Die Wege der Macht

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Heyne, 2017, Titel: 'Mightier than the Sword', Originalausgabe

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60

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Alexandra Hopf
Bisher schwächster Teil der Reihe

Buch-Rezension von Alexandra Hopf Apr 2017

Durch reine Intuition gelingt es Harry, den auf seine Familie geplanten Anschlag zu vereiteln. In sprichwörtlich letzter Minute gelingt es ihm mit Hilfe seines Schwagers Giles eine in einer Vase versteckten Bombe über Bord des Luxusdampfers Buckingham zu hieven. Der rachsüchtige Don Pedro Martinez wollte der Familie auf der Jungfernfahrt des Schiffes von Barrington Shipping Schaden zufügen. Kurz nachdem besagte Vase ins Meer befördert werden konnte, war eine laute Explosion auf dem Schiff zu vernehmen. Gott sei Dank kommt niemand dabei zu Schaden. Die anwesenden Direktoren beschließen mit der Vorsitzenden Emma den wahren Grund der Detonation zu vertuschen, um so eine drohende Pleite des Unternehmens abzuwenden und behaupten, der Lärm stammte von einer nahegelegenen Militärübung der Heimatflotte. Doch die Sorgen der Vorsitzenden Emma reißen nicht ab. Sie muss innerhalb des Vorstands weiterhin kämpfen und sieht sich wieder der "Familienfeindin" Lady Virginia Fenwick konfrontiert, die sogar eine Verleumdungsklage gegen Emma anstrengt.

Auch ihr Mann Harry kämpft engagiert für eine Herzenssache. Er betreibt als Präsident des englischen PEN-Zentrums eine Kampagne für die Freilassung des in Russland inhaftierten Schriftstellers Anatoli Babakow. Dieser hat eine schonungslose Biographie über den Diktator Stalin verfasst. Nach der Vernichtung aller existierenden Bücher wurde der Verfasser zu zwölf Jahren Gefängnis in einem sibirischen Gulag verurteilt. Doch mit seinem Engagement macht sich Harry mächtige Feinde. Für Sebastian hingegen scheint alles gut zu laufen. Er macht eine bemerkenswerte Karriere in der Farthing Bank bei Cedric Hardcastle und hat mit Samantha die Frau fürs Leben gefunden. Doch eine falsche Entscheidung gefährdet sein ganzes Glück. Sein Onkel Giles arbeitet hart für seinen politischen Aufstieg, doch auch er macht in Liebesdingen einen nicht ohne Folgen bleibenden Fehler. Wird es dem Clifton/Barrington Clan auch diesmal gelingen, alle Probleme abzuwenden und als Sieger hervorzugehen?

Über große Strecken langatmig und ohne Würze

Dieses Mal gelingt es Jeffrey Archer nicht wirklich, den Leser zu fesseln. Zu Beginn wird der starke Cliffhanger von Band vier aufgelöst, indem die Handlung nahtlos ansetzt. Nach einem kurzen Prolog zur Erinnerung gelingt es Harry mit fadenscheiniger Intuition und abenteuerlichem Heldentum recht schnell, die Gefahr zu entschärfen. Nachdem die brenzlige Situation auf der Buckingham relativ zügig abgehandelt wurde, verliert sich das Buch eher in seichten Längen. Es wird dem Leser handlungstechnisch nicht wirklich etwas Neues geboten. So dreht sich ein großer Teil wieder um die Plänkeleien im Vorstand von Barrington Shipping. Nachdem der Bösewicht Don Pedro Martinez bereits zu Beginn des Buches auf Nimmerwiedersehen nach Argentinien entschwunden ist, übernehmen nun wieder Lady Virginia Fenwick und Major Alex Fisher die Rolle der bösen Widersacher. Dem Leser erscheint das irgendwie "aufgewärmt" und fade. Als besonders langweilig erweist sich der erneute Wahlkampf von Giles Barrington, hat man das Ganze in dieser Form ja schon im vorangegangenen Teil gelesen. Während diese beiden Begebenheiten wiederholt viel Raum einnehmen, kommen andere Handlungsteile eindeutig zu kurz. So erscheint das erneute Scheitern der Ehe von Giles Barrington lediglich als Randnotiz.

Harry Clifton erneut in Heldenrolle

Harry bekommt in diesem Buch wieder mehr Handlung. Wie schon früher, erstrahlt er als ewiger selbstloser Held. Zunächst als Retter vieler Menschenleben, indem er die drohende Katastrophe mit der Bombe abwenden kann. Allerdings wirkt der Grund, wie es ausgerechnet zum Bombenfund kommt, doch sehr konstruiert und dünn. Und auch im weiteren Verlauf, als er für die Sache des Anatoli Babakow eintritt, wirkt er eher wie ein unverwundbarer "Superman", der immer heil davonkommt. Die anderen Hauptprotagonisten durchleben ebenfalls keine nennenswerte Weiterentwicklung, es ist so als ob alles auf der Stelle tritt.

Band fünf wirkt also wie ein in die Länge gezogener Raumfüller. Das Schema hat der aufmerksame Leser schon erkannt. Die strahlend "Guten" in Person der Clifton/ Barringtons gegen immer wieder auftauchende Widersacher, die der Familie nur Böses wollen. Diesmal wieder nach dem schnellen Abgang von Martinez in Form von Lady Virginia und ihrer ausführenden Hand Major Alex Fischer. Und auch diesmal erscheint ein Retter der guten Sache wie ein Phönix aus der Asche. So war es im Vorgängerbuch der ehrenwerte Cedric Hardcastle. Diesmal eilt der Familiendynastie ein anderer reicher Bankier zur Hilfe, nämlich Hakim Bishara. Auch die Erzählweise ist altbekannt. Diesmal umfasst das Buch chronologisch den Zeitraum der Jahre 1964 bis 1970 und wird wieder abwechselnd aus der Sicht der beteiligten Protagonisten erzählt. Und wieder schreckt Archer nicht davor zurück, wichtige Charaktere durch ihren Tod ausscheiden zu lassen.

Erscheinen einiger historischer Persönlichkeiten

Um die Geschichte in den ordentlichen historischen Verlauf einzupassen, bedient sich der Verfasser der Erwähnung vieler bekannter Personen der betreffenden Zeit. So begegnen wir zum Beispiel Walter Ulbricht und Walter Scheel, aber ohne näher auf die damaligen geschichtlichen Begebenheiten einzugehen.

Und auch das Ende des Buches bringt keine großartige Überraschung. Auch diesmal lässt Archer den Leser mit einem offenen Ende zurück. Die Auflösung der letzten Szene findet man dann sicher zu Beginn von Buch sechs, sofern man sich nicht durch die Lektüre der langen relativ ereignislosen Wege der Macht abschrecken lässt.

Perfekt gewählt ist wieder einmal das Coverbild. Ein Paar vor der Kulisse des roten Platzes in Moskau. So erhält man den treffenden Hinweis, in welchem Land Teile der Handlung stattfinden. Diesmal entschied sich der Heyne Verlag dafür Band fünf in den Tönen orangerot zu halten.

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