Die Salbenmacherin und die Hure

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Gmeiner, 2017, Titel: 'Die Salbenmacherin und die Hure', Originalausgabe

Couch-Wertung:

85
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Karin Speck
Und wieder steckt die Salbenmacherin in Schwierigkeiten

Buch-Rezension von Karin Speck Aug 2017

Es ist Sommer im Nürnberg des Jahres 1409. Die Hitze ist schon fast unerträglich, einzig Olivera genießt das Wetter. Erinnert es sie doch an ihre Heimat. Doch dann wird am Ufer der Pegnitz eine Leiche gefunden. Der Körper ist grauenhaft entstellt, ihm fehlen Kopf und Hände. Schon bald machen furchtbare Gerüchte die Runde. Des Nachts wurde angeblich ein Werwolf gesehen. Droht der Stadt jetzt mit der Hitze auch noch Gefahr durch Dämonen oder Schlimmerem?

Zwei Jungen, die sich aufmachen einen Mord zu klären

Olivera und ihr Mann haben sich ihr Leben eingerichtet und gehen ihrer Arbeit nach, als dieser schreckliche Mord geschieht. Eigentlich will die patente Salbenmacherin mit allem gar nichts zu tun haben, aber ihre Neugierde bringt sie immer wieder dazu, doch mehr erfahren zu wollen.

Jona, der Junge, der schon aus dem Vorgängerband bekannt ist, spielt hier eine nicht unwesentliche Rolle. In ihm steckt die jugendliche Neugierde und so macht er sich nachts mit seinem Freund Casper auf die Suche nach dem Werwolf. Gekonnt schildert die Autorin die Erlebnisse der Jungen und der Leser streift gemeinsam mit ihnen durch das nächtliche Nürnberg. Fast tritt Olivera hier in den Hintergrund. Die Charaktere der Jungen werden noch weiter vertieft, sie haben mehr Raum bekommen. Die Autorin schildert lebhaft von ihren Sorgen, Ängsten und Nöten. Kleine Rückblenden sorgen zwar dafür, dass der Leser einiges aus den Vorgängerbänden erfährt, aber sicher macht es etwas mehr Spaß hier zu lesen, wenn man diese eben auch kennt. Die einzelnen Charaktere entwickeln sich eben von Band zu Band weiter. Für die eigentliche Handlung ist es aber nicht zwingend erforderlich, sie ist in sich abgeschlossen. 

Eine Autorin, die es versteht Spannung aufzubauen

Die Geschichte selbst ist logisch aufgebaut und die Spannung steigt von Seite zu Seite, ohne zu früh zu verraten, wer hinter der eigentlichen Tat steckt. Hier ist deutlich zu spüren, dass Silvia Stolzenburg es versteht, Spannung aufzubauen. (Sie schreibt auch Thriller, die in der Gegenwart spielen). Wobei die Salbenmacherin hier nicht unbedingt als Ermittlerin auftritt, eigentlich scheint sie mehr eine Randfigur zu sein, die das Ganze zusammenhält und beobachtet. Auf diese Weise ersteht aber auch ein schönes Gesamtbild der damaligen Zeit.

Auch hier klärt wieder ein Nachwort Fiktion und Wahrheit und eine Bibliografie lädt dazu ein, selbst ein wenig in die Geschichte des Mittelalters einzutauchen.

Aufregende Jagd nach einem Mörder

Mit Die Salbenmacherin und die Hure hat Silvia Stolzenburg wieder einen spannenden, historischen Roman abgeliefert. Für Jonas, Casper und nicht zuletzt auch für Olivera ist es eine aufregende Jagd nach einem Mörder in den Mauern Nürnbergs, für die Leser ein Lesevergnügen.

Die Salbenmacherin und die Hure

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