Das Haus der schwarzen Schwäne

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Aufbau, 2017, Titel: 'Das Haus der schwarzen Schwäne', Originalausgabe

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Tøndern 1693, ganz Europa ist verrückt nach Spitze. Doch bei der Herstellung der filigranen Stoffe werden Tausende von Mädchen in Fabriken ausgebeutet und unterdrückt. Falka ist eine von ihnen. Nach dem Tod ihres Vaters hat sie die Heimat verlassen, um in Tøndern ihren Lebensunterhalt durch Klöppeln zu verdienen. Aber anders als ihre Leidensgenossinnen fügen sich Falka und ihre Freundinnen nicht ihrem Schicksal, sondern wagen etwas nie Dagewesenes: Sie lehnen sich gegen die Herrschenden auf. Und während sich auf der Weltbühne der Große Nordische Krieg anbahnt, kämpfen die Frauen ihre eigene Schlacht.

Das Haus der schwarzen Schwäne

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Letzte Kommentare:
16.07.2018 17:10:59
Culadra

Dieser Roman schafft es, mich als Leserin bis zum Ende zu fesseln und mich gleichzeitig im Unklaren zu lassen, wie ich ihn finde.
Jelle Behnert punktet durch eine interessante sprachliche Darstellung: kurze, abgehackte Sätze; wenig Infos für den Leser und Wechsel von vielen Protagonisten.
Eine weitere interessante Erfahrung (und ,,interessant" ist hier sowohl positiv als auch negativ gemeint) ist der Aufbau der Figuren, da kein Charakter sympathisch ist und das Spiel Protagonist-Antagonist aufgehoben wird. Ist nicht jedermanns Sache, ich fand es ganz spannend zu lesen.
Gleichzeitig konnte sich die Autorin nicht entscheiden, was das Thema ihres Romans werden soll: Historischer Roman über die Spitzenmanufaktur und die Ausbeutung vieler junger Mädchen? Historischer Roman über Hexenwerk aus der Sicht einer ,,Hexe"? Kriegsroman? Erotikroman? Satanismus? Liebesroman? Fiktionaler Roman im historischen Umfeld, in dem ein Mädchen die gesellschaftlichen Strukturen umkehrt?
,,Das Haus der schwarzen Schwäne" vereint all dies, mehr oder weniger erfolgreich (Erotikroman und Liebesroman passen nicht gut ins Schema, die historische Seite ist zwar interessant, stört aber den Lesefluss).
Außerdem war die Autorin scheinbar stolz auf die 8 dänischen Namen, die sie sich ausgedacht hat; über die 58 Kapitel verteilt werden sie ungefähr viermal so oft genannt. Immer in einer Aufzählung. Leider nach dem 4.Mal nervig.

Mein Tipp: Lies den Roman bis zur Hälfte (ca. Kapitel 27) und lege das Buch danach weg. Dann ist es super. Die zweite Hälfte ist gewöhnungsbedürftig und eher was für angetrunkene Abende.
Trotzdem hat der Roman meinen Horizont in Sachen 17./18. Jh. etwas erweitert und eine wirklich interessante, fiktive Geschichte aufgebaut.

14.07.2017 11:31:31
PMelittaM

Falka wächst Ende des 17. Jahrhunderts in sehr ärmlichen Verhältnissen auf der Insel Fanø auf. Ihr Leben scheint vorbestimmt, sie wird ihren Vetter Peder heiraten und auf der Insel bleiben. Doch dann kommt alles ganz anders und Falka landet in Willem Tondersens Klöppelfabrik in Tondern. Die Verhältnisse, in denen die Klöpplerinnen leben und arbeiten müssen, sind schrecklich, aber es gibt auch Freundschaft und Zusammenhalt unter den Mädchen.

Das wunderschöne Cover machte mir Lust, den Roman zu lesen, und zunächst fand ich ihn auch sehr interessant. Die Verhältnisse, in denen Falka leben muss, vor allem das Elend der Klöpplerinnen werden eindrücklich dargestellt und auch der historische Hintergrund schien mir interessant.

Nach etwa 100 Seiten jedoch ging der Roman in eine Richtung, die mir nicht mehr so sehr gefiel, er wurde zunehmend abstrus, Falka verlor immer mehr meine Sympathie und die Geschichte behagte mir auch immer weniger. Für mich wurde der Roman mit jeder Seite weniger historisch. Falka möchte ein Mädchenreich erschaffen, und das mit äußerst extremen Mitteln. Ihr Gedankengut ist stellenweise kaum nachzuvollziehen, für mich geht das schon ins geistig Ungesunde. Sicher ist gesellschaftliche Kritik angebracht, für mich jedoch nicht auf diese Weise, da es einfach immer unrealer wirkt. Das Historische tritt immer mehr in den Hintergrund, auch wenn immer mal wieder das politische Tagesgeschehen mit hineinspielt, jedoch nur am Rande. Ich erwartete einen gut recherchierten, interessanten und spannenden historischen Roman, der mich mit in seine Zeit nimmt. Das habe ich nicht bekommen.

Sprachlich ist der Roman interessant und besonders, wenn auch manchmal etwas anstrengend. Ich glaube, das war es aber im Wesentlichen, warum ich bis zum Ende dabei blieb.

Die Charaktere blieben mir durchgehend fremd, auch wenn man manchen recht gut kennen lernt, sie berührten aber nicht mein Herz und ich konnte – außer zu Anfang – kaum mit ihnen mitfühlen. Hin und wieder fesselte mich der Roman für einige Zeit schon, da wurde es interessant und manchmal sogar spannend – leider aber eben nur immer für ein paar Seiten.

Sehr gefehlt hat mir ein Nachwort. Ich hätte gerne gewusst, warum die Autorin diesen Roman geschrieben hat. Auch ein Glossar hätte dem Roman gut getan, manche Worte konnte ich mir ergoogeln, aber ich weiß bis heute nicht, was „gauchen“ bedeuten soll, ein Wort, das beinahe inflationär verwendet wird. Zum Googeln hat mich der Roman übrigens auch sonst gebracht, ich informierte mich über das Klöppeln, über die Insel Fanø (die tatsächlich Probleme mit Sandstürmen hatte), über den politischen Hintergrund usw. So habe ich immerhin meinen Horizont wieder etwas erweitern können, wenn auch nur indirekt durch den Roman.

Den Roman zu bewerten, fällt mir schwer, nach langem Überlegen vergebe ich 64°. Sicher wird auch dieser Roman Liebhaber finden, gerade sprachlich wird ihn manch einer genießen können. Wer allerdings einen interessanten und fesselnden historischen Roman lesen will, sollte nach einem anderen Buch greifen.