olaf ist zum Christentum gewechselt, was nicht bei allen Norwegern auf Begeisterung stößt. Auch Åsta, die Mutter von Harald hat ihn taufen lassen, doch konnte dieser nichts mit dem Glauben der Christen anfangen. Er und viele andere in Norwegen sind ihren Göttern treu geblieben, was bei Olaf auf großes Missfallen gestoßen ist und er mit harter Hand regiert hat. Das wiederum hat dazu geführt, dass viele Jarls und freie Bauer nicht mehr an Olaf geglaubt haben und zu Knut, dem König Dänemarks, überliefen.
Als Olaf letztendlich seinen Titel an Knut verliert, muss er fliehen. Er bittet Harald sich vorzubereiten und genügen Männer aufzustellen, damit , wenn er wiederkommt, sie gemeinsam in den Krieg ziehen können um Olaf seinen Titel zurück zu erobern.
Drei Jahre später ist es dann soweit, Olaf kehrt zurück und sie ziehen in die Schlacht. Harald hat die drei Jahre genutzt um sämtliche Kampftechniken zu erlernen.
In Stikla Stad , wo die Schlacht stattfinden soll, hat Olaf noch zuvor eine Bitte an Harald. Sollte er hier nicht überleben, soll Harald sich um Magnus kümmern. Magnus, noch ein Kleinkind, ist der Sohn und somit Thronfolger von Olaf.
Olaf hat die Schlacht nicht überlebt und so ist es an Harald sein Versprechen an Olaf einzulösen. Er muss alles daran setzen den kleinen Magnus zu beschützen um später, wenn dieser alt genug ist, für ihn den Thron zurück zu erobern.
Hierbei muss er selbst viele Proben bestehen, da ist es gut treue Freunde an seiner Seite zu haben. Sein bester Freund Thorkel ist immer an seiner Seite und beide passen aufeinander auf und würden jeweils das eigene Leben für den anderen geben. Auch Olafs alte Gefährten, auf die er immer zählen kann, stehen ihm von nun an zur Seite.
Dann ist da noch die Sklavin Aila, sie wird im Laufe der Geschichte ebenfalls zu seiner Begleiterin.

Vor seinen größten Feinden, Sigurd Erlingsson und Rorik, die sich zusammen getan haben , muss er sich besonders in Acht nehmen, denn beide sinnen aus unterschiedlichen Gründen auf Rache. Sie werden nicht ruhen bis sie diese gestillt haben.

Es ist eine spannende Reise die Harald nun antreten muss.


Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Ulf Schiewe und ich kann mit Sicherheit sagen, dass es nicht das letzte gewesen sein wird.
Wie ich im Nachwort erfahren habe, wurden zur damaligen Zeit in den skandinavischen Ländern keine Chroniken,wie es im Christentum üblich war, geführt. Alles wurde durch mündliche Überlieferungen von Generation zu Generation weitergegeben. Dann gab es noch die Skalden ( höfische Dichter, Sänger und Verfasser von Heldensagen ), die das Geschehene durch ihre Lieder und Gedichte verbreitet haben.
Und doch gibt es mündlich überlieferte Literatur die es dem Autor ermöglicht hat ein sehr gut recherchierten Roman zu schreiben. Mit fiktiven Protagonisten vermischt, ist es eine spannungsgeladener Geschichte, deren Schreibstil es einem nicht schwer macht weiter zu lesen.
Die Landschaften und Schauplätze sind bildhaft beschrieben, so das ich sie vor meinem inneren Auge sehen konnte. Ich möchte erwähnen das es auch brutale Szenen gibt, ich persönlich mag das und für mich gehört es bei historischen Romanen, in denen Kriege und Schlachten beschrieben werden, ob bei Wikingern oder anderen Kriegern, dazu. Und so hat der Autor mir als Leser ermöglicht mir eine Vorstellung von einer Schlacht der damaligen Zeit zu machen.
Es hat mir gefallen, viel von den politischen Hintergründen zu erfahren, sie fließen wie nebenbei mit in das Geschehen ein. So ist es interessant gewesen mehr von den Königen, Jarls und den freien Bauern in Norwegen zu erfahren.

Für mich ein absolut lesenswertes Buch, ich bin auf die Fortsetzung gespannt. Im Dezember kann es mit " Herrscher des Nordens - Odins Blutraben " weitergehen.